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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Aitrach
Aitrach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Aitrach hervorgehoben
Koordinaten: 47° 56′ N, 10° 5′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Tübingen
Landkreis: Ravensburg
Höhe: 596 m ü. NHN
Fläche: 30,2 km2
Einwohner: 2726 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 90 Einwohner je km2
Postleitzahl: 88319
Vorwahlen: 07565, 08395Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: RV
Gemeindeschlüssel: 08 4 36 004
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schwalweg 10
88319 Aitrach
Website: www.aitrach.de
Bürgermeister: Thomas Kellenberger (CDU)
Lage der Gemeinde Aitrach im Landkreis Ravensburg
BayernBodenseekreisLandkreis BiberachLandkreis SigmaringenAchbergAichstettenAitrachAltshausenAmtzellArgenbühlAulendorfBad WaldseeBad WurzachBaienfurtBaindtBerg (Schussental)BergatreuteBodneggBomsBomsEbenweilerEbersbach-MusbachEichstegenEichstegenFleischwangenFronreuteGrünkrautGuggenhausenGuggenhausenGuggenhausenGuggenhausenHorgenzellHoßkirchIsny im AllgäuKißleggKönigseggwaldKönigseggwaldLeutkirch im AllgäuRavensburgRiedhausenSchlier (Gemeinde)UnterwaldhausenVogt (Gemeinde)Waldburg (Württemberg)Wangen im AllgäuWeingarten (Württemberg)Wilhelmsdorf (Württemberg)WolfeggWolpertswendeBodenseeKarte
Über dieses Bild

Aitrach ist eine Gemeinde im Südosten Baden-Württembergs und gehört zum Landkreis Ravensburg.

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

Aitrach liegt zwischen Leutkirch und Memmingen an der Mündung des Flüsschens Aitrach in die Iller.

NaturschutzgebietBearbeiten

Das Naturschutzgebiet Kiesgrube Aitrach ist Bestandteil des FFH-Gebiets 8026-341 Aitrach und Herrgottsried.

NachbargemeindenBearbeiten

Die Gemeinde Aitrach grenzt an die folgenden Städte und Gemeinden: Im Norden an Haslach und Tannheim im Landkreis Biberach, im Osten an die kreisfreie Stadt Memmingen in Bayern und Lautrach im bayerischen Landkreis Unterallgäu, im Süden an Aichstetten und im Westen an Bad Wurzach (beide Landkreis Ravensburg).

OrtsteileBearbeiten

Neben dem Kerngebiet Aitrach bestehen noch folgende Ortsteile:

Daneben gehören zu Aitrach noch folgende Wohnplätze: Marstetten, Ferthofen, Ober- und Untermuken, Schmiddis, Schnaggenberg, Rotengrund, Baniswald, Sigglis, Vogelherd, Wald, St. Johann, Stibi, Rank, Burghalde, Pfänders, Oberhausen, Riedhof.

GeschichteBearbeiten

Frühe GeschichteBearbeiten

Die erste urkundliche Erwähnung von Aitrach stammt aus dem Jahre 838. In dieser Urkunde, die im Kloster St. Gallen aufbewahrt wird, ging es um ein Tauschgeschäft zwischen dem Kloster Kempten und dem Grafen Wanning. Die Geschichte Aitrachs ist mit der Geschichte der Burg Marstetten verbunden. Nach dem Dreißigjährigen Krieg (124 Pesttote) war das Dorf nahezu ausgestorben und erholte sich nur sehr langsam.

KreiszugehörigkeitBearbeiten

Aitrach gehörte früher zum Landkreis Wangen, mit dem es 1973 im Landkreis Ravensburg aufging.

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Jahr 1871 1890 1910 1939 1961 1970 1991 1995 2002 2005 2010 2015
Einwohner 1118 1299 1471 1535 2186 2320 2277 2414 2600 2579 2525 2544

ReligionenBearbeiten

Aitrach ist wie das gesamte Umland römisch-katholisch geprägt. Die Gemeinde ist Sitz der Pfarrei St. Gordianus und Epimachus in Aitrach, der Pfarrei St. Johann Baptist in Treherz und der Pfarrei St. Johann Baptist in Mooshausen. Die Kirchengemeinden bilden mit zwei weiteren die Seelsorgeeinheit Aitrachtal im Dekanat Allgäu-Oberschwaben der Diözese Rottenburg-Stuttgart.

