1468
Kampf auf dem Ochsenfeld
Der Kampf auf dem Ochsenfeld im Waldshuterkrieg
San Marino La Cesta o Fratta
In San Marino
findet die letzte
Hinrichtung statt.
Fürstabtei St. Gallen ab 1468
Die Fürstabtei St. Gallen erwirbt die Grafschaft Toggenburg.
1468 in anderen Kalendern
Armenischer Kalender 916/917 (Jahreswechsel Juli)
Äthiopischer Kalender 1460/61
Aztekischer Kalender 1. Rohre – Ce Acatl (bis Ende Januar/Anfang Februar: 13. Kaninchen – Matlactli omey Tochtli)
Buddhistische Zeitrechnung 2011/12 (südlicher Buddhismus); 2010/11 (Alternativberechnung nach Buddhas Parinirvana)
Chinesischer Kalender 69. (70.) Zyklus

Jahr der Erde-Ratte 戊子 (am Beginn des Jahres Feuer-Schwein 丁亥)

Chula Sakarat (Siam, Myanmar) / Dai-Kalender (Vietnam) 830/831 (Jahreswechsel April)
Iranischer Kalender 846/847
Islamischer Kalender 872/873 (Jahreswechsel 21./22. Juli)
Jüdischer Kalender 5228/29 (16./17. September)
Koptischer Kalender 1184/85
Malayalam-Kalender 643/644
Seleukidische Ära Babylon: 1778/79 (Jahreswechsel April)

Syrien: 1779/80 (Jahreswechsel Oktober)

Spanische Ära 1506
Vikram Sambat (Nepalesischer Kalender) 1524/25 (Jahreswechsel April)

EreignisseBearbeiten

Politik und WeltgeschehenBearbeiten

WaldshuterkriegBearbeiten

  • April: Das vom Adel stark in einem nicht erklärten Kleinkrieg bedrängte Mülhausen überfällt im Vertrauen auf den vor zwei Jahren geschlossenen Bündnisvertrag mit den Eidgenossen die dem Adel gehörigen Dörfer Rixheim und Sausheim. Die vorderösterreichischen Stände ziehen daraufhin am 15. Mai mit 4000 Mann vor Mülhausen und verheeren dessen Umgebung. Am 18. Juni erfolgt die Kriegserklärung von Bern, Solothurn und Freiburg im Üchtland an Herzog Siegmund.
  • 25. Juni: Berner und Solothurner fallen von Basel her im Sundgau ein und ziehen über Blotzheim, Bartenheim und Habsheim Richtung Mülhausen und hinterlassen eine Spur der Zerstörung. Zürcher und Schwyzer Truppen folgen. Zu einer offenen Feldschlacht mit dem vorderösterreichischen Heer kommt es jedoch nicht, woraufhin sich die Eidgenossen am 16. Juli wieder zurückziehen.
  • 6. Juli: Die Eidgenossen ziehen plündernd in den Schwarzwald auf Sankt Blasien.
  • 20. Juli: Die Eidgenossen beschließen den Kriegszug auf Waldshut. Am 29. Juli beginnt die Belagerung der Stadt, die jedoch aufgrund von Streitigkeiten zwischen Zürich und Bern nicht erobert wird.
  • 16. August: Auf Vermittlung von Basel und anderen beginnen Friedensverhandlungen.
  • 27. August: Mit der Waldshuter Richtung endet der Waldshuterkrieg. In diesem Vertrag verpflichtet sich Herzog Siegmund von Österreich-Tirol bis zum 24. Juni 1469 eine Kriegsentschädigung von 10.000 Gulden zu bezahlen. Als Sicherheit dient den Eidgenossen Waldshut und der vorderösterreichische Schwarzwald. Der Waldshuterkrieg hat fast keine territorialen Veränderungen zur Folge. Einzige Ausnahme ist die Herrschaft Wessenberg südlich des Rheins mit den Dörfern Hottwil und Mandach, die von Bern erobert und der Landvogtei Schenkenberg angefügt wird.

Weitere Ereignisse im ReichBearbeiten

 
Wappen des Abts mit Wappen der Fürstabtei links oben und Grafschaft Toggenburg, rechts oben

WesteuropaBearbeiten

 
Flandern 1385–1477

AfrikaBearbeiten

Kultur und GesellschaftBearbeiten

ReligionBearbeiten

BuddhismusBearbeiten

ChristentumBearbeiten

KatastrophenBearbeiten

  • 14. August: Ein verheerender Brand zerstört zahlreiche Häuser in Sarnen.

GeborenBearbeiten

Erstes HalbjahrBearbeiten

  • 26. Januar: Guillaume Budé, französischer Philologe, Humanist, Diplomat und Bibliothekar am Hof von Franz I. († 1540)
  • 14. Februar: Johannes Werner, deutscher Pfarrer, Mathematiker, Astronom, Astrologe, Geograph und Kartograph († 1522)
  • 29. Februar: Alessandro Farnese, als Paul III. Papst († 1549)
  • 29. März: Karl I., Herzog von Savoyen († 1490)
  • 27. April: Friedrich Jagiello, polnischer Prinz und Herzog von Litauen, Bischof von Krakau, Erzbischof von Gniezno sowie Primas von Polen-Litauen († 1503)
 
Johann der Beständige
(Lucas Cranach d. Ä., 1509)

Zweites HalbjahrBearbeiten

 
Katharina von Sachsen
(Lucas Cranach d. Ä.)

Genaues Geburtsdatum unbekanntBearbeiten

Geboren um 1468Bearbeiten

GestorbenBearbeiten

Todesdatum gesichertBearbeiten

  • 17. Januar: Skanderbeg, albanischer Fürst und Nationalheld (* 1405)
  • 3. Februar: Johannes Gutenberg, deutscher Erfinder des Buchdrucks mit beweglichen Lettern (* zwischen 1397 und 1400)
  • 13. Februar: Juana Enríquez, Königin von Aragón (* 1425)
  • 20. April: Martin Lupáč, tschechischer Theologe und Diplomat der Hussiten
  • 18. Mai: Johannes Hartlieb, deutscher Arzt, Hofdichter und Übersetzer (* um 1400)
  • 6. Juni: Adrian von Borsselen, Herr von Brigdamme, Zoutelande und Sint Laurens (* um 1417)
  • 30. Juni: Eleonore Talbot, Mätresse des englischen Königs Eduard IV. (* um 1435)
  • 3. August: Henning Iven, Bischof von Cammin
  • 22. August: Charles de Melun, Seigneur von Normanville und Lumigny, Baron von Les Landes sowie Berater und Kammerherr des französischen Königs
  • 26. August: Zara Yaqob, Kaiser von Äthiopien (* 1399)
  • 23. September: Sejo, 7. König der Joseon-Dynastie in Korea (* 1417)
  • 26. September: Juan de Torquemada, spanischer Theologe (* 1388)
  • 9. Oktober: Sigismondo Malatesta, italienischer Condottiere, Dichter und Kunstmäzen (* 1417)
  • 23. Oktober: Bianca Maria Visconti, Herzogin von Mailand (* 1425)
  • 24. November: Jean de Dunois, Großkämmerer von Frankreich (* 1402)
  • 28. Dezember: Jean Michel, Bischof von Lausanne

Genaues Todesdatum unbekanntBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: 1468 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien