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Neunstetten (Herrieden)

Ortsteil der Stadt Herrieden

Neunstetten ist ein Ortsteil der Stadt Herrieden im Landkreis Ansbach in Mittelfranken.

Neunstetten
Stadt Herrieden
Koordinaten: 49° 15′ 41″ N, 10° 27′ 29″ O
Höhe: 423 m ü. NHN
Einwohner: 633 (1990)
Eingemeindung: 1. Januar 1972
Postleitzahl: 91567
Vorwahl: 09825
Neunstetten, Luftaufnahme (2016)
Kirchturm St. Vitus
Sieben Fuhrmänner
Pfarrer in Neunstetten

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

Das Pfarrdorf liegt zwischen Ansbach und Feuchtwangen am Oberlauf der Altmühl und am Käferbach und Feldgraben, die dort als linke Zuflüss in die Altmühl münden. Der Ort liegt in einer flachhügeligen Ebene, die aus Ackerland und Grünland mit vereinzelten Baumbestand besteht. Im Westen jenseits der Altmühl sind die Flurgebiete Speckwiesen und Speckfeld, im Osten liegt die Schmalwiesen. Ca. 1 km nördlich befindet sich das Waldgebiet Im Forst, ca. 0,5 km südöstlich der Burgerwald und das Steinbacher Holz.[1]

GeschichteBearbeiten

An einer Altmühlfurt gelegen, befand sich Neunstetten an einem Altweg zwischen Feuchtwangen und Ansbach via Aurach. Diese Straße führte wohl ursprünglich nördlich von Weinberg über Kloster Sulz weiter nach Schillingsfürst. Die Schwenkung von 90° in Weinberg, die noch im Verlauf der B 14 ersichtlich ist, deutet auf eine Kreuzung zweier Altwege hin. Wahrscheinlich war der Raum um Neunstetten bereits ca. 4000 v. Chr. besiedelt. Der Ursprung des Ortes dürfte in der Zeit Karls des Großen gewesen sein, als 797 auch das Benediktinerkloster im benachbarten Herrieden erstmals erwähnt wurde. Vermutlich war bereits im 10. Jahrhundert an der Altmühlfurt eine Turmhügelburg vorhanden.

Seine erste urkundliche Erwähnung fand Neunstetten 1169 in einer Tauschurkunde des Bischofs Konrad I. von Eichstätt mit dem Kloster Heilsbronn. Im Jahr 1273 wurde der Ort erstmals als eigenständige Pfarrei erwähnt. Neunstetten und Niederdombach wurden 1397 von Heinrich Schenck von Leutershausen an den Bischof von Eichstätt verkauft.

Im Jahr 1430 wurde eine Dorfordnung mit Büttel, Polizist, Hirte und Förster schriftlich fixiert. Der Grundstein für die Pfarrkirche St. Vitus wurde 1483 gelegt. Die Bruderschaft zum Heiligen Wolfgang wurde 1493 gegründet. Hannenbach, Wiedersbach und Rauenbuch trennten sich 1573 von der Gemeinde Neunstetten. Für die Kirche wurde 1605 eine große Glocke angeschafft. Die Gemeinde wurde 1627 von der Pest heimgesucht. Im Dreißigjährigen Krieg wurden Kirche und Dorf 1632/33 zerstört.

Erstmals belegter Schulunterricht fand 1638 statt. Der neue Pfarrhof wurde 1664 gebaut und die Kirche 1679 wiederaufgebaut. Im Jahr 1689 wurde ein regelmäßiger Postverkehr zwischen Ansbach, Neunstetten, Feuchtwangen und Crailsheim aufgenommen. Der Kirchturm wurde 1740 mit Glasurziegeln eingedeckt. Die noch bestehende Bruderschaft Zur Todesangst Christi wurde 1779 gegründet.

