Clemente Russo

italienischer Boxer
Clemente Russo
Medaillenspiegel
Clemente Russo Rio2016d.jpg

Boxen Boxen

ItalienItalien Italien
Olympische Spiele
0Silber0 2012 Schwergewicht
0Silber0 2008 Schwergewicht
Weltmeisterschaften
0Gold0 2013 Schwergewicht
0Gold0 2007 Schwergewicht
EU-Meisterschaften
0Silber0 2007 Schwergewicht
0Gold0 2005 Schwergewicht
Mittelmeerspiele
0Gold0 2005 Schwergewicht
Militärweltmeisterschaften
0Gold0 2004 Schwergewicht

Clemente Russo (* 27. Juli 1982[1] in Caserta[2]) ist ein italienischer Boxer im Schwergewicht.

ErfolgeBearbeiten

Seine größten Erfolge im Nachwuchsbereich waren der Gewinn einer Bronzemedaille bei den Kadetten-Europameisterschaften 1997 und der Gewinn einer weiteren Bronzemedaille bei den Junioren-Weltmeisterschaften 2000.

Bei den Erwachsenen wurde Russo italienischer Meister im Halbschwergewicht der Jahre 2001 und 2003, sowie italienischer Meister im Schwergewicht von 2002, 2004, 2005, 2006 und 2007. Sein erster bedeutender Erfolg war der Gewinn der Goldmedaille bei den Militär-Weltmeisterschaften der CISM 2004 in den USA. Bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen unterlag er im ersten Kampf gegen Andre Ward.

2005 gewann er jeweils die EU-Meisterschaften in Italien und die Mittelmeerspiele in Spanien, wobei ihm unter anderem Siege gegen Vedran Đipalo und Alexander Powernow gelangen. Bei den EU-Meisterschaften 2007 in Irland besiegte er Terwel Pulew, John M’Bumba und Krzysztof Zimnoch, ehe er im Finale gegen Helias Pavlidis unterlag.

Anschließend startete er noch bei den Weltmeisterschaften 2007 in Chicago, wo er sich gegen Danny Price, Lukáš Viktora, Alexander Powernow, Milorad Gajović, Yushan Nijiati und Rachim Tschachkijew durchsetzen konnte und Weltmeister wurde. Er galt daraufhin als einer der Favoriten bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking und konnte dort Wiktar Sujeu, Oleksandr Ussyk und Deontay Wilder schlagen, ehe er im Finale diesmal gegen Rachim Tschachkijew unterlag und die olympische Silbermedaille gewann. 2009 gewann er noch die Mittelmeerspiele in Italien.

Bei den Olympischen Spielen 2012 in London, für die er sich durch seine Erfolge in der World Series of Boxing qualifiziert hatte, wiederholte er den Gewinn der Silbermedaille, nachdem er diesmal im Finale gegen Oleksandr Ussyk unterlegen war. Zuvor hatte er Tumba Silva, José Larduet und Teymur Məmmədov besiegt. 2013 in Kasachstan gewann er zudem erneut die Goldmedaille bei den Weltmeisterschaften, nachdem ihm Siege gegen Levan Guledani, Jim Andreasen, Marko Čalić, Teymur Məmmədov und Jewgeni Tischtschenko gelungen waren.

Nachdem er sich über den neugegründeten Bereich AIBA Pro Boxing dafür qualifiziert hatte, nahm er auch noch an den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro teil. Dort besiegte er im Achtelfinale Hassan Chagtemi, verlor aber dann im Viertelfinale gegen Jewgeni Tischtschenko.

World Series of BoxingBearbeiten

Russo kämpft seit 2010 in der World Series of Boxing und gewann bisher 23 von 28 Kämpfen. Er besiegte unter anderem zweimal Josip Filipi, Chouaib Bouloudinats, Məhəmmədrəsul Məcidov und zweimal Tony Yoka.

Er kämpft für das Team Milano Thunder und blieb in der Saison 2010/2011 in sechs Kämpfen ungeschlagen. Mit diesem Ergebnis qualifizierte er sich auch für das Finale der individuellen Meisterschaft der World Series, dem Kampf der beiden erfolgreichsten Kämpfer einer Gewichtsklasse. In diesem schlug er Məhəmmədrəsul Məcidov nach einstimmigen Punktrichterurteil und sicherte sich dadurch einen Startplatz bei den Olympischen Spielen 2012.

In der Saison 2011/2012 gewann Russo während der Gruppenphase der World Series of Boxing fünf von fünf Kämpfen für die italienische Mannschaft und auch seine Kämpfe im Viertelfinale gegen Paris, im Halbfinale gegen Baku und im Finale gegen Moskau, womit er entscheidenden Anteil am Gewinn der Meisterschaft durch Mailand hatte.

In den Saisons 2012/13 und 2013/14 wurde Russo in jeweils vier Kämpfen eingesetzt. Er gewann drei bzw. zwei dieser Kämpfe.

AIBA Pro Boxing (APB)Bearbeiten

Seit dem Oktober 2014 startet Russo in dem neugegründeten Profibereich „APB“ des vom IOC anerkannten Weltverbandes AIBA. Im ersten Zyklus konnte Russo gegen Roman Golovashchenko und Anton Pinchuk gewinnen, verlor jedoch gegen Alexei Jegorow. Im abschließenden Titelkampf stand er wiederum Jegorow gegenüber, musste sich diesem aber wiederum geschlagen geben. Im zweiten Zyklus gewann Russo wiederum gegen Roman Golovashchenko und Anton Pinchuk, so dass er sich für den Titelkampf der APB gegen Alexei Jegorow und somit auch für die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro qualifizierte. Im Titelkampf unterlag er jedoch erneut gegen Jegorow.

Auswahl int. TurniersiegeBearbeiten

  • 2016: Grand Prix Ústí
  • 2010: China Open
  • 2007: Xinjiang Tournament
  • 2006: Gee-Bee Tournament
  • 2006: Strandja Memorial
  • 2002: Trofeo Italia
  • 2000: István Dobó Tournament

SonstigesBearbeiten

Russo spielte die Hauptrolle im Boxfilm Tatanka Skatenato nach einer Geschichte aus Die Schönheit und die Hölle von Roberto Saviano, der am 6. Mai 2011 Premiere hatte.

Am 1. September 2008 erhielt er den Verdienstorden der Italienischen Republik auf der Stufe Offizier.[3]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Clemente Russo, Olympic.org
  2. Clemente Russo, BoxRec.com
  3. Eintrag in der Datenbank der Träger des OMRI (italienisch)