Åmli

Kommune in Norwegen

Åmli ist eine Kommune im norwegischen Fylke Agder. Die Kommune hat 1836 Einwohner (Stand: 27. Februar 2020). Verwaltungssitz ist der gleichnamige Ort Åmli.

Wappen Karte
Wappen der Kommune Åmli
Åmli (Norwegen)
Åmli
Åmli
Basisdaten
Kommunennummer: 4217
Provinz (fylke): Agder
Verwaltungssitz: Åmli
Koordinaten: 58° 46′ N, 8° 29′ OKoordinaten: 58° 46′ N, 8° 29′ O
Fläche: 1.130,61 km²
Einwohner: 1.836 (27. Feb. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 2 Einwohner je km²
Sprachform: Nynorsk
Webpräsenz:
Verkehr
Bahnanschluss: Arendalsbanen
Politik
Bürgermeister: Bjørn Gunnar Baas (Sp) (2019)
Lage in der Provinz Agder
Lage der Kommune in der Provinz Agder

GeografieBearbeiten

Die Gemeinde grenzt im Westen an Bygland, im Süden an Froland, im Osten an Vegårshei sowie im Norden an Nissedal und Fyresdal im Fylke Vestfold og Telemark. Im Süden der Kommune liegt der See Nelaug, der vom Fluss Nidelva durchflossen wird. Diese fließt zunächst in Nord-Süd-Richtung durch Åmli. Der Großteil des Gemeindeareals ist bewaldet.

Im Westen und Norden Åmlis liegen nahezu unbewohnte Bergheidegebiete. Die höchste Erhebung ist die Trongedalsnuten mit einer Höhe von 929,1 moh. im Nordwesten der Kommune.[2]

BevölkerungBearbeiten

Die Ortschaft Åmli im Zentrum der Gemeinde stellt den einzigen sogenannten Tettsted dar, also die einzige Ansiedlung, die für statistische Zwecke als ein Ort gezählt wird. Dort leben 690 Personen (Stand: 2019).[3] Die Bevölkerungszahlen sind seit 1945 zumeist gesunken, ab etwa 2000 stabilisierten sich die Werte wieder.

Die Einwohner der Gemeinde werden Åmling genannt.[4] Offizielle Schriftsprache ist wie in einigen weiteren Kommunen in Agder Nynorsk, also die weniger weit verbreitete der beiden norwegischen Sprachformen.[5]

GeschichteBearbeiten

Die Kommune Åmli wurde im Jahr 1837 gegründet, im Jahr 1879 wurde Mykland abgetrennt. Im Jahr 1908 wurden zudem Tovdal und Gjøvdal eigenständig. Gjøvdahl wurde 1960 wieder Teil von Åmli, Tovdal kehrte schließlich 1967 zurück.[6] Bis zum 31. Dezember 2019 gehörte Åmli der damaligen Provinz Aust-Agder an. Diese ging im Zuge der Regionenreform in Norwegen in die zum 1. Januar 2020 neu geschaffene Provinz Agder über.[7]

In der Ortschaft Åmli steht die Åmli kirke, eine Holzkirche aus dem Jahr 1909.[8]

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

VerkehrBearbeiten

Am See Nelaug befindet sich ein Bahnhof, der von Zügen der Arendalsbanen angefahren wird. Der Bahnhof stellt den Endpunkt der Linie dar.[9] Die wichtigste Straßenroute ist der Fylkesvei 41, der in Nord-Süd-Richtung die Gemeinde durchquert, und unter anderem die Verbindung an die Südküste Norwegens herstellt.

WirtschaftBearbeiten

Die Forstwirtschaft stellt eine wichtige Einnahmequelle für Åmli dar. In der Landwirtschaft ist vor allem die Tierhaltung von Bedeutung, wobei besonders auf die Schafhaltung gesetzt wird. In der Industrie ist die Holzindustrie eine wichtige Branche.[6] Im Jahr 2019 arbeiteten von 828 Menschen 544 in Åmli selbst, die weiteren Arbeitnehmer verteilten sich auf Kommunen wie Arendal, Nissedal oder Tvedestrand.[10]

Wappen und NameBearbeiten

Das seit 1987 offizielle Wappen zeigt einen silbernen Biber auf blauem Hintergrund. Es soll die traditionell in Åmli angesiedelten Biber darstellen. Der Name setzt sich aus den beiden Bestandteilen „Åm“ und „li“ zusammen, erster leitet sich dabei von „Alm“ ab.[11]

PersönlichkeitenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Åmli – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisk sentralbyrå – Befolkning
  2. Høyeste fjelltopp i hver kommune. Kartverket, 1. September 2015, abgerufen am 6. September 2020 (norwegisch Bokmål).
  3. Tettsteders befolkning og areal. Statistisk sentralbyrå, 4. Dezember 2019, abgerufen am 6. September 2020 (norwegisch).
  4. Innbyggjarnamn. Språkrådet, abgerufen am 6. September 2020 (norwegisch Nynorsk).
  5. Forskrift om målvedtak i kommunar og fylkeskommunar (målvedtaksforskrifta). In: Lovdata. 6. Januar 2020, abgerufen am 6. September 2020 (norwegisch).
  6. a b Geir Thorsnæs: Åmli. In: Store norske leksikon. Abgerufen am 6. September 2020 (norwegisch).
  7. Kommunal- og moderniseringsdepartementet: Nye kommune- og fylkesnummer fra 2020. In: regjeringen.no. 27. Oktober 2017, abgerufen am 6. September 2020 (norwegisch).
  8. Åmli kirke. In: Kirkesøk. Abgerufen am 6. September 2020 (norwegisch).
  9. Arendalsbanen. In: Bane NOR. Abgerufen am 6. September 2020 (norwegisch).
  10. Pendlingsstrømmer. Statistics Norway, abgerufen am 6. September 2020 (norwegisch).
  11. Åmli. In: Norsk stadnamnleksikon. Abgerufen am 6. September 2020 (norwegisch).