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Welterbestätten in Tunesien

Zum Welterbe in Tunesien gehören (Stand 2017) acht UNESCO-Welterbestätten, darunter sieben Stätten des Weltkulturerbes und eine Stätte des Weltnaturerbes. Tunesien hat die Welterbekonvention 1975 ratifiziert, die erste Welterbestätte wurde 1979 in die Welterbeliste aufgenommen. Die bislang letzte Welterbestätte wurde 1997 eingetragen.[1]

Inhaltsverzeichnis

WelterbestättenBearbeiten

Die folgende Tabelle listet die UNESCO-Welterbestätten in Tunesien in chronologischer Reihenfolge nach dem Jahr ihrer Aufnahme in die Welterbeliste (K – Kulturerbe, N – Naturerbe, K/N – gemischt, (R) - auf der Roten Liste des gefährdeten Welterbes).

f1  Karte mit allen Koordinaten von Welterbestätten: OSM

Bild Bezeichnung Jahr Typ Ref. Beschreibung
Medina von Tunis
(Lage)
1979 K 36
Archäologische Stätte von Karthago
(Lage)
1979 K 37 Karthago war eine Großstadt in der Nähe des heutigen Tunis, hier wohnten zeitweise bis zu 400.000 Einwohner. Die Stadt wurde im neunten oder achten Jahrhundert v. Chr. gegründet. Im Jahre 689, nach der byzantinischen Niederlage in der Schlacht von Karthago wurde die Stadt zerstört.
Amphitheater von El Djem 1979 K 38
Nationalpark Ichkeul 1980 N 8
Punische Stadt Kerkuan und ihre Totenstadt 1985 K 332
Medina von Sousse 1988 K 498
Kairouan 1988 K 499 umfasst die Altstadt (Medina), die Grabanlage Zaouia Sidi Sahab und die Bassins der Aghlabiden
Dougga / Thugga 1997 K 794 Der arabische Ort Dougga ist die direkte Nachfolgesiedlung der numidisch-römischen Stadt Thugga.

TentativlisteBearbeiten

In der Tentativliste sind die Stätten eingetragen, die für eine Nominierung zur Aufnahme in die Welterbeliste vorgesehen sind.

Aktuelle WelterbekandidatenBearbeiten

Mit Stand 2018 sind 13 Stätten in der Tentativliste von Tunesien eingetragen, die letzte Eintragung erfolgte 2017.[2] Die folgende Tabelle listet die Stätten in chronologischer Reihenfolge nach dem Jahr ihrer Aufnahme in die Tentativliste.

f1  Karte mit allen Koordinaten aktueller Welterbekandidaten: OSM

Bild Bezeichnung Jahr Typ Ref. Beschreibung
Nationalpark El Feija
(Lage)
2008 N 5383
Bou-Hedma-Nationalpark
(Lage)
2008 N 5384
Chott el Djerid
(Lage)
2008 N 5385
Oase Gabès
(Lage)
2008 K/N 5386
 
Pfeilergrabmal in Thugga
Königliche Mausoleen von Numidien und Mauretanien sowie vorislamische Grabdenkmäler 2012 K 5684 mit der numidischen Nekropole von Simitthu, dem Pfeilergrabmal in Thugga, den Megalithanlagen von Ellès, den Megalithanlagen von Maktar und dem numidischen Mausoleum von Henchir Bourgou/Djerba
Aquädukt von Zaghouan 2012 K 5685
Insel Djerba 2012 K 5686
Antike numidische Marmorsteinbrüche von Simitthu 2012 K 5687 bei der antiken Stadt Simitthu
 
Kleinkastell Tisavar
Grenzen des Römischen Reiches: der Limes in Südtunesien 2012 K 5688 mit dem Sperrwerk von Bir Oum Ali, dem Sperrwerk in der Enge des Djebel Tebaga, dem Kleinkastell Tisavar, dem Centenarium Tibubuci, dem Kleinkastell Benia Guedah Ceder und dem Kleinkastell Benia bel Recheb
Medina von Sfax 2012 K 5689
Marines Perm des Djebel Tebaga 2016 N 6087 Der Djebel Tebaga besteht aus marinem Sedimentgestein aus dem oberen Perm
Stratotyp der Kreide-Tertiär-Grenze 2016 N 6088 Stratotyp (GSSP) für die Grenze zwischen der Kreidezeit und dem Tertiär am Rand des Wadi Mallègue im Gouvernement Kef
Table de Jugurtha 2017 K/N 6278 Der 1271 m hohe Tafelberg soll der letzte Rückzugsort des Numiderkönigs Jugurtha vor den Römern gewesen sein.

Ehemalige WelterbekandidatenBearbeiten

Diese Stätten standen früher auf der Tentativliste, wurden jedoch wieder zurückgezogen oder von der UNESCO abgelehnt. Stätten, die in anderen Einträgen auf der Tentativliste enthalten oder Bestandteile von Welterbestätten sind, werden hier nicht berücksichtigt.[3]

f1  Karte mit allen Koordinaten ehemaliger Welterbekandidaten: OSM

Bild Bezeichnung Jahr Typ Ref. Beschreibung
Nationalpark Djebel Chambi
(Lage)
1978–1978 N 7
Nationalpark Inseln Zembra und Zembretta
(Lage)
1978–1979 N 8
Megalithanlagen von Ellès 1985–1994 K
Stätte von Ben Jasla 1985–1994 K
Ksar Haddada 1988–1996 K
Unterkellerte Häuser von Bulla Regia 1988–1996 K
Matmata 1988–1996 K
Ribat von Monastir 1988–1996 K Festungsanlage Ribat in der Stadt Monastir
Archäologische Stätte von Sbeitla 1988–1996 K Ausgrabungen der römischen Stadt Sufetula in der Nähe der heutigen Stadt Sbeitla
Chenini 1988–1996 K
Andalusische Stadt Testour 1988–1996 K im 16. Jahrhundert von aus Andalusien vertriebenen spanischen Mauren über den Resten des antiken Ortes Tichilla gegründete Stadt.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Welterbestätten in Tunesien – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Tunesien auf der Website des Welterbezentrums der UNESCO (englisch).

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Tunesien. In: whc.unesco.org. UNESCO World Heritage Centre, abgerufen am 17. Juni 2017 (englisch).
  2. Tentativliste von Tunesien. In: whc.unesco.org. UNESCO World Heritage Centre, abgerufen am 17. Juni 2017 (englisch).
  3. Former Tentative Sites of Tunisia. In: World Heritage Site. Abgerufen am 28. Juni 2017 (englisch).