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Pappus (Botanik)

Haar-, schuppen- oder grannenartige Bildung an Früchten, die anstelle des Kelches vorhanden ist
Schirmförmig ausgebildeter Pappus
auf den Samen des Wiesen-Bocksbarts
(Tragopogon pratensis)
Aufbau einer Zungenblüte:
A Fruchtknoten
B Pappus
C Theca
D Zunge
E Stempel

Der Pappus auch Federkrone, Federkelch, Samenkrone, Haarkrone,[1] ist ein Haarkranz oder seltener ein häutiger Saum auf den Früchten (Achänen) von Vertretern der Pflanzenfamilie der Korbblütler (Asteraceae). Aber auch bei den Baldrianen (Valeriana), wie z. B. beim Echten Baldrian (Valeriana officinalis) bezeichnet man den haarförmig entwickelten Kelch als Pappus.

Bei einigen Taxa wie dem Löwenzahn oder dem Bocksbart ist er durch einen Stiel schirmartig emporgehoben. Er ist meist weiß oder bräunlich. In der Regel bewirkt der Pappus, dass die Samen durch den Wind verbreitet werden können (Anemochorie). Bei einigen Arten wie dem Zweizahn und den Kletten kann er sich auch im Fell von Tieren oder in Kleidung verhaken (Epichorie).

Der Pappus ist die Gesamtheit der stark umgewandelten Kelchblätter einer Asteraceae-Blüte.

Inhaltsverzeichnis

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Pappus (Botanik) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

LiteraturBearbeiten

  • Peter Leins: Blüte und Frucht. Morphologie, Entwicklungsgeschichte, Phylogenie, Funktion, Ökologie. E. Schweizerbart’sche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart 2000, ISBN 3-510-65194-4.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 15. Leipzig 1908, S. 402.: Pappus. Bei Zeno.org.