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Linderte

südlicher Stadtteil von Ronnenberg

Linderte ist der südliche Stadtteil von Ronnenberg, südlich grenzen Lüdersen, südwestlich Holtensen (Wennigsen), östlich Hiddestorf und nordwestlich Vörie.

Linderte
Wappen von Linderte
Koordinaten: 52° 16′ 35″ N, 9° 39′ 40″ O
Höhe: 76 m ü. NN
Einwohner: 520 (1. Jul. 2008)
Eingemeindung: 1. Juli 1969
Postleitzahl: 30952
Vorwahl: 05109

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

 
Während des Siebenjährigen Krieges: Karte (mit Bredenbeck und Linderte) vom Lager der französischen Truppen unter Richelieu und Clermont bei Holtensen 1757 und 1758; Kupferstich von Jakobus van der Schley

Linderte wird erstmals im Jahre 1120 urkundlich unter dem Namen „Lindard“ erwähnt. Am 1. Juli 1969 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Linderte aufgelöst und im Zuge der Verwaltungs- und Gebietsreform Ronnenberg zugeordnet. Seither ist Linderte Ronnenbergs südlichster Stadtteil und hat zurzeit gut 550 Einwohner.

PolitikBearbeiten

Der Ortsrat Linderte hat fünf Mitglieder.[1]

Ortsbürgermeister ist seit der Kommunalwahl 2011 Karsten Erbelding (BGL, „Bürgergemeinschaft Linderte“) als Nachfolger von Peter Wodinski (BGL, „Bürgergemeinschaft Linderte“).

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Die Osterkapelle von Linderte ist von etwa 1300, wurde zuletzt 1980 renoviert und enthält eine 2002 originalgetreu vom Orgelbaumeister Erwin Massow nachgebaute Barockorgel. Aus dem Jahr 1915 sind Jugendstilmalereien erhalten. Die Bezeichnung „Osterkapelle“ geht auf das Buntglasfenster mit dem Auferstehungsmotiv im Altarraum zurück.
  • Die Wolfsbergquelle ist ein Ort landschaftlicher Idylle. Sie liegt südlich des Ortes an einem Weg in Richtung Lüdersen. Ein großer Stein markiert die Quelle am Wegesrand. Dort ist auch das Hexenhäuschen zu finden. Südlich davon liegt die Wüstung Wennigrode. Diese wurde nach dem Dreißigjährigen Krieg aufgegeben. Von Holtensen aus kommend erinnert noch der Straßenname „Wennigröder Weg“ an den im 17. Jahrhundert verlassenen Ort.
  • In der „Heimatstube Linderte“ ist ein Heimatmuseum mit dem Schwerpunkt „Bäuerliches Arbeitsgerät“ und „Handwerkliches Gerät“ untergebracht. Außerdem sind noch die originalen Schulbänke der alten Linderter Schule zu sehen.
  • Das Amtmann-Reinecke-Denkmal von 1850 erinnert an Philipp Reinecke (erster Beamter des königlichen Amtes Hannover). Er unterstützte mit seiner Arbeit um 1830 wesentlich die Einführung des Rechtes der Bauern, sich von der Abhängigkeit freizukaufen.

BaudenkmälerBearbeiten

Siehe Liste der Baudenkmale in Linderte

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

 
Bahnhaltepunkt Holtensen/Linderte

Der Haltepunkt Holtensen/Linderte an der Bahnstrecke Hannover–Altenbeken bindet den Ort an die S-Bahn Hannover an, es verkehrt die Linie S5. Die GVH-Buslinie 510 verbindet Linderte mit den übrigen Stadtteilen Ronnenbergs.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Linderte – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Ortsrat Linderte