Die evangelische Kirchengemeinde Aitrach umfasst auf etwa 300 km² Fläche die Gemeinden Aitrach, Tannheim, Aichstetten, sowie die Orte Haslach (Ortsteil von Rot an der Rot) und Hauerz (Ortsteil von Bad Wurzach). Die evangelische Diaspora-Gemeinde gehört zum Dekanat Ravensburg und hat 1100 Mitglieder (13 % der Einwohner des Gemeindegebiets; Stand 2004). Es gibt auch eine neuapostolische Kirche im Ort.

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt. Nach der Kommunalwahl vom 26. Mai 2019 ergab sich die folgende Sitzverteilung:

Kommunalwahl 2019[2]
Wahlbeteiligung: 60,6 % (2014: 53,9 %)
 %
50
40
30
20
10
0
44,3 %
30,0 %
19,5 %
6,1 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2014
 %p
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
+1,4 %p
-3,0 %p
-4,6 %p
+6,1 %p
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
b Freie Liste Aitrach
2
1
4
5
Insgesamt 12 Sitze

BürgermeisterBearbeiten

  • 1984–2008: Peter Alexa
  • seit 2008: Thomas Kellenberger

VerwaltungsgemeinschaftBearbeiten

Mit der Stadt Leutkirch im Allgäu und der Gemeinde Aichstetten wurde eine Verwaltungsgemeinschaft vereinbart.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Die Haupterwerbsquelle der Aitracher Bürger war neben der Landwirtschaft der Holzhandel und die Illerflößerei. Zu manchen Zeiten war jeder zweite Mann ein Flößer. Als früheste Erwähnung der Illerflößerei gelten die kaiserlichen Zollprivilegien aus dem Jahre 1397, die dem Adelshaus Königsegg als Besitzer der Burg Marstetten gewährt wurden. Die kaiserlichen Besitzerrechte an der Flößerei gingen später auf das Adelshaus Waldburg-Zeil über. Mit den Niedergang der Flößerei setzte eine erste Industrialisierung ein. Mühlen siedelten sich an und der Kies- und Steinabbau gewann an Bedeutung, Schotter für die Eisenbahn wurde begehrt. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte sich der Strukturwandel vom armen Flößer- und Bauerndorf zu einer Gemeinde, die maßgeblich von Handwerk und Industrie geprägt wird, verstärkt fort.

VerkehrBearbeiten

Aitrach ist durch die Bundesautobahn 96 (Lindau (Bodensee)MemmingenMünchen) an das überregionale Straßennetz angebunden. Durch das nahe Autobahnkreuz Memmingen besteht auch eine Anbindung in Nord-Südrichtung mit der A 7. Im Ortsteil Marstetten befindet sich der Haltepunkt Marstetten-Aitrach, der die Gemeinde über die Bahnstrecke Leutkirch–Memmingen mit dem Schienennetz verknüpft. Im Ort kreuzen sich die Landesstraße 260 und die Kreisstraße 7922. Durch den Ortsteil Ferthofen führt die Landesstraße 2009.

Ansässige UnternehmenBearbeiten

Am Ort befinden sich mehrere Unternehmen, hauptsächlich im Gewerbegebiet Ferthofen. Dort ist auch der Weltmarktführer im Bereich Parksysteme, die Firma Klaus Multiparking, ansässig.

BildungBearbeiten

Im Hauptort gibt es eine Grundschule. Für die jüngsten Einwohner gibt es den Kindergarten Arche Noah.

Persönlichkeiten und EhrenbürgerBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Aitrach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg – Bevölkerung nach Nationalität und Geschlecht am 31. Dezember 2018 (CSV-Datei) (Hilfe dazu).
  2. http://wahlen11.rz-kiru.de/08436013W/gw2019.html
  3. a b c Homepage der Gemeinde Aitrach[1]