Wildensee (Salzkammergut)

Bergsee im Salzkammergut, Steiermark

Der Wildensee ist ein Bergsee und liegt auf etwa 1535 m ü. A. am Fuße des Rinnerkogels im Nordwesten des Toten Gebirges im Salzkammergut. Er befindet sich im österreichischen Bundesland Steiermark, nur wenige Meter von der Grenze zu Oberösterreich entfernt. Der Name leitet sich daher ab, dass das innere Tote Gebirge früher jagdfrei (also „wild“) und daher kein hoheitliches Jagdrevier war.[1] Die Ufer sind steil abfallend und nur südostseitig sandig, sonst dominieren Felsen. Am Westufer befinden sich zwei kleine, flache Buchten. Der Abfluss des Sees im Süden führt mit einem kleinen Wasserfall in den durch eine Felsbarriere vom Seebecken getrennten zweiten Teil der Doline, deren Grund meist trocken ist, und versiegt nach wenigen Metern im Boden.

Wildensee
Wildensee20070714.jpg
Wildensee, im Hintergrund der Rinnerkogel
Geographische Lage Totes Gebirge; Steiermark, Salzkammergut, Österreich
Ufernaher Ort Altaussee
Daten
Koordinaten 47° 42′ 45″ N, 13° 51′ 6″ OKoordinaten: 47° 42′ 45″ N, 13° 51′ 6″ O
Wildensee (Salzkammergut) (Steiermark)
Wildensee (Salzkammergut)
Höhe über Meeresspiegel 1535 m ü. A.
Fläche 6,7 hadep1
Länge 430 m
Breite 240 m
Maximale Tiefe 15 m

Besonderheiten

Trinkwasserqualität

NaturBearbeiten

Der Seen wurde mit Seesaiblingen (Salvelinus alpinus) besetzt. Diese bilden schlanke Hungerformen und kräftige Raubformen im gleichen See aus. Die Elritze (Phoxinus phoxinus) bildet im Wildensee große Bestände.[2] Chara virgata und Haarblättriger Wasserhahnenfuß (Ranunculus trichophyllus) wachsen zerstreut, vor allem in den flacheren Uferbereichen.

ErschließungBearbeiten

Der See liegt am Weg 212 und ist von Norden vom Offensee über die Rinnerhütte erreichbar. Von Süden führt der Weg 212 über das Albert-Appel-Haus.

LiteraturBearbeiten

  • Irene Drozdowski, Alexander Ch. Mrkvicka, Georg F. Mrkvicka: Die Wasserpflanzenflora stehender Gewässer des steirischen Salzkammergutes (Österreich) sowie Anmerkungen zum Vorkommen von Großmuscheln, Krebsen und Amphibien. In: Biodiversität und Naturschutz in Ostösterreich – BCBEA. Band 1/2. Wien 2015, S. 233–251 (PDF (5,2 MB) auf ZOBODAT [abgerufen am 2. September 2020]).
  • Werner Mahringer: Der Wildensee am Hochplateau des Toten Gebirges. In: Wetter und Leben – Zeitschrift für angewandte Meteorologie. Band 9–10. Wetter und Leben der österreichischen Gesellschaft für Meteorologie, Wien 1965, S. 175–197 (ccca.ac.at [PDF; 5,2 MB; abgerufen am 2. September 2020]).

WeblinksBearbeiten

Commons: Wildensee – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

NachweiseBearbeiten

  1. Eintrag zu Wildensee im Austria-Forum, Autor/Redaktion: Hilde und Willi Senft, abgerufen am 2. September 2020.
  2. Nr. 35: Totes Gebirge mit Altausseer See. In: natura2000.steiermark.at. Land Steiermark, abgerufen am 2. September 2020.