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Konrad Schön

deutscher Hochschullehrer und Politiker (CDU), MdL, MdEP

Leben und BerufBearbeiten

Nach dem Abitur nahm Schön ein Studium der Rechtswissenschaften und Philosophie an den Universitäten in Freiburg im Breisgau, Paris und Heidelberg auf, das er mit der Promotion zum Dr. phil. unter Karl Löwith beendete. Er arbeitete von 1954 bis 1957 als Direktionsassistent bei der Dresdner Bank, nahm anschließend eine Tätigkeit als Studienleiter beim Europa-Haus Marienberg auf und war 1960/61 Studienleiter an der Europäischen Akademie Otzenhausen. Seit 1961 unterrichtete er als Dozent an der katholischen Peter-Wust-Hochschule in Saarbrücken, einer der beiden konfessionellen pädagogischen Hochschulen des Saarlandes. Nach der Vereinigung im Dezember 1969 mit der evangelischen Comenius-Hochschule zur Pädagogischen Hochschule des Saarlandes[1] erhielt er dort einen Lehrstuhl für Politikwissenschaft und Didaktik der Politischen Bildung. Nach der Auflösung der Pädagogischen Hochschule 1978 wechselte Schön an die Universität des Saarlandes, wo er sich seinem Fachgebiet mit dem zusätzlichen Schwerpunkt Europapolitik widmete.

ParteiBearbeiten

Schön ist seit 1949 Mitglied der CDU.

AbgeordneterBearbeiten

Schön gehörte von 1970 bis 1975 dem Saarländischen Landtag an und war dort 1973/74 Vorsitzender der CDU-Fraktion. Von 1979 bis 1989 war er Mitglied des Europäischen Parlamentes.

Öffentliche ÄmterBearbeiten

Schön wurde am 23. Januar 1974 in der Nachfolge von Alfred Wilhelm als Finanzminister in die von Ministerpräsident Franz-Josef Röder geführte Regierung des Saarlandes berufen. Nach der Bildung einer Koalition aus CDU und FDP schied er am 1. März 1977 aus der Regierung aus und wurde in seinem Ministeramt von Ferdi Behles abgelöst. Anschließend fungierte er als Beauftragter der Landesregierung für Europafragen.

EhrungenBearbeiten

VeröffentlichungenBearbeiten

  • Europa – Aufbruch aus der Krise. 1959.
  • Der Begriff der Politischen Bildung. 1964.
  • Die Praxis des Unterrichts in Politischer Bildung. 1967.
  • Verfassung und Erziehung. 1968.
  • Grundlagen der politischen Urteilsbildung. 1969.

WeblinksBearbeiten

Siehe auchBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Horst Schiffler: Volksschullehrerbildung im Saarland nach 1945. In: www.schulmuseum-ottweiler.net. Saarländisches Schulmuseum Ottweiler, abgerufen am 25. Juni 2017.
  2. Bekanntmachung von Verleihungen des Saarländischen Verdienstordens. In: Chef der Staatskanzlei (Hrsg.): Amtsblatt des Saarlandes Teil I. Nr. 4. Saarbrücker Zeitung Verlag und Druckerei GmbH, Saarbrücken 2. Februar 2017, S. 120 (saarland.de [abgerufen am 25. Juni 2017]).
  3. a b c Europapolitik in Theorie und Praxis - Prof. Dr. Konrad Schön wird 80 Jahre alt. In: idw-online.de. Informationsdienst Wissenschaft e.V., 28. April 2010, abgerufen am 25. Juni 2017.