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Stadtgemeinde
Trieben
Wappen Österreichkarte
Wappen von Trieben
Trieben (Österreich)
Trieben
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Liezen
Kfz-Kennzeichen: LI
Fläche: 45,33 km²
Koordinaten: 47° 29′ N, 14° 29′ OKoordinaten: 47° 29′ 11″ N, 14° 29′ 8″ O
Höhe: 708 m ü. A.
Einwohner: 3.387 (1. Jän. 2019)
Bevölkerungsdichte: 75 Einw. pro km²
Postleitzahl: 8784
Vorwahl: 03615
Gemeindekennziffer: 6 12 47
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Triebener Bundesstraße 10
8784 Trieben
Website: www.trieben.net
Politik
Bürgermeister: Helmut Schöttl (SPÖ)
Gemeinderat: (2015)
(21 Mitglieder)
13
4
2
2
13 
Insgesamt 21 Sitze
Lage von Trieben im Bezirk Liezen
Aich (Expositur Gröbming)Gröbming (Expositur Gröbming)Haus (Expositur Gröbming)Michaelerberg-Pruggern (Expositur Gröbming)Mitterberg-Sankt Martin (Expositur Gröbming)Öblarn (Expositur Gröbming)Ramsau am Dachstein (Expositur Gröbming)Schladming (Expositur Gröbming)Sölk (Expositur Gröbming)AdmontAigen im EnnstalAltausseeAltenmarkt bei Sankt GallenArdningBad AusseeBad MitterndorfGaishorn am SeeGrundlseeIrdning-DonnersbachtalLandlLassingLiezenRottenmannSankt Gallen (Steiermark)SelzthalStainach-PürggTriebenWildalpenWörschachSteiermarkÜbersichtskarte der Gemeinden im gesamten Bezirk Liezen
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Blick auf Trieben, hinten Dietmannsdorf und Sonnseiten (Südansicht vom Triebenstein)
Blick auf Trieben, hinten Dietmannsdorf und Sonnseiten (Südansicht vom Triebenstein)
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Trieben ist eine österreichische Stadt im Gerichtsbezirk bzw. Bezirk Liezen in der Steiermark. Sie hat 3387 Einwohner (Stand 1. Jänner 2019).

Von wirtschaftlicher Bedeutung sind der Tourismus mit Hohentauern und die Magnesitverarbeitung. Die Bezeichnung Trieben stammt vom slawischen trebiti (roden).

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

Die Stadtgemeinde Trieben hat eine Gesamtfläche von 45,537 Quadratkilometern.

Trieben liegt an der Scheide zwischen Rottenmanner Tauern und Seckauer Tauern.

GemeindegliederungBearbeiten

Das Gemeindegebiet umfasst folgende vier Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2019[1]):

  • Dietmannsdorf bei Trieben (481) samt Obersonnberg und Untersonnberg
  • Sankt Lorenzen im Paltental (295) samt Lorenzergraben
  • Schwarzenbach (189) samt Sportplatzsiedlung-Nord
  • Trieben (2422)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Dietmannsdorf, St. Lorenzen, Schwarzenbach und Trieben.

NachbargemeindenBearbeiten

Trieben grenzt an die Gemeinden Gaishorn am See, Hohentauern (Bezirk Murtal), Rottenmann und Admont.

GeschichteBearbeiten

Im November 2008 wurde bekannt, dass in der Gemeinde Trieben Abgaben nicht eingehoben, Rechnungsabschlüsse manipuliert und Darlehen doppelt ausgezahlt wurden. Es entstand über die Jahre ein Schuldenstand von 30 Millionen Euro. Das ist statistisch gesehen mehr als das doppelte Pro-Kopf-Verschulden als in der Landeshauptstadt Graz. Folglich wurde der Gemeinderat aufgelöst und ein Kommissär zur Erstellung eines Sanierungskonzeptes geschickt. Das Land gewährte überdies ein zinsloses Darlehen. Am 4. Oktober 2009 wurde ein neuer Gemeinderat gewählt.[2]

WappenBearbeiten

Das Triebener Wappen zeigt im goldenen Schild einen grünen Dreiberg, mit gekreuzten goldenen Berghämmern, Schlegel und Eisen belegt. Darüber ein Radschuh mit Kette und Haken.

GemeindepartnerschaftenBearbeiten

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

 


ReligionenBearbeiten

Im Jahr 1955 wurde aufgrund der stetig wachsenden Bevölkerung die Stadtpfarre zum hl. Andreas gegründet und Trieben von der ursprünglichen Pfarre Sankt Lorenzen im Paltental abgetrennt. Die „neue Andreaskirche“ wurde am 1. September 1963 geweiht.[3]

PolitikBearbeiten

 
Rathaus
Gemeinderat

Der Gemeinderat hat 21 Mitglieder.

Bürgermeister
  • 1960–1987 Hans Grassegger (SPÖ)
  • 1987–1997 Gerhard Schweiger (SPÖ)
  • 1997–2007 Friedrich Weissenbacher (SPÖ)
  • 2007–2008 Harald Stangl (SPÖ)
  • 2008–2009 Regierungskommissär Friedrich Zach[5]
  • seit 2009 Helmut Schöttl (SPÖ)[6]

WirtschaftBearbeiten

Ansässige Unternehmen
  • MACO: Die Firma Maco ist einer der führenden Fensterbeschlägehersteller der Welt. Der Standort in Trieben bietet für etwa 1200 Menschen Arbeit (Stand: Mai 2009). Somit zählt die MACO zu den größten Arbeitgebern im gesamten Enns- und Paltental. Das Produktionswerk in Trieben wurde nach modernsten Erkenntnissen errichtet und in der Folge kontinuierlich ausgebaut. Hier wird der größte Anteil der MACO–Produktpalette gefertigt. Das Fertigungsprogramm umfasst im Wesentlichen Dreh- und Drehkippbeschläge, englische Kantenverschlüsse und Griffe. Das Werk verfügt über modernste, nach ergonomischen Gesichtspunkten eingerichtete Arbeitsplätze und umweltfreundliche Anlagen. Ähnlich wie im Werk Salzburg ist auch hier die Fertigungstiefe sehr groß. Ein wichtiger Bestandteil ist der eigene Werkzeug- und Sondermaschinenbau. Zudem steht in Trieben ein modernes MACO-Logistikzentrum mit einem vollautomatischen Zentrallager mit ca. 30.000 EURO – Palettenplätzen. Damit werden sämtliche Niederlassungen und Vertriebspartner in den ausländischen Märkten versorgt. Trieben hat sich somit zur logistischen Drehscheibe für ganz Europa entwickelt.
  • RHI AG, ehemals Veitscher Magnesitwerke, Veitsch-Radex GmbH:[7] Sie ist weltweit führender Anbieter von Feuerfestprodukten für die Stahl-, Nichteisen-, Glas- und Zementindustrie, wobei die Stahlindustrie mit 70 % Hauptabnehmer ist. Es handelt sich dabei vorwiegend um Produkte aus den in der Natur vorkommenden Magnesit als Ausgangsmineral, welches durch einen Brennprozess in Sinter umgewandelt werden muss. Die Sinterproduktion aus Rohmagnesit des Bergbaues Hohentauern wurde Ende 1991 aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt. Hauptproduktionszweig des Werkes Trieben ist die Steinfabrik. Hier werden basische, feuerfeste Steine für die verschiedensten Abnehmerindustrien hergestellt. Von 310 Mitarbeitern wurden 65.000 t Steine und 30.000 t Sinter erzeugt. Eine seit Inbetriebnahme 1975 nicht zu übersehende Landmarke ist der 144 Meter hohe Zentralkamin („Langer Ernst“).

SicherheitBearbeiten

 
Landesfeuerwehrtag in Trieben

Es bestehen Freiwillige Feuerwehren in Trieben, Sankt Lorenzen und Dietmannsdorf. Die Firma RHI unterhält eine Betriebsfeuerwehr, die im Einsatzfalle auch ins Gemeindegebiet ausrückt.

BildungBearbeiten

 
Das denkmalgeschützte Gebäude der Volksschule
  • Privatkindergarten
  • öffentlicher Kindergarten
  • Volksschule
  • Hauptschule
  • Höhere Technische Lehranstalt (Außenstelle der HTBLA Zeltweg)
  • Öffentliche Bücherei Dietmannsdorf

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Musikkapelle: Der Ort hat 2 Musikkapellen. Die Werks- und Stadtmusikkapelle und die Musikkapelle St. Lorenzen.
  • Trachtenverein D´Triebenstoana: Der Trachtenverein wurde im Jahre 1959 gegründet. Ziel des Vereines ist es Kulturgut wie steirischen Tanz und Schuhplattler zu erhalten. Es besteht auch eine Jugendgruppe.

SportBearbeiten

  • Sportfliegerclub: In Trieben gibt es einen Sportfliegerclub und eine asphaltierte Landebahn (750 m).

PersönlichkeitenBearbeiten

Ehrenbürger der Gemeinde
  • 1986 Hans Gross (1930–1992), Landeshauptmann-Stellvertreter
  • Benedikt Schlömicher (1930–2005), 66. Abt von Admont
  • Bruno Hubl (* 1947), 67. Abt von Admont
  • Gebhard Grünfelder (* 1938), ehemaliger Direktor des Stiftsgymnasiums Admont
  • Gerhard Hafner (* 1964), 68. Abt von Admont
Söhne und Töchter der Gemeinde

WeblinksBearbeiten

  Commons: Trieben – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2019 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2019), (CSV)
  2. Finanzchaos: Gemeinderat in Trieben aufgelöst. ORF Steiermark, 18. November 2008, abgerufen am 20. November 2008.
  3. http://pfarrverband-trieben.graz-seckau.at
  4. Herbe Verluste, doch SPÖ bleibt Nummer 1. Kleine Zeitung, 4. Oktober 2009, abgerufen am 5. Oktober 2009.
  5. Bürgermeister der Stadt Trieben
  6. Bürgermeister und Gemeinderat
  7. Gerald Suessmaier: Das Werk Trieben der RHI AG von 1938 bis 1995. Eine betriebshistorische Analyse. Masterarbeit KF-Univ. Graz, o. D. (Abstract, uni-graz.at).