Trostfrauen

Zwangsprostituierte durch die Japanischen Streitkräfte im Zweiten Weltkrieg

Trostfrauen“ (japanisch 慰安婦 ianfu) ist ein euphemistischer Begriff für Mädchen und Frauen, die für die japanischen Kriegsbordelle des Zweiten Weltkriegs zwangsprostituiert wurden. Die meisten Opfer stammten aus Korea und Taiwan, aber auch aus anderen besetzten Gebieten wie Indonesien, Malaysia, Philippinen und China.[1] Zu ihrer Zahl liegen unterschiedliche Angaben vor, viele Schätzungen gehen von 100.000 bis 300.000 betroffenen Frauen aus. Viele starben an Krankheiten, Folter oder Hunger noch vor dem Kriegsende. In den letzten Kriegswochen wurden Tausende der Trostfrauen ermordet, nur etwa 30 Prozent überlebten den Krieg.[2]

Trostfrauen – 慰安婦
Captured comfort women in Myitkyina on August 14 in 1944.jpg
Trostfrauen in Myitkyina – nach Befreiung durch US-Soldaten, Myanmar 14. August 1944
Comfort women crossing a river following soldiers.png
Koreanische Trostfrauen, die einen Fluss im Tross von Soldaten überqueren, zwischen 1875 und 1945

Der Erinnerungsprozess an die „Trostfrauen“ kam erst Ende der 1980er Jahre in Gang. Die Thematik ist in Japan nach wie vor umstritten.

Teil der KriegsführungBearbeiten

Mit Prostitution in Japan wurde traditionell recht offen umgegangen. Die Japanische Führung beabsichtigte, eine organisierte Prostitution für die japanische Armee bereitzustellen.[3] Sie versprach sich von einem einfachen Zugang zu Prostituierten eine bessere Moral der Soldaten und damit eine effizientere Armee. Überdies sollte so die Verbreitung von Geschlechtskrankheiten unter den Soldaten eingedämmt werden. Organisierte Prostitution sollte außerdem Vergewaltigungen an der Zivilbevölkerung verhindern. Es sollte mit diesen Maßnahmen auch kriegskritischen Stimmen in Japan begegnet werden.[4]

Anwerbung und ZwangBearbeiten

 
Stellenannoncen für Trostfrauen in Tageszeitungen, die in Korea herausgegeben wurden. Links: „Dringend gesucht: Armee-Trostfrauen“. In Mainichi Shimpō, 27. Okt. 1944; rechts: „Höchstdringlich gesucht: Trostfrauen“. In Keijō Nippō, 26. Juli 1944.[5]

Japanische Behörden rekrutierten Prostituierte durch konventionelle Methoden. So wurden mehrere offene Rekrutierungsaufrufe unter koreanischen Zeitungsanzeigen gefunden, wie zum Beispiel die Annonce in der Mainichi Shimpo vom 29. Oktober 1944 für die “dringende Rekrutierung von militärischen Trostfrauen”. Ein weiteres Beispiel ist das koreanische Tagesblatt Keijo Nippo. Es druckte 1944, neben einer Mehrzahl anderer Jobannoncen, eine großflächige Stellenausschreibung unter dem Titel „Dringende Anwerbeaktion für Trostfrauen“. Die Ausschreibung bewarb einen ungewöhnlich hohen Einstellungsvorschuss von 3,000 Yen. Auch wenn davon auszugehen ist, dass die tatsächliche Zahlung geringer ausfiel, kann vermutet werden, dass die avancierten „Trostfrauen“-Löhne deutlich höher ausfielen als in anderen von Frauen okkupierten Berufen. Die japanischen Zeitungen standen wiederum unter strenger Beobachtung der Polizei, weshalb dort ähnliche Anzeigen meist nicht zu finden waren.[6]

Yoshiaki Yoshimi und Hirofumi Hayashi fanden 2007 Berichte der Tokioter Prozesse, laut denen die kaiserlich-japanischen Militärkräfte Töchter von Männern, die die japanische Heeresmilitärpolizei angegriffen hatten, zwangen, in Bordellen an der Front zu arbeiten. Eines der Dokumente zitiert einen Leutnant, der aussagte, ein solches Bordell eingerichtet und selbst genutzt zu haben. Eine andere Quelle berichtet von Tokkeitai-Mitgliedern (Marinemilitärpolizei), die Frauen von der Straße weg verhafteten, medizinisch zwangsuntersuchen ließen und danach in Bordelle brachten.[7]

Da das Außenministerium die Ausstellung von Reisevisa für japanische Prostituierte einstellte, begann das Militär mehr und mehr „Trostfrauen“ außerhalb Japans zu suchen, speziell in Korea und dem besetzten Teil Chinas.[8][9][10][11][12] Viele Frauen wurden auch durch Betrug zu Prostituierten gemacht. Ein Bericht der US-Armee, in dem Interviews mit 20 solcher Frauen wiedergegeben wurden, informiert über Frauen aus Burma, denen von japanischen Offizieren hohe Geldsummen für „Auslandsdienste“ versprochen wurden, mit denen sie Familienschulden und Ähnliches hätten bezahlen können, und die, nachdem die Frauen sich verpflichtet hatten, nie gezahlt wurden. Stattdessen war ihnen nur ein niedriger Abschlagsbetrag von einigen hundert Yen ausgehändigt worden.[13]

Es ist anzunehmen, dass die Rekrutierung von den damaligen Betreibern der Bordelle durchgeführt wurde. Berichten zufolge wurden die Mädchen oft mit Jobbeschreibungen als Aushilfen in Teehäusern, Sängerinnen oder Tänzerinnen zur Unterhaltung der Truppen, oder als Krankenschwestern rekrutiert.[6]

In städtischen Gebieten wurden neben der Anwerbung durch Anzeigen auch Entführungen genutzt. Besonders in Frontnähe wurden lokale Autoritäten direkt vom japanischen Militär aufgefordert, Frauen für Bordelle bereitzustellen. Mit Fortgang des Krieges verschlimmerte sich diese Situation. Zeugen aus Osttimor berichteten, dass es Mädchen gab, die noch vor ihrer ersten Regelblutung eingezogen wurden.[14]

Als im Laufe des Krieges dennoch die Zahl neuer Prostituierter zum Teil nicht mehr ausreichend war, begannen die japanischen Truppen, während Plünderungen Frauen auf eigene Faust in erzwungene Prostitution zu bringen. Vor allem in Gebieten, in denen die Bevölkerung den Besatzern besonders feindlich gesinnt war, vergewaltigten und entführten sie Frauen aus der Bevölkerung.[15][16][17] So entstand in den von Japan während des Zweiten Weltkriegs besetzten Gebieten eines der größten historisch bekannten und systematisch aufgebauten Netzwerke von Zwangsprostitution.[4]

2007 veröffentlichte Taichiro Kaijimura die Entdeckung von 30 Dokumenten der niederländischen Regierung, die an das Tokioter Tribunal gesendet worden waren, in denen von massenweiser erzwungener Prostitution bei einem Vorfall 1944 in Magelang berichtet wird.[18]

Behandlung der FrauenBearbeiten

Die Lebensrealitäten der Frauen waren von Ort zu Ort sehr unterschiedlich. Ein Soldat der Einheit 731, Yasuji Kaneko, sagte aus: „Die Frauen schrien, aber uns war egal, ob die Frauen lebten oder tot waren. Wir waren des Kaisers Soldaten. Ob in Militärbordellen oder in den Dörfern – wir vergewaltigten, ohne zu zögern.“[19] Auch Schläge und Folter seien nicht unüblich gewesen.[20][21]

Im Februar 1944 wurden zehn niederländische Frauen von Mitgliedern der kaiserlich japanischen Armee aus ihren Gefangenenlagern in Java herausgeholt, um sie als Zwangsprostituierte einsetzen zu können.[22][23] Sie wurden täglich geschlagen und vergewaltigt. Vor einem Komitee des US-Repräsentantenhauses bezeugte Jan Ruff-O’Hearn:

„Viele Geschichten sind erzählt worden von dem Schrecken, der Brutalität, dem Leid und dem Hungern der niederländischen Frauen in japanischen Gefangenenlagern. Aber eine Geschichte wurde nie erzählt, die schändliche Geschichte von der schlimmsten Verletzung der Menschenrechte durch die Japaner während des Zweiten Weltkrieges. Die Geschichte der Trostfrauen, der jugun ianfu und wie diese Frauen gegen ihren Willen gezwungen wurden, den Mitgliedern der japanischen kaiserlichen Armee sexuelle Dienste zu leisten. In den sogenannten Trostzentren wurde ich Tag und Nacht systematisch geschlagen und vergewaltigt. Sogar der Arzt, der uns regelmäßig auf Geschlechtskrankheiten untersuchte, vergewaltigte mich jedes Mal, wenn er ins Bordell kam, um uns zu untersuchen.“[22][23]

Aufgrund von Protesten der Niederlande wurden die Frauen drei Monate später zurück in ihre Gefangenenlager gebracht, die verantwortlichen Offiziere allerdings von japanischer Seite dafür bis zum Ende des Krieges nicht bestraft.[24] Nach dem Krieg wurden elf japanische Offiziere durch den Kriegsgerichtshof Batavia für schuldig erklärt und einer davon hingerichtet.

Hank Nelson, emeritierter Professor der Australischen Nationaluniversität, hat über Bordelle in Rabaul in Papua-Neuguinea geschrieben, die vom japanischen Militär betrieben wurden. Er zitiert darin aus dem Tagebuch von Gordon Thomas, einem Kriegsgefangenen in Rabaul. Thomas schreibt, dass die Frauen, die in den Bordellen arbeiten, täglich „zwischen 25 und 35 Mann“ zu Diensten sein müssten und Opfer des „gelben Sklavenhandels“ seien.[25] Nelson zitiert auch einen Chirurgen der Marine namens Kentaro Igusa, der beschreibt, dass die Frauen trotz Infektionen und anderen Krankheiten arbeiten mussten, obwohl sie um Hilfe bettelten und weinten.[25]

OpferBearbeiten

Schätzungen vermuten 100.000 bis 300.000 betroffene Mädchen und Frauen. Der Historiker Yoshiaki Yoshimi berechnete basierend auf Daten einer Einheit, bei der eine Trostfrau auf 100 Soldaten kam, dass es insgesamt etwa 50.000 bis 200.000 Trostfrauen gegeben haben dürfte. Ikuhiko Hata setzte die untere Grenze bei 20.000. Der chinesische Historiker Su Zhiliang geht hingegen von 360.000 bis 410.000 Trostfrauen aus, davon 200.000 Chinesinnen.[26] Die meisten Opfer stammten aus Korea, China sowie Japan selbst, aber auch aus anderen besetzten Gebieten wie Indonesien, Malaysia, den Philippinen und Taiwan. Ein geringer Anteil der Frauen stammte auch aus den Niederlanden, Australien, Deutschland und Ungarn.[27]

Nach KriegsendeBearbeiten

Nach 1945 wurden viele Dokumente vernichtet, damit die beteiligten Männer nicht als Kriegsverbrecher zur Rechenschaft gezogen werden könnten. Viele Frauen wurden vom japanischen Militär ermordet oder an der Heimkehr in ihre Heimatländer gehindert. Diejenigen, die in Lager der Alliierten kamen, konnten nach einiger Zeit in ihre Heimat zurückkehren. Viele der Frauen schwiegen aus Scham oder wurden stigmatisiert und an den Rand der Gesellschaft gedrängt.

Bei den Tokioter Kriegsverbrecherprozessen nach dem 2. Weltkrieg wurde die Zwangsprostitution nicht thematisiert.

Spät beginnende, dann anhaltende öffentliche DebatteBearbeiten

SüdkoreaBearbeiten

 
Kundgebung ehemaliger „Trostfrauen“ vor der japanischen Botschaft in Seoul, 2011

In Südkorea meldeten sich 40 Jahre später ab Ende der 1980er Jahre nach und nach ehemalige Zwangsprostituierte in der Öffentlichkeit zu Wort. 1992 begannen sie, jeden Mittwoch vor der japanischen Botschaft in Seoul mit den Worten zu protestieren: „Es ist die japanische Regierung, die sich schämen muss, nicht wir!“[28] Geständnisse ehemaliger japanischer Offiziere machten zusätzlich das Schicksal dieser Frauen einer breiteren Öffentlichkeit bekannt.

Vor der japanischen Botschaft in Seoul wurde eine Statue zum Gedenken an die „Trostfrauen“ errichtet.,[29] Dies hatte heftige diplomatische Verwicklungen zur Folge. Ursprünglich hatte Südkorea versprochen, die Statue in Seoul im Rahmen des Abkommens von 2015 wieder abzubauen, was jedoch nicht geschah. Tatsächlich wurden seither von der koreanischen Bürgerrechtsbewegung weltweit Statuen als anti-japanisches Symbol aufgestellt, mit dem Ziel Druck auf Japan auszuüben.[30]

Seit 2018 gilt der 14. August in Südkorea als nationaler Gedenktag für die Trostfrauen.[31]

Entschuldigungen und EntschädigungenBearbeiten

1965 schlossen Südkorea und Japan nach 14-jährigen Verhandlungen den Grundlagenvertrag zwischen Japan und der Republik Korea, der die Beziehungen zwischen beiden Ländern normalisieren sollte. Südkorea forderte 364 Millionen US$ an Entschädigungszahlungen für eine Million koreanische Zwangsarbeiter. Japan leistete 800 Millionen US$ an Hilfszahlungen und Niedrigzinskrediten über 10 Jahre, die alle Forderungen Koreas abgelten sollten, was auch die Ansicht der südkoreanischen Regierung bis in die 90er Jahre war. Japan beabsichtigte, dass die südkoreanische Regierung diese Gelder den Opfern zukommen ließe, jedoch wurden die Gelder zur Gänze zum Aufbau der Infrastruktur und Wirtschaft genutzt.[32]

Eine öffentliche Diskussion über das Thema der „Trostfrauen“ begann in Japan in den 1970er Jahren.[4] Am 1. Januar 1992 bat Premierminister Kiichi Miyazawa um Entschuldigung für Japans Umgang mit den Trostfrauen und wiederholte dies am 16. bzw. 17. Januar bei Südkoreas Präsident Roh Tae-woo bzw. vor dem südkoreanischen Parlament.[33] Kurz zuvor im Dezember 1991 gab die Regierung eine Studie zur Untersuchung dieses Themas in Auftrag, zu der Kabinettssekretär Kōichi Katō am 6. Juli 1992 bekanntgab, dass diese die maßgebliche Beteiligung der damaligen japanischen Regierung am Trostfrauen-System belege.[34] Dies resultierte am 4. August 1993 in der Kono-Erklärung (englisch Kono statement) des Kabinettssekretärs Yōhei Kōno, mit der die Regierung die Beteiligung der japanischen Armee an der Beschaffung der Frauen gegen deren Willen für die Kriegsbordelle anerkannte.[35] Dies führte dazu, dass dieses Kapitel der Kriegsgeschichte 1994 in die Schulbücher aufgenommen wurde, wenngleich auch auf Betreiben von liberaldemokratischen Politikern nicht alle Schulbücher dieses Thema behandeln.[4] Die japanische Regierung hat seitdem mehrfach ihr Bedauern für die Verwicklung der Armee und den Umgang mit den Trostfrauen ausgedrückt und um Entschuldigung gebeten.

Im Jahr 1995 wurde von der japanischen Regierung ein privater Fonds mit dem Namen Asian Women’s Fund eingerichtet, um den betroffenen Frauen eine finanzielle Entschädigung sowie „medizinische Unterstützung und Sozialhilfe“ auszuzahlen. Der vom damaligen Premierminister Tomiichi Murayama geleitete Fonds wurde durch Spenden aus der japanischen Öffentlichkeit mitfinanziert. Von den elf Millionen Euro bekamen 364 ehemalige Zwangsprostituierte Geld. Die japanische Regierung hatte etwas mehr als die Hälfte gespendet, der Rest kam von privaten Gebern. Dazu erhielten sie eine inoffizielle, vom jeweils amtierenden Premierminister unterschriebene schriftliche Entschuldigung. Viele frühere Zwangsprostituierte weigerten sich aufgrund des inoffiziellen Charakters des Fonds, diese Entschädigung zu beantragen. Viele erwarten und verlangen eine direkte Entschuldigung und Entschädigung vom japanischen Staat. Die japanische Regierung stellt sich jedoch auf den Standpunkt, dass das Problem mit den Friedensverträgen nach dem Krieg gelöst worden sei. Anfang 2005 wurde die Auflösung des Fonds zum März 2007 angekündigt.[36] Indonesien erhielt 3,1 Millionen US$ für medizinische Einrichtungen und Altenheime für seine Trostfrauen.[32]

Während sein Vorgänger Junichirō Koizumi 2001 sein „tiefes Bedauern“ über das Schicksal jener Frauen, die im Zweiten Weltkrieg in den besetzten Gebieten in Korea, China und Südostasien zur Prostitution gezwungen worden waren, und ihre „unermesslichen und schmerzlichen Erfahrungen“ ausgedrückt hatte,[37] meinte Premierminister Shinzō Abe am 1. März 2007: „Es gibt keinen Beweis dafür, dass Zwang auf Frauen ausgeübt wurde, wie es zunächst geheißen hatte.“ Dem waren Pläne für eine Resolution des US-Kongresses vorausgegangen, in der gefordert werden sollte, dass Japan formell die Verantwortung für das diesen „Trostfrauen“ zugefügte Leid anerkennen soll.[38] Nach heftiger Kritik erneuerte jedoch auch Abe am 26. März 2007 die japanische Entschuldigung. Es kam weiter zu einer erneuten Entschuldigung des Japanischen Parlaments vom 27. März 2007 bei den 200.000 sogenannten Trostfrauen.[39] Da Japan Nordkorea nicht anerkennt, ist nicht bekannt, ob es sich bei dieser Zahl um alle Trostfrauen der ehemaligen Kolonie Chōsen handelt oder nur aus Südkorea.

Bisher gab es neun große Sammelklagen gegen die japanische Regierung, die alle scheiterten. Ende April 2007 entschied auch Japans höchstes Gericht, dass die „Trostfrauen“ keinen Anspruch auf Entschädigung haben.

Der Bürgermeister der Metropole Osaka, Tōru Hashimoto, sagte im Mai 2013, das System sei nötig gewesen, um die „Disziplin aufrechtzuerhalten“ und den Soldaten, die ihr Leben riskierten, eine Pause zu ermöglichen. In Japans konservativer Regierung wird darüber debattiert, ob sich das Land weiterhin für die damaligen Verbrechen entschuldigen solle.[40]

Am 28. Dezember 2015 schlossen Japan und Südkorea ein Abkommen, mit dem beide Staaten den Streit um die Trostfrauen beilegen wollen. Das Abkommen sieht eine erneute öffentliche Entschuldigung Japans und die Zahlung von einer Milliarde Yen (rund 7,56 Millionen Euro) für einen Fonds unter südkoreanischer Verwaltung, der den Opfern zugutekommen soll, vor. In den Worten des japanischen Außenministers äußerte Premierminister Abe eine „Entschuldigung von ganzem Herzen und ein Gedenken an diejenigen, die vielfachen Schmerz erlitten hätten und deren sowohl körperliche als auch psychische Narben schwer zu heilen seien“. Südkoreanische Offizielle erklärten, dass damit der Streit „endgültig und unwiderruflich“ beigelegt sei.[41] Zur Zeit des Abkommens lebten in Korea noch 46 der damaligen Trostfrauen.[42]

In Japan gibt es bis heute (2015) keinen Konsens über Kriegsverbrechen und Schuld.[42]

Am 8. Januar 2021 verurteilte das Zentrale Bezirksgericht in Seoul die japanische Regierung in einem Zivilprozess dazu, zwölf klagende Frauen oder ihre Hinterbliebenen mit je (umgerechnet) etwa 75.000 Euro zu entschädigen. Die Klägerinnen hätten extreme mentale und physische Schmerzen erlitten. Japan weigerte sich unter Verweis auf die Staatenimmunität, an dem Verfahren teilzunehmen. Das Gericht akzeptierte diesen Einwand nicht, weil es sich um systematisch geplante und durchgeführte Verstöße gegen die Menschlichkeit handele. Laut Yoon Ji-hyun, Direktor von Amnesty International Korea, hat mit dem Urteil erstmals ein südkoreanisches Gericht die japanische Regierung für die Taten des Militärs verantwortlich gemacht. Die Klage war 2013 eingereicht worden, bei Urteilsverkündung waren nur fünf der ursprünglichen Klägerinnen noch am Leben. Das Urteil in einem weiteren Gerichtsverfahren zum selben Thema wird am 13. Januar 2021 erwartet.[43][44][45][46][47]

Am 21. April 2021 wies ein koreanisches Gericht in Seoul die fünf Jahre andauernde Anklage von 20 ehemalige Trostfrauen gegen die Regierung Japans auf Schadensersatzzahlungen zurück mit der Begründung der Staatenimmunität, deren Einschätzung, dem Gericht nach, höher zu bewerten sei als die persönliche Interessen der Einzelpersonen trotz gegenteiliger Entscheidung in einem ähnlichen Prozess einige Monaten zuvor durch ein anderes Gericht in Seoul.[48]

TaiwanBearbeiten

Nach der Einigung zwischen Südkorea und Japan forderte David Lin, Außenminister der Republik China auf Taiwan, am 6. Januar 2016, dass Japan zügig Gespräche mit seiner Regierung über die Entschädigung der betroffenen taiwanischen Frauen aufnehmen solle. Die Äußerung Lins kam als Reaktion auf eine Bemerkung des japanischen Kabinettssekretärs Yoshihide Suga auf einer Pressekonferenz, dass Japan nicht die Absicht habe, in dieser Angelegenheit neue Verhandlungen mit anderen Ländern, darunter Taiwan, aufzunehmen.[49] Am 14. Januar 2016 starb im Alter von 93 eine der vier überlebenden Trostfrauen aus Taiwan, die im Jahr 1999 die japanische Regierung auf Entschädigung und die Aussprechung einer offiziellen Entschuldigung verklagt hatten.[50]

KontroversenBearbeiten

Asahi Shimbun Untersuchungsausschuss für DrittparteienBearbeiten

Im August 2014 zog die Asahi Shimbun, eine der auflagenstärksten Zeitungen Japans, 16 Artikel zurück, welche zwischen 1982 und 1997 veröffentlicht worden waren. Die Artikel befassten sich mit dem ehemaligen kaiserlichen Armeeoffizier Seiji Yoshida und dessen Buch „Mein Kriegsverbrechen“. In seinem Buch behauptete Yoshida während des Krieges koreanische Frauen aus der Region der Insel Jeju in Südkorea gewaltsam in japanische Militärbordelle gebracht zu haben. Das Buch wurde später als rein fiktiv widerlegt[51]. Nach dem Rückzug der Artikel weigerte sich die Zeitung ebenso, einen Meinungsartikel des japanischen Journalisten Akira Ikegami zu diesem Thema zu veröffentlichen. Die öffentliche Reaktion und die darauffolgende Kritik veranlassten die Zeitung dazu einen Untersuchungsausschuss unter der Leitung von sieben führenden Wissenschaftlern, Journalisten und Rechtsexperten einzusetzen. Der Bericht des Komitees beleuchtete die Umstände, die zur Veröffentlichung von Yoshidas Falschaussage führten, sowie die Auswirkungen dieser Veröffentlichungen auf das Ansehen und die diplomatischen Beziehungen Japans im Ausland. Es wurde festgestellt, dass die Asahi bei der Veröffentlichung von Yoshidas Aussage fahrlässig gehandelt hatte[52].

