Wehldorf (Beverstedt)

Ortsteil von Beverstedt

Wehldorf (niederdeutsch Wehldörp) ist eine eingemeindete Ortschaft der ehemaligen Samtgemeinde Beverstedt, die wiederum jetzt zur Einheitsgemeinde Beverstedt im Landkreis Cuxhaven in Niedersachsen, Deutschland gehört.

Wehldorf
Gemeinde Beverstedt
Wappen von Wehldorf
Koordinaten: 53° 26′ 33″ N, 8° 49′ 16″ O
Höhe: 9 m ü. NHN
Fläche: 6,84 km²[1]
Einwohner: 275 (1950)[1]
Bevölkerungsdichte: 40 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Februar 1971
Postleitzahl: 27616
Vorwahl: 04747
Wehldorf (Niedersachsen)
Wehldorf

Lage von Wehldorf in Niedersachsen

GeschichteBearbeiten

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. August 1929 wurde Heyerhöfen nach Wehldorf eingemeindet.[2]

Zum 1. Februar 1971 wurde die vorher eigenständige Gemeinde Wehldorf in die Samtgemeinde Beverstedt eingegliedert.[3]

Nach über 40 Jahren, am 1. November 2011 erlosch die Samtgemeinde Beverstedt und Wehldorf wurde in die neu geschaffene Einheitsgemeinde Beverstedt (niederdeutsch Beverst) eingegliedert.[4][5]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Jahr 1910 1 1925 1933 1939 1950
Einwohner 113 Wehldorf
021 Heyerhöfen
124
168 150 275
Quelle [6] [7] [7] [7] [1]

1 mit dem 1929 eingemeindeten Heyerhöfen

PolitikBearbeiten

Gemeinderat und BürgermeisterBearbeiten

Auf kommunaler Ebene wird Wehldorf von dem Rat der Gemeinde Beverstedt vertreten.

WappenBearbeiten

Der Entwurf des Kommunalwappens von Wehldorf stammt von dem Heraldiker und Wappenmaler Albert de Badrihaye, der im Landkreis Cuxhaven an die 80 Wappen entworfen hat.[8]

Blasonierung: „In Silber ein blauer, welliger Balken, oben und unten von drei blauen Feuerstrahlen begleitet, oben 1 : 2, unten 2 : 1.“[8]
Wappenbegründung: Der Name Wehldorf (1358 – Wedeldorp) wird als Dorf an der Furt (Wedel) in einem Wasserlauf gedeutet. Der wellige Balken weist auf den Wasserlauf hin. Die sechs Feuerstrahlen als Sinnbilder von Feuerstellen erinnern daran, dass es um 1500 in Wehldorf sechs Höfe gab.

PersönlichkeitenBearbeiten

Personen, die mit dem Ort in Verbindung stehen

  • Nikolaus Tietjen (1873–1924), Landwirt, Bürgermeister von Appeln, Abgeordneter und Mitglied der Steuereinschätzungskommission des Kreistags Geestemünde, er veranlasste während der notgeprägten Inflationsjahre 1921/22 die Ausgabe der sog. „Söben-Dörper-Schiene“ (Sieben-Dörfer-Scheine) u. a. in Wehldorf

LiteraturBearbeiten

  • Fritz Hörmann u. a.: Flurnamensammlung Wesermünde – Die Flurnamen des Grundsteuerkatasters von 1876. Hrsg.: Kulturstiftung der Kreissparkasse Wesermünde (= Sonderveröffentlichungen der „Männer vom Morgenstern“ Heimatbund an Elb- und Wesermündung e. V. Band 27). Männer vom Morgenstern Verlag, Bremerhaven 1995, ISBN 3-931771-27-X (Digitalisat (Memento vom 26. Oktober 2007 im Internet Archive) [PDF; 431 kB; abgerufen am 15. März 2019]).

WeblinksBearbeiten

Commons: Wehldorf – Sammlung von Bildern

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Amtliches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Endgültige Ergebnisse nach der Volkszählung vom 13. September 1950. Band 33. W. Kohlhammer Verlag, Stuttgart/Köln August 1952, S. 52, Sp. 2 (Digitalisat [PDF; 26,4 MB; abgerufen am 27. April 2019] Landkreis Wesermünde, S. 61).
  2. Fritz Hörmann u. a.: Flurnamensammlung Wesermünde – Die Flurnamen des Grundsteuerkatasters von 1876. Hrsg.: Kulturstiftung der Kreissparkasse Wesermünde (= Sonderveröffentlichungen der „Männer vom Morgenstern“ Heimatbund an Elb- und Wesermündung e. V. Band 27). Männer vom Morgenstern Verlag, Bremerhaven 1995, ISBN 3-931771-27-X (Digitalisat (Memento vom 26. Oktober 2007 im Internet Archive) [PDF; 431 kB; abgerufen am 15. März 2019] S. 21).
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 248.
  4. Gesetz über die Neubildung der Gemeinde Beverstedt. In: Internetseite Niedersächsisches Vorschrifteninfomationssystem (NI-VORIS). Landkreis Cuxhaven, 17. Februar 2011, abgerufen am 18. September 2018.
  5. Niedersächsische Staatskanzlei (Hrsg.): Gesetz über die Neubildung der Gemeinde Beverstedt, Landkreis Cuxhaven. Niedersächsisches Gesetz- und Verordnungsblatt (Nds. GVBl.). Nr. 5/2011. Hannover 17. Februar 2011, S. 61 (Digitalisat [PDF; 155 kB; abgerufen am 26. September 2018] S. 3).
  6. Ulrich Schubert: Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900 – Landkreis Geestemünde. Angaben vom 1. Dezember 1910. In: www.gemeindeverzeichnis.de. 3. Februar 2019, abgerufen am 12. April 2019.
  7. a b c Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Landkreis Wesermünde (→ Siehe unter: Nr. 88). (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  8. a b Landkreis Wesermünde (Hrsg.): Wappen des Landkreises Wesermünde. Grassé Offset Verlag, Bremerhaven/Wesermünde 1973, ISBN 3-9800318-0-2.