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GeografieBearbeiten

Das Dorf liegt am Benther Berg, einem etwa 2 mal 5 km großen bewaldeten Hügel am westlichen Stadtrand von Hannover.

Im unmittelbaren Speckgürtel der Landeshauptstadt von Niedersachsen sind der bis zu 173,3 m ü. NN hohe Berg und seine Umgebung als Naherholungsgebiet ausgewiesen.

GeschichteBearbeiten

Die Hügelgrabfelder auf dem Benther Berg belegen, dass bereits während der Bronzezeit Menschen in der fruchtbaren Calenberger Lössbörde nahe Benthe lebten. Im Untergrund besteht ein Salzstock, der durch ein Bergwerk abgebaut wurde.

PolitikBearbeiten

OrtsratBearbeiten

Der Ortsrat von Benthe setzt sich aus einer Ratsfrau und sechs Ratsherren folgender Parteien zusammen:[2]

(Stand: Kommunalwahl 11. September 2016)

OrtsbürgermeisterBearbeiten

Der Ortsbürgermeister von Benthe ist Detlef Hüper (SPD). Sein Stellvertreter ist Michael Kühn (Grüne).[2]

WappenBearbeiten

Der Entwurf des Wappens von Benthe stammt von dem in Gadenstedt geborenen und später in Hannover lebenden Heraldiker und Grafiker Alfred Brecht, der auch die Wappen von Bantorf, Barrigsen, Egestorf und vielen anderen Ortschaften im Landkreis Hannover entworfen hat. Die Genehmigung des Wappens wurde am 16. November 1961 durch den Regierungspräsidenten in Hannover erteilt.[3]

Blasonierung: „In geteiltem Schild, oben in Rot ein wachsendes, gold-bewehrtes silbernes Einhorn, unten in Silber eine dreigestufte, rote Spitze, belegt mit einer goldenen Waage.“[3][4]
Wappenbegründung: Das auf dem Wappen dargestellte Einhorn ist dem Familienwappen der Familie von Benthe entnommen, die in Hannover ansässig war. Der siebenstufige Schildfuß mit der Waage symbolisiert das Dorfgericht in Benthe, das mit dem Richter Heneke Grymeselle um 1380 bis nach 1420 in Benthe getagt hat. Die Sage von den Sieben Trappen, ist in diese Darstellung von Alfred Brecht 1961 einbezogen worden.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

BauwerkeBearbeiten

 
Die Benther Kreuzsteine „Sieben Trappen“
  • Sieben-Trappen-Steine
Die Sieben-Trappen-Steine sind acht Kreuzsteine, die im Mittelalter südlich von Benthe an sieben Kuhlen aufgestellt wurden. Dort soll sich ein Platz befunden haben, an dem der Gograf Gericht mit Schöffen abhielt. Die Gerichtsstätte wurde erstmals um 1300 vom Bistum Minden als „curia benite“ erwähnt. Die Steine sollten die Angeklagten zur Redlichkeit ermahnen. Schriftlich erstmals erwähnt wurden die Steine 1474 als „bey den syven crucen“. Später kam noch ein achter Stein hinzu, der aus dem Benther Salzstock stammen soll. Auf jedem Stein befindet sich ein Kreuz auf der Vorder- und der Rückseite. Die Steine gehören zu den bekanntesten Kreuzsteinen in Niedersachsen.
  • Holländerwindmühle
Die Benther Holländerwindmühle wurde 1855 gebaut und bis 1950 betrieben. Seitdem wird sie als Wohngebäude benutzt.
  • Herrenhaus Benthe

BaudenkmälerBearbeiten

Siehe: Liste der Baudenkmale in Benthe

VerschiedenesBearbeiten

In Benthe existiert eine der letzten einzügigen Grundschulen der Region, um deren Erhalt seit den 1990er Jahren mehrfach gekämpft wurde.

FotogalerieBearbeiten

PersönlichkeitenBearbeiten

Söhne und Töchter des OrtesBearbeiten

Personen, die mit dem Ort in Verbindung stehenBearbeiten

  • Carl Noack, sorbisch Karlo Nowak (1873–1959), deutsch-sorbischer Maler, starb in Benthe
  • Hannes Meinhard (1937–2016), Bildhauer und Zeichner, lebte in Benthe
  • Jörg Bente (* 1958), Orgelbaumeister, er schuf 1995 den Orgelneubau der Benther Kirche

LiteraturBearbeiten

  • Karl Henninger, Johann von Harten: Niedersachsens Sagenborn. August Lahr, Hildesheim 1927, S. 27–28
  • Hans-Erich Wilhelm: Beiträge zur Chronik des Dorfes Benthe. Stadt Ronnenberg 1990

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Claus Reibenstein: Historisches – Geschichte und Geschichten. In: Internetseite des Ortes Benthe. 2018, abgerufen am 10. November 2018.
  2. a b Ortsrat Benthe. In: Internetseite der Stadt Ronnenberg. Abgerufen am 10. November 2018.
  3. a b Landkreis Hannover (Hrsg.): Wappenbuch Landkreis Hannover. Selbstverlag, Hannover 1985, S. 332–335.
  4. Informationen zu Benthe. (PDF; 9,5 MB) In: Internetseite der Stadt Ronnenberg. S. 7, abgerufen am 10. November 2018 (S. 1).