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FC Mendrisio-Stabio

schweizer Fußballverein
(Weitergeleitet von FC Mendrisiostar)

Der FC Mendrisio-Stabio ist ein in Mendrisio im Kanton Tessin beheimateter Schweizer Fussballverein. Er ging 2006 aus einer Fusion des FC Mendrisio mit dem FC Stabio, einem Verein aus der Gemeinde Stabio im Bezirk Mendrisio, hervor. Bis 1982 hatte der FC Mendrisio unter dem Namen Mendrisiostar einen hohen Erkennungswert. Der heutige Drittligist verbrachte zwischen 1948 und 1985 insgesamt 17 Jahre in der zweiten Spielklasse und erreichte 1971 das Halbfinale des nationalen Pokalwettbewerbes.

FC Mendrisio-Stabio
Vereinswappen des FC Mendrisio-Stabio
Basisdaten
Name FC Mendrisio-Stabio
Sitz Mendrisio
Gründung 1. Juli 2006
Farben weiss-grün
Präsident Karl Engel
Website fcms.ch
Erste Mannschaft
Cheftrainer Francesco Ardemagni
Spielstätte Centro Sportivo Comunale
Plätze 2030
Liga 1. Liga (Gruppe 3)
2009/10 7. Rang
Heim


Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

 
Wappen des FC Mendrisio (bis 1982)

1912 wurde der FC Mendrisio gegründet, aber bereits 1918 wieder aufgelöst. Doch schon zwei Jahre später, 1920, folgte die Wiedergründung als AC Mendrisio – der Verein ging allerdings bereits 1923 in Konkurs.

1924 erfolgte eine erneute Wiedergründung, diesmal unter dem Namen FC Speranza Mendrisio. Bald benannte der neue Verein sich aber wieder nur noch FC Mendrisio. 1959 erfolgte die Umbenennung zum FC Mendrisiostar. Diesen Namen behielt der Verein bis 1982 bei, als er sich wieder nur noch schlicht FC Mendrisio nannte. Am 2. Juni 2006 erfolgte eine Fusion mit dem 1958 gegründeten Viertligisten FC Stabio, einen Verein aus der Nachbargemeinde Stabio, zum FC Mendrisio-Stabio.

Dieser Tage spielt der Verein in der Gruppe 3 (Nord- und Ostschweiz / Tessin) der dreigeteilten drittklassigen, sogenannten "1. Liga."

Sportliche HöhepunkteBearbeiten

1948 erfolgte unter dem italienischen Trainer Aventino Zamboni erstmals der Aufstieg in die zweite Spielklasse, seinerzeit Nationalliga B genannt. Die Tessiner konnten sich aber nur vier Jahre bis 1952 dort halten.

Der Wiederaufstieg erfolgte erst 1968. Der Abstieg liess diesmal sieben Jahre, bis 1975, auf sich warten. In dieser Zeit, die wohl als die Blütezeit der Mannen aus Mendrisio betrachtet werden muss, gelang 1971 sogar ein Vordringen in das Halbfinale des Schweizer Pokals. Dort gebot aber der Erstligist FC Lugano unter Rekord-Trainer Albert Sing mit "Atom-Otto" Luttrop Mendrisiostar Einhalt und besiegte die Kantonsgenossen auf deren Platz nach torloser erster Halbzeit noch mit 2:0. Es war auch in jener Ära in welcher der spätere Nationalspieler Claudio Sulser bis 1973 die ersten Schritte einer grossen Karriere bei Mendrisiostar zubrachte.

Nach dem Abstieg 1975 stieg Mendrisiostar sofort wieder auf, konnte sich aber nur ein Jahr oben halten. In der Saison 1979/80 spielt der legendäre, bereits 41 Jahre alte brasilianisch-italienische Weltmeister José Altafini bei den wackeren Tessinern die mit ihm den erneuten Aufstieg schaffen. Diesmal überleben sie das erste Jahr, aber nur, weil die Liga von 14 auf 16 Teams erweitert wurde. 1985, knapp vierzig Jahre nach dem erstmaligen Aufstieg, verabschiedet sich der nun FC Mendrisio genannte Verein zum vorläufig letzten Mal aus der zweiten Spielklasse. Dabei hatten die Tessiner mit 39:37 Treffern eine positive Tordifferenz, waren aber einen Punkt schlechter als die Konkurrenz vom FC Laufen aus dem Kanton Basel.

 
Vereinswappen des FC Stabio (bis 2006)

Erfolgserlebnisse des FC StabioBearbeiten

Sportlicher Höhepunkt des FC Stabio war die Saison 1991/92, als der Verein in die dritte Spielklasse aufstieg. Als Vorletzter musste er sich aber sogleich wieder verabschieden. Im Pokalwettbewerb gelang der Mannschaft aus Stabio ein Achtungserfolg als sie in der Saison 2003/04 in der ersten Runde in einem Bezirksderby den Zweitligisten FC Chiasso mit einem 3:2-Sieg nach Verlängerung ausschalten konnte. An jenem Tag zählten Clementi, der mit einem Doppelschlag in der 17. und 18. Minute einen 2:0 Vorsprung zur Halbzeit herausschoss, sowie Pelizzari der in der 105. Minute per Elfmeter den Sieg sicherte, zu den Helden. In der nächsten Runde kam allerdings mit einer 0:2-Heimniederlage gegen den Erstligisten FC Thun das aus.

StadionBearbeiten

Der Verein trägt seine Heimspiele im Centro Sportivo Comunale aus, welches rund 4000 Stehplätze und 260 Sitzplätze hat.

SpielerBearbeiten

Statistische ZusammenfassungenBearbeiten

Platzierungen in der Nationalliga BBearbeiten

  • 1948–1952: 8., 8., 12., 13.;
  • 1968–1975: 9., 4., 4., 7., 6., 11., 12.;
  • 1976–1977: 15.;
  • 1980–1985: 13., 6., 11., 7., 14.;

WeblinksBearbeiten