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Akanthusgewächse

Pflanzenfamilie innerhalb der Ordnung der Lippenblütlerartigen
Akanthusgewächse
Barleria prionitis, Blütenstand mit für Acanthaceae typischen zygomorphen Blüten mit verwachsenen Blütenkronblättern

Barleria prionitis, Blütenstand mit für Acanthaceae typischen zygomorphen Blüten mit verwachsenen Blütenkronblättern

Systematik
Eudikotyledonen
Kerneudikotyledonen
Asteriden
Euasteriden I
Ordnung: Lippenblütlerartige (Lamiales)
Familie: Akanthusgewächse
Wissenschaftlicher Name
Acanthaceae
Juss.

Die Akanthusgewächse (Acanthaceae), auch für Verwirrung sorgend Bärenklaugewächse genannt, sind eine Pflanzenfamilie innerhalb der Ordnung der Lippenblütlerartigen (Lamiales). Es ist eine überwiegend tropische Familie. Mit etwa 4000 Arten gehört sie zu den zwölf artenreichsten Familien der Bedecktsamigen Pflanzen (Magnoliopsida, Angiospermen).[1]

Inhaltsverzeichnis

BeschreibungBearbeiten

 
Zweige mit Laubblättern und Dornen von Anthacanthus nannophyllus

Erscheinungsbild und LaubblätterBearbeiten

Sie wachsen meistens als ausdauernde, selten einjährige krautige Pflanzen; es gibt auch einige verholzende Taxa, dann sind es Halbsträucher, Sträucher oder selten kleine Bäume [2]. Die meisten Arten gedeihen terrestrisch, aber es gibt aber auch einige Epiphyten. Sie wachsen selbständig aufrecht, niederliegend oder kletternd, wenn es windende Pflanzen sind dann erfolgt dies in Uhrzeigersinn. Das Sekundäre Dickenwachstum geht von einem konventionellen Kambiumring aus. Bei Avicennia sind Luftwurzeln vorhanden. Die Stängel oder Zweige sind im Querschnitt stielrund oder kantig oft mit angeschwollenen Knoten (Nodien) [2]. Manchmal sind Dornen vorhanden, die sich aus reduzierten Laubblättern, Trag- oder Deckblättern entwickelt haben [2].

Die Laubblätter sind in grundständigen Rosetten oder gegenständig, selten wechselständig oder wirtelig, an der Sprossachse verteilt angeordnet, dabei können die Laubblätter eines gegenüberstehenden Paares beide gleich (isophyll) oder unterschiedlich (anisophyll) sein. Die Blattspreiten sind meist einfach bis selten geteilt.[2] Die Blattnervatur ist fieder- und netznervig. Die Blattoberflächen können drüsig gepunktet sein. Die Blattränder sind glatt, gewellt, gekerbt, gezähnt oder gesägt. Nebenblätter sind nicht vorhanden [2].

 
Details der Blüten von Eranthemum pulchellum
 
Fruchtstand mit Kapselfrüchten von Acanthus balcanicus
 
Illustration von Aphelandra tetragona

Blütenstände, Blüten und BlütenökologieBearbeiten

Die Blüten stehen selten einzeln, meist zu mehreren in dichten Büscheln oder zu vielen in end- oder seitenständigen, ährigen, rispigen, traubigen, diachsial zymösen Blütenständen zusammen. Je Blüte oder diachsialen Bündeln ist ein je nach Art kleines und grünes oder großes und leuchtend gefärbtes Tragblatt vorhanden. Meist sind unter jeder Blüte zwei Deckblätter vorhanden, selten fehlen sie. Die Blüten sind gestielt oder ungestielt.[2]