Im Salbuch des Fürstentums Ansbach von 1684 werden für Neunstetten 48 Mannschaften verzeichnet: 1 Anwesen unterstand dem Hofkastenamt Ansbach, 2 Anwesen dem Stiftsamt Ansbach und 45 Anwesen dem eichstättischen Kastenamt Herrieden. Das Hochgericht östlich der Altmühl übte das brandenburg-ansbachische Hofkastenamt Ansbach aus und westlich der Altmühl das eichstättische Kastenamt Herrieden. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft und den Hirtenstab hatten das Kastenamt Herrieden inne.[2]

Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jahrhundert) wurde der Steuerdistrikt Neunstetten gebildet. Zur wenig später gegründeten Ruralgemeinde gehörten die Orte Esbach, Niederdombach und Steinbach. Sie unterstand in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Herrieden.[3] Die Gemeinde hatte eine Gebietsfläche von 10,514 km².[4]

Der Ort gehörte gemäß einer Auflistung von 1830 zu einem „die Brünst“ oder „die Brunst“ genannten, seit dem Mittelalter stellenweise gerodeten umfangreichen Waldgebiet zwischen Leutershausen und Kloster Sulz mit dem Hauptort Brunst. Die Brünst war für ihre gute Rinderviehzucht bekannt; ihre 22 Ansiedlungen galten als reich.[5]

Während der Napoleonischen Kriege kam es zur Einquartierung kämpfender Truppen. Die Tilgung der daraus entstandenen Schulden dauerte 40 Jahre. Über die Altmühl wurde 1833 die Steinerne Brücke gebaut. Zur Erinnerung an den Deutsch-Französischen Krieg wurden 1870 vor der Kirche Kastanienbäume gepflanzt. Im Jahr 1875 wurde das Standesamt eingeführt. Durch Brandstiftung verbrannte 1890 der alte Judenbaum mit Marienbild.

Der Torturm am östlichen Friedhofseingang (Eingang Kirchplatz) wurde 1891 abgebrochen. Im selben Jahr wurde die Nepomuk-Statue auf der Steinernen Brücke gestiftet. Der Bau einer eisernen Brücke über den zweiten Arm der Altmühl wurde 1892 abgeschlossen. An der Stelle des Judenbaums wurden 1892 die Steinkreuze Sieben Fuhrmänner errichtet. Es ist die größte erhaltene Steinkreuzansammlung in ganz Bayern.

Neunstetten wurde vom 2. Februar bis 10. August 1893 von einer großen Dürre heimgesucht. Eine Poststelle wurde 1897 eingerichtet und eine Molkerei 1902 gegründet. Im Jahr 1903 wurde die Bahnlinie Ansbach – Neunstetten – Herrieden – Bechhofen eröffnet. Im Ersten Weltkrieg beklagte die Gemeinde 15 Gefallene und 2 Vermisste. Aus Angst vor Einschmelzung wurde die Kirchturmglocke im Burgerwald versteckt. Im Jahr 1919 wurde ein Kriegerdenkmal gebaut.

Der Anschluss an das Elektrizitätsnetz fand 1937 statt. SS-Einheiten sprengten 1945 die Eiserne Brücke. Mutige Bürger verhinderten die Sprengung der Steinernen Brücke. Am 20. April 1945 marschierten erste amerikanische Truppen ein. Im Zweiten Weltkrieg fielen 16 Einwohner, 7 weitere wurden vermisst. Josef Brand wurde 1947 mit 25 Jahren zum jüngsten Bürgermeister Deutschlands gewählt. Er blieb Bürgermeister bis zur Eingemeindung am 1. Januar 1972.

Ein Schulhaus wurde 1951 gebaut. Im Schafwasen wurde 1964 ein erster Siedlungsring ausgewiesen. Neunstetten wurde 1966 an das Fernwasser-System angeschlossen. Dabei erfolgte der Bau der Kanalisation und der Kläranlage. Die Pfarrei St. Vitus wurde 1968 nicht mehr neu besetzt, sondern von Herrieden aus betreut. Im Zuge der Gebietsreform wurde Neunstetten am 1. Januar 1972 nach Herrieden eingemeindet.[6]

Der Innenraum der Kirche wurde 1972 renoviert. Dabei wurden Kanzel und Taufstock entfernt. In den Jahren 1973 und 1983 wurden für 6 Millionen DM Flurbereinigung und Dorferneuerung durchgeführt. Die Einwohnerzahl betrug 1980 615. Der reguläre Schulbetrieb wurde 1981 eingestellt. Zum Abschluss der Flurbereinigung wurde 1987 die Bruder-Klaus-Statue aufgestellt. Die neu angelegten Fußballplätze wurden 1988 eingeweiht.

Die Pfarrscheune wurde 1993 als Kindergarten umgebaut. Die Kirche wurde 1996 renoviert. Das Dach wurde neu eingedeckt und die Kirchturmuhr erneuert. 1997 wurde die Turmkapelle als Taufkapelle umgebaut und die Friedhofsmauer renoviert. Im gleichen Jahr wird nach dem Dachausbau des Kindergartens ein Pfarrsaal eingerichtet. In den Jahren 2006/2007 erfolgte der Umbau des alten Schul- und Mesnerhauses zur Fahrradherberge.

Das ehemalige Schul- und Mesnerhaus, erb. 1748, wird von 2005 bis 2007 grundlegend renoviert und zu einer Radlerherberge mit zwölf Betten ausgebaut.

Bau- und BodendenkmälerBearbeiten

  • Altmühlbrücke: dreibogige Steinbrücke, 1833, mit Nepomukfigur der gleichen Zeit
  • An der Altmühl 1: Altmühle, Mühl- und Wohngebäude, zweigeschossiger massiver Satteldachbau, mit Ecklisenen, 1848; Scheune, eingeschossiger Satteldachbau, mit Ladeluke, zweite Hälfte 19. Jahrhundert.
  • Eulersfeld; Steinbacher Feld: Feldkreuz, Bildstock, Sandstein mit gusseisernem Kreuzaufsatz, wohl 19. Jahrhundert; östlich außerhalb in der Flur
  • Friedhof, ehemals befestigt, teilweise Graben erhalten, Wehrmauer in Brusthöhe, unterirdisches Karnergewölbe, Grabmäler 19./20. Jahrhundert; Gusseisenkruzifix, Mitte 19. Jahrhundert
  • Hauptstraße 1: zugehörig Fachwerkscheune und ehemaliges Austragshaus, 18. Jahrhundert
  • Hauptstraße 9: Fachwerkscheune, spätes 18. Jahrhundert; zugehörig Lebensmittelhandlung Leopold
  • Hertwegfeld: Wegkreuz, Kruzifixus, Holz, volkstümliche Schnitzarbeit, 19. Jahrhundert; 1 km außerhalb in Richtung Mühlbruck
  • Hertwegfeld: Gruppe von sechs Steinkreuzen, mittelalterlich, genannt die Sieben Fuhrmänner, am Ortsausgang Richtung Herrieden
  • Kirchplatz 1: Katholische Pfarrkirche St. Veit, Saalkirche, einschiffiges Langhaus und Westchor, spätes 14. Jahrhundert, Ostchor vor 1438 hinzugefügt, Turm 1482, 1680/81 ausgebaut, Veränderungen im 17./18. und 19. Jahrhundert, mit Ausstattung; Friedhof, ehemals befestigt, teilweise Graben erhalten, unterirdisches Karnergewölbe, Grabmäler 19./20. Jahrhundert; Gusseisenkruzifix, Mitte 19. Jahrhundert; Ummauerung mit Wehrmauer in Brusthöhe, im Kern wohl 15. Jahrhundert
  • Mühlstraße 5: ehemalige Mühle, massives zweigeschossiges Wohnhaus, Satteldach, 1838.
  • Nähe Hauptstraße: neugotischer Bildstock, Gusseisenkreuz auf Sandsteinsockel, 1892; am Ortsausgang Richtung Herrieden
  • Nähe Kirchplatz: Kriegerdenkmal, Stele mit bekrönender Figur des Heiligen Georg, 1914/18, verändert nach 1945; beim Friedhof
  • Nähe Mühlstraße: Scheune, eingeschossiges Gebäude mit Halbwalmdach, Fachwerk, 19. Jahrhundert
  • Pfarrgasse 2: ehemaliges Schul- und Mesnerhaus, Nutzung als Radlerherberge (12 Betten), zweigeschossiger Satteldachbau, mit Fachwerkobergeschoss und -giebel, teilweise über Südwestecke der Friedhofsmauer, 1748 errichtet
  • Windmühlstraße 1: Wegkreuz, Holzkruzifix, Mitte 19. Jahrhundert.; am Ortsausgang nach Ansbach.
  • Nähe Windmühlstraße: Bildstock, kleine gemauerte Ädikula mit Nische, um 1800; am westlichen Ortsrand im Anger südlich der Straße
  • An der Staatsstraße 2249 nach Oberdombach: Bildsäule auf rechteckigem Sockel, bezeichnet 1723, mit gusseisernem Kreuz; an der Leutershauser Straße zwischen Neunstetten und Niederdombach, bei der Abzweigung nach Oberdombach

Steinkreuznest Sieben FuhrmännerBearbeiten

 
Sieben Fuhrmänner
 
Kreuz 2 und 3
 
Ortsausgang Richtung Herrieden

Am Ortsausgang der Straße nach Herrieden befindet sich ein Steinkreuznest mit sechs, zum Teil sehr stark verwitterten bzw. fragmentarisch erhaltenen mittelalterlichen Steinkreuzen. Alle Relikte bestehen aus örtlichem Sandstein.
Kreuz 1:   91 cm Höhe, 31 cm Breite, 22 Tiefe; Teil des Kopfes fehlt, sowie beide Arme, deshalb läßt sich die ursprüngliche Kreuzform nur noch erahnen.
Kreuz 2: 117 cm Höhe, 68 cm Breite, 32 Tiefe; es hat einen sich nach unten verjüngenden Schaft, sowie beschädigte, dadurch stark gerundete Arme.
Kreuz 3: 119 cm Höhe, 86 cm Breite, 31 Tiefe; es war mehrfach zerbrochen und die Zusammensetzung erfolgte leider nicht ganz symmetrisch.
Kreuz 4: 108 cm Höhe, 73 cm Breite, 24 Tiefe; Kopf und Arme beschädigt und stark gerundet. Durch Segmentstützen zwischen Fuß, Kopf und Armen unterscheidet sich das Kreuz von den anderen der Gruppe, es ist im Schaft auch länger.
Kreuz 5: 105 cm Höhe, 21 cm Breite, 22 Tiefe; nur noch der Torso ohne Arme und ohne Kopf ist erhalten, der obere Abschluss des Schaftes ist beschädigt und gerundet, die Anschlüsse der Arme gut Erkennbar.
Kreuz 6:   93 cm Höhe, 48 cm Breite, 28 Tiefe; der rechte Arm fehlt, der verbliebene Kreuzarm und der Kopf sind stark gerundet, der Fuß verbreitert sich nach unten hin stark.
Kreuz 7:  fehlt

Wie Untersuchungen ergaben, stammen die Steinkreuze aus unterschiedlichen Zeiten. Inschriften oder Zeichen sind nicht mehr zu sehen, weitere Untersuchungen haben bisher ebenfalls keine Hinweise auf Ihre Bedeutung gegeben. Eine Erklärung ist, dass die Steinkreuze als Sühne für ein Verbrechen aufgestellt wurden, wobei es durchaus üblich war, neue Steinkreuze bei den Orten schon vorhandener aufzustellen. Es ist jedoch auch nicht auszuschließen, dass die Steinkreuze ursprünglich an unterschiedlichen Stellen standen und am jetzigen Standort nur zusammengetragen wurden. Steinkreuze dieser Art findet man aber auch an anderen Orten wie Reicholzheim, Neunhof (Nürnberg) oder Bruck (Erlangen).[7]

Sage:

Vor Zeiten kamen einmal sieben fremde Fuhrleute nach Neunstetten, bevor sie nach Herrieden weiterfuhren, wollten sie Rast machen. Hungernd und dürstend ließen sie sich am Ortsausgang nieder, die nahe Altmühl versprach einen erfrischenden Trank für Mensch und Tier, doch sie entbehrten des Brotes, um den immer heftiger werdenden Hunger zu stillen und vergebens spähten sie nach Nahrung. Einer der Fuhrleute zog einen Laib Brot hervor, den er, um nicht mit den anderen teilen zu müssen, unbemerkt essen wollte. Doch die Gefährten bemerkten sein Vorhaben und mit hässlichem Geschrei gingen diese auf ihn los. Es entspann sich ein heftiger Streit, denn der Fuhrmann konnte den Raub nicht verhindern. Jeder beanspruchte den Laib für sich, denn nun gönnte ihn keiner dem andern mehr. Der Streit artete bald in einen wüsten Kampf aus, denn die Fuhrleute gingen mit ihren langen Messern aufeinander zu und stachen aufeinander ein, dass einer nach dem andern an seinen erhaltenen Wunden verblutete.
Die Toten wurden an der Stelle des Kampfes verscharrt und die Kreuze zur Mahnung errichtet. Zur Strafe aber für ihr freventliches Tun können sie keine Ruhe in ihren Gräbern finden. Der nächtliche Wanderer kann sie oft sehen, wenn die Nebel der Altmühl nach Neunstetten hinziehen, wie sie streitend und fluchend des Weges gehen und nach wildem Kampf bei den Kreuzen verschwinden. Von wildem Grauen gepackt, ergriffen schon viele nur bei ihrem Nahen eilig die Flucht.[8]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Gemeinde Neunstetten

Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970
Einwohner 446 440 526 544 486 470 462 475 480 468 492 504 520 508 476 450 450 481 503 596 599 562 522 599
Häuser[9] 99 97 99 113 91 88 91 98
Quelle [10] [11] [12] [12] [13] [12] [14] [12] [12] [15] [12] [12] [16] [12] [12] [12] [17] [12] [12] [12] [18] [12] [4] [19]

Ortsteil Neunstetten

Jahr 001818 001840 001861 001871 001885 001900 001925 001950 001961 001970 001987 001990
Einwohner 342 339 361 344 352 394 333 467 404 480 491 633
Häuser[9] 75 67 87 69 68 70 75 130
Quelle [10] [11] [13] [14] [15] [16] [17] [18] [4] [19] [20]

VereinslebenBearbeiten

Neunstetten hat ein reges Vereinsleben. 1877 wurde die Freiwillige Feuerwehr gegründet. 1986 fand das erste gemeinsame Dorffest mit allen noch bestehenden Vereinen statt.

Weitere Gründungen:

  • 1906: Kriegsverein
  • 1910: Radfahrverein
  • 1910: Katholische Burschenschaft
  • 1925: Gesangverein
  • 1956: Schützenverein Altmühlschützen
  • 1965: Musikverein Neunstetten/Stadtkapelle Herrieden
  • 1978: Fischereiverein
  • 1980: Sportverein
  • 1982: Krankenpflegeverein

ReligionBearbeiten

Der Ort war ursprünglich rein katholisch. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Veit (Neunstetten) gepfarrt, die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession in die Christuskirche (Herrieden).

VerkehrBearbeiten

Der Ort liegt an der B 14, die nach Aurach bzw. nach Elpersdorf führt. Die Staatsstraße 2249 führt nach Herrieden bzw. nach Niederdombach. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Steinbach.

Die Bahnstrecke Leutershausen-Wiedersbach–Bechhofen querte in Neunstetten die B 14, der Ort hatte einen Haltepunkt bei Bahnkilometer 5,2. Eröffnet wurde die Linie am 16. Juni 1903, die Einstellung des Personenverkehrs erfolgte am 28. November 1966, des Güterverkehrs am 31. Mai 1970. Der Rückbau der Gleise erfolgte zuerst bis Neunstetten in den Jahren 1970/71.

LiteraturBearbeiten

  • Festschrift 25 Jahre Stadtkapelle Herrieden/Musikverein Neunstetten. 1990.
  • Festschrift 125 Jahre Freiwillige Feuerwehr Neunstetten. 2002.
  • Johann Kaspar Bundschuh: Neunstetten. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 3: I–Ne. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753092, Sp. 768–770 (Digitalisat).
  • Wilhelm Funk: Die Frankenstraßen. In: Feuchtwangen – Werden und Wachsen einer fränkischen Stadt. geschichte-feuchtwangen.de (Stand 11. Januar 2006)
  • Anna Rupprecht u. a.: Neunstetten an der Furt. In: Stadt Herrieden (Hrsg.): Herrieden. Stadt an der Altmühl. Fritz Majer & Sohn, Leutershausen 1982, ISBN 3-922175-08-2, S. 304–314.
  • Hans Karlmann Ramisch: Landkreis Feuchtwangen (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 21). Deutscher Kunstverlag, München 1964, DNB 453909426, S. 95–97.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Neunstetten (Herrieden) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Neunstetten im BayernAtlas
  2. Staatsarchiv Nürnberg, Ansbacher Salbuch 128, 2687. Zitiert nach M. Jehle, Bd. 2, S. 689.
  3. Adreß- und statistisches Handbuch für den Rezatkreis im Königreich Baiern. Kanzlei Buchdruckerei, Ansbach 1820, S. 46 (Digitalisat).
  4. a b c Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, Abschnitt II, Sp. 777 (Digitalisat).
  5. Friedrich Oechsle: Beiträge zur Geschichte des Bauernkrieges in den schwäbisch-fränkischen Grenzlanden. Heilbronn 1830, S. 320, Fußnote
    Friedrich Benedict Weber: Bemerkungen und Notizen über verschiedene Gegenstände der Landwirthschaft. Leipzig 1815, S. 194.
    Heinrich Wilhelm Bensen: Kurze Beschreibung und Geschichte der Stadt Rotenburg ob der Tauber. Erlangen 1856, S. 29.
  6. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 461.
  7. suehnekreuz.de
  8. Johann Fluhrer: Die sieben Steinkreuze im Altmühlthale. In: Das Bayernland. 13. Jg., 1902, Nr. 19, S. 226.
  9. a b Es werden nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840, 1852 als Häuser, 1871 bis 1987 als Wohngebäude.
  10. a b Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, S. 63 (Digitalisat). Für die Gemeinde Neunstetten zuzüglich der Einwohner und Gebäude von Esbach (S. 23), Niederdombach (S. 64) und Steinbach (S. 88). Die Angaben für Esbach mit 107 Einwohnern und 18 Feuerstellen sind falsch. Sie entsprechen den Daten für Esbach (Weidenbach). Die korrekten Daten finden sich im: Joseph Anton Eisenmann, Karl Friedrich Hohn (Hrsg.): Topo-geographisch-statistisches Lexicon vom Königreiche Bayern. Band 1: A–L. Palm und Enke, Erlangen 1831, S. 391 (Digitalisat). Dieses Verzeichnis übernimmt für kleinere Orte die Daten von 1818.
  11. a b Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, S. 160 (Digitalisat). Laut Historischem Gemeindeverzeichnis 1953 hatte die Gemeinde 430 Einwohner.
  12. a b c d e f g h i j k l m n Historisches Gemeindeverzeichnis. Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952. In: Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192. München 1953, S. 171, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).
  13. a b Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, Sp. 1024, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
  14. a b kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. München 1877, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen von 1871), Sp. 1190, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
  15. a b Karl von Rasp: Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Hrsg.: K. Bayer. Statistisches Bureau. München 1888, Abschnitt III, Sp. 1121 (Digitalisat).
  16. a b K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, Abschnitt II, Sp. 1189 (Digitalisat).
  17. a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, Abschnitt II, Sp. 1226–1227 (Digitalisat).
  18. a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, Abschnitt II, Sp. 1058 (Digitalisat).
  19. a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, S. 170 (Digitalisat).
  20. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, S. 328 (Digitalisat).