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Bernd Rumpf

deutscher Synchronsprecher und Schauspieler

LebenBearbeiten

Rumpf absolvierte eine Ausbildung an der Folkwang Hochschule Essen in Schauspiel und Pantomime.

Als Sprecher war er ab Mitte der 1990er-Jahre die deutsche Standardstimme von Liam Neeson, etwa in Nell (als Dr. Jerome „Jerry“ Lovell), in Davor und danach (als Ben Ryan), in Star Wars: Episode I – Die dunkle Bedrohung und The Clone Wars (als Qui-Gon Jinn), in 96 Hours (als Bryan Mills), in Batman Begins (als Henri Ducard\Ra’s Al Ghul), sowie in Battleship (als Admiral Shane). Zu seinen weiteren wohl bekanntesten Synchronrollen gehörten u. a. From Dusk Till Dawn als Stimme von George Clooney (Seth Gecko) und der Oscar-prämierte Film Elizabeth – Das goldene Königreich als Stimme von William Houston (Don Guerau de Spes). In der Serie Akte X – Die unheimlichen Fälle des FBI sprach er die Stimme von Peter Donat (Bill Mulder). 2010 wurde er vom deutsch-französischen Fernsehsender Arte als neue deutsche Stimme des 2009 verstorbenen britischen Schauspielers Patrick McGoohan und dessen Rolle als Nummer 6 in der gleichnamigen Serie engagiert. Das ZDF hatte für seine Ausstrahlung 1969 nur 13 von 17 Episoden mit dem Schauspieler Horst Naumann synchronisiert. ARTE brachte die Serie im Juli und August 2010 erstmals komplett und auf Deutsch ins deutsche Fernsehen. Ebenso sprach er Martin Landau als Commander John Koenig für die DVD-Veröffentlichung in den bisher fehlenden Szenen und Folgen der britischen Science-Fiction-Serie „Mondbasis Alpha 1“ (Space 1999), da das ZDF Folgen damals kürzte, oder gar nicht erst sendete. Der damalige Sprecher von Martin Landau war Manfred Schott.

Nachdem Rumpf schon 1995 Alan Rickman in Sinn und Sinnlichkeit (als Colonel Christopher Brandon) synchronisiert hatte, übernahm er nach Erich Hallhubers Tod 2003 die Synchronisation von Rickman in den Harry-Potter-Verfilmungen (als Severus Snape). Er hatte sich in einem Casting für diese Rolle durchgesetzt, indem er sich an der Stimme seines Kollegen und Vorgängers Erich Hallhuber orientierte[1]. Auch in Sweeney Todd – Der teuflische Barbier aus der Fleet Street (als Judge Turpin) und in Das Parfum – Die Geschichte eines Mörders (als Antoine Richis) wurde Rickman von Rumpf gesprochen. Außerdem sprach er in Tim Burtons Verfilmung Alice im Wunderland die Rolle des Absolem, welche im Original von Alan Rickman gesprochen wurde. Bernd Rumpf erhielt für seine Sprechrollen einige Auszeichnungen.

Seit 1974 spielte Bernd Rumpf in verschiedenen Häusern, wie beispielsweise am Theater am Neumarkt und dem Schauspielhaus in Zürich sowie dem Deutschen Theater Berlin als Theaterschauspieler. Auch in verschiedenen Fernsehserien, etwa in Verliebt in Berlin oder Rote Rosen, war er engagiert.

Rumpf war mit der Schauspielerin Roswitha Dost verheiratet. Er starb am 1. Oktober 2019 im Alter von 72 Jahren.[2]

Synchronrollen (Auswahl)Bearbeiten

Alan Rickman

Alfred Molina

Liam Neeson

FilmeBearbeiten

SerienBearbeiten

VideospieleBearbeiten

HörbücherBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Die Media-Paten: Bernd Rumpf – Interview mit der Stimme von Liam Neeson, Alan Rickman/Severus Snape. 16. Juni 2017, abgerufen am 19. Juni 2017.
  2. Bernd Rumpf ist verstorben. In: media-paten.com vom 2. Oktober 2019.