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Antibabypille

Orales Empfängnisverhütungsmittel
Die erste Antibabypille im Museum für Europäische Kulturen in der Sonderausstellung Hochzeitsträume
Typische Verpackung einer Antibabypille

Die Antibabypille, umgangssprachlich auch kurz die Pille genannt, wurde seit Ende der 1960er und in insbesondere während der ersten Hälfte der 1970er Jahre in den westlichen und östlichen Industrienationen das am häufigsten verwendete Mittel zur Verhütung einer Schwangerschaft und erreichte nach Lockerung der ärztlichen Verodnungspraxis ab 1970 in der BRD im Jahr 1976 mit 32,8 % Pillennutzerinnen unter den Frauen im gebärfähigen Alter ihren damaligen Maximalwert.[1][2][3] Die in der Pille enthaltenen Hormone entsprechen dem weiblichen Geschlechtszyklus. Sie verhindern die Reifung der Eizelle und somit den monatlichen Eisprung.[4] Konkret handelt es sich um ein regelmäßig oral einzunehmendes Hormonpräparat, das die weiblichen Hormone Östrogen und Gestagen in unterschiedlicher Zusammensetzung und Dosierung enthält und das bei korrekter Anwendung eines der sichersten Mittel gegen unbeabsichtigte Empfängnis ist.[5] Der Pearl-Index der Methodensicherheit (bei idealer Anwendung) liegt bei 0,3, wonach von 1000 Frauen, die mit der Pille ein Jahr lang verhüten, etwa 3 schwanger werden. Der Pearl-Index der Gebrauchssicherheit (Praxiswert) liegt nach unterschiedlichen Studien zwischen 1 und 8.[5][6]

Inhaltsverzeichnis

BezeichnungBearbeiten

Die Bezeichnung „Antibabypille“ war in der BRD schon bald nach der Einführung gebräuchlich und erschien auch in Presseschlagzeilen. 1964 kritisierte die Bundesregierung in einer Fragestunde den Gebrauch der Bezeichnung „Antibaby-Pille“ als „grob anstößig“ und „sprachlichen Missbrauch“.[7] Auch manche Ärzte äußerten ihre Missbilligung.[8] Viele Ärzte verschrieben sie anfangs nicht.[9] Der Chemiker und Schriftsteller Carl Djerassi, der 1951 die Pille mitentwickelt hatte, kritisierte ebenfalls die Bezeichnung „Antibabypille“, da die Pille kein Mittel gegen Babys sei,[10] sondern ein Mittel für die Unabhängigkeit und Selbstbestimmung der Frau.[11]

In der DDR versuchte man, basierend auf einem Vorschlag des Sozialhygienikers Karl-Heinz Mehlan den Terminus „Wunschkindpille“ zu etablieren, dem man eine positivere Konnotation zuschrieb als dem im Westen verwendeten Wort „Antibabypille“.[12] Er setzte sich nicht dauerhaft durch.[8] Das im Englischen verwendete „Contraceptive pill“ bzw. im Französischen „Pilule contraceptive“ entspricht der deutschen Bezeichnung „Verhütungspille“.

GeschichteBearbeiten

Entwicklung und VermarktungBearbeiten

 
Die Pille Anovlar - 1961

1921 publizierte der Innsbrucker Physiologe Ludwig Haberlandt als Erster ein Konzept der hormonellen oralen Kontrazeption. Bevor er seine Entdeckungen praktisch umsetzen konnte, starb Haberlandt 1932 im Alter von 47 Jahren.[13] 1951 synthetisierten der 1939 aus Wien in die USA emigrierte Chemiker Carl Djerassi, Luis E. Miramontes und George Rosenkranz als Forscher des Pharmazieunternehmens Syntex mit Norethisteron die erste oral aktive synthetische Variante von Gestagen. Mit Norethynodrel des für Searle tätigen Frank B. Colton folgte kurz darauf ein zweites. Auf dieser Grundlage entwickelten Gregory Pincus und John Rock, unterstützt durch die Frauenrechtlerin Margaret Sanger, Enovid, das Searle ab 1957 zunächst als Präparat gegen Menstruationsbeschwerden vermarktete.[1]

Am 23. Juni 1960 erfolgte dann die offizielle Zulassung der FDA als Verhütungsmittel und am 18. August kam Enovid in den Vereinigten Staaten als erste Antibabypille auf den Markt.[14][15] Ihre erste Antibabypille Anovlar brachte die Berliner Schering AG zuerst im 1. Januar 1961 in Australien und zum 1. Juni des gleichen Jahres in Deutschland auf den Markt.[16] Deren Zusammenstellung basierte auf Untersuchungen des belgischen Gynäkologen Ferdinand Peeters. Im Vergleich zu Enovid war dieses Medikament deutlich zuverlässiger und zeigte weniger Nebenwirkungen.[17]

