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Brunsen ist ein Dorf und eine Ortschaft der Stadt Einbeck in Niedersachsen und liegt direkt an der Bundesstraße B64 nahe der B3. Zu Brunsen gehört auch die, ca. 200 m östlich an der B3 gelegene, Ortslage Mühlenbeck.

Brunsen
Stadt Einbeck
Wappen von Brunsen
Koordinaten: 51° 51′ 54″ N, 9° 51′ 44″ O
Höhe: 167 m ü. NN
Einwohner: 257 (1. Nov. 2018)[1]
Eingemeindung: 1. März 1974
Postleitzahl: 37574
Vorwahl: 05565
Brunsen (Niedersachsen)
Brunsen

Lage von Brunsen in Niedersachsen

GeschichteBearbeiten

 
Gedenkstein mit urkundlicher Ersterwähnung des Ortes

Die erste Erwähnung des Ortes stammt aus dem Jahr 1148, als Graf Hermann II. von Winzenburg 14 Hufen Land u. a. in Brunessen (Brunsen) und Haholdeshusen (Holtershausen) gegen die Burg Schildberg tauschte.[2] Das Dorf dürfte eine Gründung oder ein ehemaliger Besitz des Grafengeschlechts der Haholde gewesen sein (Hahold I. hatte einen Bruder und einen Sohn namens Brun), wie es Karl Steinacker bereits 1910 vermutete („Behausung eines Brun“).[3] Brunsen wurde am 1. März 1974 durch Eingemeindung zum Ortsteil der Stadt Einbeck.[4]

Ortsheimatpfleger ist Bernd Gebauer.(Stand Juni 2018)

PolitikBearbeiten

OrtsratBearbeiten

Ortsbürgermeister ist Gerhard Mika (WG). Ortsbeauftragter ist Henning Bartelt.(Stand November 2016)[5]

Die Einbecker Ortschaften Bartshausen, Brunsen, Hallensen, Holtershausen, Naensen, Stroit, Voldagsen und Wenzen wählen einen gemeinsamen Ortsrat. Der Ortsrat besteht aus 13 Mitgliedern.

WappenBearbeiten

Auf dem goldenen Wappenschild liegt ein blaues Andreaskreuz, auf ihr die silberne Kirche von Brunsen in Seitenansicht mit dem Turm auf der rechten Seite und einem blauen Berg im Schildfuß. Das Andreaskreuz im Wappen symbolisiert die Lage von Brunsen am Schnittpunkt der Bundesstraßen 3 und 64, die schon in früheren Zeiten wichtige Handelswege und Fernstraßen waren. Die Kirche auf dem Berg ist das Symbol Brunsens als einen Ort der Dörfer der Samtgemeinde Auf dem Berge. Die Wappenfarben erinnern an die frühere Zugehörigkeit zum ehemaligen Herzogtum Braunschweig.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
St.-Martini-Kirche
  • Die St.-Martini-Kirche mit urkundlich erster Erwähnung 1256 ist eine der ältesten Kirchen der Region. Ihr baulicher Ursprung, im kleinen Teil (dem heutigen Altarhaus), ist in einem wehrhaften Speicherbau (Steinwerk) zu suchen. Die Kirchengemeinde Brunsen mit Holtershausen gehört zur Propstei Gandersheim-Seesen.
  • Auf dem Gedenkstein vor der Kirche, der zum 850-jährigen Jubiläum des Ortes errichtet wurde, erinnert die Aufschrift „Brynessen anno 1148“ an die Ortsbezeichnung zur Zeit seiner ersten urkundlichen Erwähnung.
  • Zu den örtlichen Vereinen gehört der TSV Brunsen und der Männergesangverein.

PersönlichkeitenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Brunsen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Zahl der Einwohner. (PDF; 925 kB) Stadt Einbeck, abgerufen am 14. März 2019.
  2. Casemir, Menzel, Ohainski: Die Ortsnamen des Landkreises Northeim. VRG, Bielefeld 2005, ISBN 3-89534-607-1, S. 67.
  3. Karl Steinacker: Die Bau- und Kunstdenkmäler des Kreises Gandersheim. Zwissler, Wolfenbüttel 1910, S. 425.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 207.
  5. Mitglieder. Ortsrat „Auf dem Berge“, abgerufen am 14. März 2019.