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Der Bahnhof Osterburken liegt an der Frankenbahn und an der Bahnstrecke Neckarelz–Osterburken und ist somit ein Eisenbahnknoten. Bedient wird er von Regionalbahnen, Regional-Express-Zügen und der S-Bahn RheinNeckar.

Osterburken
455-406.jpg
Zug im Bahnhof Osterburken (April 1984)
Daten
Lage im Netz Kreuzungsbahnhof
Bahnsteiggleise 4
Abkürzung TO[1]
IBNR 8000295
Kategorie 4
Eröffnung 1866
Lage
Stadt/Gemeinde Osterburken
Land Baden-Württemberg
Staat Deutschland
Koordinaten 49° 25′ 48″ N, 9° 25′ 22″ OKoordinaten: 49° 25′ 48″ N, 9° 25′ 22″ O
Eisenbahnstrecken
Bahnhöfe in Baden-Württemberg

Inhaltsverzeichnis

LageBearbeiten

Der Bahnhof befindet sich ca. 300 Meter von der Osterburkener Innenstadt entfernt.

GeschichteBearbeiten

Die Königlich Württembergischen Staats-Eisenbahnen (K.W.St.E) eröffneten den Bahnhof 1866 als Endpunkt der Teilstrecke von Heilbronn nach Osterburken an der Unteren Jagst- und Neckarbahn, heute ein Teil der Frankenbahn. Zeitgleich wurde die Bahnlinie MannheimWürzburg (Badische Odenwaldbahn) eröffnet.

Ende März 1945 wurde ein „Evakuierungs“-Zug mit KZ-Häftlingen aus dem KZ Neckarelz drei Tage lang vor dem Ort abgestellt. Dabei starben neun Personen, die in einem Sammelgrab auf dem jetzigen alten Friedhof begraben wurden, ein Gedenkstein befindet sich dort.[4]

Zum turnusgemäßen Fahrplanwechsel 2003/2004 am 14. Dezember 2003 wurde die Linie S1 der S-Bahn RheinNeckar eröffnet. Im Rahmen des S-Bahn-Ausbaus wurden die Bahnsteige an den Gleisen 1 (Hausbahnsteig) und 3 (Stumpfgleis) behindertengerecht ausgebaut und mit Wetterschutzhäuschen versehen. 140 Meter lange und 76 Zentimeter hohe Bahnsteige ermöglichen seitdem einen niveaugleichen Einstieg in die S-Bahn-Züge, welche in der Regel fast ausschließlich Gleis 1 nutzen.

ZugverkehrBearbeiten

Der Bahnhof Osterburken ist ein Eisenbahnknotenpunkt in Baden. Die Frankenbahn Stuttgart–Würzburg und die Bahnstrecke Neckarelz–Osterburken, ein Teil der Badischen Odenwaldbahn, stoßen hier aufeinander. Auf letzterer Strecke ist die Stadt Endstation der Linie S1 der S-Bahn RheinNeckar. Nach Würzburg und in der Gegenrichtung nach Heilbronn und Stuttgart besteht mit Regional-Express-Zügen ein Zwei-Stunden-Takt, der durch einige zusätzliche Züge ergänzt wird. Regionalbahnen mit allen Unterwegshalten bis Lauda fahren nur vereinzelt. Regionalbahnen verkehren meist im Stundentakt nach Heilbronn und Stuttgart. Die Linie S1 stellt eine stündliche Verbindung bis ins saarländische Homburg über Mosbach-Neckarelz, Eberbach, Heidelberg, Mannheim, Ludwigshafen, Neustadt (Weinstraße) und Kaiserslautern her.

Zuggattung Strecke Takt
IRE OsterburkenBad FriedrichshallNeckarsulmHeilbronnStuttgart ein Zugpaar
RE WürzburgLaudaOsterburken – Bad Friedrichshall – Neckarsulm – Heilbronn – Bietigheim-BissingenLudwigsburg – Stuttgart 120-Minuten-Takt (+ HVZ-Verstärker)
RB (Lauda –) OsterburkenMöckmühl – Bad Friedrichshall Hbf – Neckarsulm – Heilbronn – Bietigheim-Bissingen – Ludwigsburg – Stuttgart 60-Minuten-Takt
S 1 Homburg (Saar)KaiserslauternNeustadt (Weinstr)SchifferstadtLudwigshafen (Rhein)MannheimHeidelbergEberbachMosbach-NeckarelzOsterburken 60-Minuten-Takt

EmpfangsgebäudeBearbeiten

Das in den 1860er Jahren erbaute Empfangsgebäude wurde von der Deutschen Bahn 2014 versteigert und von der Gemeinde Osterburken zum Preis von 120.000 Euro erworben. Es hat eine Nutzfläche von rund 1090 Quadratmetern, und ein von der Deutschen Bahn genutzter Teil des Gebäudes ist an diese vermietet.[5]

WeblinksBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Helmut Maisch und Herbert Walz: Osterburken ... wie es einmal war. Geiger, Horb am Neckar 1998. ISBN 3-89570-503-9
  • Helmut Neumaier: Osterburken Stationen seiner Geschichte. Milte, Heidelberg 1973
  • Elmar Weiss, Helmut Neumaier: Geschichte der Stadt Osterburken. Stadt Osterburken, Osterburken 1986

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Abkürzung
  2. Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Bd.I, Bonn 1995, S. 68, ISBN 3-89331-208-0
  3. Osterburken hat den eigenen Bahnhof gekauft. In: Rhein-Neckar-Zeitung, 25. September 2014. Abgerufen am 5. Dezember 2015.