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Alante

Gattung der Familie Korbblütler (Asteraceae)
Alante
Echter Alant (Inula helenium)

Echter Alant (Inula helenium)

Systematik
Euasteriden II
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Unterfamilie: Asteroideae
Tribus: Inuleae
Gattung: Alante
Wissenschaftlicher Name
Inula
L.

Alant (Inula) ist eine Pflanzengattung in der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Die etwa 100 Arten sind in der Alten Welt weitverbreitet.

Inhaltsverzeichnis

BeschreibungBearbeiten

Vegetative MerkmaleBearbeiten

Bei Alant-Arten handelt es sich größtenteils um ausdauernde, selten einjährige, krautige Pflanzen, selten um Sträucher. Die verschiedenen Arten sind von sehr unterschiedlicher Größe, angefangen bei winzigen, für Steingärten geeigneten Pflanzen bis hin zu Hochstauden, die über 3 Meter Wuchshöhe erreichen. Bei diesen großen Arten können auch die Laubblätter eine beachtliche Größe erreichen. Die einfachen Laubblätter sind grundständig oder wechselständig an den Stängeln verteilt. Die Blattränder können glatt, gezähnt oder gesägt sein.

Generative MerkmaleBearbeiten

Die Blütenkörbchen stehen endständig einzeln oder häufig in unterschiedlich aufgebauten Blütenständen zusammengefasst. Die Blütenkörbchen weisen Durchmesser von meistens 10 bis 40 Millimetern auf. Die Hüllblätter stehen in vier bis sieben Reihen. Spreublätter sind vorhanden.

Die Blütenkörbchen enthalten Zungen- und Röhrenblüten. Außen gibt es einen Kranz mit (selten 15 bis) meist 50 bis 150 zygomorphen Zungenblüten (= Strahlenblüten). Innen befindet sich eine Scheibe mit (selten 50 bis) meist 100 bis über 250 radiärsymmetrischen Röhrenblüten (= Scheibenblüten). Die verwachsenen Kronblätter beider Blütentypen sind gelb bis orange.

Die oft vier- bis fünfrippigen Achänen haben einen einreihigen Pappus.[1]

 
Großer Alant (Inula magnifica)
 
Kopfiger Alant (Inula rhizocephala)

Systematik und VerbreitungBearbeiten

Die Gattung Inula wurde durch Carl von Linné aufgestellt. Der botanische Gattungsname Inula leitet sich aus dem griechischen Wort hinaein für ausleeren, reinigen her, dies bezieht sich auf die abführende Wirkung der Droge aus dem „Wurzelstock“. Typusart der Gattung ist Inula helenium L.

Die Gattung Inula ist in der Alten Welt in Eurasien und Afrika weitverbreitet. In vielen anderen Gebieten der Welt sind einzelne Arten Neophyten.

Es gibt etwa 100 Inula-Arten (Auswahl):

Nicht mehr zur Gattung Inula gehören beispielsweise:

Die beiden Arten der Gattung Klebalant (Dittrichia):
Die Arten, die in die Gattung Pentanema gestellt wurden:[4]
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Weitere Arten:

NutzungBearbeiten

Alant-Arten werden vor allem wegen ihrer hübschen, meist gelben Blütenkörbe kultiviert, einige bereits seit der Antike. Der Name Inula ist ebenfalls bereits seit der Römerzeit in Gebrauch.[5]

Die unterirdischen Pflanzenteile enthalten sogenanntes Inulin (auch: Alantstärke), ein der Pflanze als Reservekohlenhydrat dienendes Polysaccharid, das nach Extraktion als Diätzucker verwendet wird.

QuellenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Peter William Ball, Thomas Gaskell Tutin: Inula L. In: T. G. Tutin, V. H. Heywood, N. A. Burges, D. M. Moore, D. H. Valentine, S. M. Walters, D. A. Webb (Hrsg.): Flora Europaea. Volume 4: Plantaginaceae to Compositae (and Rubiaceae). Cambridge University Press, Cambridge 1976, ISBN 0-521-08717-1, S. 133–136 (englisch, eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  • Werner Greuter, Eckhard von Raab-Straube (Hrsg.): Med-Checklist. A critical inventory of vascular plants of the circum-mediterranean countries. Vol. 2: Dicotyledones (Compositae). Organization for the Phyto-Taxonomic Investigation of the Mediterranean Area (OPTIMA), Genève 2008, ISBN 978-2-8279-0011-4, S. 491–495.
  • Werner Greuter: Compositae (pro parte majore). In: Werner Greuter, Eckhard von Raab-Straube (Hrsg.): Compositae. Inula - Datenblatt In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. Berlin 2006–2009.
  • David Gutiérrez-Larruscain, Maria Santos-Vicente, Arne A. Anderberg, Enrique Rico, M. Martínez-Ortega: Phylogeny of the Inula group (Asteraceae: Inuleae): evidence from nuclear and plastid genomes and a recircumscription of Pentanema. In: Taxon, Volume 67, 2018, S. 149–164.
  • Maria Santos-Vicente et al.: Proposal to conserve the name Inula (Asteraceae) with a conserved type. In: Taxon, Volume 61, 2012, S. 1330–1331.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Neil A. Harriman: Inula. In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico. Volume 19: Magnoliophyta: Asteridae, part 6: Asteraceae, part 1 (Mutisieae–Anthemideae). Oxford University Press, New York/Oxford u. a. 2006, ISBN 0-19-530563-9, S. 473 (englisch)., textgleich online wie gedrucktes Werk.
  2. a b c d e f g h i j Inula im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am 5. März 2018.
  3. a b c d e f g h i j k l m n o Werner Greuter (2006+): Compositae (pro parte majore). In: Werner Greuter, Eckhard von Raab-Straube (Hrsg.): Compositae.: Datenblatt Inula In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity.
  4. David Gutiérrez-Larruscain, Maria Santos-Vicente, Arne A. Anderberg Enrique Rico, M. Martínez-Ortega: Phylogeny of the Inula group (Asteraceae: Inuleae): evidence from nuclear and plastid genomes and a recircumscription of Pentanema. In: Taxon, Volume 67, Issue 1, März 2018, S. 149–164. doi:10.12705/671.10
  5. Meyers Konversationslexikon. Vierte Auflage. Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien 1885–1892

WeblinksBearbeiten

  Wiktionary: Alant – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
  Commons: Alante (Inula) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien