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Offizielles Pressefoto von Tujamo
Offizielles Künstlerlogo von Tujamo

Tujamo (* 18. Januar[1] 1988 in Detmold; eigentlich Matthias Richter) ist ein deutscher DJ und Produzent aus Augustdorf bei Detmold.[2]

LebenBearbeiten

Matthias Richter begann im Alter von 17 Jahren seine Aktivität als DJ. 2007 gewann er einen DJ-Wettbewerb im Club Index in Schüttorf und wurde dort Resident DJ. Der Künstlername Tujamo entstand 2008 in Zusammenarbeit mit einem Freund Richters, der musikalisch jedoch eine andere Richtung einschlug und das Projekt verließ.[3] Daraufhin begann Richter, eigene Tracks zu produzieren.[4] Seinen ersten größeren Dancehit erlangte er 2012 gemeinsam mit dem deutschen DJ-Duo Plastik Funk und dem Titel Who, der Platz zwei der Deutschen Dance Charts erreichte.[5] 2014 erschien eine Vocal-Version des Tracks mit dem Titel Dr. Who in Zusammenarbeit mit dem Rapper Sneakbo. Der Track konnte eine Platzierung in den offiziellen britischen Single-Charts erreichen.

Noch im selben Jahr produzierte er gemeinsam mit dem US-Amerikaner Steve Aoki und dem Briten Chris Lake den Titel Boneless, der im November 2013 in die deutschen Singlecharts einstieg. Wenige Monate später begann das Trio an einer Vocal-Version des Liedes zu arbeiten. Als Songwriter engagierten sie den Kanadischen Singer-Songwriter Jenson Vaughan, als Sänger und Rapper Kid Ink. Der Remix verschaffte unter anderem einen Einstieg in die Single-Charts der USA und Kanada.

Einen weiteren Erfolg landete Tujamo in Zusammenarbeit mit dem belgischen DJ-Duo Dimitri Vegas & Like Mike sowie dem brasilianischen Produzenten-Duo Felguk. Das Lied, das den Namen Nova trägt, erschien im September 2014 über Dimitri Vegas & Like Mikes Plattenlabel „Smash the House“. 2015 veröffentlichte er seine Solo-Single Booty Bounce. Auch hier erschien eine Vocal-Version, die der Produzent gemeinsam mit dem britischen Sänger Taio Cruz aufnahm, die dem Lied erste Chartplatzierungen einbrachte. Zudem veröffentlichte er auf seinem Soundcloud-Kanal den Titel Christmas Bounce, der Booty Bounce gleicht, jedoch wurde der Drop in der Melodie von Jingle Bells gestaltet.

Am 21. März 2016 erschien das Lied Drop That Low (When I Dip), eine Cover zu der 2012 erschienenen Single When I Dip von den Bingo Players. Diese setzte sich für rund eine Woche an die Spitze der Beatport-Charts und zählte nach einem Jahr bereits über 30 Millionen Aufrufe auf Facebook. Mit der Veröffentlichung Keep Pushin’ folgte eine Single mit der US-amerikanischen Sängerin Inaya Day.

Der Track BOOM! wurde am 12. September 2016 veröffentlicht. Diese basiert neben seinem typischen Klängen auf einem sich ständig wiederholenden Boom-Vocal-Loop. Diese rückte auf Beatport bis auf Platz drei vor und zählte nach einigen Monaten mehrere Millionen Aufrufe. Make U Love Me erschien am 13. Februar 2017 als Crossover mit vielen Funk- und Future-House-Elementen.[6]

Seine Single Getting Money mit 808Charmer erschien im Jahr 2019 und stieg bis auf Platz 1 der Electro House Charts auf Beatport, wo sie sich über 3 Wochen hielt.[7] Weitere Nr.-1-Platzierungen erzielte Tujamo im gleichen Jahr mit Get Up und Candy on the Dancefloor; letztere Veröffentlichung war zudem in der Kategorie Dance Single der Radio NRJ DJ Awards 2019 in Frankreich nominiert.[8] In der offiziellen Top100DJs-Liste des DJ Mag ist Tujamo seit 2015 vertreten und steht seit 2017 auf Platz 46.

DiskografieBearbeiten

SinglesBearbeiten

Jahr Titel
Album
Chartplatzierungen[9][10] Anmerkungen
Deutschland  DE Osterreich  AT Vereinigtes Konigreich  UK Vereinigte Staaten  US Flandern  BEF Wallonische Region  BEW
2012 Who1
300! 300! 21
(4 Wo.)
300! 43
(1 Wo.)
300!
Erstveröffentlichung: 1. April 2012
mit Plastik Funk
2013 Boneless2
Neon Future I
49
(6 Wo.)
42
(3 Wo.)
300! 90
 Gold

(3 Wo.)
300! 44
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 23. August 2013
mit Steve Aoki & Chris Lake
2014 Nova
Bringing the World the Madness
300! 300! 300! 300! 2
(10 Wo.)
23
(5 Wo.)
Erstveröffentlichung: 29. September 2014
vs. Dimitri Vegas & Like Mike & Felguk
2015 S.A.X.
300! 300! 300! 300! 48
(1 Wo.)
300!
Erstveröffentlichung: 17. Januar 2015
mit Laidback Luke
Booty Bounce
83
(2 Wo.)
300! 300! 300! 300! 300!
Erstveröffentlichung: 7. Dezember 2015
mit Taio Cruz
1 UK-Platzierung bezieht sich auf die 2013 erschienene Vocal-Version Dr. Who mit Sneakbo
2 US-Platzierung bezieht sich auf die 2014 erschienene Vocal-Version Delirious mit Kid Ink

Weitere SinglesBearbeiten

2011:

  • Mombasa
  • Switch It
  • Do It All Night

2012:

  • There It Is

2013:

2014:

2015:

  • All Night (mit Jacob Plant)
  • Booty Bounce
  • Cream (mit Danny Ávila)
  • Christmas Bounce

2016:

  • Drop That Low (When I Dip)
  • Keep Pushin’ (mit Inaya Day)
  • BOOM!
  • Make U Love Me

2017:

  • One On One (mit Sorana)

2018:

  • Riverside (Reloaded) (mit Sidney Samson)
  • Body Language (mit Miranda Glory & Haris)
  • Funk You (mit La Fuente)

2019:

  • Candy on the Dancefloor
  • Getting Money (mit 808Charmer)
  • Hell Yeah

RemixesBearbeiten

2014:

  • Jack Ü feat. Kiesza - Take Ü There (Tujamo Remix)
  • Deadmau5 - The Reward Is Cheese (Tujamo Remix)

2015:

  • Showtek feat. MC Ambush - 90s By Nature (Tujamo Remix)
  • Pep & Rash - Rumors (Tujamo Remix)
  • Martin Solveig feat. Sam White - +1 (Tujamo Remix)

2016:

  • Dimitri Vegas & Like Mike feat. Ne-Yo - Higher Place (Tujamo Remix)
  • Laidback Luke feat. Goodgrip - Rocking With The Best (Tujamo Remix)

2017:

  • David Guetta feat. Justin Bieber - 2U (Tujamo Remix)
  • David Guetta feat. Niki Minaj & Lil Wayne - Light My Body Up (Tujamo Remix)

2019:

  • Tiësto - Grapevine (Tujamo Remix)
  • Robin Schulz - Right Now (Tujamo Remix)
  • HUGEL feat. Amber van Day - WTF (Tujamo Remix)
  • Tom Novy - Your Body (Tujamo & Lady Bee Remix)

ErfolgeBearbeiten

Top100DJs-PlatzierungenBearbeiten

Jahr Platzierung[11]
2015 95
2016 78
2017 46
2018 46

BeatportBearbeiten

Im Jahr 2019 stieg Tujamo zum bestverkaufenden Künstler aller Zeiten im Electro-House-Genre auf Beatport auf.[12]

QuellenBearbeiten

  1. Tujamo: thanks for all your birthday wishes!! via Instagram. Tujamo, 18. Januar 2017, abgerufen am 24. Oktober 2017.
  2. Der Herr der Clubs und Plattenteller – DJ aus Augustdorf stürmt in den Charts nach vorn, Lippische Landes-Zeitung, 9. Juli 2014
  3. Dumme Fragen an den DJ bei rp-online.de
  4. Interview (Memento des Originals vom 20. Oktober 2014 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/ostwestfalen.update-city.de, Update-City, 30. Mai 2012
  5. One Night with Tujamo, Veranstaltungshinweis, Allgäu Live-In, Dezember 2013, Seite 31
  6. Daniel Leinen:Tujamo - Make You Love Me auf „Dance-Charts“
  7. Tujamo feat. 808Charmer - Getting Money Chartstatistik auf Beatport/BeatStats
  8. Tujamo - Candy On The Dancefloor Nominierung bei den NRJ France DJ Awards 2019
  9. Chartquellen: DE AT UK
  10. Auszeichnungen für Musikverkäufe: US
  11. Top100DJs Archiv auf DJMag.com
  12. Beatport Electro House bestsellers (alltime) auf BeatStats

WeblinksBearbeiten