Korean CouncilBearbeiten

Im Mai 2020 sah sich die südkoreanische Bürgerinitiative The Korean Council, welche Japan seit Jahrzehnten aufgrund der Trostfrauenfrage kritisiert, dem Vorwurf ausgesetzt, Spendengelder, die für die Kriegsopfer bestimmt waren, veruntreut zu haben. Lee Yong-soo, eines der prominentesten überlebenden Opfer, sagte am 7. Mai 2020, dass das dem Rat gespendete Geld nicht wie versprochen für die Überlebenden ausgegeben wurde. Vielmehr beklagte sie von der Organisation für eigene Zwecke missbraucht worden zu sein. Die Gruppe habe ihren Fokus vom Lösen der Probleme zum Bewahren ebendieser verlagert[53]. Insbesondere ihre ehemalige Leiterin Yoon Mee-Hyang hätte die Opferrolle der Überlebenden missbraucht, um Regierungsgelder und öffentliche Spenden zu erhalten, wovon nur wenig bei den eigentlichen Opfern ankam[54]. Mit dem selben Ziel machte die Organisation regelmäßig Gebrauch von der Beschreibung „Sexsklaven“ – eine Titulierung, die Lee und viele andere Trostfrauen offen ablehnen, da sie sich mit dem Begriff „schmutzig und beschämt“ fühlt.[55] Lee erklärte hierzu in einem Interview mit der koreanischen Zeitung JoongAng Ilbo, dass ihres Erachtens diese Titulierung vom Korean Council genutzt wurde um „den Amerikanern Angst zu machen“.[56] Über den, ihrer Meinung nach, besten Weg zur Konfliktlösung erklärte Lee in einer Pressekonferenz: „Die tiefe Feindseligkeit zwischen den beiden Nationen aufgrund ihrer Geschichte kann nur durch Bildung und mehr Austausch mit jüngeren Japanern überwunden“ werden[57].

Parallel zu diesem öffentlichen Konflikt wurden mehrere verdächtige Transaktionen seitens Frau Yoon aufgedeckt. Dies führte dazu, dass sie in acht Punkten angeklagt wurde; einschließlich der illegalen Entgegennahme von Hunderttausenden von Dollar an staatlichen Subventionen, der Veruntreuung von Spenden an die gemeinnützige Organisation für persönliche Zwecke, und der Nötigung einer an Alzheimer erkrankten Überlebenden. Im September 2020 suspendierte die Demokratische Partei Yoons Parteimitgliedschaft aufgrund der gegen sie erhobenen Vorwürfe[58].

Internationale ReaktionenBearbeiten

UNBearbeiten

Auf internationaler Ebene wurde sexuelle Gewalt gegen Frauen im Krieg erstmals auf der UN-Weltkonferenz über Menschenrechte 1993 in Wien und dann auf der Weltfrauenkonferenz 1995 in Peking thematisiert.[28] Im Januar 1996 gab der Sonderberichterstatter der Menschenrechtskommission bekannt, dass die Handlungen des japanischen Militärs während der Besatzungszeit als Verstoß gegen das humanitäre Völkerrecht zu werten seien.[59] Somit hätten die Opfer das Recht auf Einzelentschädigungen. Die Berichte basierten unter anderem auf den Berichten von Seiji Yoshida, die sich später als fiktiv herausstellten.[60] Im Juni 1998 veröffentlichte Gay McDougall, Sonderberichterstatterin des Economic and Social Council der UN, einen Bericht über die systematische Vergewaltigung, sexuelle Sklaverei und Sklaverei-ähnliche Praktiken während bewaffneter Konflikte. Der Bericht plädierte für eine tiefere historische Auseinandersetzung mit dem Thema seitens Japans. Aus dem Bericht ging jedoch ebenso hervor, dass sich die japanische Regierung mehrfach bei den Trostfrauen entschuldigt hatte, und anerkenne, dass sie die „Ehre und Würde vieler Frauen befleckt hatte“. Ferner wurde beschrieben, dass nach dem Völkergewohnheitsrecht die japanische Regierung Wiedergutmachungen für die an den Trostfrauen begangenen Gräueltaten leisten sollte. Diese sollten in Form einer individuellen Entschädigung an die ehemaligen Trostfrauen durch die japanische Regierung erfolgen. Alternativ könnten die Entschädigungen auch von Staaten im Namen ihrer Bürger beantragt werden. Darüber hinaus müssten Regierungs- und Militärangehörige für ihre Schuld an der Einrichtung und Aufrechterhaltung der Vergewaltigungszentren strafrechtlich verfolgt werden.[61]

Internationales Frauentribunal für KriegsverbrechenBearbeiten

Auch von Nichtregierungsorganisationen wurden Aktionen gestartet. Das sogenannte „Internationale Frauentribunal für Kriegsverbrechen“ tagte im Dezember 2000. Früheren ranghohen Politikern und Militärs wurden in diesem symbolischen ‚Prozess‘ Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen.[28]

DeutschlandBearbeiten

In Deutschland wurde ein Antrag vom Ausschuss für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe im Bundestag (von Angelika Graf (Rosenheim), Wolfgang Gunkel, Gernot Erler, Petra Ernstberger, Iris Gleicke, Ute Kumpf, Ullrich Meßmer, Thomas Oppermann, Christoph Strässer, Frank-Walter Steinmeier) eingereicht, der zur Anerkennung und Wiedergutmachung der Zwangsprostitution durch das japanische Kaiserreich im Zweiten Weltkrieg aufrief.[62] Speziell wurde dazu aufgefordert, „die Vereinten Nationen in ihren Bemühungen zur umfassenden Umsetzung der Resolutionen 1325, 1820, 1888 und 1889 zu unterstützen.“ Am 25. April 2012 wurde dieser Antrag vom Bundestag abgelehnt. „Es sei nicht ersichtlich, warum dieses Thema ausgerechnet jetzt auf die Tagesordnung gehoben werde“, hieß es von der CDU/CSU. Auch sei nicht nachvollziehbar, warum der Fokus auf Japan gelegt werde. Zwangsprostitution in Kriegen gebe es auf der ganzen Welt. „Das furchtbare Leid und die Schuld ist unbestritten“, sagte eine Abgeordnete der FDP-Fraktion. Als außenstehende Nation sei es aber immer schwierig, einen gesellschaftlichen Diskurs in einem Land anzustoßen.[63]

2016 erhielt die Stadt Freiburg im Breisgau von ihrer koreanischen Partnerstadt Suwon ein Denkmal als Geschenk angeboten, das der Statue vor der japanischen Botschaft in Seoul gleicht. Es folgten ebenfalls diplomatische Verwicklungen, zumal Freiburg seit Jahren eine Partnerschaft mit der japanischen Stadt Matsuyama pflegt. Daraufhin lehnte Freiburgs Oberbürgermeister Dieter Salomon das Geschenk ab.[64] Nach der Ablehnung wurde die Statue „SuNI“ anlässlich des Frauentags im März 2017 in der bayrischen Gemeinde Wiesent im Nepal-Himalaya-Pavillon eingeweiht.[65] „SuNI“ war damit die fünfte Statue ihrer Art weltweit und nach Südkorea, Australien, Kanada und den USA die erste Statue in Europa.[66]

Am 28. September 2020 wurde eine Friedensstatue der Arbeitsgruppe „Trostfrauen“ des Korea-Verbandes in Berlin-Moabit eingeweiht.[67] Kabinettssekretär und Regierungssprecher Katsonobu Kato kündigte an, dagegen vorzugehen. Japans Außenminister Toshimitsu Motegi nahm Kontakt zu Heiko Maas auf, um die Statue beseitigen zu lassen.[68] Daraufhin widerrief am 8. Oktober 2020 das Bezirksamt die Genehmigung und verlangte die Entfernung bis zum 14. Oktober 2020.[69]

LiteraturBearbeiten

  • Mira Choi, Regina Mühlhäuser: Wir wissen, dass es die Wahrheit ist … – Gewalt gegen Frauen im Krieg – Zwangsprostitution koreanischer Frauen 1936–1945. Forschungs- u. Dokumentationszentrum Chile, 1996, ISBN 3-923020-19-8.
  • Yuki Tanaka: Japan’s Comfort Women: Sexual Slavery and Prostitution During World War II and the US Occupation. Routledge, London 2002, ISBN 0-415-19401-6.
  • Yoshiaki Yoshimi: Comfort women: sexual slavery in the Japanese military during world war II. Übersetzt von Suzanne O’Brien. Columbia University Press, New York 2002, ISBN 0-231-12033-8.
  • Barbara Drinck, Chung-Noh Gross: Erzwungene Prostitution in Kriegs- und Friedenszeiten. Sexuelle Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Kleine Verlag, Bielefeld 2006, ISBN 3-89370-422-1.
  • Burkhard Eiswaldt: „Hainan Comfort Women“ – Zwangsprostitution unter japanischer Besatzung, Hainan 1939–1945. Books on Demand, Norderstedt 2009, ISBN 978-3-8370-8838-0.
  • Reinhard Zöllner: Wahrheitseffekte und Widerstreit: Die »Trostfrauen« und ihre Denkmäler. Iudicium Verlag, München 2021, ISBN 978-3-8620-52219.

BerichteBearbeiten

  • Jun Tschongmo: Meine Mutter war eine „Korea-Nutte“. Übersetzung aus dem Koreanischen von Helga Picht. Kiro-Verlag, Schwedt 1995, ISBN 3-929220-43-1.
  • Juliette Morillot: Die roten Orchideen von Shanghai. Das Schicksal der Sangmi Kim. Goldmann, München 2003, ISBN 3-442-30982-4 (Roman/Erzählung nach der Lebenserzählung einer alten Frau).

RomaneBearbeiten

  • Nora Okja Keller: Die Trostfrau. Roman. Aus dem Amerikanischen von Cornelia Holfelder-von der Tann. Limes Verlag, München 1997, ISBN 3-8090-2421-X.
  • Kiana Davenport: Gesang der verlorenen Frauen. Roman. DTV, München 2001, ISBN 3-423-24248-5.
  • Ruth Hallo: Die Trostfrauen. Roman. Langen-Müller, München 2012. ISBN 978-3-7844-3302-8 (Gewinner des IHK-Kulturpreises 2012).
  • William Andrews: Das Schicksal der Drachentöchter. Roman. Aus dem Amerikanischen von Alice v. Canstein. Tinte & Feder 2018, ISBN 978-2-9198-0002-5.
  • Mary Lynn Bracht: Und über mir das Meer. Roman. Aus dem Englischen von Elke Link. Limes Verlag, München 2018, ISBN 978-3-8090-2681-5.

WeblinksBearbeiten

Commons: Trostfrauen – Sammlung von Bildern

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. „The Comfort Women“ Issue and the Asian Women's Fund. (Memento vom 28. Juni 2007 im Internet Archive) (PDF; 293 kB), Seite 10, In: www.awf.or.jp abgerufen am 17. Juni 2010 (englisch)
  2. Watanabe, Kazuko: Trafficking in Women's bodies, then and now. The issue of military „comfort women“. In: Women's studies quarterly 27 (1999), New York, Seite 19–31, Anmerkungen Seite 20
  3. George Hicks: The Comfort Women. Allen & Unwin, ISBN 1-86373-727-8.
  4. a b c d Burkhard Eiswaldt: „Hainan Comfort Women“ – Zwangsprostitution unter japanischer Besatzung, Hainan 1939–1945. März 2009, ISBN 978-3-8370-8838-0.
  5. 『京城日報』(1944年7月26日付)「慰安婦至急大募集」年齢 17歳以上23歳まで /勤め先 後方○○隊慰安部 / 月収 300円以上(前借3000円まで可)/ 『毎日新報』(1944年10月27日付)//「軍慰安婦急募集」/ 行先 ○○部隊慰安所 / 応募資格 年齢18歳以上30歳以内身体強健女性 / 募集期日 10月27日より11月8日 / 契約及待遇 本人面接後即時決定 / 募集人員 数十名 希望者 左記場所に至急問議の事 / 京城府鍾路区樂園町195 朝鮮旅館内光③2645 (許氏)
  6. a b Comfort Women and Sex in the Battle Zone. (rowman.com [abgerufen am 16. April 2021]).
  7. Reiji Yoshida: Evidence documenting sex-slave coercion revealed. In: search.japantimes.co.jp. 18. April 2007, archiviert vom Original am 30. Dezember 2007; abgerufen am 29. August 2007 (englisch).
  8. Yoshiaki Yoshimi [1995]: Comfort Women. Sexual Slavery in the Japanese Military During World War II, translation Suzanne O’Brien (=  Asia Perspectives), Columbia University Press, New York 2000, ISBN 0-231-12033-8, S. 82–83.
  9. George Hicks [1995]: The Comfort Women. Japans Brutal Regime of Enforced Prostitution in the Second World War. W. W. Norton & Company, New York 1997, ISBN 0-393-31694-7, S. 223–228.
  10. Yoshiaki Yoshimi [1995]: Comfort Women. Sexual Slavery in the Japanese Military During World War II, translation Suzanne O’Brien (=  Asia Perspectives), Columbia University Press, New York 2000, ISBN 0-231-12033-8, S. 101–105, 113, 116–117.
    George Hicks [1995]: The Comfort Women. Japans Brutal Regime of Enforced Prostitution in the Second World War. W. W. Norton & Company, New York 1997, ISBN 0-393-31694-7, S. 13, 50, 52–54, 69–71, 113, 115, 142, 145–146, 148.
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  48. Katrin Erdmann: Gerichtsurteil in Südkorea – Keine weitere Entschädigung für „Trostfrauen“. In: www.tagesschau.de. 21. April 2021, abgerufen am 21. April 2021: „20 ehemalige Zwangsprostituierte aus Südkorea und deren Angehörige hatten die japanische Regierung auf Schadenersatz verklagt. Das Gericht in Seoul wies die Klage nun zurück – unter Berufung auf die Staatenimmunität. (…) Erst im Januar hatte ein Gericht in Seoul in einem ähnlichen Fall anders entschieden und den Frauen Recht gegeben. Japan wurde dazu verurteilt, jeder der zwölf damaligen Klägerinnen mehr als 70.000 Euro für das damals erlittene Leid zu zahlen. (…)“
  49. Meg Chang: Außenministerium drängt Japan zu Gesprächen über „Trostfrauen“. Taiwan heute, 8. Januar 2016, archiviert vom Original am 10. Januar 2016; abgerufen am 15. September 2019.
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  56. 입력 2020 05 27 00:02 수정 2020 05 27 01:15 | 종합 6면 지면보기: (view) 피해자가 싫다는데, 성노예 표현 문제없다는 정의연. In: news.joins.com. 27. Mai 2020, abgerufen am 3. Juni 2021 (koreanisch).
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