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Benutzer Diskussion:Johannes Maximilian

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Letzter Bearbeiter: GiftBot am 15. August 2019, 02:01:01


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Inhaltsverzeichnis

DieselfahrverbotBearbeiten

Die Belege stehen als Einzelnachweise im Artikel sowie in der Versionsgeschichte (Artikel der SZ und des NDR) 84.143.63.189

Themenring MotorbauweiseBearbeiten

Hallo Johannes Maximilian,

eine Navigationsleiste ist „eine vollständige Aufzählung gleichrangiger Elemente“. Die Navigationleiste Motorbauweise genügt dieser Definition offensichtlich nicht. Sie ist ein lustiges Durcheinander von Zylinderanordnung ( Reihenmotor, Boxermotor, V-Motor, U-Motor, W-Motor, Y-Motor, VR-Motor, X-Motor, H-Motor, Δ-Motor, Sternmotor, Reihensternmotor, Mehrfachsternmotor), Triebwerk (Taumelscheibenmotor, Freikolbenmotor), Gaswechselsteuerung (Doppelkolbenmotor, Gegenkolbenmotor, Schiebermotor), Zündverfahren (Glühkopfmotor, Direkteinspritzender Glühkopfmotor) und was auch immer (Rotationskolbenmotor, Wankelmotor, Kugelmotor, Umlaufmotor).

Vollständig ist sie nicht, um mal willkürlich etwas zu nennen: Ottomotor, Dieselmotor, Kurbelschlaufenmotor.

Weißt Du, was da zu unternehmen ist?

Freundliche Grüße --Tomatenbrille (Diskussion) 22:54, 11. Jul. 2019 (CEST)

Hallo Tomatenbrille, das ist mir auch schon aufgefallen. Am besten thematisieren wir das bei PD:KFZ. Meines Erachtens wären Navigationsleisten zu Motorbauweise, Gaswechselsteuerung und Funktionsprinzip sinnvoll, die man dann entweder einzeln oder per Navigationsleistenzusammenfügung verwenden kann. Der jetzige Zustand ist jedenfalls nicht gut. Ich melde mich morgen nochmal. Viele Grüße, --Johannes (Diskussion) (Aktivität) (Schwerpunkte) 11:23, 12. Jul. 2019 (CEST)
@Tomatenbrille: So, im Wesentlichen hat sich meine Meinung nicht wirklich geändert – ich schlage eine Aufsplittung in einzelne Navigationsleisten vor, die man dann per Vorlage:NaviBlock gegebenenfalls kombinieren kann, und zwar konkret so:
  • Motorbauweise/Zylinderanordnung (Reihenmotor, Boxermotor, V-Motor, U-Motor, W-Motor, Y-Motor, VR-Motor, X-Motor, H-Motor, Δ-Gegenkolbenmotor, Sternmotor, Reihensternmotor, Mehrfachsternmotor, Umlaufmotor, Doppelkolbenmotor, Reihengegenkolbenmotor, …?)
  • Ventilsteuerung/Gaswechselsteuerung (gibt es bereits, Vorlage:Navigationsleiste Ventilsteuerungen)
  • Zweitaktmotorspülverfahren (Querstromspülung, Umkehrstromspülung, Gleichstromspülung)
  • Arbeitsverfahren/Funktionsprinzip (Diesel, Otto, Akroyd, Brayton, Hybridverfahren (FM, Diesotto, etc.) usw.)
  • Gemischbildung (gibt es, ist aber nicht in Verwendung (Benutzer:Johannes Maximilian/Navigationsleiste Gemischbildungssysteme))
  • Triebwerksbauweise (Schubkurbelmotor, Drehkohlbenmotor, Taumelscheibenmotor, Kugelmotor, Kurbelschlaufenmotor, usw.)
  • Zündverfahren (Kompressionszündung (mit der Unterart Zündstrahlverfahren), Fremdzündung (mit den Unterarten Zündkerzenzündung, Glühzündung, Glühkopfzündung))
Wie würdest du da Dinge ergänzen bzw. anders gestalten? Welche sonstigen Vorschläge hast du dazu? Viele Grüße, --Johannes (Diskussion) (Aktivität) (Schwerpunkte) 13:04, 13. Jul. 2019 (CEST)

