Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg

Gericht der Arbeitsgerichtsbarkeit

Das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg ist ein Gericht der Arbeitsgerichtsbarkeit und das gemeinsame Landesarbeitsgericht der Länder Berlin und Brandenburg. Mit 26 Kammern ist es das größte deutsche Landesarbeitsgericht (LAG). Gründungspräsidentin war vom 1. Januar 2007 bis 1. April 2011 Karin Aust-Dodenhoff, seit April 2014 leitet Ursula Hantl-Unthan das Gericht.

Gerichtsgebäude
Eingangsbereich

Gerichtssitz und -bezirkBearbeiten

Das LAG Berlin-Brandenburg hat seinen Sitz in Berlin. Gerichtsbezirk ist das gesamte Gebiet der Bundesländer Berlin und Brandenburg.

GerichtsgebäudeBearbeiten

Das Gericht ist in dem Gebäude Magdeburger Platz 1 im Bezirk Mitte untergebracht.

GeschichteBearbeiten

Die Länder Berlin und Brandenburg schlossen am 26. April 2004 den Staatsvertrag über die Errichtung gemeinsamer Fachobergerichte der Länder Berlin und Brandenburg. Zum 1. Januar 2007 wurde mit dem LAG Berlin-Brandenburg das dritte dieser gemeinsamen Gerichte errichtet, das das Landesarbeitsgericht Berlin und das Landesarbeitsgericht Brandenburg ersetzte.

Über- und nachgeordnete GerichteBearbeiten

Lage der Arbeitsgerichte in den jeweiligen Gerichtsbezirken in Berlin und Brandenburg
  • ArbG Neuruppin
  • ArbG Eberswalde
  • ArbG Brandenburg an der Havel
  • ArbG Berlin
  • ArbG Frankfurt (Oder)
  • ArbG Potsdam
  • ArbG Cottbus
    mit Außenstelle Senftenberg
  • Wie jedem Landesarbeitsgericht ist dem LAG nur das Bundesarbeitsgericht übergeordnet. Nachgeordnet sind die Arbeitsgerichte Berlin, Brandenburg an der Havel, Cottbus, Eberswalde, Frankfurt (Oder), Neuruppin und Potsdam. Außerdem war es dem Arbeitsgericht Senftenberg bis zu dessen Aufhebung zum 1. Januar 2012 übergeordnet.

    LeitungBearbeiten

    Bekannte EntscheidungenBearbeiten

    Im Fall Emmely bestätigte das Landesarbeitsgericht 2009 in der Sache einer langjährig beschäftigten Kassiererin, die zwei ihr nicht gehörende Leergutbons im Gesamtwert von 1,30 Euro eingelöst haben soll, die erstinstanzliche Entscheidung, wonach die fristlose Kündigung rechtens sei. Das Bundesarbeitsgericht hob die Entscheidung am 10. Juni 2010 auf und erklärte die Kündigung für unverhältnismäßig.

    Siehe auchBearbeiten

    WeblinksBearbeiten

    EinzelnachweiseBearbeiten

    1. Bundesweit größtes Landesarbeitsgericht begründet. Abgerufen am 2. Januar 2021.
    2. Köbler Gerhard, Wer ist wer im deutschen Recht. Abgerufen am 21. Januar 2021.
    3. Neue Präsidentin des Landesarbeitsgerichts Berlin-Brandenburg. Hauptstadtportal Berlin. Pressemitteilung vom 28. April 2014. Abgerufen am 14. Mai 2014.

    Koordinaten: 52° 30′ 11,5″ N, 13° 21′ 34,6″ O