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BerichteBearbeiten

HintergründeBearbeiten

Loïc Duval gab an diesem Wochenende sein Debüt in der DTM für das Team Phoenix. Maro Engel kehrte für HWA in die Serie zurück. Zuletzt war er 2011 ebenfalls in Hockenheim zu einem Rennen angetreten.

Edoardo Mortara startete erstmals nach seinem Wechsel von Audi für das Mercedes-Team HWA. Zum ersten Mal für ihr neues Team an den Start gingen die BMW-Fahrer Augusto Farfus (RMG) und Bruno Spengler (RBM) sowie die Mercedes-Fahrer Lucas Auer und Gary Paffett (beide HWA).

Mit Mattias Ekström, Jamie Green, Paffett (jeweils viermal), Spengler (dreimal), Paul di Resta, Mortara (jeweils zweimal), Farfus, Timo Glock und Marco Wittmann (jeweils einmal) traten neun ehemalige Hockenheim-Sieger zu den Rennen an.

FreitagBearbeiten

Im ersten Training am Freitag fuhr di Resta in 1:32,763 Minuten die schnellste Runde vor seinem Markenkollegen Paffett und Audi-Pilot Mike Rockenfeller.[1]

SamstagBearbeiten

Im zweiten Training blieben die Mercedes vorne, diesmal war Lucas Auer in 1:31,712 vor di Resta und Mortara der Schnellste.[2]

Im Qualifying für das Samstagsrennen war Auer erneut vorne und erzielte in 1:30,849 Minuten die Pole-Position vor Paffett, Mortara und Glock. Einziger Audi-Fahrer unter den ersten zehn war Nico Müller auf Rang acht.[3]

Beim Start des Rennens blieb der auf Rang 15 liegende Farfus stehen und fiel damit an das Ende des Feldes zurück. Zudem startete René Rast aus der Boxengasse. Auer blieb in Führung vor Paffett und Glock, der Mortara überholen konnte. In Runde zwei ging Glock am Ende der Parabolica-Kurve unmittelbar vor der Spitzkehre auch an Paffett vorbei.

In der dritten Runde kam es zu einer Kollision zwischen Robert Wickens und Tom Blomqvist in der Spitzkehre. Dabei drehte sich Blomqvist und fiel auf den letzten Platz zurück. Eine Runde später kam es eingangs der Kurve sieben zu einer weiteren Berührung zwischen Green und Engel. Alle vier Fahrer konnten das Rennen fortsetzen. Als Verursacher der Kollisionen erhielten Wickens und Green jeweils eine Durchfahrtsstrafe. An der Spitze des Feldes baute Auer währenddessen seinen Vorsprung gegenüber Glock, der seinen zweiten Rang gegenüber Paffett verteidigen musste, aus. In Runde neun ging Paffett in Kurve sieben zwar an Glock vorbei, verbremste sich jedoch und fiel daher sowohl wieder hinter Glock als auch den bis dahin viertplatzierten Mortara zurück.

Nach Runde 16 kamen die ersten Fahrer an die Box, um ihren Pflicht-Boxenstopp zu absolvieren. Inzwischen war der Vorsprung Auers auf sechs Sekunden gegenüber Glock geschmolzen. Eine Runde später kamen die beiden Führenden zeitgleich an die Box. Dabei kam es zu einer Verzögerung bei Auer, der die Führung jedoch halten konnte. Mortara übernahm bis zu seinem eigenen Stopp für eine Runde die Führung, die er anschließend an Ekström weitergab. In Runde 19 erhielt Rast eine Verwarnung, die ihm durch die schwarz-weiße Flagge verdeutlicht wurde, da er bei seinem Boxenstopp zu lange über die sogenannte „Working-Lane“, also die Arbeitsseite der Boxengasse, gefahren war. An der Spitze fuhr derweil weiterhin Ekström vor Loïc Duval und Wickens, für die jedoch jeweils noch ihr Pflicht-Boxenstopp ausstand. In der „bereinigten“ Reihenfolge der Fahrer, die diesen bereits absolviert hatten, lag Auer in Führung nun vor Rockenfeller und Glock.

Wickens wurde durch seinen Boxenstopp nach der 20. Runde auf Rang 16 durchgereicht. Nach Runde 26 kamen mit Ekström und Duval auch die beiden letzten verbliebenen Fahrer an die Box. Während sich Ekström auf Platz acht wieder im Feld einsortierte, kam Duval nur als 14. zurück auf die Strecke. Auer übernahm erneut die Führung mit knapp zwei Sekunden Vorsprung vor Glock, der Rockenfeller überholt hatte. Der nun auf frischeren und damit schnelleren Reifen fahrende Ekström konnte recht bald an di Resta, seinem Markenkollegen Rast sowie Paffett vorbeigehen und belegte am Ende des Rennens den fünften Platz, nachdem er als Vorletzter gestartet war.

Wenige Minuten vor Ende des 55 Minuten langen Rennens übte Glock Druck auf den führenden Auer aus, konnte ihn jedoch nicht mehr überholen. Auch Mortara scheiterte mit einem Überholmanöver in der letzten Runde an Rockenfeller. Schlussendlich gewann Auer nach 36 Runden vor Glock und Rockenfeller. Die ersten sieben Fahrer kamen innerhalb von weniger als sieben Sekunden ins Ziel. Das gesamte Feld sah die Zielflagge, der letztplatzierte Green lag dabei nur etwas mehr als eine Minute hinter dem Sieger. Die schnellste Rennrunde fuhr Ekström in 1:33,201 Minuten.[4]

Durch den Sieg und die Pole-Position übernahm Auer mit 28 Punkten die Führung in der Fahrerwertung vor Glock (18) und Rockenfeller (15). In der Herstellerwertung führte Mercedes (53) vor Audi (35) und BMW (19).

SonntagBearbeiten

Im dritten Training am Sonntagmorgen fuhr BMW-Pilot Maxime Martin in 1:31,777 Minuten. Dahinter lagen die Audis von Rockenfeller und Green auf den Plätzen zwei und drei.[5]

Das Qualifying und damit die Pole-Position für das Sonntagsrennen gewann der am Vortag zweitplatzierte Glock mit einer Zeit von 1:31,406 Minuten. Dahinter lagen Rast auf Rang zwei und, wie schon im dritten Training wenige Stunden zuvor, Green als Dritter.[6]

Pole-Setter Glock konnte seine Führung beim Start behaupten, während Rast hinter seine Markenkollegen Green und Rockenfeller und im weiteren Verlauf der ersten Runde bis auf Platz 13 zurück fiel. Im hinteren Feld kam es in der Nordkurve zu einer Kollision zwischen Farfus, Duval und Wickens. Während Farfus und Duval zunächst weiterfahren konnten, war das Rennen für Wickens in der ersten Kurve beendet. Aufgrund des Unfalls wurde das Safety Car auf die Strecke geschickt, um das Fahrzeug von Wickens gefahrlos bergen zu können.

Beim Re-Start nach der Safety-Car-Phase, erstmals nach dem neuen Regelwerk im „Indy-Car-Stil“, verlor Glock drei Positionen und fiel hinter Green, Auer und Spengler zurück. Da jedoch Green Glock zu früh überholt hatte, wurde er mit einer Fünf-Sekunden-Stop-and-Go-Strafe belegt, die er vor seinem nächsten Boxenstopp absitzen musste. Unmittelbar nach dem Neustart kollidierten Rast und Martin, wodurch auch erneut das Fahrzeug von Farfus in Mitleidenschaft gezogen wurde. Für Martin und Rast war das Rennen unmittelbar danach beendet.

In Runde sieben gelang es Glock, in der Spitzkehre wieder an Spengler vorbei zu gehen. Am Ende derselben Runde stellte Duval sein Fahrzeug an der Box ab. In der Zwischenzeit hatten sich Green und Auer an der Spitze etwas vom Rest des Feldes abgesetzt. Am Ende der zwölften Runde war Rockenfeller der erste Fahrer, der den obligatorischen Boxenstopp absolvierte. Zudem musste auch Farfus aufgrund der durch die Kollisionen entstandenen Schäden an der Box aufgeben.

Nach etwas weniger als der Hälfte des Rennens begann Regen einzusetzen, aufgrund dessen sich Mortara ausgangs der Nordkurve drehte. Am Ende der Runde 19 begannen die Fahrer, auf Regenreifen zu wechseln. Dabei musste di Resta längere Zeit auf einen Reifen warten, wodurch sich auch der Stopp seines dahinter stehenden Teamkollegen Engel verzögerte. Weil einige Fahrer zuvor bereits von Trockenreifen auf einen anderen Satz Trockenreifen gewechselt waren, mussten sie einen zusätzlichen Boxenstopp einlegen. Nach Runde 21 hatte mit Auer auch der letzte Pilot die Regenreifen aufgezogen. Unmittelbar danach verlor er zwei Plätze an Wittmann und Paffett, nachdem er sich in der Spitzkehre verbremst hatte. In Runde 22 überholte Paffett Wittmann. Das Rennen gewann Green nach 32 Runden vor Paffett und Wittmann. Der Sieger fuhr in 1:33,614 Minuten auch die schnellste Rennrunde.[7] 13 der 18 Fahrer erreichten das Ziel.

In der Fahrerwertung führte weiterhin Auer mit nun 40 Punkten vor Green und Paffett (jeweils 26). In der Markenwertung blieb Mercedes (92) vor Audi (79) und BMW (40).