Scheint mit einzig mögliches Vorgehen zu sein, aber:

  • Motorbauweise/Zylinderanordnung:Δ-Motor fällt unter Gegenkolbenmotor
  • Ventilsteuerung (gibt es bereits, Vorlage:Navigationsleiste Ventilsteuerungen) könnte man in Gaswechselsteuerung umbenennen und Schieber mit reinnehmen, dann allerdings die Frage was mit Zweitaktmotoren zu tun ist (Umkehr- Quer- und sonstige Spülung)
  • Arbeitsverfahren: Stirling und Dampfmaschine sind keine Verbrennungskraftmaschinen - die täte ich ganz schnell vergessen, sonst musste noch den Rhombentrieb einbauen;-)
  • Triebwerksbauweise: Triebwerk: Hierarchie zwischen Hubkolben mit Schubkurbel, Kurbelschlaufe, Taumelscheibe (drehen oder nur taumelnd(Z-Crank)); Umlaufmotor fällt für mich unter Sternmotor; Kugelmotor würde ich unter den Tisch fallen lassen, Gasturbine weg, ist keine Kolbenmaschine
  • Zündverfahren was ist Kompressionszündung? meinst Du Diesel? z Fremdzündungu fällt mir noch Zündung mit eingespritzem Zündöl bei großen Gasmotoren ein (die aus Dieseln hervorgegangen sind)

Insgesamt lasse ich meine Finger davon, weil es mir schwerfällt, das Gebiet als abgeschlossen anzusehen und es in alle Ab- und Unterarten aufzudröseln. Mach ich lieber eine Navgationsleiste „Schachfiguren“. Ah, gibts schon. Freundliche Grüße--Tomatenbrille (Diskussion) 18:08, 16. Jul. 2019 (CEST)

 
Kompressionszündermotor, aber kein Diesel. Auch kein Glühzünder. Das Verdichtungsverhältnis dieser Motoren liegt bei etwa ε=25…30, es lässt sich einstellen (mit dieser T-förmigen Vorrichtung). Der Treibstoff muss der Kompressionszündung und der Einfachheit der Motoren wegen eine sehr hohe Zündwilligkeit haben, man muss also Cetanzahlbooster zumischen. Die Gemischbildung erfolgt mittels Vergaser, die Motoren verbrennen also ein homogenes Gemisch mit Vormischflamme und können daher sehr hoch drehen (bis 12.000/min).

Hallo Tomatenbrille, ich habe oben die Liste verändert, unten im Detail meine Anmerkungen dazu.

  • Man könnte Gaswechselsteuerung und Spülverfahren ggf. auftrennen und zwei Leisten daraus machen.
  • Δ-Motor und Gegenkolbenmotor könnte man aufteilen in Δ-Gegenkolbenmotor und Reihengegenkolbenmotor.
Napier deltic waren 3-6 Δs in Reihe „I“-Gegenkolbenmotoren gibt es in drei Darreichungsformen: mit zwei Kurbelwellen (Junkers, …), mit einer Kurbelwelle und kurzen und langen Pleueln (lange Pleuel paarweise mit Joch) und eine Kurbelwelle mit Kipphebeln (Commer) --Tomatenbrille (Diskussion) 21:19, 17. Jul. 2019 (CEST)
  • Eine Dampfmaschine ist eine Wärmekraftmaschine, ebenso wie der Stirlingmotor. Verbrennungskraftmaschinen sind beide aber in der Tat nicht. Beschränken wir uns auf Verbrennungsmotoren, kommen beide nicht in Betracht für eine Navigationsleiste; auch die Gasturbine ist kein Verbrennungsmotor, sondern eine Turbomaschine.
  • Beim Triebwerk hast du gut aufgepasst; ich meine mit Hubkolbenmotor in diesem Falle den Schubkurbelmotor. Die Gasturbine ist schon bei den Verbrennungsmotoren unter den Tisch gefallen. Kugelmotoren sind zwar meines Erachtens so funktionsfähig wie ein Wankeldieselmotor (also nicht funktionsfähig), aber zumindest die Idee gibt es. Ich weiß nicht, ob das ausreicht, dieses Konzept zu nennen, aber ich wüsste nicht, warum man es nicht tun sollte. Vielleicht mit der Anmerkung, dass es nicht funktionsfähig ist?
„Konzepte, nach denen Motoren serienmäßig gebaut wurden“ scheinen mir eher in eine abgeschlossene Gruppe zu gehören als „Ideen, Konzepte, die es hoffentlich irgendwann mal zum Prototypen geschafft haben“
  • Kompressionszündung ist das, was man beim Dieselmotor, aber auch bei einigen Modellbaumotoren hat. Kennst du diese kleinen Modellbaumotoren wie den dort rechts? Mir fallen spontan keine weiteren Motoren mit Kompressionszündung ein. Mazda SkyActiv-X gibt es noch, Thomas Henry Barton soll auch mal einen Motor mit Kompressionszündung entworfen haben, der aber vermutlich nicht funktioniert hat. Ich glaube auch nicht, dass es da noch so viel mehr gibt.
Ich hätt jetzt gedacht, es ist ein Unterschied, ob der Treibstoff vom Vergaser kommt oder zum Zündzeitpunkt eingespritzt wird. Es gab noch den Lohmann-Motor, auch Lohmann-Diesel genannt
  • Motoren mit Zündstrahlverfahren werden zu den Dieselmotoren gerechnet, da sie komplett ohne Gas betrieben werden können (zumindest bei Lkw-Motoren ist das bei bestimmten Kennfeldbereichen so, z. B. Volllast, aber auch beim Kaltstart und im Notlaufbetrieb). Zwar verbrennt das Gas, was ja der Hauptbrennstoff ist, mit einer Vormischflamme, was eine Einstufung als Motor einer hybriden Betriebsart bedeuten würde, aber das zündwillige Zündöl (Dieselkraftstoff), das ja die Zündung überhaupt erst einleitet und somit den Motorbetrieb im Ganzen erst ermöglicht, verbrennt mit einer Flamme, in die der Sauerstoff erst hineindiffundiert. Also ist der Motor im Kern ein Dieselmotor. Und wenn man das Konzept jetzt mal auf klassische Industriedieselmotoren überträgt: Wenn der Motor nicht anspringt, kann man bei jedem Dieselmotor von der Stange Startpilot in den Luftfilter sprühen, dadurch werden diese Motoren ja auch nicht zu Motoren mit hybriden Arbeitsverfahren.
Obwohl „im Kern“ ein Diesel, arbeitet ein Motor mit 5% Zündöl zu 95% als Otto. Da kann man stundenlang streiten. Wenn man möchte.

Viele Grüße, --Johannes (Diskussion) (Aktivität) (Schwerpunkte) 20:20, 16. Jul. 2019 (CEST)

Habe mich mal dazwischengequetscht --Tomatenbrille (Diskussion) 00:21, 21. Jul. 2019 (CEST)
Hallo Tomatenbrille, zum Lohmannmotor: Sofern ich dessen Funktionsweise richtig verstanden habe, funktioniert er nicht wesentlich anders, als der kleine Modellbaumotor im Bild rechts, oder zumindest ist seine Funktionsweise diesem sehr ähnlich. Wenn ich jetzt mal ins Detail gehe und den Lohmannotor durchdenke: Das Gemisch aus Kraftstoff und Luft wird mit einer vergaserähnlichen Zumessvorrichtung gemischt und im Kurbelgehäuse gebildet, der Motor hat also äußere Gemischbildung, ein homogenes Gemisch und das Gemisch verbrennt mit einer Vormischflamme. Wenn ich die Betriebsanleitung richtig gelesen und die Schnittzeichnungen richtig verstanden habe, so ist der Lohmannmotor quantitätsgeändert (Gemischdrosselung mit einem Schieber) und wird nicht mit einem überstöchiometrischen Gemisch betrieben. Die einzigen Merkmale, die er mit dem Dieselmotor zu teilen scheint, sind die Kompressionszündung und der zündwillige Kraftstoff. Viele Grüße, --Johannes (Diskussion) (Aktivität) (Schwerpunkte) 01:17, 21. Jul. 2019 (CEST)

gem. KonsensBearbeiten

Auf welchen Konsens beziehst du dich?-- Glückauf! Markscheider Disk 09:24, 27. Jul. 2019 (CEST)

Siehe Portal_Diskussion:Auto_und_Motorrad#Leerzeichen_in_Typenbezeichnungen_(Das_Leerzeichen_macht_Ärger). Viele Grüße, --Johannes (Diskussion) (Aktivität) (Schwerpunkte) 09:26, 27. Jul. 2019 (CEST)
Meine KfT-Sammlung liegt leider in irgendwelchen Kartons langfristig weggeräumt, sonst würde ich da nochmal nachschauen. Typschild ist natürlich ein Argument. Aber Du siehst, dass dein ZF-Kommentar nicht iúnd´bedingt ausreichend ist. -- Glückauf! Markscheider Disk 09:38, 27. Jul. 2019 (CEST)

Na, Du hast es ja eilig…Bearbeiten

Kennst Du das Gefühl, dass Dein Edit schon wie von Zauberhand gemacht ist? Mal gut, dass ich keine Webcam am Monitor habe: Ich möchte nicht wissen wie doof ich gekuckt habe. Gruß --Tomatenbrille (Diskussion) 14:39, 31. Jul. 2019 (CEST)

Hallo Tomatenbrille, das ist mir auch schon öfters passiert. Viele Grüße, --Johannes (Diskussion) (Aktivität) (Schwerpunkte) 15:14, 31. Jul. 2019 (CEST)

VW-Abgasskandal - VolllastanreicherungBearbeiten

Hallo,

du hattest meine Änderung zurückgesetzt. Der VW-Skandal beschreibt manipulierte Abgaswerte bei Dieselmotoren durch den Einsatz verbotener Software (o.Ä.) und dies insbesondere in den USA. Im allgemeinen Übereifer wird Alles und Jedes, was sich irgendwie mit dem Wort Abgas in Verbindung bringen läßt, in diesen Artikel hineingeschrieben. Es mag am Übereifer liegen, man könnte aber auch den Verdacht haben, dass sich eine Allianz von Profiteuren gefunden hat: Man versucht, einen Skandal zu verallgemeinern, um damit (je nach Interessenlage) die Automobilindustrie und den Dieselmotor zu verteufeln, Fehlverhalten einzelner zu vernebeln/relativieren oder aus beidem individuellen Profit zu schlagen. Daran würde ich mich als Wiki-Autor nicht beteiligen wollen.

Bezüglich der Volllastanreicherung war mein erstes Argument, dass diese irrelevant ist für Abgasmessungen und damit auch für den VW-Abgasskandal. Dieselmotoren haben keine Volllastanreicherung, in den Messzyklen wird nicht Volllast gefahren. Als erstes wäre also zu belegen, wie die Volllastanreicherung bei sehr niedriger Last das Abgasverhalten beeinflussen kann.

Die Volllastanreicherung mag Stand der Technik sein, vielleicht. Die 2. Auflage von 2014 (Erstausgabe von 2003!) einer Werbepostille bzw. Trivialliteratur ist aber m.E. keine Basis dies belegen zu wollen. Ich kenne ähnliche Werke von Bosch: Informativ, anschaulich, aber allesamt unterschieden nicht zwischen Stand der Technik und aktuellem Stand. Nach dem hier Beschriebenen wird das Mischungsverhältnis bis Lambda=0.8 verschoben, also extrem fett. Dies würde nicht nur die Abgasreinigung (CO und HC, nicht SOx) beeinträchtigen, sondern auch den Verbrauch deutlich anheben (bis 25%!). Insofern sind zumindest Zweifel erlaubt, dass ein Hersteller sich so etwas antut.

Bei dem VW-Skandal geht es um Stickoxide (und damit indirekt auch um Partikel) und Direkteinspritzung (eigentlich am Dieselmotor). Falsche Angaben bei CO2 bzw. Verbrauch (Abschnitt "Manipulation des Kohlenstoffdioxidausstoßes") sind bereits ein anderes Thema. Die genannten Fahrzeuge sind wohl alle Benzn- Direkteinspritzer, haben evtl. (zu) hohe SOx-Werte, das ist hier aber nicht beschrieben. --Wolle1303 (Diskussion) 17:48, 31. Jul. 2019 (CEST)

Hallo Wolle1303,

der Artikel beschreibt im Allgemeinen den Abgasskandal, nicht ausschließlich den VW-Abgasskandal. Wenn du den Artikel genau liest, so stellst du fest, dass ich bereits viele „Verteufelungen“ entschärft habe und versucht habe zu erklären, was es mit dem technischen Aspekt so auf sich hat. Sicher ist die Volllastanreicherung für den Dieselmotor, der immer mit Lambda > 1 betrieben wird, nicht von Relevanz (wir wollen ja kein Rolling Coal). Aber da wir nicht auf Volkswagen oder den Dieselmotor beschränkt sind, kann man erst einmal davon ausgehen, dass Volllastanreicherung für uns in diesem Falle relevant ist, da sie dazu geeignet ist, das Abgasverhalten eines Ottofahrzeuges negativ zu beeinflussen.

Das Argument, dass eine Volllastanreicherung keinen Einfluss auf die Abgasmessung hat, ist meines Erachtens wenig sinnvoll. Zwar stimmt es, dass dadurch nicht die Abgasmessung beeinträchtigt wird, da im Prüfzyklus keine Volllast (also auch keine Volllastanreicherung) vorkommt. Aber wenn wir das Ganze aus moralischer Sicht betrachten: Unser Motor läuft im Prüfmodus. Also stellen wir den sauberen Abgasmodus ein. Fährt unser Wagen mit Volllast, also nicht im Prüfmodus, können wir anfetten und die Grenzwerte sind uns egal. Das ist meines Erachtens derselbe Gedankengang wie bei: Unser Motor läuft im Prüfmodus. Also stellen wir den sauberen Abgasmodus ein. Fährt unser Wagen mit Volllast, also nicht im Prüfmodus, können wir die Abgasreinigung abschalten und die Grenzwerte sind uns egal. Der Unterschied beim Otto ist, dass nicht explizit die Abgasreinigung deaktiviert wird, sie wird nur durch Anfetten in ihrer Funktionsweise beeinträchtigt. Das Ergebnis ist jedoch – im Prinzip – bei Otto und Diesel das gleiche: Die Abgasreinigung funktioniert nicht so, wie sie funktionieren sollte.

Meines Erachtens ist die im Springerverlag erschienene „Werbepostille“ bestens als Quelle geeignet, zumindest ist sie sicher besser als gefühlt 95 % dessen, was sonst so in der Wikipedia als Quelle zitiert wird. Was eine Volllastanreicherung bewirkt, ist klar. Welche Schadstoffe bei zu fettem Gemisch nicht mehr umgewandelt werden und welche schon, beschreibt der Text. Dass die Hersteller „sich so etwas antun“ macht absolut Sinn, da sie so mit minimalem Aufwand die Ladung abkühlen können. Denn Turbomotoren haben bei Volllast oft Ansauglufttemperaturprobleme. So kann der Hersteller 5 Cent für einen besseren Ladeluftkühler einsparen. Das ist doch gerade der Knackpunkt beim Abgasskandal, dass die Hersteller lieber die billige Methode Motorsteuergerätumprogrammierung wählen, anstatt eine vernünftige (aber auch teuere) technische Lösung (in diesem Beispiel größerer LLK) zu verwenden.

Dass es Volllastanreicherung gibt, ist übrigens kein Geheimnis, in vielen Büchern wird sie beschrieben und dabei meist so, dass sie selbstverständlich ist. Bereits Vergasermotoren haben Volllastanreicherung. Bei Ottomotoren wird sie zum Beispiel eingesetzt, wenn man beim Beschleunigen viel Gas gibt, etwa beim Auffahren auf die Autobahn.

Literaturfundstellen
  • Alfred Böge (Hrsg.): Vieweg Handbuch Maschinenbau Grundlagen und Anwendungen der Maschinenbau-Technik, 18. Auflage, Springer, 2007, ISBN 978-3-8348-0110-4. S. L85, Abschnitt Beschleunigungseinrichtung. (Volllastanreicherung beim Vergasermotor)
  • Liebl, Johannes (Hrsg.): Internationaler Motorenkongress 2014 – Antriebstechnik im Fahrzeug, Springer, 2014, ISBN 978-3-658-05016-0, S. 559 (Begrenzung der Volllastanreicherung durch gesetzliche Bestimmungen)
  • Richard van Basshuysen (Hrsg.): Ottomotor mit Direkteinspritzung und Direkteinblasung: Ottokraftstoffe, Erdgas, Methan, Wasserstoff, 4. Auflage, Springer, Wiesbaden, 2017. ISBN 9783658122157. S. 442 (Beschreibung des Ford 1,0-Liter-EcoBoost-Motors; dessen Ansaugkrümmer hat einen integrierten Kühler, der die Ansaugluft so sehr abkühlt, dass keine Volllastanreicherung eingesetzt werden muss)
  • Dr.-lng. Kurt Lohner, Dr.-lng. Herbert Müller (Autoren): Gemischbildung und Verbrennung im Ottomotor, in Hans List (Hrsg.): Die Verbrennungskramaschine, Band 6, Springer, Wien, 1967, ISBN 978-3-7091-8180-5. S. 178–179 (Ein ganzes Kapitel nur für die Volllastanreicherung)
  • Bosch (Hrsg.): Krafahrtechnisches Taschenbuch, 23. Auflage, Springer, Wiesbaden, 1999, ISBN 978-3-528-03876-2. S. 470 (Auflistung der Volllastanreicherung unter den wichtigsten Funktionen des Motorsteuergerätes)

Viele Grüße, --Johannes (Diskussion) (Aktivität) (Schwerpunkte) 09:37, 1. Aug. 2019 (CEST)

Wenn du dein persönliches Empfinden kundtun willst, dann tu das in einem privaten Blog, nicht in einem WP-Artikel. Erst kommt die Fachliteratur, dann kommt die Moral. Keines der von dir hier oder im fraglichen Abschnitt genannten Werke hat den Abgasskandal zum Gegenstand. Genau das wäre aber eine Grundvoraussetzung, um zwischen diesem und der Volllastanreicherung einen Zusammenhang unterstellen zu können. Entweder kannst du also Belege für diesen Zusammenhang in Fachliteratur zum Abgasskandal nachweisen, oder die Relevanz des Abschnitts für diesen Artikel ist nicht dargelegt und der Abschnitt ist zu entfernen. -- 46.183.103.8 14:07, 3. Aug. 2019 (CEST)
Lies Kai Borgeest: Manipulation von Abgaswerten. 1. Auflage. Springer, Wiesbaden 2017, ISBN 978-3-658-17180-3, S. 1. --Johannes (Diskussion) (Aktivität) (Schwerpunkte) 17:13, 3. Aug. 2019 (CEST)
Was steht dort in Zusammenhang mit Volllastanreicherung und dem Abgasskandal? -- 2.247.252.208 23:19, 4. Aug. 2019 (CEST)
In der Chronik des Abgasskandals wird erwähnt, dass GM bereits in den 1990er-Jahren im Rahmen eines Vergleiches mit der EPA $11 Mio. zahlen musste, weil die Motorsteuergeräte einiger Cadillac-Fahrzeuge bei eingeschalteter Klimaanlage unzulässigerweise das Gemisch angefettet hatten. Der Bezug zwischen Abgasskandal und Gemischanfettung wird so zweifelsohne hergestellt. --Johannes (Diskussion) (Aktivität) (Schwerpunkte) 09:57, 5. Aug. 2019 (CEST)
Die Cadillac-Software galt als "defeat device". Deswegen steht sie in dieser Chronik des Abgasskandals. Die Volllastanreicherung steht dort nicht. Rate mal, weshalb. -- 46.114.7.254 23:49, 5. Aug. 2019 (CEST)
Da steht nicht, dass es als Defeat Device gelte, da steht „die Steuerung der 4,9-l-Motoren der Marke Cadillac [fettete] bei Einschalten der im Test abgeschalteten Klimaanlage das Gemisch an (…).“ Das ist zwar nicht ident mit Volllastanreicherung, der Effekt (unterstöchiometrisches Gemisch) ist aber derselbe. --Johannes (Diskussion) (Aktivität) (Schwerpunkte) 08:56, 6. Aug. 2019 (CEST)
Wegen des angefetteten Gemischs stellst du im Hinblick auf den Abgasskandal also einen Zusammenhang zwischen der beschriebenen Cadillac-Software und Volllastanreicherung her? Du hast wohl nicht verstanden, dass die Cadillacs dann in allen Betriebszuständen mit einem solchen Gemisch liefen, während dies bei Volllastanreicherung gerade nicht der Fall ist, wie ihr Name bereits sagt. Es geht nicht um das Wie ("unterstöchiometrisch"), sondern um das Wann. Die geforderten Belege stehen weiterhin aus. -- 46.114.1.76 18:51, 6. Aug. 2019 (CEST)

ZitatBearbeiten

Hallo Johannes, bist du ganz sicher, dass Hans Herrmann vor 63 Jahren den Porsche 645 salopp wörtlich als „absolut unfahrbar“ bewertete? Mag sein, dass es bei Ludvigsen so steht – zunächst ins Englische übersetzt und später wieder ins Deutsche übertragen –; aber war Ludvigsen damals dabei? Vom Alter her könnte es hinkommen, wahrscheinlich ist es trotzdem nicht. Deshalb hatte ich das ursprünglich nicht als wörtliches Zitat gekennzeichnete „absolut unfahrbar“ in „fast unfahrbar“ geändert. Denn schließlich war Herrmann mit dem Wagen gefahren, möglicherweise mehrere Runden lang, und mithin ließ sich das Auto fahren, obwohl es schwer beherrschbar war. Herzliche Grüße -- Lothar Spurzem 14:24, 1. Aug. 2019 (CEST)

Hallo Lothar, vielleicht hast du recht. Beim Alter habe ich nicht genau geschaut. Mein Fehler. Viele Grüße, --Johannes (Diskussion) (Aktivität) (Schwerpunkte) 14:29, 1. Aug. 2019 (CEST)
Was mich bei der Sache ein bisschen ärgerte, war das erneute Besserwissen von Tomatenbrille. Er scheint ja von Technik einiges zu verstehen (offensichtlich viel mehr als ich) und mitunter sind auch seine sprachlichen Änderungen in Artikeln gut; gelegentlich ist es aber nach meinem Eindruck nur ein Ändern um des Änderns willen. Überdies fällt mir auf, dass er fast regelmäßig auftaucht, nachdem ich einen Artikel aus dem Bereich Auto und Motorrad bearbeitet habe. Auch das kann gut und nützlich sein, wirkt manchmal aber wie ein Überwachen, ob der Alte nicht wieder was falsch gemacht hat. ;-) -- Lothar Spurzem 15:49, 1. Aug. 2019 (CEST)
Dieses Gefühl kenne ich ich auch (hallo Aka) und es tut mir leid, wenn ich es bei Dir auslöse. Nimm es bitte als als Ausdruck meines Respekts, wenn ich Dich anspreche bevor ich mich an Deinen Änderungen zu schaffen mache, denn so war es gemeint. Und ja, Du gehörst zu den Autoren, deren Beiträge ich mir anschaue, aber mehr so um was zu lernen. „Der Alte“ ist nämlich hier in der Wikipedia eine der helleren Kerzen auf der Torte. --Tomatenbrille (Diskussion) 20:35, 3. Aug. 2019 (CEST)
Danke, wenn es denn so ist. ;-) -- Lothar Spurzem 22:34, 3. Aug. 2019 (CEST)

Du wurdest im Mentorenprogramm auf Pause gesetztBearbeiten

Da du länger als 7 Tage keine Bearbeitungen getätigt hast, wurdest du automatisch im Mentorenprogramm auf Pause gesetzt. Wenn du wieder aktiv bist, werde ich in der darauffolgenden Nacht die Pause wieder beenden. – GiftBot (Diskussion) 02:01, 15. Aug. 2019 (CEST)

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