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Březník (deutsch Bscheschnik, älter auch Briesnik[2]) ist eine Gemeinde in Tschechien. Sie liegt 30 Kilometer westlich des Stadtzentrums von Brno und gehört zum Okres Třebíč.

Březník
Wappen von Březník
Březník (Tschechien)
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Basisdaten
Staat: Tschechien
Region: Kraj Vysočina
Bezirk: Třebíč
Fläche: 1356 ha
Geographische Lage: 49° 10′ N, 16° 13′ OKoordinaten: 49° 10′ 21″ N, 16° 12′ 44″ O
Höhe: 370 m n.m.
Einwohner: 685 (1. Jan. 2019)[1]
Postleitzahl: 675 74
Verkehr
Straße: Kralice nad OslavouDukovany
Bahnanschluss: BrnoTřebíč
Struktur
Status: Gemeinde
Ortsteile: 1
Verwaltung
Bürgermeister: Jaroslav Mojžíš (Stand: 2007)
Adresse: Březník 247
675 74 Březník
Gemeindenummer: 590380
Website: www.breznik.cz

GeographieBearbeiten

Březník befindet sich im Quellgebiet des Baches Luh im Jaispitzer Hügelland (Jevišovická pahorkatina). Das Dorf liegt auf einer Hochfläche zwischen den tief eingeschnittenen Tälern der Oslava und der Chvojnice. Im Südwesten liegen auf zwei gegenüberliegen Felsspornen über dem Oslavatal die Ruinen der Burgen Sedlecký Hrad und Lamberk sowie der Turm Gloriet. Nördlich verläuft die Eisenbahnstrecke von Brno nach Třebíč, an der bei Kralice nad Oslavou der nächste Bahnhof liegt.

Nachbarorte sind Kralice nad Oslavou im Norden, Sudice und Ketkovice im Osten, Kuroslepy im Südosten, Kladeruby nad Oslavou, Sedlecký Dvůr, Sedlecká und Popůvky im Südwesten, Sedlec im Westen sowie Zňátky und Velkopolský Dvůr im Nordwesten.

GeschichteBearbeiten

Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte 1237 in einer Urkunde Wenzels I., in der Záviš von Březník genannt wurde. Der Ort war bis zum Beginn des 14. Jahrhunderts Sitz der Vladikenfamilie von Březník, danach erwarben die Brüder Hron und Matej von Náchod den Besitz. Der dritte der Brüder, Jan Ješek von Náchod, der 1289 nach dem Tode des Vaters, Hron von Náchod, die ostböhmische Herrschaft Nachod übernommen hatte, beschenkte 1338 die seit dem Kumaneneinfall von 1304 schadhafte Kirche in Březník, deren Wiederherstellung und Umbau im selben Jahre begann. Ješek von Březník und Náchod verkaufte 1360 einen Teil von Březník an den Besitzer der Burgherrschaft Lamberk, Jaroslav von Knínic.

Die Herrschaft der Herren von Náchod dauert bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts. 1549 verkaufte Jindřich Březnický von Náchod, die von seinem Vater ererbte Burg Lamberk als auch die mütterlichen Güter an Václav Hodický von Hoditz. 1555 bemächtigte sich Bohunek von Leipa der Březníker Güter, dieser überließ sich 1560 an Pertold von Leipa. Dieser verkaufte den Besitz an Ulrich vom Lomnitz, der Březník 1560 an die Herrschaft Náměšť nad Oslavou anschloss. 1752 erwarben die Grafen von Haugwitz Náměšť mit allem Zubehör. Zu Náměšť gehörte Březník dann bis zur Aufhebung der Patrimonialherrschaften im Jahre 1848. 1869 lebten in Březník 661 Menschen, 1930 waren es 934.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Romanische Kirche Mariä Himmelfahrt erbaut wahrscheinlich nach 1175, umgebaut zwischen 1782 und 1783 unter Karl Graf von Haugwitz
  • Ruine der Burg Sedlecký Hrad, auch Nový Hrad, auf einem Felssporn über einer Flussschleife rechts der Oslava, südwestlich des Dorfes
  • Ruine der Burg Lamberk (Langenberg) auf einem Felssporn über einer Flussschleife links der Oslava, südwestlich des Dorfes
  • Turm Gloriet über dem Tal der Oslava, südwestlich des Dorfes
  • Barocke Statue des Hl. Josef

PersönlichkeitenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Březník – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Český statistický úřad – Die Einwohnerzahlen der tschechischen Gemeinden vom 1. Januar 2019 (PDF; 0,8 MiB)
  2. L. Hosák, R. Šrámek, Místní jména na Moravě a ve Slezsku I, Academia, Praha 1970, II, Academia, Praha 1980.