Evangelisch-Lutherisches Dekanat Gräfenberg

Das Evangelisch-Lutherische Dekanat Gräfenberg ist eines der 10 Dekanate des Kirchenkreises Nürnberg. Amtierender Dekan ist seit Juli 2020 der evangelische Theologe Reiner Redlingshöfer.[1] Er ist der Nachfolger der Theologin Berthild Sachs, die das Dekant von 2016 bis 2019 leitete und nun zum Dekanat Schwabach gewechselt hat.[2]

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Evangelisch-Lutherisches
Dekanat

Dreieinigkeitskirche in Gräfenberg
Organisation
Dekanatsbezirk Gräfenberg
Kirchenkreis Nürnberg
Landeskirche Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern
Statistik
Fläche 290 km²
Kirchengemeinden 12
Gemeindeglieder 13.300
Leitung
Dekan Reiner Redlingshöfer
Dekanatskirche Dreieinigkeitskirche in Gräfenberg
Anschrift des Dekanatsamts Kirchplatz 3
91322 Gräfenberg
Webpräsenz www.graefenberg-evangelisch.de

GeschichteBearbeiten

Das bayerische Dekanat Gräfenberg wurde am 7. Dezember 1810 errichtet. Die Pfarreien Gräfenberg, St. Helena, Hiltpoltstein, Kirchrüsselbach und Walkersbrunn gehörten zuvor zur Reichsstadt Nürnberg, die 1525 die Reformation eingeführt hatte. Vier ritterschaftliche Pfarreien wurden dem Dekanat unterstellt. Die Herren von Egloffstein führten die Reformation in ihrem Herrschaftsgebiet ein, vor 1544 in Affalterthal, um 1550 in Egloffstein und um 1525 in Kunreuth. Die Landesherrschaft in Ermreuth hatte zur Reformationszeit das Nürnberger Patriziergeschlecht von Muffel. Igensdorf wurde um 1525 unter Nürnberger Herrschaft evangelisch. 1796 fiel es an Preußen und wurde der Superintendentur Erlangen unterstellt. 1810 kam es zum Dekanat Gräfenberg. In Thuisbrunn führte das Markgraftum Brandenburg-Kulmbach 1528 die Reformation ein. 1558 wurde es der Superintendentur Kulmbach unterstellt. Nach mehreren Umgliederungen kam es 1810 zum Dekanat Gräfenberg.

GeografieBearbeiten

Der Dekanatsbezirk liegt am südlichen Rand der Fränkischen Schweiz überwiegend im Regierungsbezirk Oberfranken. Ausnahme ist die Kirchengemeinde Sankt Helena zu Großengsee (Gemeinde Simmelsdorf), die im Landkreis Nürnberger Land und damit im Regierungsbezirk Mittelfranken liegt.

KirchengemeindenBearbeiten

Im Dekanatsbezirk lebten 13.300 Gemeindeglieder in zwölf Kirchengemeinden. Derzeit (2019) sind es 10 % weniger mit noch 12.000 Gemeindeglieder.[3] Im Folgenden sind die Kirchengemeinden und ihre Kirchengebäude aufgeführt:

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Evangelisch-Lutherisches Dekanat Gräfenberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Rieke C. Harmsen: Pfarrer Reiner Redlingshöfer wird Dekan in Gräfenberg | Sonntagsblatt - 360 Grad evangelisch. Abgerufen am 6. Juli 2020.
  2. Timo Lechner: Gräfenberger Dekanin Berthild Sachs geht mit Vision nach Schwabach | Sonntagsblatt - 360 Grad evangelisch. Abgerufen am 6. Juli 2020.
  3. Gräfenberg Kirchenaustritte schonungslos analysiert