Die Antibabypille war nach ihrer Markteinführung derart revolutionär und wurde gesellschaftlich und politisch so wenig akzeptiert, dass sie bis Ende der 1960er Jahre nur von sehr wenigen Ärzten und auch von diesen nur mit großer Zurückhaltung und ausschließlich als Mittel zur Behebung von Menstruationsstörungen und zudem nur an verheiratete Frauen verschrieben wurde, die schon 3 oder 4 Kinder hatten und über 30 Jahre alt waren.[1][18][19] So lag der Anteil der hormonell verhütenden Frauen Ende 1964 noch unter 0,3 %[20] und 1965/66 bei 1 bis 2 %[21]

Nach Veröffentlichung einer Studie der die Food and Drug Administration in den USA, über die der Spiegel im Oktober 1966[22] erstmals der Öffentlichkeit berichtete, setzte in der BRD 1967/68 die verstärkte Presseberichterstattung über Sexualität allgemein und Empfängnisverhütung im Besonderen ein. Dennoch war es für die meisten Frauen sehr „schwierig … in den vermeintlich so wilden 68ern … an die Pille zu kommen“,[18] weil die meisten Ärzte sich damals kaum mit hormonellen Verhütungsmitteln auskannten, diese wegen medizinischer und moralischer Bedenken auch ablehnten und die Pille deshalb zunächst nur äußerst restriktiv an verheiratete Frauen verschrieben (s. o.), die ohnehin schon mehrere Kinder hatten und über 30 waren.[18][19][23] Zudem erschütterte der Contergan-Skandal, über den mit Beginn des Contergan-Prozesses im Mai 1968 intensiv in den Medien berichtet wurde, sowie Berichte über krebsauslösende Wirkungen bestimmter Wirkstoffkombinationen der Antibabypille im Tierversuch 1969 das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Arzneimittelsicherheit und die Zuverlässigkeit der Risikostudien und führen zur Zurückziehung einer Reihe von hormonellen Verhütungspräparaten und einem zeitweiligen Rückgang des Interesses an der hormonellen Schwangerschaftsverhütung.[24][25]

Erst Ende 1970 lockerte die Ärzteschaft – nach Entwarnung durch neue positive Studienergebnisse bzgl. Krebs- und Thrombose-Risiken und der darauf erfolgenden Veröffentlichung der „Leitsätze zur Verordnung oraler Ovulationshemmer“ und breitangelegte Schulungsangebote für die Ärzteschaft durch die Ärztekammer – ihre restriktive Haltung gegenüber der Pille.[26][27][28][29] Danach begann der Absatz hormoneller Verhütungsmittel rasant zu steigen auf 25,6 % Ende 1971[30] und erreichte im Jahr 1976 in der BRD mit einem Anteil von 32,8 % Frauen, die mit der Pille verhüteten, den damaligen Höchstwert.[31][32][33]

An der Einführung, Verbreitung und Gebrauch der Pille in der DDR waren neben den Entscheidungsgremien in der SED-Führung und in den Fachministerien auch die pharmazeutische Industrie, Gesundheitsbehörden wie etwa die Sexual- und Familienberatungsstellen, Frauenärzte und Kirchenvertreter beteiligt. Sie wurde 1965, initiiert von Karl-Heinz Mehlan unter dem Namen Ovosiston eingeführt.[34] Ab 1972 wurde die Pille in der DDR kostenlos abgegeben.

Moralische StandpunkteBearbeiten

Die Antibabypille war im Nachkriegsdeutschland umstritten und kollidierte mit den damaligen Moralvorstellungen. Schering führte sie daher als „Mittel zur Behebung von Menstruationsstörungen“ ein. Die empfängnisverhütende Wirkung wurde beiläufig mit dem Satz „Während der künstlichen anovulatorischen Zyklen tritt keine Konzeption ein.“ erwähnt.[35] Die Pille wurde zunächst nur verheirateten Frauen verschrieben.

Manche Konfessionen, etwa die römisch-katholische Kirche, lehnen die Verwendung künstlicher Verhütungsmethoden grundsätzlich ab.[36][37] In der Enzyklika Humanae vitae (über die Weitergabe menschlichen Lebens) vom 25. Juli 1968 legte Papst Paul VI. dar, dass vor dem Hintergrund der Beachtung des natürlichen Sittengesetzes „jeder eheliche Akt von sich aus auf die Erzeugung menschlichen Lebens hingeordnet bleiben“ müsse.[38]

Auswirkungen auf die GesellschaftBearbeiten

Der Economist bezeichnete die Antibabypille als die Erfindung, die das 20. Jahrhundert maßgeblich prägte. 1965, fünf Jahre nach der Erstzulassung, wurde sie in den Vereinigten Staaten bereits von 41 % der verheirateten Frauen unter 30 Jahren verwendet. Erst 1972 wurde durch die Entscheidung im Fall Eisenstadt v. Baird auch unverheirateten Frauen in den Vereinigten Staaten der Zugang ermöglicht. 1976 verhüteten drei Viertel der 18- und 19-jährigen Frauen mit oralen Kontrazeptiva.[39] Mit der Einführung der Antibabypille ist ein markanter Abfall der Geburtenraten in vielen Industrienationen zu beobachten, der oft als „Pillenknick“ beschrieben wird.[40]

WirkungsmechanismusBearbeiten

Die meisten Antibabypillen enthalten das künstliche Östrogen Ethinylestradiol, das mit verschiedenen synthetischen Gestagenen kombiniert wird. Eine Pille ohne Östrogene ist die sogenannte „Minipille“.

Östrogene und Gestagene werden natürlicherweise im Körper der Frau gebildet. Sie regeln den Ablauf der Menstruationszyklen und den Verlauf einer Schwangerschaft. Östrogene fördern die Eireifung im Eierstock (Ovar), den Follikelsprung (Ovulation) und damit die Bereitschaft zur Empfängnis. Hintergrund in aller Kürze ist der, dass die Östrogene im Ovarialfollikel dessen FSH-Rezeptordichte erhöhen und über die Erhöhung der FSH-Empfindlichkeit am 6. Zyklustag zur Selektion des rezeptorstärksten Follikels zum sog. Leitfollikel führen. Durch die LH-Rezeptordichteerhöhung in den Granulosazellen wird durch vermehrte Progesteronbildung die Luteinisierung und damit der zweite Abschnitt des Zyklus eingeleitet. Jetzt hemmt das ansteigende Östrogen durch negative Rückkopplung die FSH-Ausschüttung in der Hypophyse und senkt dadurch seine eigene Produktion in den nicht-dominanten Follikeln wieder. Dadurch stauen sich die Vorstufen der Östrogene, die auch als sog. „Präkursoren“ bezeichnet werden, also die Androgene wie Testosteron und Androstendion, in diesen Follikel an und führen letztendlich zu deren Absterben, der sog. Follikelatresie. Die Östrogene erhöhen die LH-Ausschüttung in der Hypophyse und führen zu einem Anstieg der Androgen- und Östrogenproduktion, was auch positive Rückkopplung genannt wird, die im sogenannten „LH-Peak“ am 14. Tage kulminiert und etwa 10 Stunden später zur Ovulation führt.[41]

Ist es zur Befruchtung einer Eizelle (Oozyte) durch eine Samenzelle (Spermium) und nachfolgend zu einer Einnistung in der Gebärmutterschleimhaut gekommen, wird der Gelbkörper durch das von der Blastozyste gebildete HCG dazu veranlasst, weiterhin Gestagen herzustellen, was die Reifung einer neuen Eizelle unterbindet und einen weiteren Eisprung verhindert. Die Abstoßung der Gebärmutterschleimhaut wird unterdrückt und die Blastozyste kann zum Embryo heranwachsen. Das Gestagen erhält die Schwangerschaft: es verdickt etwa den Schleim, der den Gebärmuttermund (die Cervix uteri) verschließt, so dass er für Spermien undurchlässig wird, und verändert den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut, so dass sich kein weiteres Ei mehr einnisten kann.[5]

KombinationspräparateBearbeiten

Das in der Antibabypille enthaltene Östrogen senkt die Sekretion von FSH, das für die Reifung der Follikel zuständig ist. Auf diese Weise unterdrückt es den Eisprung, da der fein abgestimmte, oben beschriebene Mechanismus der Follikulogenese nicht mehr ablaufen kann und die Reifung zum Stillstand kommt. Das Gestagen verhindert die Befruchtung und Einnistung einer Eizelle, sollte es doch zu einem Eisprung gekommen sein.[42] Mit den meisten „Pillen“ wird ein regelmäßiger „Zyklus“ herbeigeführt, indem nach 21 Tagen Tabletteneinnahme 7 Tage lang entweder keine Tablette oder aber eine wirkstofffreie Tablette eingenommen wird. Die letzte Variante hat zur Folge, dass – der Einfachheit halber – jeden Tag eine Tablette genommen wird und die Einnahmepause nicht versehentlich länger als 7 Tage dauert, wodurch kein Schutz vor Empfängnis mehr gegeben wäre. Weil in der Einnahmepause keine Hormone zugeführt werden, wird die aufgebaute Gebärmutterschleimhaut nicht aufrechterhalten, und es kommt zu einer Entzugsblutung (Abbruchblutung). Da die Abbruchblutung vielfach schwächer ausgeprägt ist als die Menstruation, wird die Antibabypille auch zur Behandlung einer starken Regelblutung (Hypermenorrhoe) bei gleichzeitiger Empfängnisverhütung eingesetzt. Neben dem konservativen Einnahmeschema kommt zunehmend die Einnahme im Langzeitzyklus zur Anwendung. Hierbei werden wirkstoffhaltige Tabletten durchgehend genommen und es kommt zu keiner Entzugsblutung mehr. Dies kann z. B. für Frauen mit starken Menstruationsbeschwerden eine Verbesserung bewirken. Jedoch sind noch keine Langzeitstudien über die Auswirkungen der Langzeiteinnahme bekannt.[43]

