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Hanbach (Diespeck)

Ortsteil der Gemeinde Diespeck im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim in Mittelfranken

GeografieBearbeiten

Der Weiler liegt am Südufer des Ehebachs, der ein linker Zufluss der Aisch ist. Ca. 0,5 km südwestlich des Ortes erhebt sich der Diebacher Ranken im Waldgebiet Eggerte.[1]

GeschichteBearbeiten

Hanbach (= „Hagenbach“) war ursprünglich ein Ausbauort des Königshofs Riedfeld und erscheint urkundlich 1361 in einem Urbar mit zehn Abgabepflichtigen.[2] Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bildete Stübach mit Hanbach, das ursprünglich zur Pfarrei Riedfeld-Neustadt gehörte, nach 1490 für einige Zeit von den Franziskanern in Riedfeld versorgt und 1578 nach Stübach eingepfarrt worden war,[3] eine Gemeinde. In Hanbach gab es 8 Haushalte. Das Hochgericht übte das brandenburg-bayreuthische Stadtvogteiamt Neustadt an der Aisch aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das brandenburg-bayreuthische Kastenamt Neustadt an der Aisch inne. Alle Anwesen hatten das Fürstentum Bayreuth als Grundherrn (Kastenamt Neustadt: 7, Klosteramt Birkenfeld: 1).[4]

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Hanbach dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Baudenbach zugeordnet. Es gehörte der 1813 gegründeten Ruralgemeinde Stübach an[5] und verblieb dann zunächst politisch wie kirchlich bei der Gemeinde Stübach.[6] Am 1. Juli 1972 wurde Hanbach im Zuge der Gebietsreform nach Diespeck eingemeindet.

BaudenkmälerBearbeiten

  • Haus Nr. 71: Zweigeschossiges Wohnstallhaus von 1852. Gurtgesims profiliert, Öffnungen im Erdgeschoss ausgewechselt. An der Südfassade Erbaut von Andreas Distler im Jahre 1852.[7]
  • Ehemalige Bierkelleranlage
  • Steinkreuz

Baubeschreibungen: Liste der Baudenkmäler in Diespeck#Stübach

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Jahr 001818 001840 001861 001871 001885 001900 001925 001950 001961 001970 001987
Einwohner 46 55 60 54 53 39 50 69 38 48 *
Häuser[8] 8 13 8 8 8 8 8 *
Quelle [9] [10] [11] [12] [13] [14] [15] [16] [17] [18] [19]
* Ort wird zu Stübach gerechnet.

ReligionBearbeiten

Der Ort ist seit der Reformation überwiegend evangelisch-lutherisch. Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession sind nach St. Bartholomäus (Stübach) gepfarrt.

VerkehrBearbeiten

Die Kreisstraße NEA 15 führt nach Stübach bzw. nach Ehe. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Neustadt an der Aisch.

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Hanbach im BayernAtlas
  2. Max Döllner: Entwicklungsgeschichte der Stadt Neustadt an der Aisch bis 1933. Ph. C. W. Schmidt, Neustadt a.d. Aisch 1950. (Neuauflage 1978 anlässlich des Jubiläums 150 Jahre Verlag Ph. C. W. Schmidt Neustadt an der Aisch 1828–1978.) S. 84 und 117.
  3. Max Döllner (1950), S. 97 und 117.
  4. H. H. Hofmann, S. 100.
  5. H. H. Hofmann, S. 190f.
  6. Max Döllner (1950), S. 117.
  7. R. Strobel, S. 59. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt ggf. abgerissen. Ursprüngliche, fortlaufende Hausnummerierung von Stübach.
  8. Es werden nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840, 1852 als Häuser, 1871 bis 1987 als Wohngebäude.
  9. Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, S. 36 (Digitalisat). Dort als Hammbach aufgelistet.
  10. Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, S. 203 (Digitalisat).
  11. Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, Sp. 1058, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
  12. kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. München 1877, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen von 1871), Sp. 1224, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
  13. Karl von Rasp: Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Hrsg.: K. Bayer. Statistisches Bureau. München 1888, Abschnitt III, Sp. 1158 (Digitalisat).
  14. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, Abschnitt II, Sp. 1230 (Digitalisat).
  15. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, Abschnitt II, Sp. 1268 (Digitalisat).
  16. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, Abschnitt II, Sp. 1102 (Digitalisat).
  17. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, Abschnitt II, Sp. 808 (Digitalisat).
  18. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, S. 175 (Digitalisat).
  19. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, S. 338 (Digitalisat).