Chris Isaak

US-amerikanischer Sänger und Filmschauspieler
Chris Isaak (2003)

Christopher Joseph Isaak (* 26. Juni 1956 in Stockton, Kalifornien) ist ein US-amerikanischer Sänger und Filmschauspieler.

Leben und WirkenBearbeiten

1981 gründete Chris Isaak mit James Calvin Wilsey (Gitarre), Kenney Dale Johnson (Schlagzeug), und Rowland Salley (Bass) die Band Silvertone. 1985 brachte er sein erstes Solo-Album, Silvertone, heraus. Sein Deutschland-Debüt hatte er am 28. Oktober 1985 im Onkel Pö in Hamburg.

Sein wohl bekanntester Titel ist das 1989 entstandene Liebeslied Wicked Game, das nach seiner Veröffentlichung aber zunächst unbeachtet blieb. Erst durch die Verwendung der Instrumentalversion in einer Schlüsselszene von David Lynchs Film Wild at Heart gewann der Titel an Popularität und erzielte Ende 1990 bzw. Anfang 1991 Top 10-Platzierungen u. a. in den britischen, amerikanischen und auch deutschen Charts. Zum Erfolg trug dabei auch der Schwarz-Weiß-Clip mit dem dänischen Model Helena Christensen bei.

Mit dem wiederveröffentlichten Song Blue Hotel (dieser stammte ursprünglich aus dem Jahr 1986) hatte Isaak im Frühjahr 1991 noch einen weiteren Top 20-Hit.

Der Sänger trat auch als Schauspieler in Erscheinung, unter anderem in Filmen wie Little Buddha, Das Schweigen der Lämmer und Die Mafiosi-Braut. In den Vereinigten Staaten war er von 2001 bis März 2004 in seiner eigenen Fernsehserie The Chris Isaak Show zu sehen. Die Serie zeigte das fiktive Alltagsleben des Rock-Musikers.

Im Jahr 2009 war er Gastgeber der Show The Chris Isaak Hour, die auch der deutsche „The Biography Channel“ ausstrahlte. Isaak begrüßte in jeder Folge einen neuen Musikstar (etwa Yusuf Islam oder die Smashing Pumpkins), um mit ihm live im Studio zu musizieren und ins Gespräch zu kommen. Insgesamt gab es acht Ausgaben.[1]

2015 gehörte er zu den Juroren der 7. Staffel der australischen TV-Casting-Show The X Factor.

DiskografieBearbeiten

StudioalbenBearbeiten

Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[2]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
  DE   AT   CH   UK   US
1986 Chris Isaak US194
(2 Wo.)US
1989 Heart Shaped World US7
 
×2
Doppelplatin

(74 Wo.)US
1991 Wicked Game DE3
 
Gold

(28 Wo.)DE
AT6
(12 Wo.)AT
CH4
 
Gold

(15 Wo.)CH
UK3
 
×2
Doppelplatin

(32 Wo.)UK
Best-of-Album
1993 San Francisco Days DE46
(9 Wo.)DE
AT31
(4 Wo.)AT
CH26
(4 Wo.)CH
UK12
 
Silber

(5 Wo.)UK
US35
 
Gold

(24 Wo.)US
1995 Forever Blue DE55
(8 Wo.)DE
CH40
(3 Wo.)CH
UK27
(3 Wo.)UK
US31
 
Platin

(41 Wo.)US
1996 Baja Sessions UK100
(1 Wo.)UK
US33
 
Gold

(17 Wo.)US
1998 Speak of the Devil DE99
(1 Wo.)DE
US41
(9 Wo.)US
2002 Always Got Tonight DE61
(3 Wo.)DE
US24
(12 Wo.)US
2004 Christmas US109
(3 Wo.)US
2006 Best of Chris Isaak DE44
(3 Wo.)DE
CH86
(2 Wo.)CH
UK65
(1 Wo.)UK
US54
(13 Wo.)US
Best-of-Album
2009 Mr. Lucky CH62
(1 Wo.)CH
US29
(4 Wo.)US
2011 Beyond the Sun CH89
(1 Wo.)CH
UK6
 
