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Dölbau

Ortschaft in der Gemeinde Kabelsketal im Saalekreis bei Halle (Saale)

Dölbau ist eine Ortschaft in der Gemeinde Kabelsketal im Saalekreis bei Halle (Saale) mit 1080 Einwohner (Stand 2018). Dölbau besteht aus den Ortsteilen Dölbau, Naundorf und Kleinkugel.

Teich in Dölbau

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Dölbau und Naundorf (mit Stennewitz)Bearbeiten

Ältester Ortsteil ist Dölbau, das bereits 1347 als „Tolpen/Tölpe“ erwähnt wurde. Naundorf besitzt eine Kirche aus dem Jahr 1220. Stennewitz ist seit 1370 nachgewiesen. Dölbau, Naundorf und Stennewitz lagen bis 1815 am Westrand des kursächsischen bzw. königlich-sächsischen Amts Delitzsch im Leipziger Kreis.[1] Durch die Beschlüsse des Wiener Kongresses kamen sie im Jahr 1815 zu Preußen und wurden 1816 dem Kreis Delitzsch im Regierungsbezirk Merseburg der Provinz Sachsen zugeteilt, zu dem sie bis 1950 gehörten.[2] Stennewitz wurde 1937 nach Naundorf eingemeindet.[3]

KleinkugelBearbeiten

Kleinkugel gehörte zum Amt Giebichenstein[4] im Saalkreis des Erzstifts Magdeburg. 1680 kam dieses als Herzogtum Magdeburg unter brandenburg-preußische Herrschaft. Mit dem Frieden von Tilsit wurde Kleinkugel im Jahr 1807 dem Königreich Westphalen angegliedert und dem Distrikt Halle im Departement der Saale zugeordnet. Der Ort gehörte zum Kanton Dieskau.[5] Nach der Niederlage Napoleons und dem Ende des Königreichs Westphalen befreiten die verbündeten Gegner Napoleons Anfang Oktober 1813 den Saalkreis. Bei der politischen Neuordnung nach dem Wiener Kongress 1815 wurde der Ort im Jahr 1816 dem Regierungsbezirk Merseburg der preußischen Provinz Sachsen angeschlossen und dem Saalkreis zugeordnet.[6]

Geschichte ab 1950Bearbeiten

Im Zuge der ersten Kreisreform in der DDR von 1950 wurden Dölbau und Naundorf mit Stennewitz dem neu zugeschnittenen Saalkreis zugeordnet,[7] der 1952 zum neuen Saalkreis im Bezirk Halle kam. Zeitgleich mit der Zuordnung zum Saalkreis wurden am 1. Juli 1950 Kleinkugel und Naundorf bei Reideburg mit Stennewitz nach Dölbau eingemeindet.[8] Am 1. Januar 2004 erfolgte der Zusammenschluss mit anderen Gemeinden zur Einheitsgemeinde Kabelsketal.[9] Seitdem bildet Dölbau eine Ortschaft der Gemeinde Kabelsketal.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

In der Ortschaft sind verschiedene regionale Unternehmen wie landwirtschaftliche Betriebe, die Hauptproduktionsstätte des Modul- und Systemgebäudeherstellers der Kleusberg-Gruppe, die Nerling Systemräume GmbH Halle sowie die LICHTWERK GmbH ansässig. Die ortsansässige Freiwillige Feuerwehr Dölbau, die für die drei Ortsteile, angrenzende Gewerbeparks sowie Teile der A14 zuständig ist, feiert nach ihrer Neugründung 1998 im Jahr 2018 ihr 20-jähriges Bestehen.[10] Neben einem Seniorentreff und Jugendclub findet man in der Ortschaft eine 2018 neu errichtete Kindertagesstätte.

VerkehrBearbeiten

 
Soldatendenkmal am Friedhof in Kleinkugel

Von Dölbau nach Halle verkehrt wochentags die Buslinie 359 vom Omnibusbetrieb Saalekreis (OBS). Außerdem bedienen zusätzlich die Buslinien 355, 358 sowie 362 (Schülerverkehr) den Ort. Die Autobahnanschlussstelle Halle-Ost der Autobahn 14 liegt am Rande der Ortschaft und ist in fünf Minuten erreichbar. Der nächste Bahnhof befindet sich in Dieskau in etwa fünf Kilometer Entfernung. Dort hält die S3 Halle-Hbf. – Leipzig-Stötteritz.

PolitikBearbeiten

Ortsbürgermeister von Dölbau ist Jürgen Tornau.

WappenBearbeiten

Das Wappen der Ortschaft Dölbau zeigt: in blau drei (2:1) flugbereite, linkssehende silberne Tauben; im goldenen Schildhaupt eine blaue Wellenleiste. Die Farben der Ortschaft Dölbau sind Weiß und Blau.

Bauwerke und SehenswürdigkeitenBearbeiten

Der ab 1690 errichtete Bauernhof Goetheplatz 10 und das 1906 gebaute Wohnhaus Zur Autobahn 1 sind als Baudenkmale ausgewiesen. Die Baudenkmale der einzelnen Ortsteile sind im Denkmalverzeichnis Kabelsketals zu finden.

EinzelnachweiseBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Dölbau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 51° 28′ N, 12° 3′ O