Lyngdal

Kommune in Vest-Agder in Norwegen

Lyngdal ist eine norwegische Stadt und Kommune in der Provinz Agder. Sie hat 10.365 Einwohner (Stand 27. Februar 2020). Zum 1. Januar 2020 wurde die Kommune Audnedal eingegliedert.

Wappen Karte
Wappen der Kommune Lyngdal
Lyngdal (Norwegen)
Lyngdal
Lyngdal
Basisdaten
Kommunennummer: 4225
Provinz (fylke): Agder
Verwaltungssitz: Lyngdal
Koordinaten: 58° 8′ N, 7° 5′ OKoordinaten: 58° 8′ N, 7° 5′ O
Fläche: 642,8 km²
Einwohner: 10.365 (27. Feb. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 16 Einwohner je km²
Sprachform: neutral
Webpräsenz:
Politik
Bürgermeister: Jan Kristensen (H) (2013)
Lage in der Provinz Agder
Lage der Kommune in der Provinz Agder

GeografieBearbeiten

Die Stadt wurde nach dem Fluss Lygna benannt, der sie durchquert. Lyngdal heißt so viel wie „Lygna-Tal“. Der Fluss Lygna mündet in den an die Stadt westlich angrenzenden Lyngdalsfjorden.

GeschichteBearbeiten

Die Ansiedlungen Austad, Å und Kvås sind eigentlich die Urzellen der Kommune Lyngdal. Es sind Ansiedlungen um den Pfarrhof zu der Zeit. Der Pfarrer wohnte in der Kirche von Å. Diese Kirche war derzeit der Mittelpunkt, wo man sich traf. Das Pfarrerspaar Gustava und Gabriel Kielland (1837–1854) sind bekannte Pioniere der Missionsarbeit. Gustava Kielland ist im ganzen Land als die Mutter des Frauenvereins bekannt. Ommundo Oftebro und Tobias Udland aus Lyngdal waren unter anderem die ersten Missionare in Norwegen. Es sind viele Missionare von Lyngdal aus in die ganze Welt ausgezogen. Man lebte von Landwirtschaft, Waldbau, Fischen und von der Seefahrt.

 
Agnefest am Rosfjord ist seit 1771 der Naturhafen von Lyngdal

Südlich von Lyngdan erstreckt sich der zur Stadt gehörende Vorort Agnefest bis an den Rosfjorden. Agnefest nutzte schon zu frühen Zeiten die günstige Lage mit einem natürlichen Hafen am Rosfjorden, der hinreichend tief und für die Seefahrt großer Handels- und Transportschiffe nutzbar ist. Dementsprechend wurde der Naturhafen bereits im Jahr 1771 als Anlandeplatz registriert.

Lyngdal erhielt das Stadtrecht am 1. Januar 2001. Die Haupt-Wirtschaftszweige der Küstenstadt sind Holzwirtschaft und Tourismus.

Die Stadt entstand im Jahr 1963 durch eine Verschmelzung mit den Städten Austad und Kvås. Sie grenzte im Südosten an Lindesnes, im Nordosten an Hægebostad und im Norden an Kvinesdal, im Westen an Farsund.

Zum 1. Januar 2020 wurde im Zuge der Kommunenreform in Norwegen die Kommune Audnedal eingegliedert.[2]

Söhne und Töchter der StadtBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisk sentralbyrå – Befolkning
  2. Navn på nye kommuner. 19. Februar 2019, abgerufen am 1. Oktober 2019 (norwegisch).