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Dornhan

Stadt in Deutschland
(Weitergeleitet von Busenweiler)
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Dornhan
Dornhan
Deutschlandkarte, Position der Stadt Dornhan hervorgehoben
Koordinaten: 48° 21′ N, 8° 31′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Landkreis: Rottweil
Höhe: 642 m ü. NHN
Fläche: 44,92 km2
Einwohner: 5988 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 133 Einwohner je km2
Postleitzahl: 72175
Vorwahlen: 07455, 07423
Kfz-Kennzeichen: RW
Gemeindeschlüssel: 08 3 25 012
Stadtgliederung: 8 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Obere Torstraße 2
72175 Dornhan
Webpräsenz: www.dornhan.de
Bürgermeister: Markus Huber
Lage der Stadt Dornhan im Landkreis Rottweil
DonauLandkreis FreudenstadtLandkreis TuttlingenOrtenaukreisSchwarzwald-Baar-KreisZollernalbkreisAichhaldenBösingen (bei Rottweil)DeißlingenDietingenDornhanDunningenEschbronnEpfendorfFluorn-WinzelnHardt (Schwarzwald)Lauterbach (Schwarzwald)Oberndorf am NeckarRottweilRottweilSchenkenzellSchiltachSchrambergSulz am NeckarVillingendorfWellendingenVöhringen (Württemberg)Zimmern ob RottweilKarte
Über dieses Bild

Dornhan ist eine Kleinstadt im baden-württembergischen Landkreis Rottweil in Deutschland.

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

LageBearbeiten

Dornhan liegt auf einer Hochebene im Schwarzwaldvorland über den Tälern von Neckar und Glatt. Nächstgelegene größere Städte sind Freudenstadt im Nordwesten, Rottweil und Oberndorf am Neckar im Südosten und Horb am Neckar im Nordosten. Das Stadtgebiet liegt in 450 bis 685 m ü. NN.

NachbargemeindenBearbeiten

Dornhan grenzt im Osten an Sulz am Neckar, im Süden an Oberndorf (beide Landkreis Rottweil), im Westen an Alpirsbach und Loßburg und im Norden an Glatten und Schopfloch (alle Landkreis Freudenstadt)

StadtgliederungBearbeiten

Zur Stadt Dornhan mit den Stadtteilen Bettenhausen, Busenweiler, Dornhan, Fürnsal, Leinstetten, Marschalkenzimmern und Weiden gehören neben der Stadt Dornhan 15 Dörfer, Weiler, Höfe und Häuser. Zum Stadtteil Busenweiler gehören das Dorf Busenweiler und der Weiler Aischfeld. Zum Stadtteil Dornhan gehören die Stadt Dornhan, die Weiler Dobel und Gundelshausen, die Höfe Friedrichshof und Oberhart und die Wohnplätze Brandeck und Braunhalden. Zum Stadtteil Fürnsal gehören das Dorf Fürnsal und der Wohnplatz Fürnsaler Sägmühle. Zum Stadtteil Leinstetten gehören das Dorf Leinstetten und der Weiler Kaltenhof. Zu den Stadtteilen Bettenhausen, Marschalkenzimmern und Weiden gehören jeweils nur die gleichnamigen Dörfer. Im Stadtteil Dornhan liegt die abgegangene Burg Brandeck und im Stadtteil Leinstetten liegt die Burgruine Lichtenfels.[2]

GeschichteBearbeiten

Erstmals urkundlich erwähnt wird die Stadt Dornhan als „Turnheim“ im Jahre 777. Der genaue Zeitpunkt der Stadtwerdung ist unbekannt, doch steht fest, dass der Ort seit 1276 als „civitas“ (Stadt) bezeichnet wird.

Die heutige Stadt wurde am 1. März 1972 durch Vereinigung der Stadt Dornhan mit den Gemeinden Bettenhausen, Fürnsal, Leinstetten und Marschalkenzimmern neu gebildet. Am 1. April 1974 wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde Busenweiler eingemeindet. Die Eingemeindung von Weiden erfolgte am 1. Januar 1975.[3]

PolitikBearbeiten

 
Denkmalplatz mit Pflugbräuhaus

GemeinderatBearbeiten

Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 brachte bei einer Wahlbeteiligung von 46,9 % folgendes Ergebnis:[4]

Partei / Liste Stimmenanteil Sitze Ergebnis 2009
Wählervereinigung 66,1 % 13 63,3 %
Bürgerliste 33,9 % 6 36,7 %

BürgermeisterBearbeiten

Am 7. November 2004 wurde Markus Huber mit 74 Prozent der Stimmen zum Bürgermeister ab 1. Februar 2005 gewählt. Der bisherige Amtsinhaber Günter Wößner (1973–2005) trat bei der Wahl nicht mehr an. Vorgänger von Wößner war Erich Blocher.

Am 11. November 2012 fand die nächste Bürgermeisterwahl statt, bei der Markus Huber als einziger Kandidat 98 Prozent der Wählerstimmen erhielt und somit eine weitere Amtsperiode Bürgermeister der Stadt Dornhan ist.

WappenBearbeiten

Die Blasonierung des Dornhaner Wappens lautet: „In Gold auf einem schwarzen Dornzweig ein roter Hahn.“

Bis zur Eingemeindung führten auch die anderen Stadtteile eigene Wappen:[5]

Bettenhausen
In Rot ein auf einem durchgehenden belaubten silbernen (weißen) Zweig sitzender silberner (weißer) Waldkauz



Busenweiler
In Blau ein silbernes (weißes) Haus mit Glockentürmchen, oben links ein sechsstrahliger silberner (weißer) Stern


Fürnsal
Geteiltes Schild, oben in blau mit drei silbernen (weißen) Sternen, diagonaler silberner (weißer) Streifen und unten grün
Leinstetten
In geteiltem Schild oben in Silber (Weiß) drei grün bestielte und grün besamte Blüten der Leinpflanze nebeneinander, unten in Rot ein silberner (weißer) Zickzackbalken


Marschalkenzimmern
In Silber (Weiß) auf grünem Boden ein rechtshin schreitendes schwarzes Pferd


Weiden
In Rot eine bewurzelte silberne (weiße) Weide, deren Stamm von zwei goldenen (gelben) Rosen begleitet ist

StädtepartnerschaftenBearbeiten

Seit 1994 unterhält Dornhan partnerschaftliche Beziehungen zur französischen Gemeinde Pont-de-Vaux in der Region Auvergne-Rhône-Alpes.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

BauwerkeBearbeiten

Im Zitzmannsbrunnenbachtal (auch Bettenhauser Tal genannt) zwischen Dornhan und Bettenhausen befindet sich das sogenannte Wasserhäusle, eine vollständig erhaltene Pumpstation aus dem Jahre 1889 die Ursprung und Teil der Dornhaner Wasserversorgung war.

Auf der Gemeindegemarkung befinden sich die Ruinen der Burg Lichtenfels, der Burg Brandeck und der Burg Leinstetten.

Im Ortsteil Weiden stehen eine Kirche aus dem 15. Jahrhundert und das Geburtshaus Hermann Römpps sowie die Grundschule, welche bereits über 100 Jahre alt ist.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

BildungBearbeiten

Im Schulzentrum Dornhans gibt es eine Grund- sowie eine Realschule. In den Stadtteilen Leinstetten, Marschalkenzimmern und Weiden befindet sich jeweils eine Grundschule. Gymnasien und weiterführende Schulen gibt in den nahe gelegenen Städten Oberndorf und Sulz.

ElektrizitätsversorgungBearbeiten

Im Ortsteil Bettenhausen im Glatttal befindet sich ein aus dem Heimbach-Stausee bei Loßburg-Sterneck gespeistes Wasserkraftwerk, das ursprünglich auch als Pumpspeicherkraftwerk betrieben wurde.

PersönlichkeitenBearbeiten

Söhne und Töchter der StadtBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Hans Frieder Breymayer: Dornhaner Predigten. Hrsg.: Gerd Fischer. Fischbach Verlag, Dornhan 2007, ISBN 978-3-932904-14-1.
  • Franz Mögle-Hofacker: Repertorien: Bestand H; 101,15 Weltliche Lagerbücher: OA Dornhan: (1471) 1527–1806 (1833). Hauptstaatsarchiv, Stuttgart 2005.
  • Gerda Wittmann-Zimmer: Dornhan neunundneunzig nullnull. Roseni, Hamm 2001.
  • Ingrid Schatz: Gundelshausen, Busenweiler, Fürnsal. Ein Streifzug durch die Vergangenheit. Geiger, Horb am Neckar 1993.
  • Wilhelm Ziegler: 25 Jahre Tennisclub Dornhan: 18. bis 20. August 1989. Dornhan 1989.
  • Horst-Herbert Grözinger: Dornhan – meine Heimat im Schwarzwald. Zum 25 jährigen Bestehen der Firma MADO – Maschinenfabrik Dornhan GmbH. Dornhan 1985.

QuellenBearbeiten

  • Rüth, Bernhard (Hrsg.): Friedrich August Köhler. Stadt und Amt Dornhan. Eine historische Beschreibung aus dem Jahr 1839 (Documenta Suevia Bd. 12), Konstanz 2006.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Dornhan – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Bundesamt – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2016 (Hilfe dazu).
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band VI: Regierungsbezirk Freiburg Kohlhammer, Stuttgart 1982, ISBN 3-17-007174-2. S. 467–471
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 515 f. und 530.
  4. Stadt Dornhan, Öffentliche Bekanntmachung des Ergebnisses der Wahl des Gemeinderats und des Ortschaftsrats am 25. Mai 2014 (Memento des Originals vom 6. Februar 2015 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.dornhan.de
  5. Wappenbeschreibungen auf www.dornhan.de (Memento des Originals vom 16. April 2013 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.dornhan.de