Landl

Gemeinde in Österreich

Landl ist eine Gemeinde mit 2618 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2021) im Norden der Steiermark im Gerichtsbezirk bzw. Bezirk Liezen.

Landl
Wappen Österreichkarte
Wappen von Landl
Landl (Österreich)
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Liezen
Kfz-Kennzeichen: LI
Hauptort: Kirchenlandl
Fläche: 254,85 km²
Koordinaten: 47° 39′ N, 14° 44′ OKoordinaten: 47° 39′ 3″ N, 14° 44′ 13″ O
Höhe: 520 m ü. A.
Einwohner: 2.618 (1. Jän. 2021)
Postleitzahl: 8931
Vorwahl: 03633
Gemeindekennziffer: 6 12 58
Adresse der
Gemeinde­verwaltung:
Kirchenlandl 64
8931 Großreifling
Website: landl.at
Politik
Bürgermeister: Bernhard Moser (SPÖ)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2020)
(15 Mitglieder)
11
4
11 
Insgesamt 15 Sitze
Lage von Landl im Bezirk Liezen
Aich (Expositur Gröbming)Gröbming (Expositur Gröbming)Haus (Expositur Gröbming)Michaelerberg-Pruggern (Expositur Gröbming)Mitterberg-Sankt Martin (Expositur Gröbming)Öblarn (Expositur Gröbming)Ramsau am Dachstein (Expositur Gröbming)Schladming (Expositur Gröbming)Sölk (Expositur Gröbming)AdmontAigen im EnnstalAltausseeAltenmarkt bei Sankt GallenArdningBad AusseeBad MitterndorfGaishorn am SeeGrundlseeIrdning-DonnersbachtalLandlLassingLiezenRottenmannSankt Gallen (Steiermark)SelzthalStainach-PürggTriebenWildalpenWörschachSteiermarkÜbersichtskarte der Gemeinden im gesamten Bezirk Liezen
Über dieses Bild
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Blick ins steirische Landltal, 1837
Blick ins steirische Landltal, 1837
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

GeografieBearbeiten

Die Ortschaften liegen im Landltal, im Gebiet der Mündung der Salza in die Enns, an den Füßen der Hochschwabgruppe im Osten und den Ennstaler und Eisenerzer Alpen, Teile des Gemeindegebiets im Norden auch in den Ybbstaler Alpen: Beim Ort Großreifling stoßen die drei Gebirgsgruppen aneinander.

GemeindegliederungBearbeiten

Im Rahmen der Gemeindestrukturreform in der Steiermark ist sie seit 2015 mit den Gemeinden Gams bei Hieflau, Palfau und der (im Bezirk Leoben liegenden) Gemeinde Hieflau zusammengeschlossen,[1] die neue Gemeinde führt den Namen Landl weiter. Grundlage dafür ist das Steiermärkische Gemeindestrukturreformgesetz (StGsrG).[2]

Die Grenzen der Bezirke Liezen und Leoben wurden so geändert, dass die neue Gemeinde vollständig im Bezirk Liezen liegt.[3]

Die Gemeinde besteht aus sechs Katastralgemeinden (Fläche: Stand 31. Dezember 2020[4]):

  • Gams (4.636,30 ha)
  • Hieflau (2.662,42 ha)
  • Jassingau (2.035,94 ha)
  • Krippau (1.252,76 ha)
  • Landl (9.093,50 ha)
  • Palfau (5.804,13 ha)

Das Gemeindegebiet gliedert sich in neun Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2021[5]):

  • Gams bei Hieflau (504) samt Gamsforst, Kogl, Krautgraben, Obergams, Schönleiten, Sulzbach und Untergams
  • Großreifling (218)
  • Hieflau (552)
  • Jassingau (74)
  • Kirchenlandl (419) samt Lehnboden und Tamischbach
  • Krippau (70)
  • Lainbach (39)
  • Mooslandl (375) samt Dörfl, Hafnerboden, Sulza und Wieden
  • Palfau (367) samt Mendling, Obere Palfau, Palfau Links, Raffelgraben, Schönau und Untere Palfau

NachbargemeindenBearbeiten

Zwei der acht Nachbargemeinden liegen im Bezirk Leoben (LN), je eine in den niederösterreichischen Bezirken Amstetten (AM) bzw. Scheibbs (SB).

Altenmarkt bei Sankt Gallen

Sankt Gallen
Hollenstein an der Ybbs
(AM)
Göstling an der Ybbs (SB)
  Wildalpen
Admont Radmer (LN) Eisenerz (LN)

GeschichteBearbeiten

Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte 1422 als Länntlein (Landl). Bereits im Jahr 1273 wird die Kirche St. Bartholomä genannt. Der Ortsteil Gams ist vermutlich slawischen Ursprungs und wird 1139 als Gemze (steinige Gegend) erwähnt. Palfau scheint erstmals als Palfawe im Jahr 1280 in einer Urkunde auf.[6]

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Neben landwirtschaftlichen Betrieben und einigen Gewerbebetrieben zählt auch der Tourismus zu einer wichtigen Einnahmequelle der Ortschaften in Landl. Diverse Aktivitäten wie zum Beispiel Wanderungen, Radtouren, Bergsteigen oder Rafting auf Enns und Salza ziehen Gäste an und sorgen so für Umsätze in der Gastronomie und bei den Beherbergungsbetrieben.

Die Gemeinde bildet gemeinsam mit Altenmarkt bei St. Gallen, Ardning, Admont und St. Gallen den Tourismusverband „Alpenregion Nationalpark Gesäuse“ mit Sitz in Admont.[7]

VerkehrBearbeiten

Die Dienstbahnhöfe Großreifling und Landl sowie der noch am Wochenende von zwei Zugpaaren bediente Bahnhof Hieflau liegen an der Rudolfsbahn, an letzterem endet die Erzbergbahn.

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

BW

Der Gemeinderat hat 15 Mitglieder.

  • Nach den Gemeinderatswahlen hatte der Gemeinderat folgende Verteilungen
    • 2000: 8 SPÖ, 6 ÖVP und 1 FPÖ
    • 2005: 12 SPÖ und 3 ÖVP[8]
    • 2010: 10 SPÖ, 3 ÖVP und 2 FPÖ[9]
    • 2015: 10 SPÖ, 3 FPÖ und 2 ÖVP[10]

Seit den Gemeinderatswahlen in der Steiermark 2020 hat der Gemeinderat folgende Verteilung:

11 SPÖ und 4 ÖVP[11]

BürgermeisterBearbeiten

  • 1975–1985 Samuel Galbicsek
  • ?
  • seit 2005 Bernhard Moser (SPÖ)

WappenBearbeiten

Als Folge der Gemeindezusammenlegung sind alle Gemeindewappen seit 2015 nicht mehr gültig. Ein neues Wappen für die Fusionsgemeinde muss von der Steiermärkischen Landesregierung verliehen werden.

PersönlichkeitenBearbeiten

Ehrenbürger der GemeindeBearbeiten

  • Samuel Galbicsek († 2019), Alt-Bürgermeister von Landl

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Landl – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Steiermärkische Gemeindestrukturreform.
  2. § 4 Absatz 2 des Gesetzes vom 17. Dezember 2013 über die Neugliederung der Gemeinden des Landes Steiermark (Steiermärkisches Gemeindestrukturreformgesetz – StGsrG). Landesgesetzblatt für die Steiermark vom 2. April 2014, Nr. 31, Jahrgang 2014, ZDB-ID 705127-x, S. 4.
  3. Verordnung der Steiermärkischen Landesregierung vom 10. Juli 2014, mit der die Steiermärkische Bezirkshauptmannschaftenverordnung geändert wird. Landesgesetzblatt für die Steiermark vom 10. September 2014, Nr. 99 Jahrgang 2014, ZDB-ID 705127-x.
  4. Regionalinformation, bev.gv.at (1.273 KB); abgerufen am 10. Jänner 2021.
  5. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2021 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2021), (xlsx)
  6. Landl. Natur- & Geopark Steirische Eisenwurzen GmbH, abgerufen am 25. Oktober 2021 (deutsch).
  7. Grazer Zeitung, Amtsblatt für die Steiermark. 30. Dezember 2014, 210. Jahrgang, 52. Stück, Nr. 297, ZDB-ID 1291268-2, S. 623.
  8. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2005 in Landl. Land Steiermark, 13. März 2005, abgerufen am 24. Juli 2020.
  9. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2010 in Landl. Land Steiermark, 21. März 2010, abgerufen am 24. Juli 2020.
  10. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2015 in Landl. Land Steiermark, 22. März 2015, abgerufen am 24. Juli 2020.
  11. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2020 in Landl. Land Steiermark, 28. Juni 2020, abgerufen am 24. Juli 2020.