Hauptmenü öffnen

Mit indischer Literatur werden die Literaturen bezeichnet, die auf dem indischen Subkontinent und seit der Unabhängigkeit des Staates Indien 1947 in Indien geschrieben und von indischen Schriftstellern verfasst werden. Wegen der Vielzahl der Sprachen, die in Indien gesprochen und geschrieben werden, kann von der indischen Literatur nur im Plural gesprochen werden.

Die indischen Literaturen zählen zu den ältesten literarischen Traditionen der Welt. Die klassische Sanskrit-Dichtung wurde im Mittelalter durch die Literaturen indischer Regionalsprachen wie Hindi oder Tamil abgelöst. In den Mogulreichen im Norden Indiens kam ab dem 16. Jahrhundert die vorwiegend in Urdu verfasste islamische Lyrik hinzu. Die romantische Literatur der indischen Regionalsprachen erfuhr mit der Unabhängigkeit des Landes 1946 eine modernistische Gegenbewegung, mit der neue Themen wie soziale Fragen ins Blickfeld gerieten. Durch die Kolonialisierung Indiens als britische Kronkolonie kam schließlich auch Englisch als eine weitere Literatursprache Indiens hinzu.

Heute gibt es in Indien Literatur in 24 offiziell von der indischen Literaturakademie anerkannten Sprachen, darüber hinaus noch Literatur in zahlreichen indischen Dialekten.[1]

Inhaltsverzeichnis

Indische Literatur in klassischen altindischen SprachenBearbeiten

Schriften des HinduismusBearbeiten

Die ältesten Texte der indischen Literatur wurden in vedischer Sprache verfasst und zuvor mündlich überliefert. Die literarischen Werke in vedischer Sprache sind in erster Linie religiös, sie bilden die wichtigsten heiligen Texte des Hinduismus. Sie wurden anonym von vielen Gelehrten und Priestern erstellt.

Der wichtigste Text ist die Veda, eine Sammlung von Götterhymnen, religiöse Formeln und Vorschriften sowie theologisch-philosophische Texte, die zwischen dem zweiten Jahrtausend v. Chr. und 500 v. Chr. entstanden sind. Die Veda lässt sich in vier Teile gliedern, Rigveda, Samaveda, Yajurveda und Atharvaveda. Der früheste und literarische bedeutsamste Teil der Veda ist die Rigveda, eine Sammlung von Hymnen an die Götter.[2][3] Im Anschluss an die Veden entstanden die Brahmanas (Ritualtexte), Aranyakas ("Waldbücher") und die Upanishaden (philosophische Lehren).[4]

Weitere wichtige literarische Werke der vedischen Zeit sind die beiden Epen Mahabharata und Ramayana. Bestandteil des Mahabharata ist die Bhagavadgita, ein spirituelles Gedicht, der heute vielleicht wichtigste Text für Hindus. Für den volkstümlichen Hinduismus sind auch die Puranas eine unentbehrliche Quelle. Die Puranas sind poetische Erzählungen, die unter anderem über die Entstehung der Welt sowie über die Taten von Göttern und Helden berichten. Das bekannteste Purana ist das Bhagavatapurana, das für die Vishnu-Verehrung wichtig ist.[5]

Von großer Bedeutung ist auch das Arthashastra, das oft mit Machiavellis Il Principe verglichen wird. Es handelt sich um ein Staatslehrbuch, das die Pflichten des Königs und strategische Prinzipien beschreibt.[6] Die Manusmriti, das "Gesetzbuch des Manu", ist eine moralische Anleitung, die ethische Regeln und Normen des gesellschaftlichen Lebens aufstellt. Im Westen bekannt geworden ist auch das Kamasutra, das älteste erhaltene Lehrbuch der Erotik aus Indien.[6]