Die ersten Antibabypillen enthielten hohe Dosen der Hormone. Heutzutage haben niedriger dosierte „Pillen“ (Mikropille) die gleiche Sicherheit und weisen geringere Nebenwirkungen auf. Man unterscheidet Präparate mit:

  • monophasischer Kombination (fixer Kombination): Östrogen- und Gestagenkomponente sind in allen wirkstoffhaltigen Tabletten unverändert dosiert
  • bi- oder triphasischer Kombination (sequenzieller Kombination): die Östrogen- und Gestagendosis variiert in zwei oder drei Phasen innerhalb des monatlichen Einnahmezyklus[5]

EinzelstoffpräparateBearbeiten

Die östrogenfreie Minipille wirkt in erster Linie über eine Verdickung des Schleims, der den Gebärmuttermund verschließt. Bei Präparaten mit dem Wirkstoff Levonorgestrel muss die Einnahmefrequenz von 24 Stunden sehr genau eingehalten werden. Neuere Minipillen mit dem Wirkstoff Desogestrel verhindern zusätzlich den Eisprung und erlauben eine großzügigere Einnahmefrequenz.

Unter niedrig dosierten Gestagenpräparaten kann es in einigen Fällen zum Eisprung kommen („Durchbruchsovulation“). Die Befruchtung der Eizelle wird in diesen Fällen durch das zähere Sekret des Gebärmutterhalses verhindert, der von den Spermien nicht durchdrungen werden kann.[5]

Pharmakoepidemiologie der AntibabypilleBearbeiten

Aus mehreren bevölkerungsrepräsentativen Studien, die von 1984 bis 1999 durchgeführt wurden, liegen für die Bundesrepublik Deutschland umfassende Daten zur Pharmakoepidemiologie der Anwendung von Kontrazeptiva vor.[44] Die Daten dieser langfristig geplanten Bundes-Gesundheitssurveys ermöglichen auch, die Anwendung der Antibabypille im Zusammenhang mit klinisch-chemischen Kenngrößen der Anwenderinnen darzustellen.

AnwendungsgebieteBearbeiten

Neben der Verwendung als Verhütungsmittel wird die Antibabypille auch gegen Menstruationsbeschwerden, für eine geregelte Abbruchblutung, gegen Akne oder gegen übermäßige Körperbehaarung (Hypertrichose) verschrieben.

Kosten und KostenübernahmeBearbeiten

DeutschlandBearbeiten

Die „Pille“ kostet in Deutschland zwischen fünf und 22 Euro pro Monat, abhängig von Präparat und Packungsgröße.[45] Alle privat versicherten Frauen müssen die Kosten für Verhütungsmittel selbst tragen. Bei gesetzlich versicherten Frauen bis zum vollendeten 22. Lebensjahr (bis 28. März 2019 bis zum vollendeten 20. Lebensjahr) übernehmen die Krankenkassen die Kosten für alle verschreibungspflichtigen Verhütungsmittel – auch für die Pille. Alle älteren Frauen müssen Verhütungsmittel selbst bezahlen. Einige Kommunen haben aber einen Sonderfonds, aus dem bedürftigen Frauen die Kosten für Verhütungsmittel eventuell erstattet werden. Die Vergabe dieser Gelder für Verhütungsmittel wird allerdings von jeder Kommune, die einen solchen Fonds eingerichtet hat, individuell gehandhabt. Die Jobcenter, Gesundheitsämter oder Schwangerschaftsberatungsstellen vor Ort geben Auskunft.[46]

Vereinigte Staaten von AmerikaBearbeiten

Anfang 2012 brachte die Regierung Obama ein Gesetz ein, wonach Krankenversicherer verpflichtet sind, die Pille für weibliche Versicherte zu bezahlen. Daraufhin gab es einen Eklat bei katholischen Institutionen und anderen, die die Pille aus religiösen Gründen ablehnen: Das Gesetz verletze das Verfassungsrecht auf Religionsfreiheit. Einige republikanische Kandidaten, die Spitzenkandidaten der Republikaner bei der Präsidentschaftswahl 2012 werden wollten, benutzten das Thema zur Profilierung.[47]

Obama modifizierte im Februar 2012 das Gesetz, wonach nunmehr die Kosten direkt von den Krankenversicherern übernommen werden.[48] US-Präsident Trump änderte die Regelung im Oktober 2017: sämtliche Arbeitgeber des Privatsektors sind seitdem nicht mehr dazu verpflichtet, einen Krankenversicherungsschutz anzubieten, der die Pille und andere Verhütungsmittel einschließt.[49][50]

NebenwirkungenBearbeiten

Die Pille kann zu Nebenwirkungen wie Übelkeit, Erbrechen, Gewichtszunahme, Migräne, Spannungsgefühlen in den Brüsten, Stimmungsveränderungen und zur Absenkung der Libido führen. In seltenen Fällen können schwerere Nebenwirkungen wie Bluthochdruck, Thrombosen oder Störungen der Leberfunktion auftreten.

Nach einer Literaturanalyse hat die Pharmakovigilanz-Arbeitsgruppe der Europäischen Arzneimittel-Agentur EMA das Risiko (Inzidenz) einer venösen Thrombose pro 100.000 Frauen pro Jahr wie folgt kalkuliert:[51]

  • 5–10 bei nicht schwangeren Frauen, die keine Antibabypille nehmen
  • 20 bei Frauen, die eine Antibabypille nehmen, die Levonorgestrel enthält („Pille der zweiten Generation“)
  • 40 bei Frauen, die eine Antibabypille einnehmen, die Desogestrel, Gestoden („Pille der dritten Generation“) oder Drospirenon enthält
  • 60 bei schwangeren Frauen.

Das Risiko ist insbesondere in den ersten drei Monaten nach Beginn der Einnahme erhöht. Zur Verminderung des Thromboserisikos wird generell eine Antibabypille mit geringer Östrogendosis, z. B. weniger als 50 µg Ethinylestradiol, empfohlen. Bei niedrigdosiertem Östrogen scheinen solche Pillen mit Levonorgestrel, Norethisteron oder Norgestimat („zweite Generation“) ein geringeres Thromboserisiko aufzuweisen als Pillen mit niedrigdosiertem Östrogen und mit Desogestrel oder Gestoden als Gestagenkomponente. Auch Pillen mit Cyproteron und Drospirenon weisen ein höheres Thromboserisiko auf, das dem der Pillen der „dritten Generation“ vergleichbar ist. Für Pillen mit Chlormadinon, Dienogest und Nomegestrol liegen bis 2013 noch keine genauen Aussagen zum Thromboserisiko vor. Pflaster mit transdermaler Resorption und Östrogene zur vaginalen Applikationen haben ein ähnlich hohes Thromboserisiko wie Pillen der dritten Generation.
In einer Metaanalyse aus dem Jahr 2013 wurde kein Unterschied zwischen Präparaten, die Levonorgestrel und entweder 20 oder 30 µg Ethinylestradiol enthalten, festgestellt. Die Kombination von Levonorgestrel mit 50 µg Ethinylestradiol jedoch führt zu einer Erhöhung des Risikos einer venösen Thrombose um das 5,2-fache und stellt damit die ungünstigste Wirkstoffkombination dar. Auch höhere Dosen von Ethinylestradiol in Kombination mit Desogestrel war mit einem deutlich höheren venösen Thromboembolierisiko verbunden.[52][53]

GegenanzeigenBearbeiten

Die „Pille“ ist nicht geeignet für Frauen mit vorausgegangenen oder bestehenden thromboembolischen Erkrankungen (dazu zählen genetische Dispositionen wie beispielsweise eine Faktor-V-Leiden-Mutation und beispielsweise Thrombosen der tiefen Beinvenen, Lungenembolien sowie Schlaganfälle), Frauen mit akuten oder chronischen Lebererkrankungen und Frauen, die unter schwer behandelbarem Bluthochdruck oder schwerem Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) mit Gefäßveränderungen leiden. Frauen, die über 35 Jahre alt sind oder rauchen, wird empfohlen, sich ärztlich beraten zu lassen, bevor sie sich für die Pille entscheiden.[54]

WirkungsbeeinträchtigungBearbeiten

Durchfall und Erbrechen können die Wirksamkeit der Pille vermindern. Vorsicht ist geboten, wenn zusätzlich zur Pille andere Medikamente eingenommen werden. Unter anderem können folgende Arzneimittel die Wirksamkeit der Pille beeinträchtigen:

Antibiotika,[55] Echtes Johanniskraut, Antiepileptika wie zum Beispiel Carbamazepin,[56] Antazida (Arzneimittel zur Bindung von Magensäure), Modafinil[57] (insbesondere für Mini- und Mikropille) und Schlankheitspräparate (deren Wirkung auf der Bindung von Nahrungsfetten basiert).

Veränderung der KrebsrisikenBearbeiten

Im Jahr 2003 fanden Valerie Beral u. a. von der Cancer Research UK Epidemiology Unit in Oxford Hinweise, die darauf hindeuten, dass die längerfristige Einnahme der Antibabypille bei Frauen das relative Risiko für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs erhöhen kann. Werde die Pille fünf bis zehn Jahre lang eingenommen, steige so das Risiko für Gebärmutterhalskrebs auf das Eineinhalbfache, werde sie zehn Jahre und länger eingenommen, auf das Doppelte. Diese Steigerung sei unabhängig von anderen Risikofaktoren, etwa dem Rauchen und einem promisken Lebenswandel, der die Gefahr der Infektion mit einem Papillomvirus erhöht. Frauen, die mit Papillomviren infiziert sind, vergrößerten ihr ohnehin schon erhöhtes Risiko durch die Pille noch weiter. Nach zehn Jahren erhöhe es sich auf das Dreifache. Werde die Pille abgesetzt, sinke das Risiko zwar wieder, aber man wisse bislang nicht, in welchem Umfang.[58] Studien aus dem Jahr 2005 bestätigten diese Nebenwirkungen, jedoch gibt es auch dem widersprechende Studien.

Daneben fördert die Antibabypille Studien zufolge das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken.[59][60] Ein Zusammenhang zwischen oralen Kontrazeptiva und anderen Krebsarten wird diskutiert, ohne dass bisher eindeutige Ergebnisse vorliegen.

Das Risiko der Krebsentstehung des Ovarialkarzinoms wird durch die langjährige Einnahme von oralen Verhütungsmitteln hingegen auf die Hälfte verringert. Umfassende epidemiologische Daten liefert dazu die Nurses’ Health Study in den USA (läuft seit 1976).

Auf der Grundlage der bisher veröffentlichten Forschungsergebnisse hat die International Agency for Research on Cancer der Weltgesundheitsorganisation im Sommer 2005 geschlussfolgert, dass die Pille die Wahrscheinlichkeit für einige Krebsarten senke, die Wahrscheinlichkeit an anderen Krebsarten zu erkranken hingegen erhöhe und dass es möglich sei, dass sie insgesamt einen Nutzen für die Volksgesundheit habe.[61]

Einen guten Überblick bietet das US-amerikanische National Cancer Institute.[62]

2005 wurde in einer Studie der Internationalen Agentur für Krebsforschung (International Agency for Research on Cancer (IARC)) in Lyon festgestellt, dass das Risiko für Brustkrebs, Gebärmutterhalskrebs und Leberkrebs erhöht und das für Eierstock- und Gebärmutterschleimhautkrebs verringert sei.

Eine britische Langzeitstudie, die von 1968 an Daten von 46.000 Frauen untersuchte, dagegen widerlegte 2007 ein erhöhtes Risiko teilweise. Sie zeigte, dass dies nur von älteren Präparaten ausgehe. Tatsächlich sinke die Wahrscheinlichkeit, an einigen Krebsarten zu erkranken, um 12 Prozent.[63] Es gibt heute moderne Antibabypillen, welche weniger Östrogen enthalten. Diese haben zwar weniger Nebenwirkungen als frühere orale Kontrazeptiva, aber sie scheinen trotzdem das Risiko für die Entstehung von Brustkrebs zu erhöhen.[64]

Auswirkungen auf das ÖkosystemBearbeiten

Das synthetische Östrogen Ethinylestradiol, welches in den meisten Antibabypillen enthalten ist, wird über den Urin wieder ausgeschieden. Heutige Kläranlagen können diese Chemikalien nicht entfernen, wodurch sie in den natürlichen Wasserkreislauf gelangen und letztlich u. U. wieder in das Trinkwasser. Diese Form der Umweltverschmutzung hat nachweislich Auswirkungen auf das Ökosystem. Nachgewiesen sind Effekte auf Wasserlebewesen, einschließlich Fische, Frösche und Zooplankton. Die Feminisierung von männlichen Fischen bis hin zum Produzieren von Eiern ist ein bekannter Effekt. Auch lassen sich Veränderungen bei weiblichen und männlichen Fischen an Niere und Leber feststellen sowie eine Verlangsamung des Fortpflanzungszyklus.[65]

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Bernard Asbell: Die Pille und wie sie die Welt veränderte (Originaltitel: The Pill. übersetzt von Thomas Lindquist), In: Die Frau in der Gesellschaft. (= Fischer-Taschenbuch. 13662). Frankfurt am Main 1998, ISBN 3-596-13662-8 (Lizenz Verlag Antje Kunstmann, München).
  • Stephan Broda: Die „Pille“ ohne Rezept : Konsequenzen einer Freigabe oraler Kontrazeptiva Mit einem Geleitwort von Horst Skarabis, Deutscher Universitätsverlag, Wiesbaden 2001, ISBN 3-8244-4459-3 (Dissertation FU Berlin 1998, unter dem Titel: Die Pille ohne Rezept – mehr Freiheit für die Frauen?).
  • Jonathan Eig: The Birth of the Pill: How Four Pioneers Reinvented Sex and Launched a Revolution. Macmillan 2015.
  • Carl Djerassi: Die Mutter der Pille – Autobiographie. New York 1991, ISBN 3-453-09307-0.
  • Beate Keldenich: Die Geschichte der Antibabypille von 1960 bis 2000 – Ihre Entwicklung, Verwendung und Bedeutung im Spiegel zweier medizinischer Fachzeitschriften: „Zentralblatt der Gynäkologie“ und „Lancet“. Shaker, Aachen 2002, ISBN 3-8322-0018-5 (Dissertation RWTH Aachen 2001, 430 Seiten).
  • Christian Mähr: Von Alkohol bis Zucker – Zwölf Substanzen, die die Welt veränderten. DuMont, Köln 2010, ISBN 978-3-8321-9549-6.
  • Eva-Maria Silies: Liebe, Lust und Last: die Pille als weibliche Generationserfahrung in der Bundesrepublik 1960–1980 (= Göttinger Studien zur Generationsforschung. Band 4). Wallstein Verlag, Göttingen 2010, ISBN 978-3-8353-0646-2 (Dissertation Georg-August-Universität Göttingen 2008/09).
  • Gisela Staupe, Lisa Vieth (Hrsg.): Die Pille. Von der Lust und von der Liebe. Rowohlt, Berlin 1998, ISBN 3-87134-257-2 (Ausstellungskatalog des Deutschen Hygiene-Museums in Dresden, vom 1. Juni bis 31. Dezember 1996).
  • Michael von Wolff, Petra Stute: Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin: Das Praxisbuch. Schattauer Verlag, 2013, ISBN 978-3-7945-2792-2.
  • Christoph Anthüber, Matthias W. Beckmann, Johannes Dietl, Wolfgang Frobenius: Herausforderungen: 100 Jahre Bayerische Gesellschaft für Geburtshilfe und Frauenheilkunde. Georg Thieme Verlag, Stuttgart 2012, ISBN 978-3-13-171571-5.

