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Claus-Joachim von Heydebreck

deutscher Politiker (CDU), MdL, Landesminister in Schleswig-Holstein
Claus-Joachim von Heydebreck bei einer Demonstration 1968 in Kiel

Claus-Joachim von Heydebreck (* 28. Oktober 1906 in Potsdam; † 28. August 1985 in Kiel) war ein deutscher Politiker (CDU). Er war von 1959 bis 1964 Präsident des Landtages von Schleswig-Holstein. Von 1964 bis 1969 war er Kultusminister und von März bis November 1969 Justizminister des Landes Schleswig-Holstein.

Inhaltsverzeichnis

Leben und BerufBearbeiten

Nach dem Abitur absolvierte Heydebreck ein Studium der Rechts- und Staatswissenschaften in Göttingen (dort Mitglied des Corps Saxonia) und Berlin, welches er 1930 mit dem ersten juristischen Staatsexamen beendete. Das anschließende Referendariat beendete er 1933 mit dem zweiten Staatsexamen. Seit 1934 war er in Berlin als Rechtsanwalt tätig. Ab 1946 war er Rechtsanwalt und Notar in Glückstadt. Er war der Sohn des königlich preußischen Oberst Hans von Heydebreck (1866–1935) und der Emilie Lichtenberg (1869–1956).

Heydebreck heiratete am 6. September 1935 in Potsdam Hertha von Schierstädt (* 13. Oktober 1912 in Schöneberg bei Berlin; † 2. Mai 1984 in Hohwacht). Aus dieser Ehe stammen vier Kinder.

PolitikBearbeiten

Heydebreck war von 1963 bis 1967 stellvertretender Landesvorsitzender der CDU in Schleswig-Holstein und gehörte dem Bundesvorstand des Evangelischen Arbeitskreises der CDU an. Von 1948 bis 1955 gehörte er der Stadtverordnetenversammlung von Glückstadt an und war hier in dieser Zeit auch Vorsitzender der CDU-Fraktion. Von 1954 bis 1964 gehörte er außerdem dem Kreistag des Kreises Steinburg an und war hier ebenfalls bis 1962 Vorsitzender der CDU-Fraktion.

Von 1958 bis 1971 war Heydebreck Mitglied des Schleswig-Holsteinischen Landtages. Hier war er von 1958 bis 1959 Vorsitzender des Eingabenausschusses, von Juni bis September 1959 des Untersuchungsausschusses Landtagspräsident Dr. Böttcher und von 1962 bis 1964 des Ausschusses für die Wahrung der Rechte der Volksvertretung. Vom 29. September 1959 bis zum 6. April 1964 war er Landtagspräsident. Heydebreck ist stets als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Steinburg-Süd in den Landtag eingezogen.

Öffentliche ÄmterBearbeiten

Am 7. April 1964 wurde er als Kultusminister in die von Ministerpräsident Helmut Lemke geführte Landesregierung von Schleswig-Holstein berufen. Am 28. März 1969 wechselte er in das Amt des Justizministers, schied jedoch anlässlich einer Kabinettsumbildung schon am 2. November 1969 aus dem Amt.

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Claus-Joachim von Heydebreck, in: Internationales Biographisches Archiv 31/1964 vom 20. Juli 1964, im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar)

WeblinksBearbeiten

  Commons: Claus Joachim von Heydebreck – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien