Gran Premio della Liberazione

Der Gran Premio della Liberazione (dt.: Großer Preis der Befreiung) ist ein italienisches Radrennen, das seit 1946 an jedem 25. April auf einem Rundkurs an den Caracalla-Thermen in Rom ausgetragen wird.

BedeutungBearbeiten

Der Name und der Termin des Rennens verweisen auf den italienischen Nationalfeiertag Anniversario della Liberazione (dt.: Jahrestag der Befreiung), an dem die italienische Republik die Befreiung vom Faschismus im Jahr 1945 feiert.

Diese symbolische Bedeutung des Rennens übersteigt die formale sportliche Wertigkeit. So wird das Rennen, welches bis 2004 Amateuren vorbehalten war und seit der Einführung der Einheitslizenz 2005 als U23-Nachwuchsrennen in UCI-Kategorie 1.2U veranstaltet wird, wie sonst nur Profirennen regelmäßig vom italienischen Staatsfernsehen RAI live übertragen.[1]

Unter den Siegern des Rennens finden sich zahlreiche Fahrer, die später im internationalen Radsport sehr erfolgreich waren, etwa 1985 der spätere Sieger des Giro d’Italia und zweimalige Straßenweltmeister Gianni Bugno oder der Sieger von Mailand–Sanremo 2011, Mathew Goss, der hier 2006 gewann.

Die Länge des Rennens betrug im Jahr 2012 138 km. Es wurde auf einem Rundkurs von ca. 6 km ausgetragen.[2][3] Damit gilt es als Rundstreckenrennen.

Veranstalter ist der Velo Club Primavera Ciclistica, welcher auch das Nachwuchs-Etappenrennen Giro delle Regioni ausrichtete.

SiegerBearbeiten

Gran Premio della Liberazione PinkBearbeiten

Nicht zu verwechseln ist das Rennen mit dem Frauenrennen Gran Premio della Liberazione Donne, welches ebenfalls jährlich am Befreiungstag stattfand, aber im Gegensatz zum Männerrennen bis 2012 im lombardischen Crema ausgetragen wurde. Siegerin der Austragung des Jahres 2011 war die zweifache Straßenweltmeisterin Giorgia Bronzini.[4] Bronzini konnte zuvor bereits 2007 und 2009 gewinnen und ist damit Rekordsiegerin. Ihr folgte die Deutsche Regina Schleicher, die in den Jahren 2005 und 2008 siegte. 2013 wurde das Rennen abgesagt.[5] Die Tradition wurde 2016 wieder aufgenommen und das Rennen am Ort des Männerrennens unter dem Namen Gran Premio della Liberazione veranstaltet. Die erste Siegerin der Neuauflage war Marta Bastianelli.

Siegerinnen

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. vgl. nur Spostata alle ore 9:00 la partenza del Gran Premio della Liberazione auf primaveracicilstica.com (Memento vom 23. April 2010 im Internet Archive)
  2. Il GP della Liberazione paradigma della storia mondiale. sport24h.it am 31, März 2012
  3. Il Gran Premio della Liberazione aderisce alla campagna “Salva i ciclisti”. Il percorso del Gran Premio della Liberazione nel dettaglio. (Nicht mehr online verfügbar.) primaverciclistica.com, archiviert vom Original am 6. März 2016; abgerufen am 11. September 2012 (italienisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/ciclismopavese.it
  4. GP Liberazione donne: A Crema trionfano Bronzini e Boldrini auf cicloweb.it (Memento des Originals vom 10. Januar 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.cicloweb.it abgerufen am 19. Februar 2012
  5. Annullato il Gran Premio Liberazione a Crema auf tuttobiciweb.it v. 19. März 2013 (ital.) (Memento des Originals vom 13. September 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.tuttobiciweb.it