Silber

(10 Wo.)UK
US34
(2 Wo.)US
2015 First Comes the Night UK32
(3 Wo.)UK
US66
(1 Wo.)US

Weitere Alben

  • Silvertone (1985)
  • Live in Australia (2008)
  • Live at the Fillmore (2010)
  • Beyond the Sun – Live (DVD/Blu-Ray, 2012)

SinglesBearbeiten

Jahr Titel
Album
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[2]
(Jahr, Titel, Album, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
  DE   AT   CH   UK   US
1987 Blue Hotel
Chris Isaak
UK100
(1 Wo.)UK
1990 Wicked Game
Wicked Game
DE9
(19 Wo.)DE
UK10
 
Gold

(13 Wo.)UK
US6
 
Gold

(24 Wo.)US
1991 Blue Hotel
Chris Isaak
DE19
(18 Wo.)DE
AT4
(12 Wo.)AT
UK17
(7 Wo.)UK
Dancin’
Wicked Game (1985)
UK100
(1 Wo.)UK
1993 Can’t Do a Thing (to Stop Me)
San Francisco Days
UK36
(3 Wo.)UK
San Francisco Days
San Francisco Days
UK62
(1 Wo.)UK
1995 Somebody’s Crying
Forever Blue
DE76
(10 Wo.)DE
UK81
(1 Wo.)UK
US45
(20 Wo.)US
1998 Please
Speak Of The Devil
UK76
(1 Wo.)UK
1999 Baby Did a Bad, Bad Thing
Forever Blue
UK44
(2 Wo.)UK

Weitere Singles

  • Gone Ridin’ (1985)
  • Livin’ for Your Lover (1986)
  • You Owe Me Some Kind of Love (1987)
  • Lie to Me (1987)
  • Heart Full of Soul (1987)
  • Don’t Make Me Dream About You (1989)
  • Blue Spanish Sky (1991)
  • Solitary Man (1993)
  • Two Hearts (1993)
  • Dark Moon (1993)
  • Go Walking down There (1995)
  • Graduation Day (1996)
  • Think of Tomorrow (1996)
  • Flying (1998)
  • Let Me Down Easy (2002)
  • One Day (2002)
  • Santa Claus Is Coming to Town (mit Stevie Nicks, 2004)
  • King Without a Castle (2006)
  • Let’s Have a Party (2006)
  • I Want You to Want Me (2006)
  • Blueberry Hill (Live, mit Johnny Hallyday, 2007)
  • We Let Her Down (2009)
  • You Don’t Cry Like I Do (2009)
  • Breaking Apart (mit Trisha Yearwood, 2009)
  • Live It Up (2011)

Auszeichnungen für MusikverkäufeBearbeiten

Anmerkung: Auszeichnungen in Ländern aus den Charttabellen bzw. Chartboxen sind in ebendiesen zu finden.

Land/Region   Silber   Gold   Platin Ver­käu­fe Quel­len
Aus­zeich­nung­en für Mu­sik­ver­käu­fe
(Land/Region, Auszeichnungen, Verkäufe, Quellen)
  Deutschland (BVMI) 0! S   Gold1 0! P 250.000 musikindustrie.de
  Schweiz (IFPI) 0! S   Gold1 0! P 25.000 hitparade.ch
  Vereinigte Staaten (RIAA) 0! S   3× Gold3   3× Platin3 4.500.000 riaa.com
  Vereinigtes Königreich (BPI)   2× Silber2 0! G   3× Platin3 1.120.000 bpi.co.uk
Insgesamt   2× Silber2   6× Gold6   5× Platin5

BildergalerieBearbeiten

Filmografie (Auswahl)Bearbeiten

QuellenBearbeiten

  1. The Chris Isaak Hour, Internet Movie Database, abgerufen am 14. Juli 2019.
  2. a b Chartquellen: DE AT CH UK US

WeblinksBearbeiten