Die zwittrigen Blüten sind meist fünfzählig und mehr oder weniger stark zygomorph. Die selten vier, meist fünf Kelchblätter sind mindestens an ihrer Basis verwachsen und endet in vier, fünf, zehn oder zwanzig Kelchzähnen; bei Thunbergia ist der Kelch zu einem ganzrandigen, becherförmigen Ring reduziert. Die Krone ist bei manchen Taxa durch eine 180° der Kronröhre resupinat. Die fünf Blütenkronblätter sind meistens zu einer zylindrischen oder trichterförmigen Kronröhre verwachsen. Die Kronlappen können fast gleich sein oder die Krone ist oft zweilippig, oder selten ist sie einlippig mit drei Kronlappen sein. Die Oberlippe kann fast ganzrandig bis zweilappig sein. Die Unterlippe ist dreilappig. Die Kronlappen können aufsteigend, abwärtsgerichtet löffelartig, gedreht oder offen in der Blütenknospe sein. Die ursprünglich fünf sind immer auf vier oder zwei fertile Staubblätter reduziert; sie sind kürzer oder länger als die Kronröhre. Die Staubfäden sind frei oder paarweise verwachsen, nur bei Strobilanthes sind sie alle an ihrer Basis verwachsen. Die Staubbeutel besitzen ein oder zwei Theken und öffnen sich meist mit einem Längsschlitz. Es sind (null bis) zwei oder drei Staminodien vorhanden. Zwei Fruchtblätter sind zu einem zweifächerigen, oberständigen Fruchtknoten verwachsen. In zentralwinkelständiger Plazentation sind je Fruchtknotenfach zwei bis vielen Samenanlagen vorhanden. Es ist ein ringförmiger und nektarproduzierender Diskus an der Basis des Fruchtknotens vorhanden. Der dünne Griffel endet in einer trichterförmigen Narbe oder zwei Narbenästen, dabei kann einer oder beide zurückgekrümmt bis -gerollt, manchmal einer unterdrückt sein.[2]

Die Blütenformel lautet:  

Früchte und SamenBearbeiten

Die manchmal gestielten, loculicidalen Kapselfrüchte sind zweiklappig und schleudern explosiv die zwei, meist nur wenigen oder selten vielen Samen hinaus. Das Septum bleibt mit der inneren Wand der reifen Kapselfrucht verbunden oder separiert sich davon. Am oberen Ende der Früchte kann ein Schnabel vorhanden sein. Selten sind die Früchte steinfruchtartig. Die Oberfläche der Samen ist glatt, aufgeraut, kahl oder flaumig behaart, manchmal mit hygroskopischen Trichomen, die sich bei Feuchtigkeit ausdehnen.[2]

ChromosomensätzeBearbeiten

Die Chromosomengrundzahlen betragen x = 7 bis 21.[3]

InhaltsstoffeBearbeiten

Oft sind Zystolithen vorhanden (aber nicht beispielsweise bei Acanthus, Blepharis, Nelsonia, Ophiorrhiziphyllon, Staurogyne, Thunbergia), sie entstehen durch Akkumulation von Kieselsäure und Calciumcarbonat [4]. Die Samen enthalten fette Öle, Eiweiße und Reservecellulose, aber wohl keine Stärke [4]. Wichtige Inhaltsstoffe sind Polyphenole, ätherische Öle, Heteroside, nichtflüchtige isoprenoide Verbindungen und Alkaloide [4].

ÖkologieBearbeiten

Die Arten der Familie Acanthaceae spielen eine wichtige ökologische Rolle, weil der Bau ihre Blüten an viele unterschiedliche Bestäuber angepasst sind. Die Bestäubung erfolgt durch Vögel, beispielsweise Kolibris sowie Nektarvögel, (Ornithophilie) oder durch Insekten, beispielsweise Bienen, Tag- sowie Nachtfalter, (Entomophilie) oder Fledertiere (Chiropterophilie). Das Überleben dieser Tiere hängt vom Angebot an Nektar und Pollen ab.[1]

Systematik und VerbreitungBearbeiten

 
Tribus Acantheae: Namensgebende Gattung Akanthus (Acanthus): Wahrer Bärenklau (Acanthus mollis): Laubblätter und Blütenstände, die Blüten sind größtenteils von Hochblättern verdeckt
 
Tribus Acantheae: Das Glanzkölbchen (Aphelandra squarrosa), auch oft einfach wie die ganze Gattung Aphelandra genannt, ist eine pflegeleichte Zimmerpflanze
 
Tribus Acantheae: zygomorphe Blüte von Blepharis maderaspatensis
 
Tribus Acantheae: Crossandra infundibuliformis wird auch als Zimmerpflanze gehalten
 
Tribus Acantheae: Blütenstand und zygomorphe Blüte von Geissomeria nitida
 
Tribus Acantheae: Habitus, Laubblätter und Blüten von Stenandrium dulce
 
Tribus Andrographidae: Blütenstand und zygomorphe Blüten im Detail von Gymnostachyum febrifugum
 
Tribus Barlerieae: Laubblätter und Blüten von Barleria albostellata
 
Tribus Barlerieae: Lepidagathis cuspidata
 
Tribus Justicieae: Blütenstand und zygomorphe Blüten von Clinacanthus nutans
 
Tribus Justicieae: Fittonia albivenis (Syn.: Fittonia verschaffeltii):
Es ist ein Bodendecker und wird auch als Zimmerpflanze gehalten
 
Tribus Justicieae: Die Jakobinie (Justicia magnifica, Syn.: Jacobinia magnifica), wird auch als Zimmerpflanze gehalten
 
Tribus Justicieae: Pachystachys lutea wird auch als Zimmerpflanze gehalten.
 
Tribus Ruellieae: Blüten von Anisacanthus quadrifidus var. wrightii
 
Tribus Ruellieae: Zygomorphe Blüten von Brillantaisia nyanzarum
 
Tribus Ruellieae: Habitus, Laubblätter und Blüten von Dyschoriste hygrophyloides
 
Tribus Ruellieae: Ruellia elegans wird in den Tropen als Zierpflanze verwendet
 
Tribus Ruellieae: Zygomorphe Blüten von Ruttya fruticosa
 
Tribus Ruellieae: Sanchezia speciosa werden von Nektarvögeln (Arachnothera) bestäubt
 
Tribus Ruellieae: Blütenstand von Schaueria calycotricha
 
Tribus Ruellieae: Laubblätter und Blüten von Trichanthera gigantea
 
Tribus Ruellieae: Blüten von Yeatesia viridiflora
 
Tribus Whitfieldieae: Habitus, Laubblätter und Blütenstände von Whitfieldia elongata
 
Unterfamilie Acanthoideae incertae sedis: Blütenstand von Neuracanthus trinervius subsp. trinervius
 
Unterfamilie Nelsonioideae: Herbarbeleg von Staurogyne argentea
 
Unterfamilie Thunbergioideae: Thunbergia grandiflora, eine häufig in tropischen Parks und Gärten zu findende Art mit mehreren Sorten, die zum Verwildern neigt
 
Unterfamilie Avicennioideae: Blüte der Schwarzen Mangrove (Avicennia germinans)

Die Familie Acanthaceae wurde 1789 von Antoine Laurent de Jussieu unter dem Namen „Acanthi“[5] erstveröffentlicht. Typusgattung ist Acanthus L.[6] Synonyme für Acanthaceae Juss. sind: Avicenniaceae Miq., Justiciaceae Raf., Mendonciaceae Bremek., Meyeniaceae Sreem., Nelsoniaceae Sreem., Thunbergiaceae Lilja.[7]

Arten kommen in der Holarktis, Paläotropis, Neotropis, Capensis und Australischen Florengebiet. Sie gedeihen von gemäßigten bis in tropische Gebiete, wobei die meisten Arten in den Tropen beheimatet sind. Zentren der Artenvielfalt sind das Indomalayisches Unterreich, Afrika, Brasilien und Zentralamerika.[3][1]

Die Familie Acanthaceae gehört zur Ordnung Lamiales.[8][7]

Die Familie Akanthusgewächse (Acanthaceae) ist gegliedert in vier Unterfamilien[9] mit mindestens sechs Tribus und 229 bis 250 Gattungen[7][8] mit 3500 bis 4000 Arten:

  • Unterfamilie Acanthoideae Link: Es sind meist krautige Pflanzen. Es sind meist auffällige Tragblätter vorhanden. Die Verbreitung ist weltweit – es gibt etwa zehn Gattungen in der Neuen Welt und etwa zehn Gattungen in der Alten Welt. Bei dieser Unterfamilie sind die Kapselfrüchte gestielt. Die Unterfamilie der Acanthoideae wird in sechs Tribus gegliedert und enthält etwa 217 bis 237 Gattungen mit etwa 3220 Arten:
    • Tribus Acantheae: Die vier Staubblätter besitzen jeweils nur eine Theca. Sie enthält etwa 20 bis 21 Gattungen und etwa 500 Arten[10]:
    • Tribus Andrographidae:
    • Tribus Barlerieae:
    • Tribus Justicieae: Sie enthält etwa 104 Gattungen mit mehr als 2000 Arten:[13]
      • Subtribus Diclipterinae Nees: Sie enthält etwa neun Gattungen (Auswahl):
        • Dicliptera Juss.: Sie enthält etwa 150 Arten.
        • Hypoestes Sol. ex R.Br.: Die etwa 150 Arten sind in der Alten Welt verbreitet.
      • Subtribus Isoglossinae: Sie enthält zehn Gattungen:
        • Brachystephanus Nees (inklusive Oreacanthus Benth.): Die etwa 24 Arten sind im tropischen Afrika und in Madagaskar verbreitet.
        • Conocalyx Benoist: Sie enthält nur eine Art:
        • Forcipella Baill.: Die etwa fünf Arten kommen nur in Madagaskar vor.
        • Isoglossa Oerst. (inklusive Strophacanthus Lindau): Die etwa 50 Arten sind in Afrika, der Arabischen Halbinsel, Madagaskar und Asien verbreitet.
        • Populina Baill.: Die nur zwei Arten kommen nur in Madagaskar vor.
        • Ptyssiglottis T.Anderson: Die etwa 33 Arten sind von Südostasien bis „Papuasien“ verbreitet.
        • Kalbreyeriella Lindau: Die nur drei Arten sind in Zentralamerika und Kolumbien verbreitet.
        • Razisea Oerst.: Die fünf Arten sind von Mexiko über Zentralamerika bis Kolumbien verbreitet.
        • Sphacanthus Benoist: Die nur zwei Arten kommen nur in Madagaskar vor.
        • Stenostephanus Nees (inklusive Cylindrosolenium Lindau, Habracanthus Nees, Hansteinia Oerst., Kalbreyeracanthus Wassh., Syringidium Lindau): Die etwa 82 Arten sind von Mexiko bis Bolivien verbreitet.
      • Nicht in eine Subtribus eingeordnet:
    • Tribus Ruellieae: Die beiden Narbenlappen sind ungleich:
      • Sie enthält etwa 44 Gattungen mit etwa 750 Arten:[15]
        • Acanthopale C.B.Clarke: Die 7 bis 15 Arten sind in den Tropen der Alten Welt verbreitet.[11]
        • Apassalus Kobuski: Die etwa drei Arten kommen in den südöstlichen USA und aus karibischen Inseln vor.[11]
        • Benoicanthus Heine & A.Raynal: Die zwei Arten kommen in Madagaskar vor.[11]
        • Bravaisia DC.: Die nur drei Arten sind von Mexiko über Zentralamerika und Kuba bis Kolumbien sowie Venezuela verbreitet.[16]
        • Brillantaisia P.Beauv.: Sie enthält etwa 20 Arten, die in Afrika und Madagaskar vorkommen.[11]
        • Brunoniella Bremek.: Die etwa sechs Arten sind in Australien, Neuguinea und Neukaledonien verbreitet.[11]
        • Calacanthus T.Anderson ex Benth. & Hook. f.: Sie enthält nur eine Art:
        • Dischistocalyx T.Anderson ex Benth. & Hook. f.: Die etwa 20 Arten sind in Afrika verbreitet.[11]
        • Duosperma Dayton: Die etwa 26 Arten sind in Afrika verbreitet.[11]
        • Dyschoriste Nees: Sie enthält etwa 50 Arten.
        • Echinacanthus Nees: Die etwa vier Arten sind in Indien, Bhutan, Nepal, China (drei Arten) und Vietnam verbreitet.[2]
        • Epiclastopelma Lindau: Die nur zwei Arten sind im tropischen Ostafrika verbreitet.[11]
        • Eranthemum L. (Syn.: Daedalacanthus T.Anderson, Pigafetta Adans., Upudalia Raf.): Die etwa 15 Arten sind im tropischen bis subtropischen Asien verbreitet.
        • Eremomastax Lindau: Sie enthält nur ein bis drei Arten.
        • Hemigraphis Nees
        • Heteradelphia Lindau: Die nur zwei Arten sind im tropischen Westafrika verbreitet.[11]
        • Wasserfreunde (Hygrophila R.Br., Syn.: Adenosma Nees non R. Br., Asteracantha Nees, Cardanthera Buchanan-Hamilton ex Benth. & J.D.Hook., Hemiadelphis Nees, Kita A.Chev., Nomaphila Blume, Physichilus Nees, Polyechma Hochstetter, Santapaua N.P.Balakrishnan & K.Subramanyam, Synnema Bentham, Tenoria Dehnhardt & Giordano non Sprengel): Die etwa 100 Arten sind in tropischen bis subtropischen Gebieten weit verbreitet. Es sind oft Wasser- oder Sumpfpflanzen.
        • Ionacanthus Benoist: Sie enthält nur eine Art:
        • Kosmosiphon Lindau: Sie enthält nur eine Art:
        • Leptosiphonium F.Muell.: Die etwa 10 Arten kommen in Papuasien vor.[11]
        • Louteridium S.Watson: Die etwa zehn Arten sind von Mexiko bis Zentralamerika verbreitet.[11]
        • Lychniothyrsus Lindau: Die nur fünf Arten kommen in Brasilien vor.[11]
        • Mellera S.Moore: Die vier bis fünf Arten sind in Afrika verbreitet.[11]
        • Mimulopsis Schweinf.: Die etwa 30 Arten sind in Afrika und Madagaskar verbreitet.[11]
        • Pararuellia Bremek.: Die etwa zehn Arten sind in Südostasien und China (fünf Arten) verbreitet.[2]
        • Petalidium Nees: Die etwa 35 Arten sind in Afrika, im Himalaja und in der Karibik verbreitet.[11]
        • Phaulopsis Willd.: Die etwa 22 Arten sind im tropischen Afrika, östlichen und südlichen Asien sowie Südostasien verbreitet.
        • Physacanthus Benth.: Die etwa fünf Arten sind im tropischen Afrika verbreitet.[11]
        • Pseudoruellia Benoist: Sie enthält nur eine Art:
        • Ruellien (Ruellia L.): Die etwa 150 bis 300 Arten sind in tropischen bis gemäßigten Gebieten weltweit verbreitet.
        • Ruelliopsis C.B.Clarke: Die nur zwei bis drei Arten sind in Afrika verbreitet.[11]
        • Sanchezia Ruiz & Pav.: Sie enthält etwa 60 Arten sind in der Neotropis verbreitet mit einem Schwerpunkt in den nördlichen Anden.[16]
        • Satanocrater Schweinf.: Die nur vier sind im tropischen Ostafrika (Äthiopien, Kenia, Somalia) verbreitet, eine Art reicht auch bis ins tropische Westafrika.[17]
        • Sautiera Decne.: Sie enthält nur eine Art:
        • Spirostigma Nees: Sie enthält nur eine Art:
        • Strobilanthes Blume: Die 250 bis 400 Arten sind im tropischen Asien verbreitet, davon kommen etwa 128 Arten in China vor.[2]
        • Strobilanthopsis S.Moore: Die etwa fünf Arten sind im tropischen Afrika verbreitet.[11]
        • Suessenguthia Merxm.: Die etwa sechs Arten kommen in den Anden von Peru und Bolivien vor.[11]
        • Trichanthera Kunth: Die nur zwei Arten sind im nördlichen Südamerika verbreitet.[11]
        • Trichosanchezia Mildbr.: Sie enthält nur eine Art:
        • Zygoruellia Baill.: Sie enthält nur eine Art:
    • Tribus Whitfieldieae Bremek. ex Reveal:[18]
      • Sie enthält etwa acht Gattungen mit etwa 31 Arten, die im tropischen Afrika und Madagaskar verbreitet sind:
        • Camarotea Scott-Elliot: Sie enthält nur eine Art:
        • Chlamydacanthus Lindau (manchmal in Theileamea Baill.): Die etwa vier Arten sind im tropischen Ostafrika und auf Madagaskar verbreitet.
        • Forcipella Baill.: Die etwa fünf Arten kommen nur auf Madagaskar vor.
        • Lankesteria Lindl.: Die etwa sieben Arten sind im tropischen Afrika und auf Madagaskar verbreitet.
        • Leandriella Benoist: Die nur zwei Arten kommen nur auf Madagaskar vor.
        • Theileamea Baill. (manchmal in Chlamydacanthus Lindau): Sie enthält nur eine Art:
        • Vindasia Benoist: Sie enthält nur eine Art:
        • Whitfieldia Hook. (Syn.: Leiophaca Lindau, Pounguia Benoist, Stylarthropus Baill.): Die etwa zehn Arten sind im tropischen Afrika verbreitet.
    • Nicht in einer Tribus eingeordnet:
      • Neuracanthus Nees (Syn.: Leucobarleria Lindau): Von den etwa 32 Arten sind 18 auf dem afrikanischen Kontinent verbreitet mit der größten Artenvielfalt im östlichen sowie nordöstlichen Afrika, auf der Arabischen Halbinsel kommen vier Arten vor, auf Madagaskar sind sechs Arten beheimatet und im tropischen Asien sind von Indien bis Vietnam vier Arten verbreitet.[9]
  • Unterfamilie Nelsonioideae (Nees) Sreemadhavan (Syn.: Nelsoniaceae Sreemadhavan):[19]
    • Sie enthält nur (vier bis) sechs bis sieben tropische Gattungen mit etwa 170 Arten:
      • Anisosepalum E.Hossain: Die etwa drei Arten sind in Zentralafrika verbreitet.
      • Elytraria Michx.: Die etwa fünf Arten sind in den Tropen und Subtropen verbreitet.
      • Gynocraterium Bremek. (Sie war früher in die Staurogyne Wall. eingegliedert): Sie enthält nur eine Art:
      • Nelsonia R.Br.: Die höchstens fünf Arten sind im tropischen Afrika, Asien, Australien und Südamerika weit verbreitet. Sie sind auch in vielen Gebieten Neophyten.
      • Ophiorrhiziphyllon Kurz (Sie war früher in die Staurogyne Wall. eingegliedert)
      • Saintpauliopsis Staner (Sie war früher in die Staurogyne Wall. eingegliedert): Sie enthält nur eine Art:
      • Staurogyne Wall.: Sie enthält etwa 140 Arten mit pantropischer Verbreitung.
  • Unterfamilie Thunbergioideae Kosteletzky (Syn.: Mendonciaceae Bremekamp, Thunbergiaceae Lilja): Es sind meist krautige Kletterpflanzen. Es sind keine Tragblätter aber oft auffällige Deckblätter vorhanden.
  • Unterfamilie Avicennioideae Miers (Syn.: Avicenniaceae Endl.):
 
Tribus Justicieae: Der Zimmerhopfen (Justicia brandegeana, Syn.: Beloperone guttata) wird auch als Zimmerpflanze verwendet
 
Unterfamilie Thunbergioideae: Die Schwarzäugige Susanne (Thunbergia alata) ist eine krautige Kletterpflanze, deren Sorten als Zierpflanzen verwendet werden

NutzungBearbeiten

HeilpflanzenBearbeiten

Einige Arten sind Heilpflanzen (Auswahl):

ZierpflanzenBearbeiten

Es gibt in dieser Familie eine ganze Reihe von Gattungen mit einigen Arten, die sich als Zierpflanzen für Parks und Gärten, sowie als Zimmerpflanzen eignen:[2]

Als Aquarienpflanzen werden einige Arten aus der Gattung Wasserfreunde, auch Wasserwedel genannt (Hygrophila) verwendet.

TierfutterBearbeiten

Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst.

Als Nutzpflanze kann auch die südamerikanische Art Trichanthera gigantea genannt werden, die reichlich proteinhaltiges Tierfutter produziert und auch in Asien verwendet wird.

QuellenBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c Erin Tripp, Ryan Stanfield: Acanthaceae Online Resource, 17. August 2011 (Memento des Originals vom 11. November 2014 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.rsabg.org
  2. a b c d e f g h i j k l m n o p Yunfei Deng, Jia-qi Hu, Thomas F. Daniel, John Wood & John R. I. Wood: Acanthaceae. In: Flora of China Editorial Committee: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven & Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Cucurbitaceae through Valerianaceae, with Annonaceae and Berberidaceae. Volume 19. Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis 2011, ISBN 978-1-935641-04-9, S. 369–378 (englisch, Acanthaceae – Online – Online-Text ist mit dem gedruckten Werk identisch; Gedrucktes Werk – Volltext-Online).
  3. a b Die Familie der Acanthaceae, die Familie der Avicenniaceae, die Familie der Nelsoniaceae und die Familie der Thunbergiaceae bei DELTA von L. Watson & M. J. Dallwitz.
  4. a b c R. Hegnauer: Chemotaxonomie der Pflanzen: Dicotyledoneae: Acanthaceae - Cyrillaceae, Band 3, S. 43–48.
  5. Antoine Laurent de Jussieu: Genera Plantarum, 1789, S. 102–103 eingescannt bei biodiversitylibrary.org.
  6. Acanthaceae bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. Louis
  7. a b c Acanthaceae im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland.
  8. a b Richard Olmstead et al.: Lamiales – Synoptical classification vers.2.4 (inprog.) Updated: 26 July, 2012, A Synoptical Classification of the Lamiales Version 2.4 PDF.
  9. a b Lucinda A. McDade, T. F. Daniel & C. A. Kiel: Toward a comprehensive understanding of phylogenetic relationships among lineages of Acanthaceae s.l. (Lamiales). In: American Journal of Botany, Volume 95, Issue 9, 2008, S. 1136–1152: Volltext-PDF.@1@2Vorlage:Toter Link/www.amjbot.org (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  10. Lucinda A. McDade, T. F. Daniel, C. A. Kiel, K. Vollesen: Phylogenetic Relationships among Acantheae (Acanthaceae): Major Lineages Present Contrasting Patterns of Molecular Evolution and Morphological Differentiation. In: Systematic Botany, Volume 30, Issue 4, 2005, S. 834–862. Volltext-PDF.
  11. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z aa ab ac ad ae af ag ah ai aj ak al am an ao ap aq ar as at au av aw ax ay az ba bb bc bd be bf bg bh bi bj bk bl bm bn bo bp bq br bs bt bu bv bw bx by bz ca cb cc cd ce cf cg ch ci cj ck cl cm cn co cp cq cr cs ct cu cv cw cx cy cz da db dc dd de df dg dh David John Mabberley: Mabberley’s Plant-Book. A portable dictionary of plants, their classification and uses. 3. Auflage. Cambridge University Press, 2008, ISBN 978-0-521-82071-4 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  12. Dominique Champluvier, Iain Darbyshire: Schaueriopsis: a new genus of Acanthaceae (Acanthoideae: Barlerieae) from the Democratic Republic of Congo. In: Plant Ecology and Evolution, Volume 145, Issue 2, 2012, S. 279–284. doi:10.5091/plecevo.2012.657
  13. Lucinda A. McDade, T. Daniel, S. E. Masta, K. M. Riley: Phylogenetic relationships among the tribe Justicieae (Acanthaceae): Evidence from molecular sequences, morphology, and cytology. In: Annals of the Missouri Botanical Garden, Volume 87, Issue 4, 2000, S. 435–458.
  14. The International Plant Names Index. [1]
  15. Erin A. Tripp, Thomas F. Daniel, Siti Fatimah, Lucinda A. McDade: Phylogenetic Relationships within Ruellieae (Acanthaceae) and a Revised Classification. In: International Journal of Plant Sciences, Volume 174, Issue 1, 2013, S. 97–137. JSTOR 10.1086/668248
  16. a b Acanthaceae bei Tropicos.org. In: Flora Mesoamericana. Missouri Botanical Garden, St. Louis
  17. Erin A. Tripp, Siti Fatimah: Comparative anatomy, morphology, and molecular phylogenetics of the African genus Satanocrater (Acanthaceae). In: American Journal of Botany, Volume 99, Issue 6 2012, S. 967–982. doi:10.3732/ajb.1100354
  18. Mariette Manktelow, Lucinda A. McDade, Bengt Oxelman, Carol A. Furness, Mandy-Jane Balkwil: The Enigmatic Tribe Whitfieldieae (Acanthaceae): Delimitation and Phylogenetic Relationships Based on Molecular and Morphological Data. In: Systematic Botany, Volume 26, Issue 1, 2001, S. 104–119: online bei JSTOR.
  19. Lucinda A. McDade, Thomas F. Daniel, Carrie A. Kiel, Agneta Julia Borg: Phylogenetic placement, delimitation, and relationships among genera of the enigmatic Nelsonioideae (Lamiales: Acanthaceae). In: Taxon, Volume 61, Issue 3, 2012, S. 637–651.
  20. a b c d e Einträge zu Acanthaceae bei Plants For A Future

WeblinksBearbeiten

  Commons: Akanthusgewächse (Acanthaceae) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Weiterführende LiteraturBearbeiten

  • Lucinda A. McDade, Carrie A. Kiel, Thomas F. Daniel, Erin A. Tripp: Biogeography of the Acanthaceae. In: South African Journal of Botany, Volume 74, 2008, S. 358.