Krasnogwardeiskoje (Stawropol)

Dorf in der Region Stawropol (Russland)

Krasnogwardeiskoje (russisch Красногварде́йское) ist ein Dorf (selo) in der Region Stawropol in Russland mit 15.992 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010).[1]

Dorf
Krasnogwardeiskoje
Красногвардейское
Föderationskreis Nordkaukasus
Region Stawropol
Rajon Krasnogwardeiski
Gegründet 1803
Frühere Namen Medweschje (1803–1935)
Jewdokimowskoje (1935–1939)
Molotowskoje (1939–1957)
Bevölkerung 15.992 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Höhe des Zentrums 50 m
Zeitzone UTC+3
Telefonvorwahl (+7) 86541
Postleitzahl 356031
Kfz-Kennzeichen 26, 126
OKATO 07 230 807 001
Website krasnogvardeyskoe26.ru
Geographische Lage
Koordinaten 45° 51′ N, 41° 31′ OKoordinaten: 45° 51′ 0″ N, 41° 31′ 0″ O
Krasnogwardeiskoje (Stawropol) (Europäisches Russland)
(45° 51′ 0″ N, 41° 31′ 0″O)
Lage im Westteil Russlands
Krasnogwardeiskoje (Stawropol) (Region Stawropol)
(45° 51′ 0″ N, 41° 31′ 0″O)
Lage in der Region Stawropol
Liste großer Siedlungen in Russland

GeographieBearbeiten

Der Ort liegt knapp 100 km Luftlinie nordnordwestlich des Regionsverwaltungszentrums Stawropol im nördlichen Kaukasusvorland zu beiden Seiten des linken Manytsch-Nebenflusses Jegorlyk.

Krasnogwardeiskoje ist Verwaltungszentrum des Rajons Krasnogwardeiski sowie Sitz und einzige Ortschaft der Landgemeinde (selskoje posselenije) Selo Krasnogwardeiskoje.

GeschichteBearbeiten

Der Ort wurde 1803 als Medweschje gegründet. Seit 1872 war das Dorf Verwaltungssitz eines Ujesds des 1847 geschaffenen Gouvernements Stawropol. Mit Abschaffung der Gouvernements in den 1920er-Jahren blieb das Dorf Verwaltungszentrum eines Rajons.

Am 19. Mai 1935 erfolgte die Umbenennung in Jewdokimowskoje, zu Ehren des regionalen Ersten Sekretärs der WKP(B) Jefim Jewdokimow. Während der Stalinschen Säuberungen fiel dieser jedoch 1938 im Ungnade (und wurde 1940 erschossen). Das Dorf erhielt deshalb am 17. März 1939 nach dem Vorsitzenden des Rates der Volkskommissare, quasi Regierungschef, und späteren Außenminister der Sowjetunion Wjatscheslaw Molotow den Namen Molotowskoje, ebenso der Rajon die Bezeichnung Molotowski. Im Rahmen der Entstalinisierung erfolgte am 13. Juli 1957 die erneute Umbenennung, bei der Dorf und Rajon ihre heutigen Namen erhielten, abgeleitet von Krasnaja Gwardija für Rote Garde.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr Einwohner
1897 12.383
1939 10.086
1959 9.807
1970 12.538
1979 13.095
1989 14.769
2002 15.884
2010 15.992

Anmerkung: Volkszählungsdaten

VerkehrBearbeiten

Am Südrand von Krasnogwardeiskoje verläuft die Regionalstraße 07K-041, Teil der früheren R269, die Bataisk unweit von Rostow am Don mit Stawropol verbindet. Der Ort ist zudem Endpunkt der Regionalstraße 07K-036 von Stawropol über Isobilny und Nowoalexandrowsk.

Ab Mitte der 1980er-Jahre wurde über Krasnogwardeiskoje (Station Krasnaja Gwardija) eine Eisenbahnstrecke von Pestschanokopskaja (zwischen Salsk und Belaja Glina) nach Peredowaja (bei Isobilny) errichtet und 1989 provisorisch in Betrieb genommen. Bereits in den 1990er-Jahren wurde der auch infolge des Niedergangs der russischen Wirtschaft defizitäre Teilabschnitt zwischen Pestschanokopskaja und Krasnaja Gwardija wieder stillgelegt und nach 1998 abgebaut. Auf der verbleibenden Stichstrecke Peredowaja – Krasnaja Gwardija besteht nur Güterverkehr.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)