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Klipphausen

Gemeinde im Landkreis Meißen, Sachsen, Deutschland
Wappen Deutschlandkarte
Wappen fehlt
Hilfe zu Wappen
Klipphausen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Klipphausen hervorgehoben
Koordinaten: 51° 5′ N, 13° 32′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Landkreis: Meißen
Höhe: 260 m ü. NHN
Fläche: 111,67 km2
Einwohner: 10.280 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 92 Einwohner je km2
Postleitzahl: 01665
Vorwahlen: 0351, 03521, 035204, 035244, 035245
Kfz-Kennzeichen: MEI, GRH, RG, RIE
Gemeindeschlüssel: 14 6 27 100
Gemeindegliederung: 43 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Talstraße 3
01665 Klipphausen
Website: klipphausen.de
Bürgermeister: Gerold Mann (parteilos)
Lage der Gemeinde Klipphausen im Landkreis Meißen
Coswig (Sachsen)Diera-ZehrenEbersbach (bei Großenhain)GlaubitzGröditzGroßenhainHirschsteinKäbschütztalKlipphausenLampertswaldeLommatzschMeißenMoritzburgGröditzNiederauNossenNünchritzPriestewitzRadebeulRadeburgRiesaRöderaueSchönfeldStauchitzStrehlaThiendorfWeinböhlaWülknitzZeithainSachsenDresdenLandkreis BautzenLandkreis Sächsische Schweiz-OsterzgebirgeLandkreis MittelsachsenLandkreis NordsachsenBrandenburgKarte
Über dieses Bild

Klipphausen ist eine Gemeinde im Zentrum Sachsens im Landkreis Meißen.

Inhaltsverzeichnis

Geographie und VerkehrBearbeiten

Die Gemeinde Klipphausen liegt etwa 11 km südlich von Meißen und rund 15 km nordwestlich von Dresden. Die A 4 führt durch den Süden der Gemeinde und ist über den Anschluss Wilsdruff (ca. 4 km) erreichbar. Die Gemeinde liegt im Meißner Hochland und im Elbtalkessel an den Linkselbischen Tälern – dazu gehören das Saubachtal, das Prinzbachtal, das Regenbachtal, der Eichhörnchengrund und Rehbocktal – und an der Kleinen Triebisch. Höchste Erhebung ist die Baeyerhöhe mit 322,3 m ü. NN auf der Lampersdorfer Gemarkung, der niedrigste Punkt die ca. 100 m ü. NN in der Elbtalsohle. Mit der unter Naturschutz stehenden Gauernitzer Elbinsel liegt eine der beiden sächsischen Elbinseln in der Gemeinde Klipphausen.

NachbargemeindenBearbeiten

GeschichteBearbeiten

Am 1. Juli 2012 schlossen sich freiwillig die Gemeinden Klipphausen und Triebischtal zur Gemeinde Klipphausen zusammen.

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. Juli 1950 wird Sachsdorf als Ortsteil in die Landgemeinde Klipphausen eingemeindet, am 1. März 1974 folgt Sora mit den Ortsteilen Lampersdorf und Lotzen. Am 1. Januar 1994 schließen sich die bis dahin selbstständigen Gemeinden Klipphausen, Röhrsdorf und Weistropp (mit den Ortsteilen Hühndorf und Kleinschönberg) zur Großgemeinde Klipphausen zusammen.[2] Am 1. Januar 1999 kommen noch Scharfenberg (mit den Ortsteilen Bergwerk, Gruben, Pegenau, Reppina und Reppnitz, Batzdorf, Naustadt, Reichenbach, Riemsdorf, Bockwen-Polenz und Spittewitz) und Gauernitz (mit den Ortsteilen Constappel, Hartha, Pinkowitz und Wildberg) hinzu.[2] Zum 1. Juli 2012 erfolgt der Zusammenschluss von Triebischtal und Ortsteilen mit Klipphausen.

Entstehung von Klipphausen
 
Gebietsstand 1. Januar 1990
 
Gebietsstand 1. Januar 1995
 
Gebietsstand 1. Januar 2000
 
Gebietsstand 1. Januar 2004
 
Gebietsstand 1. Januar 2013

OrtsgliederungBearbeiten

 
Gemarkungen innerhalb der Gemeinde Klipphausen

Die Gemeinde entstand 1999 aus dem Zusammenschluss dreier vormals selbständiger Gemeinden. Am 1. Juli 2012 kam die Gemeinde Triebischtal dazu. Ihr Gemeindegebiet wurde in drei weitere Ortschaften aufgeteilt.

PolitikBearbeiten

Gemeinderatswahl 2014[3]
Wahlbeteiligung: 56,5 % (2009: 60,4 %)
 %
40
30
20
10
0
31,7 %
4,7 %
5,2 %
24,9 %
7,3 %
n. k.
9,6 %
16,8 %
BFW
BILET
BVT
TBBK
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
 20
 15
 10
   5
   0
  -5
-10
-15
-20
-25
-30
+15,0 %p
+4,7 %p
+1,9 %p
-28,0 %p
-16,5 %p
-3,4 %p
+9,6 %p
+16,8 %p
BFW
BILET
BVT
TBBK

Seit der Gemeinderatswahl am 25. Mai 2014 verteilen sich die 22 Sitze des Gemeinderates folgendermaßen auf die einzelnen Gruppierungen:

  • CDU: 7 Sitze
  • Bündnis Freie Wählergemeinschaft (BFW): 6 Sitze
  • Triebischtaler Bürgerbündnis Klipphausen (TBBK): 4 Sitze
  • Bürgervertretung Triebischtal (BVT): 2 Sitze
  • Bürgerinitiative Linkselbische Täler (BILET): 1 Sitz
  • FDP: 1 Sitz
  • SPD: 1 Sitz

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

Im Ortsteil Miltitz befindet sich das Besucherbergwerk Kalkbergwerk Miltitz.

Die Garsebacher Schweiz ist als Naturdenkmal eingestuft.

BauwerkeBearbeiten

Im Ortsteil Scharfenberg befindet sich Schloss Scharfenberg, in Batzdorf Schloss Batzdorf, in Klipphausen das Schloss Klipphausen (wahrscheinlich um 1528 erbaut), in Weistropp das Schloss Weistropp und in Gauernitz Schloss Gauernitz. Weiterhin gibt es auch einige Kirchen (z. B. in Naustadt, Sora und Röhrsdorf), Kapellen, Gehöfte bzw. ehemalige Rittergüter und historische Dorfzentren (z. B. Polenz).

Ein Ehrenmal von 1946 auf dem Friedhof des Ortsteiles Miltitz erinnert an 17 Häftlinge aus Polen und der Sowjetunion, die Opfer von Zwangsarbeit wurden.

MusikBearbeiten

Schloss Batzdorf ist Ursprungs- und Inspirationsort des Barock-Ensembles Batzdorfer Hofkapelle. 1993 fand hier das Gründungskonzert des Orchesters statt.

PersönlichkeitenBearbeiten

  • Peter Schreier (* 29. Juli 1935) wuchs in Gauernitz auf, Sänger und Dirigent

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

  • Christian Gottlob Gerber (* 14. Oktober 1686 in Rothschönberg; † 10. April 1764 in Lockwitz), lutherischer Theologe und Historiker
  • Auguste Reuß zu Köstritz (* 26. Mai 1822 in Klipphausen; † 3. März 1862 in Schwerin), Großherzogin von Mecklenburg
  • Heinrich VII. Reuß zu Köstritz (* 14. Juli 1825 in Klipphausen; † 2. Mai 1906 in Trebschen), Diplomat
  • Heinrich XIII. Reuß zu Köstritz (* 18. September 1830; 3. Januar 1897), preußischer General und Mitglied des Preußischen Herrenhauses
  • Julius Adolph Stöckhardt (* 4. Januar 1809 in Röhrsdorf; † 1. Juni 1886 in Tharandt), Agrikulturchemiker
  • Erhard Siedel (* 1. November 1895 in Röhrsdorf; † 16. November 1979 in der Schweiz), Schauspieler und Theaterregisseur
  • Ernst Schmidt (* 1. Februar 1920 in Garsebach; † 15. September 2000 in Oranienburg), Leichtathlet
  • Wulf Kirsten (* 21. Juni 1934 in Klipphausen), Lyriker
  • Dieter Wendisch (* 9. Mai 1953 in Gauernitz), Ruderer, Olympiasieger 1976 und 1980

LiteraturBearbeiten

  • Wolfgang Schanze: Längst ist die letzte Schicht gefahren. Altbergbau zwischen Triebisch- und Elbtal. Klipphausen 2013.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Klipphausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bevölkerung des Freistaates Sachsen jeweils am Monatsende ausgewählter Berichtsmonate nach Gemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. a b Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt.
  3. Ergebnisse der Gemeinderatswahl 2014