Schriften des BuddhismusBearbeiten

Die Lehren des indischen Weisen Gautama, genannt Buddha (gestorben ca. 480 v. Chr.), sind in einer großen Zahl von Schriften überliefert, worunter einige zur Weltliteratur gezählt werden. Viele frühe buddhistische Schriften sind nicht in Sanskrit verfasst, sondern in Pali, das neben Sanskrit und Tamil zu den klassischen Literatursprachen Indiens gehört.[7] Zu den wichtigsten literarischen Werken des frühen Buddhismus in Indien zählen Sammlungen von Lehrvorträgen wie der Pali-Kanon, das Digha-Nikaja und das Kuddaka-Nikaja. Das bedeutendste Werk des Buddhismus in Sanskrit ist ein Leben des Buddha, verfasst von Ashvaghosha um 100 n. Chr.[8]

Klassische Kunstdichtung in Sanskrit (ca. 200 v. Chr. bis 1200 n. Chr.)Bearbeiten

Sanskrit entwickelte sich aus der vedischen Sprache. Oft spricht man auch von vedischem Sanskrit und dem späteren klassischen Sanskrit (ab 500 v. Chr.).

Etwa ab 200 v. Chr. spricht man von der klassischen indischen Sanskrit-Dichtung, die zwischen 400 und 700 n. Chr. ihre Blüte erlebte.[9] Bedeutende Sanskrit-Dichter waren der Dichter und Dramatiker Kalidasa (ca. Ende des 4. Jahrhunderts n. Chr.) sowie die Dichter Bhartrihari (7. Jahrhundert) und Amaru (9. Jahrhundert). Kalidasas Drama Shakuntala faszinierte auch Johann Wolfgang von Goethe, der ein Gedicht mit dem Titel Sakontala verfasste. Als indisches Hohelied hat man die Dichtung des bengalischen Autors Dshajadeva bezeichnet.[10]

Neben Drama und Lyrik etablieren sich auch der Roman und die Märchendichtung als eigene literarische Genres. Als wichtigster Roman dieser Zeit wird Die zehn Prinzen des Dichters und Theoretikers der Dichtkunst Dandin betrachtet. Beispiele für die umfangreiche indische Märchendichtung, die auch für die arabische, persische und europäische Märchenerzählung beeinflusst hat, sind das Fabelbuch Pantshatantra (vermutlich um 300 n. Chr. in Kaschmir entstanden) und Shukasaptati (Die siebzig Erzählungen des Papageien).[11][12]

Weitere klassische LiteratursprachenBearbeiten

In Südindien entwickelte sich als erstes Tamil zur klassischen Literatursprache. Tamil ist neben Sanskrit und Pali eine wichtige klassische Literatursprache Indiens, das Tamil kann auf eine über 2000 Jahre zurückreichende Literaturtradition zurückblicken. Aus der Blütezeit des frühen Tamil stammt die Sangam-Literatur. Sie umfasst neben der Verherrlichung heroischer Taten von Königen und Kriegern vor allem Liebeslyrik. Das bedeutendste Werk der klassischen tamilischen Literatur ist der Kural aus dem 1. bis 3. Jahrhundert, ein lyrisches Werk mit Aphorismen zu den Themen Tugend, Wohlstand und Genuss.[13]

Später traten Kannada, Telugu und Malayalam als bedeutende Schriftsprachen hervor.

Indisches MittelalterBearbeiten

Das indische Mittelalter als literarische Epoche reicht vom 10. bis zum 18. Jahrhundert. Diese Epoche ist durch eine Vielzahl von Literaturen in den verschiedenen Regionalsprachen gekennzeichnet: Ab dem 12. Jahrhundert verlor Sanskrit immer mehr an Bedeutung als Literatursprache.[9] Aus dem Sanskrit bzw. den mittelindischen Prakritsprachen gingen im Norden Indiens neue Sprachen hervor. Im Norden Indiens entstanden die Sprachen Bengalisch, Gujarati, Hindi, Kashmiri, Marathi, Oriya, Panjabi und Sindhi, die allesamt ihre eigene Literaturtradition entwickelten. Im Süden Indiens bildeten sich neben Tamil die Sprachen Kannada, Telugu und Malayalam aus, für die etwa seit dem 9. Jahrhundert erste literarische Werke verfasst wurden.[14]

Durch den Einfluss der Bhakti-Bewegung entstanden zunehmend religiöse Dichtungen des Hinduismus in den Regionalsprachen oder Übersetzungen älterer Sanskrit-Schriften, die damit nun größeren Kreisen des indischen Volks zugänglich waren. Die Bhakti-Schriften widmeten sich der hingebungsvollen Verehrung Gottes. Herausragende Vertreter dieser neuen Literatur sind unter anderem Kabir in Hindi und Chandidasa in Bengali. Die Dichterin Mirabai schrieb ihre Dichtung in Rajasthani, wurde aber von den Bhakti-Dichtern in Hindi beeinflusst.[15]

Im indischen Mittelalter beginnt der Einfluss des Islams auf die indische Kunst, Architektur und Literatur. Die damalige persische Elite brachte das Persische als Literatursprache nach Indien. In diesem Zusammenhang entwickelte sich auch die Urdu-Dichtung, die islamisch-persische und indische Elementen miteinander verschmolz. Die Urdu-Literatur erlebte ihre Blüte insbesondere in den Mogul-Reichen des Nordens, wo sie vom Hof und vom Adel gefördert wurde.[16] Ein wichtiger Dichter des Urdu war Amir Khusrav, ein Dichter des Sultanats Delhi.[17] Bekannt sind außerdem die Ghaseln des Dichters Mirza Ghalib.

19. JahrhundertBearbeiten

Im 19. Jahrhundert verstärkte sich der westliche Einfluss auf die indische Literatur. Seit den 1850er Jahren entwickelte sich die englische Kronkolonie Bengalen mit ihrer Hauptstadt Kalkutta zu einem der wichtigsten Industriezentren Indiens und spielte in der indischen Politik und Kultur eine führende Rolle. Unter diesem Einfluss erlebte vor allem die bengalische Literatur einen Aufschwung. Ihr bekanntester Vertreter ist der bengalische Schriftsteller Rabindranath Thakur (anglisierte Schreibweise: Tangore), der 1913 den Nobelpreis erhielt und damit auch über Indien hinaus Bekanntheit erlangte. Thakurs Werk besteht unter anderem aus Lyrik in Bengali sowie Dramen. Einen Teil seines Werkes hat der Dichter selbst ins Englische übersetzt.[18] Swarnakumari Devi, eine ältere Schwester Thakurs, verfasste in den 1870er Jahr Romane in Bengali und förderte die Entwicklung eines modernen Vokabulars. Der ältere Bruder der beiden, Dwijendranath Thakur, übersetzte klassische Sanskrit-Texte in Bengali und verfasste Lyrik. Bedeutender für die Entwicklung der Bengali-Literatur wurde Michael Madhusudan Dutt (1824–1873), ein im heutigen Bangladesh geborener Verfasser von Epen, Lyrik, Dramen im europäischen Stil mit Akt- und Szeneneinteilung und Schöpfer des bengalischen Sonetts.

Unter dem Einfluss der Briten entstand auch eine englischsprachige Literatur indischer Autoren. Die ersten Autoren des frühen 19. Jahrhunderts waren vom Geist der europäischen Romantik inspiriert. Vertreter dieser reformerischen Strömung waren unter anderem der vom Christentum und indischen Islam beeinflusste Brahmane Ram Mohan Roy und Henry Louis Vivian Derozio (1809–1831), der portugiesische und bengalische Vorfahren hatte. Krupabai Satthianadhan war eine der ersten Inderinnen, die englischsprachige Romane verfasste, die eine reformerische Perspektive in der Frauenbildung verfolgten.

Seit dem späten 19. Jahrhundert etablierte sich das Englische, ursprünglich nur Kolonialsprache in Britisch-Indien, als wichtige Literatursprache Indiens. Zum einen begannen in Indien ansässige britische Journalisten und Autoren, englischsprachige Artikel, Essays, Kurzgeschichten und Fortsetzungsromane für indisches Publikum zu verfassen. Populäre Texte wurden später auch im britischen Heimatland veröffentlicht. Zu dieser anglo-indischen Literatur,[19] die zwischen Exotik und kolonialem Alltag angesiedelt ist, zählen unter anderem Rudyard Kiplings Romane wie Kim (1901) oder Edward Morgan Fosters ''A Passage to India'' (1924). Mit dem Rückzug der britischen Kolonialmacht aus Indien lief diese Literatur aus.[20]

20. JahrhundertBearbeiten

In Regionalsprachen

Andere indische Literaturen erlebten Ende des 19. Jahrhunderts eine Renaissance, so die Literatur in der indischen Sprache Kannada, die auch aus westlichen Einflüssen schöpfte und neue Genres wie den Roman und die Kurzgeschichte einführte, und die Literatur in Tamil und Panjabi.

 
Mahasweta Devi (2000)

Wichtige Autoren waren die Lyrikerin Amrita Pritam (1919–2005) die in Panjabi schrieb, der Romancier Premchand (1880–1936, in Hindi) sowie die Dichter Subramanya Bharati (1882–1921, in Tamil) und Muhammad Iqbal (1870–1931, in Urdu).[21] Vishram Bedekar und Shantaram Athavale waren Schriftsteller und Drehbuchautoren, die in Marathi schrieben. Assamesisch hatte als Literatursprache einen schweren Stand gegenüber dem Bengali; zu den in assamesischer Sprache schreibenden Autoren gehörten die Sänger und Dichter Kamalakanta Bhattacharya und Bishnu Prasad Rabha (1909–1969). Mahasweta Devi befasste sich mit der Situation benachteiligter Menschen im postkolonialen Westbengalen; sie schrieb Kurzgeschichten und journalistisch recherchierte Romane aus beinahe ethnographischer Perspektive in bengalischer Sprache mit Dialektfärbung.

Insgesamt siebenmal konnte ein kannadasprachiger Autor den Jnanpith Award, den wichtigsten indischen Literaturpreis, gewinnen, zuletzt der Drehbuchautor und Regisseur Girish Karnad (1998) und U. R. Ananthamurthy (1994).

In englischer Sprache

Mit der indischen Nationalbewegung und der Unabhängigkeit Indiens gewannen im 20. Jahrhundert sozialkritische oder aktuelle Themen an Bedeutung: das Leben der Armen (in den Romanen von Mulk Raj Anand) oder die Alltagsrealität der indischen Mittelschicht (im Werk von Anita Desai, die als Tochter einer deutschen Mutter auch einen europäischen Blick auf die indischen Familienstrukturen hat und diese später auch mit US-amerikanischen Familien vergleicht). Mit zunehmender Mobilität in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts finden sich immer mehr Autoren, die zwischen Indien und westlichen Kulturen pendeln. Speziell aus dieser Gruppe der Autoren haben viele Namen inzwischen internationale Berühmtheit erlangt und werden zur Weltliteratur gezählt, wie z. B. Salman Rushdie.[22] Vikram Seth verfasste das monumentale Epos A suitable boy (dt. Eine gute Partie, 1995). Arundhati Roy wurde international bekannt durch ihren Roman Der Gott der kleinen Dinge, für den sie 1997 den Man Booker Prize erhielt.

Zeitgenössische LiteraturBearbeiten

Die zeitgenössische Literatur Indiens umfasst nicht nur alle großen Schriftsprachen des Landes, sondern hat auch eine breite Palette von Themen zum Gegenstand. Doch leben viele englischsprachige Autoren im Ausland und erreichen neben den ausländischen Lesern oft nur eine kleine indische Elite, während die anspruchslose Unterhaltungsliteratur meist in den Regionalsprachen publiziert wird.

In Regionalsprachen

Die Journalistin Nirupama Dutt veröffentlicht Lyrik und Prosa überwiegend auf Pandjabi. Zu den modernen Urdu-Autoren gehören Rahman Abbas (* 1972), der Romane und Kurzgeschichten u. a. zu den individuellen Folgen des Dauerkonflikts zwischen Hindus und Moslems verfasst, und der Lyriker Munawwar Rana (* 1952), der statt arabischer und persischer Begriffe oft Hindi-Worte verwendet, um seine Gedichte für Menschen, die Urdu nicht beherrschen, besser lesbar zu machen.

In englischer Sprache
 
Neel Mukherjee (2018)

Die zeitgenössische indische Literatur schwankt zwischen dem Nachvollzug der konservativen religiös-politisch-ästhetischen Wende und dem Aufbegehren gegen die verkrusteten sozialen Strukturen. Kritische zeitgenössische indische Autoren, die auf Englisch schreiben und deren Werke auch ins Deutsche übersetzt wurden, sind die Globalisierungskritikerin Arundhati Roy, der heute in Kanada lebende Rohinton Mistry und der Sozialanthropologe und Romanautor Amitav Ghosh.[23] Neel Mukherjees gesellschaftkritisch-pessimistischer Roman The Lives of Others (deutsch: Das Leben in einem Atemzug) setzt sich mit dem politischem Extremismus auseinander. Das Buch und andere Werke Mukherjees wurden mehrfach ausgezeichnet; der Autor lebt heute in London. Die terroristische Bedrohung ist auch ein Thema des Romans „In Gesellschaft kleiner Bomben“ (dt. 2017) von Karan Mahajan (* 1984), der in New York lebt. Preti Tanejas Familiensaga That we are young (2017; dt.: „Wir die wir jung sind“, 2019) stellt das patriarchalische Machtgefüge in Frage und verwendet dabei Motive aus König Lear. Auch Kavita Daswani behandelt aus eigener Erfahrung Themen der arrangierten Heirat und der Emigration („Love happens oder Heirat auf indisch“, dt. 2007); sie lebt in den USA.

Indischer Buchmarkt, Buchmessen und LiteraturpreiseBearbeiten

Der zeitgenössische Buchmarkt Indiens entwickelte sich rasant. Nach Schätzungen gab es 2006 in Indien 16.000 Verlage mit etwa 70.000 Neuerscheinungen pro Jahr, davon entfällt fast die Hälfte auf englische Veröffentlichungen, der Rest auf indische Regionalsprachen. Speziell mit Schulbüchern wird ein großer Umsatz gemacht.[24]

Der internationale Verlagskonzern Penguin Random House vertritt vor allem die englischsprachige Literatur Indiens, die auch innerhalb des Landes dominiert. Literatur in Regionalsprachen gilt immer noch – häufig zu Unrecht – als provinziell; ein Grund, weshalb nur wenig Übersetzungen in westlichen Sprachen vorliegen. Die englischsprachige Literatur dominiert auch wegen der kulturellen Arroganz der Eliten; sie ist oft für den Weltmarkt bzw. für die von Kanada bis Neuseeland lebenden Indischstämmigen geschrieben und lässt kaum ein Klischee aus. Viele im Ausland lebende Autoren haben sich den Realitäten Indiens weit entfremdet. Allerdings betreiben einige Autoren wie Rushdie eine Hybridisierung („Chutneysierung“) der englischen Sprache und Stilistik.[25]

Zwei der weltgrößten Buchmessen finden jährlich in Indien statt, die Kolkata Book Fair in Kalkutta und die New Delhi World Book Fair in Neu-Delhi. Die Frankfurter Buchmesse lud Indien als Gastland bereits zwei Mal ein: 1986 und 2006.

Der 1954 begründete Sahitya Akademi Award, einst ein wichtiger Literaturpreis, wurde von früheren Preisträgern, u. a. von Rahman Abbas und Munawwar Rana, seit 2015 häufig zurückgegeben, vor allem aus Protest gegen den intoleranten Hindu-Chauvinismus der Regierung Narendra Modis und wegen der Ermordung des Autors und Gelehrten M. M. Kalburgi im Jahr 2015.

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Kathleen McCaul: Subcontinental shift. In: The Guardian, 13. Februar 2007, letzter Zugriff am 28. Februar 2018.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Martin Kämpchen, Kalkutta: Indiens Literaturakademie: Sind so viele Muttersprachen. In: FAZ.NET. 17. Februar 2009, ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 28. Februar 2018]).
  2. Hanns W. Eppelsheimer: Handbuch der Weltliteratur. 3. Auflage. Vittorio Klostermann, Frankfurt am Main 1960, S. 20–21.
  3. Erwin Laaths: Geschichte der Weltliteratur. Deutscher Bücherbund, Stuttgart / Hamburg, S. 172.
  4. Sisi Kumar Das: Die indische Literatur – ein historischer Überblick. In: Martin Kämpchen (Hrsg.): Indische Literatur der Gegenwart. edition text+kritik, München 2006, ISBN 3-88377-846-X, S. 29.
  5. Hanns W. Eppelsheimer: Handbuch der Weltliteratur. 3. Auflage. Vittorio Klostermann, Frankfurt am Main 1960, S. 22–23.
  6. a b Hanns W. Eppelsheimer: Handbuch der Weltliteratur. 3. Auflage. Vittorio Klostermann, Frankfurt am Main 1960, S. 23.
  7. Sisi Kumar Das: Die indische Literatur – ein historischer Überblick. In: Martin Kämpchen (Hrsg.): Indische Literatur der Gegenwart. edition text+kritik, München 2006, ISBN 3-88377-846-X, S. 36.
  8. Hanns W. Eppelsheimer: Handbuch der Weltliteratur. 3. Auflage. Vittorio Klostermann, Frankfurt am Main 1960, S. 24–26.
  9. a b Hanns W. Eppelsheimer: Handbuch der Weltliteratur. 3. Auflage. Vittorio Klostermann, Frankfurt am Main 1960, S. 26.
  10. Erwin Laaths: Geschichte der Weltliteratur. Deutscher Bücherbund, Stuttgart / Hamburg, S. 181–183.
  11. Hanns W. Eppelsheimer: Handbuch der Weltliteratur. 3. Auflage. Vittorio Klostermann, Frankfurt am Main 1960, S. 30–32.
  12. Erwin Laaths: Geschichte der Weltliteratur. Deutscher Bücherbund, Stuttgart / Hamburg, S. 184–185.
  13. Sisi Kumar Das: Die indische Literatur – ein historischer Überblick. In: Martin Kämpchen (Hrsg.): Indische Literatur der Gegenwart. edition text+kritik, München 2006, ISBN 3-88377-846-X, S. 37–38.
  14. Sisi Kumar Das: Die indische Literatur – ein historischer Überblick. In: Martin Kämpchen (Hrsg.): Indische Literatur der Gegenwart. edition text+kritik, München 2006, ISBN 3-88377-846-X, S. 39–40.
  15. Romila Thapar, Percival Spear: Indien: Von den Anfängen bis zum Kolonialismus. Magnus Verlag, Essen 1975, S. 427–429.
  16. Sisi Kumar Das: Die indische Literatur – ein historischer Überblick. In: Martin Kämpchen (Hrsg.): Indische Literatur der Gegenwart. edition text+kritik, München 2006, ISBN 3-88377-846-X, S. 46–47.
  17. Romila Thapar, Percival Spear: Indien: Von den Anfängen bis zum Kolonialismus. Magnus Verlag, Essen 1975, S. 429.
  18. Erwin Laaths: Geschichte der Weltliteratur. Deutscher Bücherbund, Stuttgart / Hamburg, S. 186.
  19. Gerhard Stiltz: Die anglo-indische Short Story: Geschichte einer Kolonialliteraturr. Berlin 2017.
  20. Gerhard Stiltz: Die anglophone Literatur in Indien. In: Rüdiger Ahrens, Wolf-Dietrich Bald, Werner Hüllen (Hrsg.): Handbuch Englisch als Fremdsprache. Erich Schmidt Verlag, Berlin 1995, ISBN 3-503-03067-0, S. 473.
  21. Sisi Kumar Das: Die indische Literatur – ein historischer Überblick. In: Martin Kämpchen (Hrsg.): Indische Literatur der Gegenwart. edition text+kritik, München 2006, ISBN 3-88377-846-X, S. 56.
  22. Gerhard Stilz: Die anglophone Literatur in Indien. In: Rüdiger Ahrens, Wolf-Dietrich Bald, Werner Hüllen (Hrsg.): Handbuch Englisch als Fremdsprache. Erich Schmidt Verlag, Berlin 1995, ISBN 3-503-03067-0, S. 473–475.
  23. Martin Kämpchen: Indische Literatur der Gegenwart. edition text+kritik, München 2006, ISBN 3-88377-846-X.
  24. Martin Kämpchen, Kalkutta: Der indische Buchmarkt: Im bunten Chaos des Geistes. In: FAZ.NET. 28. September 2006, ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 28. Februar 2018]).
  25. Iliya Trojanov: Zwischen Bombay und Berlin. In: Faz.net, 24. September 2006.