KlassifikationenBearbeiten

Rennen 1Bearbeiten

Pos. Fahrer Team Runden Zeit Start
01 Osterreich  Lucas Auer   HWA 36 57:23,598 01
02 Deutschland  Timo Glock   RMG 36 + 0:01,942 04
03 Deutschland  Mike Rockenfeller   Phoenix 36 + 0:03,351 16
04 Italien  Edoardo Mortara   HWA 36 + 0:03,984 03
05 Schweden  Mattias Ekström   Abt 36 + 0:04,275 17
06 Deutschland  René Rast   Rosberg 36 + 0:05,855 Box
07 Vereinigtes Konigreich  Gary Paffett   HWA 36 + 0:06,956 02
08 Vereinigtes Konigreich  Paul di Resta   HWA 36 + 0:13,648 06
09 Schweiz  Nico Müller   Abt 36 + 0:17,510 08
10 Deutschland  Marco Wittmann   RMG 36 + 0:19,190 11
11 Belgien  Maxime Martin   RBM 36 + 0:20,800 05
12 Kanada  Bruno Spengler   RBM 36 + 0:21,504 13
13 Brasilien  Augusto Farfus   RMG 36 + 0:25,351 15
14 Frankreich  Loïc Duval   Phoenix 36 + 0:34,343 18
15 Kanada  Robert Wickens   HWA 36 + 0:43,948 10
16 Vereinigtes Konigreich  Tom Blomqvist   RBM 36 + 0:44,956 09
17 Deutschland  Maro Engel   HWA 36 + 0:51,525 07
18 Vereinigtes Konigreich  Jamie Green   Rosberg 36 + 1:02,944 12

Rennen 2Bearbeiten

Pos. Fahrer Team Runden Zeit Start
01 Vereinigtes Konigreich  Jamie Green   Rosberg 32 56:53,264 03
02 Vereinigtes Konigreich  Gary Paffett   HWA 32 + 0:04,936 07
03 Deutschland  Marco Wittmann   RMG 32 + 0:08,191 17
04 Osterreich  Lucas Auer   HWA 32 + 0:16,985 08
05 Schweiz  Nico Müller   Abt 32 + 0:26,959 12
06 Vereinigtes Konigreich  Paul di Resta   HWA 32 + 0:27,426 11
07 Deutschland  Mike Rockenfeller   Phoenix 32 + 0:31,315 05
08 Deutschland  Timo Glock   RMG 32 + 1:06,250 01
09 Kanada  Bruno Spengler   RBM 32 + 1:08,538 06
10 Deutschland  Maro Engel   HWA 32 + 1:12,117 09
11 Schweden  Mattias Ekström   Abt 32 + 1:12,944 10
12 Vereinigtes Konigreich  Tom Blomqvist   RBM 32 + 1:48,234 14
13 Italien  Edoardo Mortara   HWA 31 + 1 Runde 04
Brasilien  Augusto Farfus   RMG 12 DNF 18
Frankreich  Loïc Duval   Phoenix 07 DNF 13
Deutschland  René Rast   Rosberg 04 DNF 02
Belgien  Maxime Martin   RBM 03 DNF 15
Kanada  Robert Wickens   HWA 00 DNF 16

Meisterschaftsstände nach dem WochenendeBearbeiten

Die ersten zehn beider Rennen erhielten 25, 18, 15, 12, 10, 8, 6, 4, 2 bzw. 1 Punkt(e). Die ersten drei beider Qualifyings erhielten 3, 2 bzw. 1 Punkt(e).

FahrerwertungBearbeiten

Pos. Fahrer Team Punkte
01 Osterreich  Lucas Auer   HWA 40
02 Vereinigtes Konigreich  Jamie Green   Rosberg 26
03 Vereinigtes Konigreich  Gary Paffett   HWA 26
04 Deutschland  Timo Glock   RMG 25
05 Deutschland  Mike Rockenfeller   Phoenix 21
06 Deutschland  Marco Wittmann   RMG 16
07 Italien  Edoardo Mortara   HWA 13
08 Schweiz  Nico Müller   Abt 12
09 Vereinigtes Konigreich  Paul di Resta   HWA 12
Pos. Fahrer Team Punkte
10 Schweden  Mattias Ekström   Abt 10
11 Deutschland  René Rast   Rosberg 10
12 Kanada  Bruno Spengler   RBM 02
13 Deutschland  Maro Engel   HWA 01
Belgien  Maxime Martin   RBM 00
Vereinigtes Konigreich  Tom Blomqvist   RBM 00
Brasilien  Augusto Farfus   RMG 00
Frankreich  Loïc Duval   Phoenix 00
Kanada  Robert Wickens   HWA 00

HerstellerwertungBearbeiten

Pos. Hersteller Punkte
01   Mercedes 92
02   Audi 79
03   BMW 40

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. DTM Hockenheim I 2017 1. Training - Ergebnis Motorsport-Magazin.com, abgerufen am 20. April 2018.
  2. DTM Hockenheim I 2017 2. Training - Ergebnis Motorsport-Magazin.com, abgerufen am 20. April 2018.
  3. DTM Hockenheim I 2017 Qualifying - Ergebnis Motorsport-Magazin.com, abgerufen am 20. April 2018.
  4. DTM Hockenheim I 2017 Schnellste Runde - Ergebnis Motorsport-Magazin.com, abgerufen am 20. April 2018.
  5. DTM Hockenheim I 2017 3. Training - Ergebnis Motorsport-Magazin.com, abgerufen am 20. April 2018.
  6. DTM Hockenheim I 2017 Qualifying - Ergebnis Motorsport-Magazin.com, abgerufen am 20. April 2018.
  7. DTM Hockenheim I 2017 Schnellste Runde - Ergebnis Motorsport-Magazin.com, abgerufen am 20. April 2018.