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Autobahndirektion Südbayern

Landesbehörde mit Hauptsitz in München

Die Autobahndirektion Südbayern ist eine dem Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr nachgeordnete Landesbehörde mit Hauptsitz in München (Stadtteil Altstadt-Lehel). Leiter ist Michael Kordon.

Autobahndirektion Südbayern
– ABDSB –
Staatliche Ebene Freistaat Bayern
Stellung Landesbehörde
Aufsichtsbehörde Bayerisches Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr
Gründung 1. September 1933
Hauptsitz München
Behördenleitung Michael Kordon, Leiter
Bedienstete ca. 1.300
Website www.abdsb.bayern.de

Die „Schwesterbehörde“ ist die Autobahndirektion Nordbayern mit Hauptsitz in Nürnberg.

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Über die Jahre seit Gründung erfolgten einige Umbenennungen. Seit 1945 bis heute hat sie ihren Sitz in der Seidlstraße.[1]

  • 1. September 1933 gegründet als „Oberste Bauleitung für die Kraftautobahn München – Landesgrenze (Salzburg)“
  • 1935 Oberste Bauleitung der Reichsautobahnen München
  • 1945 Verwaltung der Autobahnen in Bayern
  • 1949 Straßenbauamt (Autobahnen) München
  • 1950 Autobahnamt München
  • 1973 Autobahndirektion München
  • 1978 Autobahndirektion Südbayern

OrganisationBearbeiten

Die Behörde gliedert sich in folgende Bereiche: [2]

  • Behördenleitung, Präsident, Stabsstelle / Pressestelle
  • Abteilung Z: Zentrale Landesaufgaben Straßenbau
  • Abteilung 1: Zentrale Angelegenheiten
  • Abteilung 2: Recht und Verwaltungsmanagement
  • Abteilung 3: Betrieb, Verkehr
  • Abteilung 4: Planung, Bau
  • Abteilung 5: Brücken, Ingenieurbau

DienststellenBearbeiten

Neben dem Hauptsitz in München gibt es weitere Dienst- und Außenstellen in:

  • Dienststelle München in Maisach
  • Dienststelle Kempten
  • Dienststelle Regensburg
  • Außenstelle Deggendorf
  • eine Verkehrs- und Betriebszentrale und Fernmeldemeisterei in Freimann für den ganzen Zuständigkeitsbereich
  • und eine Reihe von Autobahnmeistereien verteilt im südbayerischen Zuständigkeitsbereich mit zugeordneten Streckenabschnitten (Betriebsstrecken).

Mitarbeiter ca. 1300.

Aufgabe und ZuständigkeitsbereichBearbeiten

Die Autobahndirektion Südbayern ist verantwortlich für die Straßenbauverwaltung der Bundesautobahnen:
(meist beginnt/endet Zuständigkeitsbereich im Großraum der genannten Stadt oder nahegelegenen Landes- oder Staatsgrenzen)
(Angaben in Klammern geben grob den Gesamtverlauf der Autobahn an)

und der Bundesstraße

mit einem Streckennetz von ca. 1200 km Autobahn und ca. 54 km Bundesstraße. Die Autobahndirektion Südbayern ist eine Behörde des Freistaats Bayern, die im Auftrag des Bundes den Bau, Betrieb und die Verwaltung der Autobahnen im Zuständigkeitsbereich übernimmt. Die Kosten für den Bau werden vom Bund übernommen,. Die Kosten der Planung und der Verwaltung trägt das Land, erhält für den Bau eine Zweckausgabenerstattung, die 2018 erhöht wurde.

Der Zuständigkeitsbereich erstreckt sich auf die Regierungsbezirke Oberbayern, Niederbayern und Schwaben. Hinzu kommt noch der Großraum Regensburg aus der Oberpfalz.[3]

Das Streckennetz ist aufgeteilt in Betriebsstrecken, für die jeweils eine Autobahnmeisterei zuständig ist.[4]

2013 befuhren täglich ca. 940.000 Fahrzeuge dieses Streckennetz.[5]

Im Bundesverkehrswegeplan 2030 sind für den Bereich der Autobahndirektion Südbayern Projekte von rund 8 Milliarden Euro in der höchsten Dringlichkeit eingestuft. Schwerpunkte sind neben der durchgehenden Fertigstellung der A 94 bis nach Pocking (A3) auch den Ausbau des München Autobahnrings A 99 und der Ausbau der A 8 vom Autobahnkreuz München-Süd bis nach Traunstein.

Reform der BundesautobahnverwaltungBearbeiten

Am 14. Oktober haben die Ministerpräsidenten der Länder zusammen mit den verantwortlichen Ministern der Bundesregierung zusammen mit der Reform des Länderfinanzausgleichs eine grundlegende Reform der Autobahnverwaltung beschlossen. Die bisher von den Bundesländern ausgeübten Aufgaben übernimmt zum 1. Januar 2021 die Die Autobahn GmbH des Bundes. Die Mitarbeiter der Autobahndirektion Südbayern werden zusammen mit knapp 15.000 Beschäftigten der anderen Autobahnverwaltungen der Länder im Rahmen eines Betriebsübergangs noch im Jahr 2019 in die 2018 gegründete GmbH überführt.

GebäudeBearbeiten

 
Seidlstr. 7-9-11, 80335 München

Die Autobahndirektion Südbayern befindet sich mit ihrem Hauptsitz seit 1945 in der Seidlstraße 7–11 im Stadtteil Maxvorstadt. Ein langgestreckter, reich gegliederter neubarocker Risalitbau, laut Inschrift am Balkongitter des Figurenportals als Wohnhaus erbaut 1901 vom Münchner Architekten Emanuel von Seidl. Das Gebäude ist in der Liste der Bayerischen Denkmalliste unter der Akten-Nr. D-1-62-000-6461 eingetragen.
Es hat fünf Etagen auf einer Grundfläche von ca. 1500 Quadratmetern und auf einer Grundstücksfläche von ca. 2700 Quadratmetern. Die drei Hausnummern 7, 9 und 11 sind jeweils ein eigenes Grundstück, auch am Gebäude ist auf dem Dach eine entsprechende Aufteilung angedeutet. Die Frontseite hat eine Länge von ca. 93 Metern. Insgesamt dominiert das Gebäude im historischen Baustil diesen Straßenabschnitt der Seidlstraße, es ist umgeben von zweckmäßigen Büroneubauten.

Vom Münchner Hauptbahnhof ist es nur eine Wegstrecke von ca. 600 Metern entfernt, von der U-Bahn- und Tramhaltestelle Stiglmaierplatz (U1+7, Tram 20+21+22) sind es 300 Meter.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. MünchenWIKI.de – Autobahndirektion Südbayern Abgerufen am 1. September 2014.
  2. Organisation. Website der Autobahndirektion Südbayern. Abgerufen am 1. September 2014.
  3. Übersichtskarte des Zuständigkeitsbereich. Website der Autobahndirektion Südbayern. Abgerufen am 1. September 2014.
  4. Detaillierte Karte der Betriebsstrecken und zuständigen Autobahnmeistereien. Website der Autobahndirektion Südbayern. Abgerufen am 1. September 2014.
  5. Tägliche Verkehrsstärke 2013. Website der Autobahndirektion Südbayern. Abgerufen am 1. September 2014.

Koordinaten: 48° 8′ 40,6″ N, 11° 33′ 25,6″ O