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Brooks Macek

deutsch-kanadischer Eishockeyspieler
Flag of Canada and Germany.svg  Brooks Macek Eishockeyspieler
Brooks Macek
Geburtsdatum 15. Mai 1992
Geburtsort Winnipeg, Manitoba, Kanada
Größe 180 cm
Gewicht 82 kg
Position Center
Schusshand Rechts
Draft
NHL Entry Draft 2010, 6. Runde, 171. Position
Detroit Red Wings
Karrierestationen
2007–2008 Notre Dame Hounds
2008–2011 Tri-City Americans
2011–2013 Calgary Hitmen
2013–2016 Iserlohn Roosters
2016–2018 EHC Red Bull München
2018–2019 Chicago Wolves
seit 2019 Awtomobilist Jekaterinburg

Brooks Macek (* 15. Mai 1992 in Winnipeg, Manitoba) ist ein deutsch-kanadischer Eishockeyspieler, der seit Juni 2019 bei Awtomobilist Jekaterinburg in der Kontinentalen Hockey-Liga (KHL) unter Vertrag steht und für die Mannschaft auf der Position des Centers spielt.

KarriereBearbeiten

Juniorenzeit in KanadaBearbeiten

Brooks Macek spielte von 2007 bis 2008 für die Notre Dame Hounds in der unterklassigen kanadischen Juniorenliga Saskatchewan Midget AAA Hockey League und konnte die Meisterschaft gewinnen. Ligaweit belegte er den dritten Rang der Scorerwertung. Zur Saison 2008/09 wechselte Macek zu den Tri-City Americans in die Western Hockey League, die ihn bereits 2007 beim WHL Bantam Draft in der zweiten Runde an 43. Stelle ausgewählt hatten. In seinem ersten Jahr erreichte er mit seinem Team das Conference-Halbfinale. In der Saison 2009/10 kamen die Tri-City Americans bis ins Finale um den Ed Chynoweth Cup und unterlagen dort den Calgary Hitmen. Auch Macek konnte sich verbessern und erzielte 90 Punkte in 93 Spielen. Nach der Saison wurde er beim NHL Entry Draft 2010 von den Detroit Red Wings in der sechsten Runde an 171. Stelle gezogen. Zur Hälfte seiner dritten Saison in der WHL wurde Macek im Januar 2011 innerhalb der Liga zu den Calgary Hitmen transferiert. Mit dem amtierenden Meister erreichte er jedoch lediglich den letzten Platz. Ein Jahr später erreichte man die Playoffs und schied in der ersten Runde aus. In der Saison 2012/13 war Macek Assistenzkapitän seiner Mannschaft und setzte neue persönliche Bestwerte mit 38 Toren und 94 Punkten. Mit den Hitmen kam er in den Playoffs bis ins Conference-Finale, bei dem man erst im siebten entscheidenden Spiel den Edmonton Oil Kings unterlag.

Wechsel in die DELBearbeiten

Nach Beendigung seiner Juniorenzeit zeigten mehrere Clubs aus Deutschland Interesse an Macek, da er aufgrund seiner deutschen Vorfahren die Möglichkeit hatte, die deutsche Staatsbürgerschaft anzunehmen.[1] Am 16. Juni 2013 unterschrieb Macek einen Zweijahresvertrag bei den Iserlohn Roosters aus der Deutschen Eishockey Liga.[2] Bei den Sauerländern avancierte er direkt in seiner ersten Saison zum Leistungsträger und war mit 13 Toren und 21 Assists maßgeblich am Erreichen des zehnten Platzes und der Teilnahme an den Playoffs beteiligt, in denen er fünf Tore selbst erzielte und ein weiteres vorbereitete.[3] Dabei konnte Macek insbesondere bei den erfolgreichen Pre-Playoffs gegen den EHC Red Bull München mit vier Toren überzeugen.[4][5] In der folgenden Saison steigerte er seine Ausbeute auf insgesamt 17 Tore und 22 Assists, erreichte mit den Roosters den sechsten Platz und damit die direkte Qualifikation für die Playoffs. Nach der Saison 2014/15 verlängerte er seinen Kontrakt bei den Sauerländern um ein weiteres Jahr. In dieser folgenden Saison 2015/16 spielten die Roosters eine der erfolgreichsten DEL-Hauptrunden ihrer Geschichte, welche sie auf dem dritten Tabellenplatz abschließen konnten, wobei Macek zusammen mit Nick Petersen mit je 21 Toren einer der beiden besten Torschützen des Teams war.[6][7]

Zur Saison 2016/17 wechselte Macek zum amtierenden Meister EHC Red Bull München.[8] In seiner ersten Saison für München konnte er den Titel mit seiner Mannschaft verteidigen, wobei er mit 17 Punkten Topscorer der Play-offs wurde, den MVP-Titel jedoch seinem Teamkollegen Yannic Seidenberg überlassen musste.[9][10] In der DEL-Saison 2017/18 wurde er an der Seite des besten DEL-Torvorbereiters Keith Aucoin mit 26 Toren erfolgreichster Torschütze der Hauptrunde[11][12] und gewann mit den Münchenern erneut den deutschen Meistertitel.

Stationen in Nordamerika und RusslandBearbeiten

Am 12. Juni 2018 gaben die Vegas Golden Knights aus der National Hockey League Maceks Verpflichtung bekannt. Der Deutsch-Kanadier erhielt einen Einjahresvertrag mit Gültigkeit sowohl für die National Hockey League, als auch für die American Hockey League.[13] Zu Einsätzen in der NHL kam er nicht,[14] der Stürmer bestritt hingegen 81 Spiele für die Chicago Wolves in der AHL, erzielte dabei 31 Treffer und bereitete 35 weitere vor.

In der Sommerpause 2019 nahm er ein Vertragsangebot von Awtomobilist Jekaterinburg aus der Kontinentalen Hockey-Liga an.

InternationalBearbeiten

Beim Deutschland Cup 2015 bestritt Macek sein Debüt für die deutsche Nationalmannschaft.[15] Auch bei der Weltmeisterschaft 2016 gehörte er zum deutschen Kader. Macek erzielte insgesamt drei Tore und gab einen Assist und erreichte mit seiner Mannschaft das Viertelfinale. Dort schied man gegen Gastgeber Russland aus.

Bei den Olympischen Winterspielen 2018 gehörte Macek nach der Teilnahme an der Weltmeisterschaft 2017 wieder zum DEB-Aufgebot bei einem großen internationalen Turnier. Dort gewann er mit der Mannschaft nach einer Finalniederlage gegen Russland die Silbermedaille. Auf dem Weg ins Finale erzielte Macek zwei Treffer[16] – darunter ein Tor im Halbfinale gegen sein Geburtsland.[17]

SpielweiseBearbeiten

Macek ist ein talentierter Stürmer, der als Center und Flügelspieler eingesetzt werden kann. Er besitzt gute Fähigkeiten zum Spielaufbau und tritt oft als Scorer in Erscheinung. Er kann das Spiel gut lesen und ist effektiv im Powerplay. Macek gilt als guter Skater, der seine Schnelligkeit bei Kontern nutzt und über eine gute Arbeitsmoral verfügt. Seine defensiven Fähigkeiten sind durchschnittlich.[18]

Erfolge und AuszeichnungenBearbeiten

InternationalBearbeiten

KarrierestatistikBearbeiten

Stand: Ende der Saison 2018/19

Reguläre Saison Playoffs
Saison Team Liga Sp T V Pkt +/− SM Sp T V Pkt +/− SM
2007/08 Notre Dame Hounds SMHL 44 32 30 62 37 10 10 6 16 10
2008/09 Tri-City Americans WHL 60 8 16 24 +4 24 11 3 0 3 −3 0
2009/10 Tri-City Americans WHL 72 21 52 73 +6 26 21 6 11 17 +10 17
2010/11 Tri-City Americans WHL 38 8 16 24 −8 26
2010/11 Calgary Hitmen WHL 25 5 12 17 −5 10
2011/12 Calgary Hitmen WHL 54 14 24 38 +8 19 5 1 2 3 ±0 0
2012/13 Calgary Hitmen WHL 70 32 48 80 +32 30 17 6 8 14 +8 8
2013/14 Iserlohn Roosters DEL 50 13 21 34 +2 6 9 5 1 6 +3 2
2014/15 Iserlohn Roosters DEL 52 17 22 39 +1 4 7 1 3 4 ±0 0
2015/16 Iserlohn Roosters DEL 52 21 18 39 +11 28 6 3 3 6 –3 4
2016/17 EHC Red Bull München DEL 51 17 10 27 +4 14 14 6 11 17 +9 2
2017/18 EHC Red Bull München DEL 50 26 18 44 +20 10 17 8 7 15 +5 4
2018/19 Chicago Wolves AHL 64 26 34 60 +22 12 17 5 1 6 −8 8
WHL gesamt 319 88 168 256 +37 135 54 16 21 37 +15 25
DEL gesamt 255 94 89 183 +38 62 53 23 25 48 +14 12

InternationalBearbeiten

Vertrat Kanada bei:

Vertrat Deutschland bei:

Jahr Team Veranstaltung Resultat Sp T V Pkt +/− SM
2009 Canada Western U17-WHC 4. Platz 6 3 2 5 2
2016 Deutschland WM 7. Platz 8 3 1 4 –4 2
2016 Deutschland Olympia-Quali 1. Platz 3 1 2 3 +2 0
2017 Deutschland WM 8. Platz 8 2 0 2 ±0 0
2018 Deutschland Olympia   7 2 2 4 –4 2
Junioren gesamt 6 3 2 5 2
Herren gesamt 26 8 5 13 –6 4

(Legende zur Spielerstatistik: Sp oder GP = absolvierte Spiele; T oder G = erzielte Tore; V oder A = erzielte Assists; Pkt oder Pts = erzielte Scorerpunkte; SM oder PIM = erhaltene Strafminuten; +/− = Plus/Minus-Bilanz; PP = erzielte Überzahltore; SH = erzielte Unterzahltore; GW = erzielte Siegtore; 1 Play-downs/Relegation)

PersönlichesBearbeiten

Maceks Vater stammt aus Geldern. Er war Basketballer, seine Mutter Eiskunstläuferin.[19]

WeblinksBearbeiten

  Commons: Brooks Macek – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. hitmenhockey.com: MACEK GERMANY BOUND
  2. del.org: Brooks Macek wechselt an den Seilersee
  3. Spielerstatistik DEL Play-offs 2013/14, Eliteprospects.com, abgerufen am 10. März 2018
  4. DEL 2013/14 Pre-Playoffs, Eishockeypedia.de, abgerufen am 10. März 2018
  5. Macek erneut Bullen-Schreck – Roosters überraschen, Iserlohner Kreisanzeiger und Zeitung, 26. September 2014, abgerufen am 10. März 2018
  6. Kanadische Note im Sauerland, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30. Oktober 2015, abgerufen am 10. März 2018
  7. Teamstatistik DEL 2015/16 Iserlohn Roosters, abgerufen am 10. März 2018
  8. Macek, Matsumoto und Joslin verstärken den EHC Red Bull München, Hockeyweb.de, 2. Mai 2016, abgerufen am 10. März 2018
  9. Spielerstatistik DEL Play-offs 2016/17, Eliteprospects.com, abgerufen am 10. März 2018
  10. MVP Seidenberg: Das sagt er über die Ehrung, Münchner Merkur, 20. April 2017, abgerufen am 10. März 2018
  11. 2017 war absolut verrückt, Abendzeitung, 5. Januar 2018, abgerufen am 10. März 2018
  12. Torschützen DEL-Hauptrunde 2017/18, Eliteprospects.com, abgerufen am 10. März 2018
  13. Vegas Golden Knights Sign Forward Brooks Macek. 12. Juni 2018, abgerufen am 12. Juni 2018 (englisch).
  14. https://www.nhl.com/de/player/brooks-macek-8475804
  15. Der Nationalspieler, der Deutsch noch lernen muss. In: ovb-online.de. 9. November 2015, abgerufen am 8. März 2016.
  16. Liveticker Finnland - Deutschland 5:2 (Olympische Spiele 2018 Pyeongchang, Gruppe C). Abgerufen am 23. Februar 2018 (deutsch).
  17. kicker online, Nürnberg, Germany: Eishockey-Wunder perfekt! Deutschland im Finale. In: kicker online. (kicker.de [abgerufen am 23. Februar 2018]).
  18. hockeysfuture.com: Brooks Macek Talent Analysis
  19. Roosters-Stürmer Macek hat Play-offs und die WM im Visier. „derwesten.de“. 10. November 2015. Abgerufen am 1. Februar 2016.