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Zum Welterbe in Libanon gehören (Stand 2017) fünf UNESCO-Welterbestätten, alle fünf Stätten des Weltkulturerbes. Libanon hat die Welterbekonvention 1983 ratifiziert, die erste Welterbestätte wurde 1984 in die Welterbeliste aufgenommen. Die bislang letzte Welterbestätte in Libanon wurde 1998 eingetragen.[1]

Inhaltsverzeichnis

WelterbestättenBearbeiten

Die folgende Tabelle listet die UNESCO-Welterbestätten in Libanon in chronologischer Reihenfolge nach dem Jahr ihrer Aufnahme in die Welterbeliste (K – Kulturerbe, N – Naturerbe, K/N – gemischt, (R) - auf der Roten Liste des gefährdeten Welterbes).

f1  Karte mit allen Koordinaten von Welterbestätten: OSM

Bild Bezeichnung Jahr Typ Ref. Beschreibung
Ruinen der Umayyaden-Stadt Anjar
(Lage)
1984 K 293 Ruinen einer die von Kalif Al-Walid I. zu Beginn des 8. Jahrhunderts gegründeten, aber unvollendet gebliebenen Stadt
Ruinen von Baalbek
(Lage)
1984 K 294
Ruinen von Byblos
(Lage)
1984 K 295
Ruinen von Tyros
(Lage)
1984 K 299
Wadi Qadisha (Heiliges Tal) und Wald der Zedern des Herrn (Horsh Arz el-Rab) 1998 K 850 umfasst das Wadi Qadischa, das Flussbett des heiligen Flusses Qadischa mit seinen Klöstern, und die Waldbestände der auf dem östlich des Tals liegenden Berg Makmel zwischen 1900 und 2050 Meter Höhe wachsenden Zedern des Herrn.

TentativlisteBearbeiten

In der Tentativliste sind die Stätten eingetragen, die für eine Nominierung zur Aufnahme in die Welterbeliste vorgesehen sind.

Aktuelle WelterbekandidatenBearbeiten

Mit Stand 2018 sind zehn Stätten in der Tentativliste von Libanon eingetragen, die letzte Eintragung erfolgte 2018.[2] Die folgende Tabelle listet die Stätten in chronologischer Reihenfolge nach dem Jahr ihrer Aufnahme in die Tentativliste.

f1  Karte mit allen Koordinaten aktueller Welterbekandidaten: OSM

Bild Bezeichnung Jahr Typ Ref. Beschreibung
Historisches Zentrum von Saidā
(Lage)
1996 K 398
Historisches Zentrum von Tripoli/Mina 1996 K 399 Historischer Stadtkern der Stadt Tripoli mit dem Hafenviertel al-Mina.


Historisches Zentrum von Batrun
(Lage)
1996 K 400
Monument: Eschmun-Tempel
(Lage)
1996 K 401
Ensemble von Naturstätten der Quelle und des Tals des Orontes mit den dort befindlichen Monumenten 1996 K 403 Maroun Kathedrale, Hermel Pyramide, Aquädukt von Zenobia, Mosaike von Ras Baalbeck und Nabha und Stelen und Mosaike von Brissa
Ensemble von Naturstätten des Tals von Nahr Ibrahim mit den dort befindlichen Monumenten und archäologischen Stätten 1996 K 404
Ensemble von Naturstätten des Tals von Nahr al-Kalb mit den dort befindlichen Monumenten und archäologischen Stätten 1996 K 405
Ensemble von Naturstätten der Region Chouf mit den dort befindlichen Monumenten und archäologischen Stätten 1996 K 406
Naturpark Palmeninsel
(Lage)
1996 N 407 umfasst die Palmeninsel im Mittelmeer nordwestlich der Stadt El Mina sowie die benachbarten Inseln Sanani Island und Ramkeen Island.
Das internationale Messezentrum Rachid Karameh in Tripoli
(Lage)
2018 K 6357 Erbaut von Oscar Niemeyer

Ehemalige WelterbekandidatenBearbeiten

Diese Stätten standen früher auf der Tentativliste, wurden jedoch wieder zurückgezogen oder von der UNESCO abgelehnt. Stätten, die in anderen Einträgen auf der Tentativliste enthalten oder Bestandteile von Welterbestätten sind, werden hier nicht berücksichtigt.[3]

Bild Bezeichnung Jahr Typ Ref. Beschreibung
Dair al-Qamar und Beit ed-Din 1984–1984 K die Ortschaften Dair al-Qamar und Beit ed-Din

1984 abgelehnt

WeblinksBearbeiten

  Commons: Welterbestätten in Libanon – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Libanon auf der Website des Welterbezentrums der UNESCO (englisch).

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Libanon. In: whc.unesco.org. UNESCO World Heritage Centre, abgerufen am 17. Juni 2017 (englisch).
  2. Tentativliste von Libanon. In: whc.unesco.org. UNESCO World Heritage Centre, abgerufen am 14. September 2018 (englisch).
  3. Former Tentative Sites of Lebanon. In: World Heritage Site. Abgerufen am 17. Juni 2017 (englisch).