WeblinksBearbeiten

  Wiktionary: Antibabypille – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
  • familienplanung.de – Die Pille: Das Informationsportal der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), 15. Juli 2016
  • AOK-Faktenbox, 23. September 2016

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c Christoph Anthüber, Matthias W. Beckmann, Johannes Dietl, Wolfgang Frobenius: Herausforderungen: 100 Jahre Bayerische Gesellschaft für Geburtshilfe und Frauenheilkunde. Georg Thieme Verlag, Stuttgart 2012, ISBN 978-3-13-171571-5.
  2. Beate Keldenich: Die Geschichte der Antibabypille von 1960 bis 2000: Ihre Entwicklung, Verwendung und Bedeutung im Spiegel zweier medizinischer Fachzeitschriften: Zentralblatt der Gynäkologie und Lancet. Shaker Verlag, 2002, ISBN 3-8322-0018-5.
  3. Gerd K. Döring: Empfängnisverhütung. Ein Leitfaden für Ärzte und Studenten. Thieme Verlag, Stuttgart 1981, ISBN 3-13-326508-3.
  4. Wirkungsweise der Pille, abgerufen am 18. November 2018.
  5. a b c d e Michael von Wolff, Petra Stute: Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin: Das Praxisbuch. Schattauer Verlag, 2013, ISBN 978-3-7945-2792-2.
  6. James Trussell: Contraceptive Efficacy. In: Robert A. Hatcher u. a.: Contraceptive Technology. (19th rev. ed.), Ardent Media, New York 2007, ISBN 978-0-9664902-0-6, (online)
  7. Ralf Dose: Die Implantation der Antibabypille in den 60er und frühen 70er Jahren. Z. Sexualforsch. 3, 1990, S. 25–39.
  8. a b Eva-Maria Silies: Liebe, Lust und Last: Die Pille als weibliche Generationserfahrung in der Bundesrepublik 1960–1980. Wallstein Verlag, Oktober 2013, S. 97 ff.
  9. HEINZ KIRCHHOFF – Der Spiegel 9/1964
  10. „Ich hasse sie, kann ich Ihnen gleich sagen, weil: es ist komisch! Deutsch, glaube ich, ist die einzige Sprache, wo man für das (…) Verhütungsmittel den Namen Antibabypille gebraucht. In allen anderen Sprachen, also in Englisch die Pille, la pilule, la pillola, la píldora und so weiter. Also, das ist nicht eine Pille gegen Babys, das ist erst mal eine Pille für Frauen und für erwünschte Kinder. Also, wenn man wirklich so ein kompliziertes Anti-Wort gebrauchen will, sollte man es die Anti-unerwünschte-Baby-Pille nennen“. „Nicht eine Pille gegen Babys“ Carl Djerassi im Gespräch mit Katrin Heise, Deutschlandfunk, 29. April 2009.
  11. Der Miterfinder der „Pille“ ist tot welt.de, 31. Januar 2015.
  12. M. D. R. Zeitreise: Innovation in der Geschichte der Verhütung – Antibabypille vs. Wunschkindpille, abgerufen 30. Januar 2028.
  13. Dasan (Memento vom 24. September 2006 im Internet Archive) Antibabypille Ludwig Haberlandt.
  14. Suzanne White Junod, Lara Marks: Women’s Trials: The Approval of the First Oral Contraceptive Pill in the United States and Great Britain. In: Journal of the History of Medicine. Vol. 57, April 2002 ISSN 0022-5045 (PDF; 1,1 MB)
  15. Die Welt: Die Pille – Chemiecocktail zur Verhütung nach Maß, 31. Januar 2010.
  16. Schering-Historie: Meilensteine der Firmengeschichte 1961 bis 1990 (Memento vom 7. März 2014 im Internet Archive).
  17. „Nachbar Belgien“: Newsletter der belgischen Botschaft in Berlin, Ausgabe März/April 2010.
  18. a b c Björn Schwentker: Datenlese: Pillenknick? Kannst du knicken! Der Spiegel vom: 19. März 2014.
  19. a b Pro Familia: Interview: 50 Jahre Pille in Deutschland. (Archiv).
  20. Lt. Die Welt vom: 22. Oktober 1964.
  21. Die Welt vom: 4. Januar 1966: nach Angaben des Apothekerverbandes unter 1 %, H. Laegner (1981): nach einer Studie von Schering Pharma Deutschland im Dez. 1965 bei 2,4 %.
  22. „Antibabypille: Nebel gelichtet“. Der Spiegel 41/1966 vom 3. Oktober 1966, S. 165–167. Darin das – etwas voreilige – Resümee: „Die medizinische Streitfrage hingegen – ob der Dauergebrauch der Antibabypille zu verantworten sei – ist nunmehr entschieden.“
  23. Volkmar Sigusch: Junge Mädchen und die Pille. Bemerkungen zur hormonalen Kontrazeption aus sexualwissenschaftlicher Sicht. In: „Sexualmedizin“ Heft 6/1974, S. 288–297.
  24. Vorsorge ist berechtigt, aber kein Grund zur Panik. Auf den Zyklus kommt es an.Die Welt vom: 31. Oktober 1970.
  25. Eva-Maria Silies: Zwischen medizinischer Notwendigkeit und moralischem Urteil. Die bundesdeutsche Ärzteschaft, die BGGF und die Durchsetzung der Pille in den 1960er Jahren. In: Herausforderungen: 100 Jahre Bayerische Gesellschaft für Geburtshilfe und Frauenheilkunde. Hrsg: Christoph Anthüber, Matthias W. Beckmann, Johannes Dietl, Wolfgang Frobenius, Georg Thieme Verlag, Stuttgart 2012, ISBN 978-3-13-171571-5, S. 217–226.
  26. Christian Lauritzen: Möglichkeiten einer differenzierten Anwendung der im Handel befindlichen Antikonzeptiva. Geburtshilfe und Frauenheilkunde 1971(31).
  27. Klaus Christoph: Medizin und Empfängnisverhütung: ein Beitrag zur Analyse des Selbstverständnisses westdeutscher Ärzte. Beiträge zur Sexualforschung Band 55, Enke Verlag, Stuttgart 1975, ISBN 3-432-88051-0.
  28. Christian Lauritzen: Kommentar zu den Leitsätzen. In: Sexualmedizin 4(1975)12, S. 756–760.
  29. Margarete Metzler-Raschig, Reimut Reiche, Volkmar Sigusch: Sexualmedizinische Fortbildung für Ärzte. Sexualmedizin 5(1976)6, S. 405–412.
  30. Helmut Laengner: 20 Jahre Schering-Kontrazeptiva – von Anovlar zu Triquilar. In: Schering Pharma Deutschland (Hrsg.): Die Pille wird 20. So begann es … und da stehen wir heute. Symposium Berlin, 25. Mai 1981. Berlin 1981, S. 6.1–6.5. [Das Zahlenmaterial über den Pillenabsatz zwischen 1966 und 1971 ist je nach Quelle, Intention, Erhebungsmethode und Publikationsqualität teilweise recht heterogen angegeben, vgl. auch Literaturapparat].
  31. Ralf Dose: Die Durchsetzung der chemisch-hormonellen Kontrazeption in der Bundesrepublik Deutschland. Veröffentlichungsreihe der Forschungsgruppe Gesundheitsrisiken und Präventionspolitik Wissenschaftszentrum Berlin, Berlin 1989, ISSN 0935-8137, P89–204.
  32. Helmut Laengner: Neuere Methoden der Kontrazeption. in: Buchholz/ Wander 1975, S. 166–173.
  33. Beate Keldenich: Die Geschichte der Antibabypille von 1960 bis 2000: Ihre Entwicklung, Verwendung und Bedeutung im Spiegel zweier medizinischer Fachzeitschriften: Zentralblatt der Gynäkologie und Lancet. Shaker Verlag, 2002, ISBN 3-8322-0018-5.
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  35. Hermann Schäfer: Anovlar und Ovosiston – Antibabypille versus Wunschkindpille. In: Deutsche Geschichte in 100 Objekten. Verlag Piper, November 2015.
  36. Katechismus der Katholischen Kirche, Nr. 2366–2372
  37. Irische Abtreibungsdebatte offenbart erzkonservative Strukturen spiegel.de, am 23. Dezember 2012.
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  41. Stefan Silbernagl: Taschenatlas Physiologie. 8. Auflage. Thieme Verlagsgruppe, Stuttgart 2012, ISBN 978-3-13-567708-8.
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