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Amtsgericht Schöneberg

Amtsgericht in Berlin
Amtsgericht Schöneberg

Das Amtsgericht Schöneberg ist ein Gericht der ordentlichen Gerichtsbarkeit sowie eines von elf Amtsgerichten im Land Berlin.

Gerichtspräsidentin ist Rita Manshausen. Das Amtsgericht hat seinen Hauptsitz im denkmalgeschützten Gerichtsgebäude in der Grunewaldstraße 66/67 im Ortsteil Schöneberg und eine Zweigstelle in der Ringstraße 9 im Ortsteil Lichterfelde. Der Gerichtsbezirk (Zuständigkeit) umfasst den Bezirk Steglitz-Zehlendorf und den ehemaligen Bezirk Schöneberg (heutige Ortsteile Schöneberg und Friedenau). Nicht zuständig ist das Amtsgericht Schöneberg für die Ortsteile Tempelhof, Mariendorf, Marienfelde und Lichtenrade des Bezirks Tempelhof-Schöneberg.

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Das Gebäude wurde von 1901 bis 1906 von Paul Thoemer und Rudolf Mönnich errichtet, die außerdem die Berliner Amtsgerichte Lichtenberg, Pankow und Wedding entworfen haben. Ende Mai 1945 wurden das Amtsgericht Lichterfelde und das Amtsgericht Zehlendorf im Zuge der Neuordnung des Berliner Gerichtswesens von den Alliierten wieder eingerichtet. Per 1. Oktober 1973 wurden die Amtsgerichte Lichterfelde und Zehlendorf als selbstständige Einrichtung aufgelöst und mit dem Amtsgericht Schöneberg verschmolzen.

Am 27. März 1949 wurde dem Amtsgericht Schöneberg aufgrund der Teilung Deutschlands die Zentralzuständigkeit übertragen, die zuvor das Amtsgericht Mitte innehatte.[1]

Zuständigkeit für Deutsche im AuslandBearbeiten

 
Innenansicht des Amtsgerichtes Schöneberg

Hat der Betroffene keinen Wohnsitz in Deutschland und ergibt sich aus völkerrechtlichen Verträgen die Zuständigkeit der deutschen Gerichte, weil der Betroffene die deutsche Staatsbürgerschaft hat, ist das Amtsgericht Schöneberg zuständig.

Dies ist insbesondere der Fall bei

Diese Zuständigkeit übernahm es 1949 als Folge der deutschen Teilung vom Landgericht Berlin.[2]

Übergeordnete GerichteBearbeiten

Dem Amtsgericht Schöneberg ist das Landgericht Berlin übergeordnet. Zuständiges Oberlandesgericht ist das Kammergericht.

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Friedrich Scholz: Berlin und seine Justiz. Die Geschichte des Kammergerichtsbezirks 1945 bis 1980. Walter de Gruyter, Berlin 1982, ISBN 3-11-008679-4, S. 284.
  2. Friedrich Scholz: Berlin und Seine Justiz. Geschichte des Kammergerichtsbezirks 1945–1980, de Gruyter, Berlin 1982, S. 131. ISBN 3-11-008679-4.

Koordinaten: 52° 29′ 20″ N, 13° 20′ 46″ O