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Vechelde

Gemeinde im Landkreis Peine in Niedersachsen, Deutschland
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Vechelde
Vechelde
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Vechelde hervorgehoben
Koordinaten: 52° 16′ N, 10° 22′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Peine
Höhe: 74 m ü. NHN
Fläche: 75,87 km2
Einwohner: 17.071 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 225 Einwohner je km2
Postleitzahl: 38159
Vorwahlen: 05302, 05300
Kfz-Kennzeichen: PE
Gemeindeschlüssel: 03 1 57 007
Gemeindegliederung: 17 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hildesheimer Straße 85
38159 Vechelde
Website: www.vechelde.de
Bürgermeister: Ralf Werner (SPD)
Lage der Gemeinde Vechelde im Landkreis Peine
HohenhamelnIlsedeLengedeVecheldePeineWendeburgEdemissenLandkreis PeineNiedersachsenBraunschweigLandkreis GifhornLandkreis WolfenbüttelSalzgitterLandkreis HildesheimRegion HannoverKarte
Über dieses Bild

Vechelde ist eine Gemeinde mit 17.071 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2017) im Landkreis Peine in Niedersachsen.

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

Geographische LageBearbeiten

Die Gemeinde Vechelde liegt im Übergangsbereich zwischen den Ausläufern des nördlichen Harzvorlandes und dem Norddeutschen Tiefland, linksseitig des Flusses Oker. Sie grenzt unmittelbar an die drei Städte Braunschweig, Salzgitter und Peine.

KlimaBearbeiten

Vechelde liegt innerhalb der gemäßigten Breiten im Übergangsbereich zwischen ozeanisch und kontinental geprägten Gebieten.

 
Niederschlagsmittelwerte in der Gemeinde Vechelde 1961–1990 (Ortsteil Fürstenau)

GemeindegliederungBearbeiten

Die Gemeinde besteht aus folgenden Ortsteilen:

NachbargemeindenBearbeiten

Die Nachbargemeinden von Vechelde sind:

Peine Wendeburg
Ilsede   Braunschweig
Lengede Salzgitter

GeschichteBearbeiten

Bis zur Gebietsreform in Niedersachsen bestand die damalige Gemeinde Vechelde lediglich aus dem heutigen Ortsteil Vechelde.

Am 1. März 1974 wurden im Zuge der Gebietsreform die 17 Ortschaften Alvesse, Bettmar, Bodenstedt, Denstorf, Fürstenau, Groß Gleidingen, Klein Gleidingen, Köchingen, Liedingen, Sierße, Sonnenberg, Vallstedt, Vechelade, Vechelde, Wahle, Wedtlenstedt und Wierthe zur neugeschaffenen Einheitsgemeinde Vechelde zusammengefasst.[2] Zu diesem Zeitpunkt hatte die Gemeinde etwa 12.900 Einwohner.[3]

Zuvor bildeten die Orte selbstständige Gemeinden im Landkreis Braunschweig. Seit dessen Auflösung am 1. März 1974 gehören die Gemeinde und ihre Ortschaften zum Landkreis Peine.

Im Juli 2014 war Vechelde Ausrichter des Kulturfestes Tag der Braunschweigischen Landschaft.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr Einwohner Quelle Jahresdiagramm
1975 12.748 [3]
 
1976 12.571 [3]
1977 12.613 [3]
1978 12.594 [3]
1980 12.764 [3]
1985 13.692 [3]
1990 14.585 [3]
1995 15.005 [3]
2000 16.095 [3]
2005 16.230 [3]
2010 16.094 [3]
2012 16.014 [4]
2013 16.264 [4]
2014 16.353 [4]
2015 16.738 [3]
2016 16.925 [3]
2017 17.071

PolitikBearbeiten

 
Rathaus Vechelde

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat der Gemeinde Vechelde besteht aus 32 Ratsfrauen und Ratsherren. Dies ist die festgelegte Anzahl für eine Gemeinde mit einer Einwohnerzahl zwischen 15.001 und 20.000 Einwohnern.[5] Die 32 Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Amtszeit begann am 1. November 2016 und endet am 31. Oktober 2021.Vorlage:Zukunft/In 2 Jahren

Stimmberechtigt im Rat der Gemeinde ist außerdem der hauptamtliche Bürgermeister Ralf Werner (SPD).

Die letzten Kommunalwahlen ergaben das folgende Ergebnis:

Jahr SPD CDU Grüne FDP WVS Gesamt Stand
2016 17 10 4 1 32 Sitze Kommunalwahl am 11. September 2016
2011 17 10 4 1 32 Sitze Kommunalwahl am 11. September 2011
2006 17 12 2 1 32 Sitze Kommunalwahl am 10. September 2006

BürgermeisterBearbeiten

Bürgermeister der Gemeinde Vechelde seit 1974
1974–1981 Werner Kirschner SPD
1981–1986 Carl Lauenstein CDU
1989–1996 Heinz Otto Schoeck CDU
1996–1998 Horst Hartmann SPD
1998–2014 Hartmut Marotz SPD
seit 2014 Ralf Werner SPD

Bürgermeister ist Ralf Werner (SPD). Am 6. Juli 2014 wählten die Wähler der Gemeinde den Nachfolger des seit 1998 amtierenden Bürgermeisters Hartmut Marotz (SPD).[6] Ralf Werner trat sein Amt am 1. November 2014 an.

Bis 1998 blieben die politische Vertretung der Gemeinde und die Verwaltung voneinander getrennt: Ein ehrenamtlicher Bürgermeister als höchster Repräsentant der Gemeinde und ein hauptamtlicher Gemeindedirektor als Leiter der Verwaltung. Nach dem Niedersächsischen Kommunalverfassungsgesetz gibt es seit 1998 einen hauptamtlichen Bürgermeister, der auch Leiter der Verwaltung ist und unmittelbar durch die Einwohner der Gemeinde gewählt wird.

Wappen, Flagge und DienstsiegelBearbeiten

Das seit 1966 mit Genehmigung des braunschweigischen Regierungspräsidenten verwendete Gemeindewappen stellt eine farbliche Abwandlung des ehemaligen Wappens der Familie von Vechelde dar. Schon bei diesem Wappen waren die drei goldenen Rosen auf einem schwarzen Schrägbalken zu sehen. Der Schildgrund war allerdings Silber.[7]

Am 12. Januar 1966 wurde der damaligen Gemeinde Vechelde das Recht verliehen, das nachstehend beschriebene Wappen zu führen. Die Farbgebung Blau-Gold drückt die Zugehörigkeit der Gemeinde zum Landkreis Braunschweig aus. Die Entscheidung der zum 1. Januar 1974 neugeschaffenen Gemeinde, das Wappen fortzuführen, wurde am 31. Oktober 1975 bestätigt.

Blasonierung
Das Wappen der Gemeinde Vechelde zeigt in blau einen goldenen Schrägbalken, belegt mit drei roten Rosen mit goldenen Butzen.[8]
Flagge
Die Flagge der Gemeinde Vechelde zeigt die Farben Blau und Gelb, in der Mitte das Wappen der Gemeinde Vechelde.[8]
Dienstsiegel
Das Dienstsiegel enthält das Wappen der Gemeinde Vechelde und die Umschrift „Gemeinde Vechelde, Landkreis Peine“.[8]

Wappen bis 1974Bearbeiten

Neben dem Gemeindewappen gab es von 1968 bis zur Gebietsreform 1974 ein eigenes Wappen für die Samtgemeinde Vechelde, die aus einem Zusammenschluss der Ortschaften Bodenstedt, Denstorf, Fürstenau, Klein Gleidingen, Köchingen, Liedingen, Sophiental, Vechelade, Vechelde und Wedtlenstedt bestand.[7]

Blasonierung
In Gold ein blauer Wellenschrägbalken zwischen zwei roten Rosen mit goldenen Butzen. Der Wellenschrägbalken stellte eine Abwandlung des Balkens des Gemeindewappens dar und sollte die Lage der Ortschaften zu beiden Seiten der Aue und des Mittellandkanals darstellen.[9]

Beide Wappen gehen auf Entwürfe von Wilhelm Krieg zurück.[7]

Wappen der OrtsteileBearbeiten

StädtepartnerschaftenBearbeiten

Die Gemeinde Vechelde unterhält Städtepartnerschaften mit[10]:

InfrastrukturBearbeiten

Freiwillige FeuerwehrBearbeiten

Die Freiwillige Feuerwehr Vechelde besteht aus 13 Ortsfeuerwehren. Diese gliedern sich zurzeit in eine Schwerpunktfeuerwehr, zwei Stützpunktfeuerwehren und zehn Grundausstattungsfeuerwehren.

VerkehrBearbeiten

Durch einen Halt an der Bahnstrecke Hannover–Braunschweig besitzt die Gemeinde Anschluss zum Schienenpersonennahverkehr.

Durch den Osten des Gemeindegebietes führt in Nord-Süd Ausrichtung der Stichkanal Salzgitter, eine Bundeswasserstraße, die den Mittellandkanal mit den Hafenanlagen der Stadt Salzgitter verbindet. Der Yachthafen Heidanger am Stichkanal Salzgitter bei Wedtlenstedt bietet 90 Liegeplätze.[11]

Über die Bundesstraße 65 ist das Gemeindegebiet mit der Kreisstadt Peine verbunden. Die Bundesstraße 1 führt ostwärts nach Braunschweig, in west-südwestlicher Richtung führt sie nach Hildesheim.

BildungBearbeiten

Im Zentralort befinden sich Schulen der allgemeinbildenden Schulformen der Sekundarstufe I (Hauptschule, Realschule und Gymnasium), eine Grundschule für die Jahrgangsklassen 1 bis 4 und eine Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen. Das Schulgebäude der Orientierungsstufe Vechelde wurde 2004 zum Gymnasium umgestaltet.

Weitere Grundschulen und Niederlassungen der Grundschule Vechelde existieren in den Ortsteilen Bettmar, Sierße, Vallstedt und seit 1997 im Ortsteil Wedtlenstedt, dem nach dem Zentralort Vechelde zweitgrößten Ortsteil der Gemeinde.

Grundschulen

  • Albert-Schweitzer-Schule, Grundschule mit Schulkindergarten, Vechelde
    • Grundschule Außenstelle Bettmar
    • Grundschule Außenstelle Sierße
  • Heinrich-Kielhorn-Schule, Vallstedt
  • Grundschule Löwenherz, Wedtlenstedt

Hauptschule

  • Albert-Schweitzer-Schule, Vechelde

Realschule

  • Realschule Vechelde, Vechelde

Gymnasium

  • Julius-Spiegelberg-Gymnasium, Vechelde

Förderschule

  • Albert-Schweitzer-Schule, Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen, Vechelde

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Landesamt für Statistik Niedersachsen, LSN-Online Regionaldatenbank, Tabelle 12411: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Stand 31. Dezember 2017 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 268.
  3. a b c d e f g h i j k l m n Landesamt für Statistik Niedersachsen
  4. a b c Einwohnerzahlen Landkreis Peine. (pdf) In: landkreis-peine.de. Landkreis Peine, abgerufen am 12. November 2017.
  5. Niedersächsisches Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG) in der Fassung vom 17. Dezember 2010; § 46 – Zahl der Abgeordneten, abgerufen am 26. Dezember 2014
  6. Werner wird Nachfolger von Marotz. Peiner Allgemeine Zeitung, abgerufen am 7. Juli 2014
  7. a b c Arnold Rabbow: Neues Braunschweigisches Wappenbuch. Hrsg.: Braunschweiger Zeitungsverlag. Meyer Verlag, Braunschweig 2003, ISBN 3-926701-59-5, S. 147/148.
  8. a b c § 2 der Hauptsatzung der Gemeinde Vechelde.
    Absatz 1 Satz 2 „Der Balken verläuft von links oben nach rechts unten.“ ist eine unheraldische Beifügung, die zur exakten Blasonierung nicht notwendig ist und deshalb hier fortgelassen wird.
  9. Wappen der Samtgemeinde Vechelde 1968 bis 1974 auf ngw.nl
  10. Partnerstädte der Gemeinde Vechelde
  11. ADAC Marinaportal, abgerufen am 15. Juli 2018