Dinigeer Yilamujiang

chinesische Skilangläuferin

Dinigeer Yilamujiang (chinesisch 迪妮格尔·衣拉木江, Pinyin Dínīgé’ěr Yīlāmùjiāng; * 3. Mai 2001 in Altay, Xinjiang) ist eine chinesische Skilangläuferin. Ihr ursprünglicher uigurischer Name lautet Dilnigar Ilhamjan (دىلنىگار ئىلھامجان).

Dinigeer Yilamujiang
Nation China Volksrepublik Volksrepublik China
Geburtstag 3. Mai 2001
Geburtsort Altay, China
Karriere
Status aktiv
Platzierungen im Skilanglauf-Weltcup
 Debüt im Weltcup 29. Dezember 2018
 Gesamtweltcup 71. (2020/21)
 Sprintweltcup 55. (2020/21)
 Distanzweltcup 62. (2020/21)
letzte Änderung: 15. März 2021

WerdegangBearbeiten

Yilamujiang startete erstmals bei der Tour de Ski 2018/19 im Weltcup und belegte dabei die Plätze 74 und 67 im Sprint und den 70. Rang über 10 km Freistil. Bei den Nordischen Junioren-Skiweltmeisterschaften 2019 in Lahti lief sie auf 26. Platz über 5 km Freistil und auf den 13. Rang mit der Staffel. In der Saison 2019/20 wurde sie Zehnte in der Gesamtwertung des Australia/New-Zealand-Cups und kam bei den Nordischen Junioren-Skiweltmeisterschaften 2020 in Oberwiesenthal auf den 28. Platz im Sprint, auf den 16. Rang im 15-km-Massenstartrennen und auf den fünften Platz über 5 km klassisch. Im Dezember 2020 holte sie in Davos mit dem 19. Platz über 10 km Freistil ihre ersten Weltcuppunkte. Im Februar 2021 lief sie bei den Nordischen Junioren-Skiweltmeisterschaften in Vuokatti auf den 32. Platz im Sprint, auf den 12. Rang im 15-km-Massenstartrennen und auf den sechsten Platz über 5 km Freistil und bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften in Oberstdorf auf den 41. Platz über 10 km Freistil und zusammen mit Bayani Jialin auf den 13. Rang im Teamsprint.

Yilamujiang zählt zur Minderheit der Uiguren. Bei Eröffnung der Olympischen Winterspiele 2022 in Peking entzündete sie gemeinsam mit dem Nordischen Kombinierer Zhao Jiawen das olympische Feuer.[1] Ihre Auswahl als Fackelträgerin sorgte vor dem Hintergrund ihrer ethnisch-uigurischen Herkunft und der Verfolgung und Umerziehung der Uiguren in China international für politische Kontroversen.[2] Der Volksrepublik China wurde dabei eine propagandistische Absicht durch die Auswahl Yilamujiangs vorgeworfen.[3][4][5] Ihre beste Platzierung dort war der 43. Platz im Skiathlon. Bei den folgenden U23-Weltmeisterschaften in Lygna lief sie auf den 36. Platz im Sprint, auf den 25. Rang über 10 km klassisch und auf den 13. Platz mit der Mixed-Staffel.

Teilnahmen an Weltmeisterschaften und Olympischen WinterspielenBearbeiten

Olympische SpieleBearbeiten

  • 2022 Peking: 43. Platz 15 km Skiathlon, 56. Platz Sprint Freistil, 56. Platz 10 km klassisch, 60. Platz 30 km Freistil Massenstart

Nordische SkiweltmeisterschaftenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Dinigeer Yilamujiang – Sammlung von Bildern

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Xi Jinping eröffnet Olympische Winterspiele. In: zeit.de, 4. Februar 2022 (abgerufen am 4. Februar 2022).
  2. Politisches Manöver - Uigurin entzündet olympisches Feuer. In: sportschau.de, 4. Februar 2022 (abgerufen am 7. Februar 2022).
  3. Fackelträgerin der Olympischen Spiele: Aus Xinjiang ins Rampenlicht. Dinigeer Yilamujiang entzündete das Olympische Feuer. Die Herkunft der Uigurin sorgte international für politische Kontroversen. China wird Propaganda vorgeworfen. In: taz.de. 5. Februar 2022, abgerufen am 6. Februar 2022 ((AFP)).
  4. Chris Buckley, Andrew Das: In a provocative choice, China picks an athlete with a Uyghur name to help light the cauldron. In: nytimes.com. 4. Februar 2022, abgerufen am 6. Februar 2022.
  5. Stefan Nestler (mit dpa): Menschenrechte: Peking 2022: Empörung über uigurische Fackelläuferin. Bei der Eröffnungsfeier in Peking schließt die Uigurin Dinigeer Yilamujiang den Olympischen Fackellauf ab. Propaganda, sagen die einen. Das IOC spricht von einer guten Idee. In: dw.com. 5. Februar 2022, abgerufen am 6. Februar 2022.