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Eine Taxi-App (auch Taxi-Bestell-App) ist eine Mobile App zur Taxi-Bestellung ohne Telefonanruf.

Diese 2007/2008 mit dem Aufkommen moderner Smartphones entstandene Technik[1] wurde durch die Verfügbarkeit genauer automatischer Ortsbestimmung und schneller mobiler Datenverbindungen, die Automatisierung im Taxigewerbe und die zunehmende Zahl von Smartphones[2] möglich. Mittlerweile gibt es eine Reihe von Taxi-Apps, von denen jedoch nur wenige eine größere Verbreitung gefunden haben. 2016 haben EU-weit 8 % der Bürger von Taxi-Apps Gebrauch gemacht. In Deutschland waren es 3 % und in Großbritannien 27 %.[3]

Inhaltsverzeichnis

HintergrundBearbeiten

Im Gegensatz zur früher verbreiteten Sprachvermittlung ist heute in Europa die Vermittlung eines Auftrages zwischen Funkzentrale und Fahrzeug weitgehend automatisiert. Dafür brauchen die Taxis ein GPS-gestütztes Vermittlungsgerät mit einer Datenverbindung zum Vermittlungs-Server, meist über das Mobilfunknetz (seltener per Betriebsfunk).

Auch die Annahme der Kundenaufträge kann automatisiert werden, beispielsweise per Internet-Bestellung, Sprachcomputer, Rufnummernerkennung (Telebooking)[4], Rufautomat (beispielsweise in Hotels) oder Smartphone-App.

Viele Apps bieten zusätzliche Features wie ein Taxiradar mit verfügbaren Taxis, Berechnung des Fahrpreises oder Live-Verfolgung des Taxis bei der Anfahrt.[5]

Mittlerweile gibt es ausschließliche App-Anbieter, die keine andere Bestellmöglichkeit – beispielsweise per Callcenter – mehr anbieten und in Konkurrenz zu den herkömmlichen Funkzentralen stehen.

Funkzentralen bekommen von den Taxi-Unternehmern üblicherweise einen monatlichen Beitrag. Dies geschieht entweder in Form eines festen Beitrags pro Fahrzeug oder abhängig von der Zahl der vermittelten Aufträge. Bei ausschließlichen App-Anbietern bezahlen die Unternehmer eine Gebühr pro vermittelter Fahrt.[6] Einige Taxizentralen haben ihren Mitgliedern den Einsatz von App-Anbietern wie Mytaxi verboten.[7]

Da die Kosten der Vermittlung dem Taxi-Unternehmer berechnet werden, sind Taxi-Apps und die Taxi-Bestellung für Kunden meist kostenlos.

In der Regel wird bei der Bestellung auf einer Karte die Position ermittelt und diese Position einer Adresse zugeordnet, die verändert oder mit Anmerkungen versehen werden kann. Bei der Bestellung werden nur die Adressangaben und keine geographischen Koordinaten an die Zentrale und den Fahrer übermittelt. Diese Bestellung funktioniert daher nur bei eindeutigen Adressen und nicht an großen Örtlichkeiten ohne Adressierung, beispielsweise Flughäfen, manchen Industriegebieten etc.

Nachteilig ist: Viele komplexere Fahraufträge können gar nicht automatisch angenommen oder vermittelt werden, wie beispielsweise unklare Adressen, bestimmte Abfahrtsorte oder Ziele, spezielle Bezahlvorgänge oder Extradienstleistungen, die mit dem Fahrer abgesprochen werden müssen.[7]

Auch was Privatsspähre angeht gibt es einen Unterschied zur Telefonbestellung: Bloomberg.com berichtete von einem Schüler, der jetzt mit einer App Taxis bucht, um nachhause zu fahren, statt von der Mutter abgeholt zu werden. In der App die vergangenen Fahrten auflisten zu können und so seine Kinder überwachen zu können ist laut dem Autor aus Sicht von Eltern ein Vorteil gegenüber der Taxibestellung per Telefon.[8]

KritikBearbeiten

Von Taxizentralen und dem BZP, einem Verband aus Taxizentralen und ähnlichen Unternehmen, gab es 2011 Kritik an denjenigen der App-Anbieter, die mit den Funk-Zentralen und deren Apps konkurrieren: Sie seien nicht günstiger[9]. Viele Funkzentralen würden durch die Apps in ihrer Existenz gefährdet.[10]

Kritik gab es 2012 durch den BZP auch an den Investoren wie Daimler, der Telekom und der KfW-Bank für die Millionen-Unterstützungen von „mytaxi“ (damalige Schreibweise: „myTaxi“).[10] Mittlerweile ist der BZP Kooperationspartner einer mit Mytaxi konkurrierenden Taxi-App.[11]

Verbreitete AppsBearbeiten

Eigenständige Apps für TaxizentralenBearbeiten

Einige Zentralen haben dem Namen nach eigene Apps, die technisch identisch mit überregionalen Apps sind (Branding).[6]

InternationalBearbeiten

GettBearbeiten

Gett wurde 2010 in Israel begründet. Gett hat nur zur Personenbeförderung lizenzierte Fahrer unter Vertrag, und basiert auf einer Kommissionsbasis von 10 %. Daneben werden auch Lieferdienste und Logistikleistungen vermittelt. Ende 2016 waren 50.000 Fahrer in etlichen Großstädten hauptsächlich in Israel und Russland, wie auch den USA und Großbritannien beschäftigt. 2016 stieg die Volkswagen AG bei dem Unternehmen ein.

Die App ist für Android und iOS verfügbar.

eCabBearbeiten

Die App eCab wurde von einem Zusammenschluss örtlicher Taxifirmen (eCab Alliance)[12] in Frankreich entwickelt, und bei TAXIS G7, einem führenden europäischen Anbieter, eingebettet. Sie war 2016 in 16 französischen Städten verfügbar, einigen weiteren europäischen Großstädten in sechs Ländern, drei in Kanada und 24 in Indien, mit insgesamt um die 100.000 Taxis.[12]

Verfügbar ist die App in englisch, französisch und niederländisch.[13]

HailoBearbeiten

Hailo ist eine Taxi-App mit Angeboten in Großbritannien, Irland und Spanien, die ursprünglich in London und Dublin begonnen wurde.[14][15] Aus den USA zog sich die Firma 2014 nach Misserfolgen wieder zurück.[15][16]

Im Juli 2016 verkündeten die Unternehmen Mytaxi und Hailo, dass sie fusionieren werden.[17] Der Name und die Technik von Mytaxi soll beibehalten werden, und Hailos Angebote zu Mytaxi migriert werden.[18]

mytaxiBearbeiten

Mytaxi wurde 2010 in Hamburg vom Startup Intelligent Apps eingeführt, anfangs unter dem Namen 1TouchTaxi.[19][20] Seit 2014 gehört Mytaxi vollständig zur Moovel GmbH, einer Tochter der Daimler AG.[21]

Die App wurde zuerst in Hamburg, dann in Köln/Bonn und Berlin eingeführt und war im Oktober 2014 in über 40 Städten in Deutschland verfügbar, sowie international in Österreich (Wien, Graz, Salzburg), der Schweiz (Zürich), Spanien (Barcelona, Madrid), Polen (Warschau) und den USA (Washington).[22][23] Im Juli 2012 hatte Mytaxi rund 15.000 angeschlossene Taxis in Deutschland und war bereits etwa 1,7 Millionen Mal heruntergeladen worden.[24] Das Angebot wurde sukzessive bis 2015 auch nach Australien (Lizenz)[25], Italien, Portugal und Schweden[15] ausgeweitet.

Im Juli 2016 verkündeten die Unternehmen Mytaxi und Hailo, dass sie fusionieren werden.[17][17] Hailo war in Großbritannien, Irland und Spanien sowie in den USA aktiv. Der Name und die Technik von Mytaxi soll beibehalten werden, und Hailos Angebote zu Mytaxi migriert werden. Nach der Fusion sollen nach eigenen Angaben bei Mytaxi dann grob 100.000 Taxifahrer registriert sein, was ca. 40.000 Taxis entspricht.[18] Im Februar 2017 erfolgte die Fusion mit Taxibeat, dem größten Taxiapp-Anbieter in Griechenland (8000 angeschlossene Taxifahrer) [26].

Andere Taxi-Apps arbeiten oft mit den bestehenden Taxi-Zentralen zusammen, wodurch sich weitere Servicemöglichkeiten (Rückfragen, Fundsachen, weitere Dienstleistungen) ergeben. Hierzu ist für den Kunden auch keine Registrierung nötig. Mytaxi arbeitet nur mit einzelnen Taxiunternehmen zusammen, in dem jeder interessierte Taxiunternehmer und, in Folge, seine beschäftigten Fahrer sich bei Mytaxi registrieren.[27] Da Mytaxi nicht mit den bestehenden Funkzentralen zusammenarbeitet, müssen sich die Fahrer eine spezielle Fahrer-App herunterladen. Ebenso müssen Kunden sich registrieren lassen, wenn sie die App nutzen wollen. Die Daimler AG wurde für ihre Beteiligung durch einen Zusammenschluss von Taxizentralen und ähnlichen Unternehmen kritisiert. Mytaxi sagte dazu: „Die Taxizentralen konnten den Taxiunternehmern bislang ihre Forderungen diktieren und haben nun Angst, weil sie durch uns Konkurrenz bekommen“.[10]

Mitte 2012 wurden Möglichkeiten zur Vorbestellung und mobiler Zahlung integriert.[28][29] Auf der CeBIT 2012 wurde Mytaxi unter 50 internationalen Teilnehmern als innovativste Geschäftsidee mit dem mit 25.000 Euro dotierten CODE_n12 Award ausgezeichnet.[30] Im Mai 2015 kam als Neuerung, dass Fahrten mit Mytaxi-Fahrern auch dann mit der App bezahlt werden können, wenn man das Taxi nicht über die App bestellt hat, sondern man es z. B. am Straßenrand herbeigewunken hat oder einfach nur am Flughafentaxistand eingestiegen ist.[31]

In Berlin benötigten via Mytaxi bestellte Taxifahrer in einem Test von vergleich.org durchschnittlich 4,6 Minuten Anfahrtszeit.[32] Netzwelt befand im Oktober 2017, nachdem sie drei[33] Taxi-Apps getestet hatten, dass Mytaxi die erfolgreichste Taxi-App sei.[34]

Seit dem 4. Dezember 2017 bietet Mytaxi den Dienst Match an. Durch diese Funktion ist es möglich, eine Taxifahrt mit einem oder mehreren fremden Fahrgästen zu teilen, der entlang der Route zusteigen und in die gleiche Richtung befördert werden möchten. Die Fahrtkosten werden dadurch für die Mitfahrer günstiger – so sollen neue, finanzschwache Kundengruppen angelockt werden, die bisher kaum ein Taxi nutzten. Das Angebot gilt zunächst nur in Hamburg, bald sollen weitere Großstädte wie Berlin oder München folgen.[35]

Mytaxi gibt es für Apple iOS [36], Android, Blackberry 10[37] sowie Windows Phone 7.x und 8.x[38], sowie auch als Webapp[39]. Es stellt für die Benutzeroberfläche die Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch bereit, außer für die Webapp, diese gibt es nur in Deutsch und Englisch.

KritikBearbeiten

Bei Mytaxi wird der Datenschutz kritisiert. So werden umfängliche Daten des Taxifahrers, bestehend aus Benutzername, User-ID, Vor- und Nachname, Bewertung, Lichtbild und Telefonnummer an den Fahrgast übermittelt; ebenso kann der Fahrer von jedem auf der Karte identifiziert und verfolgt werden[40]. Aus der Sicht der Fahrgäste sind die im Gegensatz zu Taxizentralen notwendige Übermittlung der Telefonnummer an den Fahrer[41] und die Speicherung der Positionsdaten[42] zu beanstanden. Ein neues Vergütungssystem der vermittelten Fahrten, das seit Februar 2014 auf einer Art Auktion basierte (3–15 % des erzielten Fahrpreises mussten – frei wählbar – an Mytaxi abgeführt werden), wodurch also (neben anderen Faktoren wie Fahrerqualitätsbewertung oder räumliche Nähe), eher der Meistbietende eine Fahrt angeboten bekam, stieß auf breiten Unmut der angeschlossenen Taxifahrer.[43][44] Diese Art der unbeliebten Vergütung ist seit Juli 2015 wieder abgeschafft und es wird nunmehr ein fester Prozentsatz (7 %) des Fahrpreises (und bei bargeldloser Zahlung auch 7 % des Trinkgeldes) als Provision berechnet.[45]

In Köln trat Mytaxi ab Januar 2016 vorübergehend als Pächter der Bahnhofsvorplätze auf. Jedes Taxi (auch wenn es nicht Mytaxi angeschlossen ist) sollte verbindlich 120 Euro im Jahr an Mytaxi für eine Erlaubnisplakette zahlen, wenn es am Bahnhof Fahrgäste aufnehmen wollte.[46] Nach Protesten vieler Kölner Taxifahrer, beharrlichem Ignorieren des Bereithaltungsverbotes trotz fehlender Plakette und einer rechtlichen Prüfung durch die Stadt Köln wurde die umstrittene Regelung Mitte Februar 2016 wieder aufgehoben.[47]

Mytaxi stellt weder in der App noch auf der Webseite Servicerufnummern bereit, über welche Probleme oder Fragen der Nutzer kommuniziert werden können. Nachgerade bei Beschwerden oder Fundsachen erscheint es so, als verblieben diese täglichen anfallenden Aufgaben kosten- und ressourcensparend bei den bestehenden örtlichen Taxizentralen.

taxi.euBearbeiten

taxi.eu ist ein internationales Netzwerk von Taxi-Funkzentralen.

In Zusammenarbeit mit europäischen Funkzentralen in zunächst rund 60 Städten – darunter Berlin, München, Hamburg, Wien, Amsterdam, Zürich, Kopenhagen, Brüssel und Prag – entwickelte die österreichische Firma Austrosoft/FMS aus Wien im Jahr 2011 die App.[6][48] Die Firma für Vermittlungssysteme bietet seit den 1980er Jahren elektronisches Taxi-Flotten-Management an[49], eine Vorgänger-App von taxi.eu existierte bereits 2010.

November 2014 waren in 100 Städten insgesamt rund 62.000 Taxis (und etwa 160.000 Fahrer) in das System integriert. Mit Hilfe von weiteren Taxi-Netzwerken und der International Road Transport Union wurden 2014 Erweiterungen in die USA und nach Großbritannien vereinbart.[50] In Deutschland beispielsweise konnten zu der Zeit 90 % aller Taxis über taxi.eu bestellt werden – unter anderem durch eine Kooperation im Rahmen des Deutschen Taxi-Service-Netzwerks (DTN).[51] 2016 war das Angebot in zwölf europäischen Ländern verfügbar.[52] Durch eine Kooperation mit einer Pariser Taxizentrale, die die Taxi-App eCab betreibt, kann taxi.eu tausende Pariser Taxen anbieten.[53]

Bei taxi.eu sind die Taxi-Unternehmer weiterhin bei einer Taxizentrale angemeldet.[54] Wird erst später ein Taxi benötigt, kann eine Vorbestellung eingegeben werden. An Orten, an denen keine vollautomatische Taxibestellung mit taxi.eu möglich ist, werden die Telefonnummern der örtlichen Taxizentralen angezeigt.[55]

Bezahlt wird beim Fahrer, europaweit, sowie in den vier größten deutschen Städten und sechs weiteren deutschen Städten[56] alternativ auch über die App mit PayPal oder Kreditkarte (Stand: März 2017).[57]

taxi.eu ist für Apple iOS (iPhone und iPad) und Android verfügbar. Die Bestellung auf Laptops, PCs und Mobil-Plattformen wie Blackberry ist auch ohne App über eine gleich aussehende Webseite mit herkömmlichen Browsern möglich. Die Benutzeroberfläche ist in den Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch, Dänisch und Niederländisch verfügbar.

UberBearbeiten

Weltweit bietet das 2009 gegründete kalifornische Unternehmen Uber (mit Europasitz in Amsterdam) eine App für einen Fahrdienst mit Funkmietwagen (Uber Black), Privatpersonen (Uber Pop / Uber X) sowie konzessionierter Taxis (Uber Taxi). Es war Mitte 2016 in an die 500 Städten vertreten.

Die bei Uber Pop bzw. UberX und unter Vertrag genommene Privatpersonen führen die Aufträge mit ihrem eigenen PKW aus. Bei Uber angemeldete Kunden ordern via Smartphone und bezahlen bargeldlos mit Hilfe der App. Diese Art der – als Mitfahrgelegenheit oder Share Economy bezeichneten – Vermittlung ist umstritten, da diesen Fahrern gegebenenfalls viele der für gewerbliche Personenbeförderung notwendigen Voraussetzungen fehlen (z. B. Sehtest, Gewerbeanmeldung, geeignete Versicherungen). Der Dienst Uber Pop wird deshalb in etlichen Ländern, darunter Deutschland, aus rechtlichen Gründen nicht angeboten.

Die App gibt es für iOS, Android und Windows Phone 8.x.[58]

DeutschlandBearbeiten

BetterTaxiBearbeiten

BetterTaxi bietet eine deutschlandweite Taxi-Buchung per App. Es ist die einzige App die deutschlandweit sowohl Taxi als auch Festpreisfahrten anbietet. Die Festpreisfahrten sind insbesondere für Flughafentransfers geeignet. Die Preise liegen jedoch stets geringfügig, und bei „Premium-Service“-Angeboten auch deutlich, über den örtlichen Taxitarifen. Das Unternehmen wickelt die Aufträge in Zusammenarbeit mit den lokalen Taxi-Zentralen ab.[59] Das Berliner Startup kooperiert mit den drei großen deutschen Taxi-Technologieanbietern Austrosoft/FMS, GefoS und Seibt & Straub sowie mit dem deutschen Taxi- und Mietwagenverband (BZP).[11]

BetterTaxi gibt es für iPhone, iPad [60] sowie als Webapp[61].

CleverShuttleBearbeiten

CleverShuttle wurde 2014 in Berlin als GHT Mobility GmbH von Bruno Ginnuth, Jan Hofmann und Slawek Tschurilin gegründet.[62] Das Unternehmen bietet einen sogenannten Ride-Sharing-Fahrservice an. Dies bedeutet, dass mit Hilfe eines Algorithmus sich einander fremde Fahrgäste mit ähnlichen Routen zu Fahrgemeinschaften bündeln. Der Fahrtpreis ist pro Fahrgast fixiert und soll etwa bei der Hälfte dessen liegen, was ein Taxi mit nur einem Fahrgast kosten würde.[63] Nach einer mehrmonatigen Testphase in Berlin und München begann der reguläre Betrieb Anfang 2016 in Leipzig und München, gefolgt von Hamburg und Berlin.[64] Bei CleverShuttle kommen nur Wasserstoff- und Elektroantriebe zum Einsatz. Die Fahrer sind fest angestellt und erhalten Stundenlöhne, je nach Einsatzort zwischen 10 und 15 Euro.[65] Die Wagen werden gesetzlich als Mietwagen eingestuft. Die Fahrer haben, den gesetzlichen Vorschriften folgend, einen Personenbeförderungsschein. Investoren sind unter anderem die Deutsche Bahn mit 20 Prozent und Daimler Buses mit 10 Prozent.[66]

Bestellt wird über die CleverShuttle-App für Apple iOS oder Android.[67]

ShuttlePoolBearbeiten

ShuttlePool ist die App zur Buchung von geplantem oder spontanen Fahrserivce in der Stadt, Flughafentransfer, Firmenfahrservice oder zu sonstigen Anlässen. Fahrpreise werden nach Eingabe der vollständigen Start- und Zieladresse nach Entfernung und Fahrtzeit berechnet und als fester Endpreis dem Kunden angezeigt. Optional können auch Leistungen wie "Begleitung am Zielort" als Hilfe durch den Fahrer oder "Kindersitze" etc. gebucht werden. Zahlungen sind mit bar, mit Paypal, Kreditkarte oder per Rechnung möglich.

An ShuttlePool sind selbstständige Taxi- oder Mietwagenunternehmer mit behördlicher Erlaubnis nach dem Personenbeförderungsgesetz angeschlossen, die sich zuvor mit der ShuttlePilot-App angemeldet haben. Diese App für Fahrer dient zur Auftragsannahme.

Der Service von ShuttlePool ist an allen großen deutschen Standorten verfügbar und wird, laut eigenen Angaben, auch in angrenzenden Ländern, sowie auf der spanischen Insel Mallorca angeboten.

ShuttlePool-App und ShuttlePilot-App sind für Android und Apple iOS verfügbar.

taxi.deBearbeiten

In Zusammenarbeit mit Funkzentralen und Taxi-Unternehmern entwickelte die Talex mobile solutions GmbH ebenfalls eine Taxi-App. Als Freemiumanbieter stellt taxi.de die Vermittlungsleistung als einziger Anbieter kostenlos für Taxifahrer zur Verfügung. Schon allein die Tatsache, dass es jedem Fahrer offen steht, sich bei taxi.de zu registrieren[68], ist auch selten unter deutschen Taxi-Apps, denn die meisten anderen vermitteln nur solche Taxis, die zu mit ihnen verbündeten Zentralen gehören. Taxi.de wurde im Juni 2012 gegründet.

Die Benutzeroberfläche ist auf Deutsch verfügbar. Wird erst später ein Taxi benötigt, kann eine Vorbestellung eingegeben werden. Einen Fahrpreisrechner gibt es ebenfalls.

Bei Fahrern, die das kostenlos von taxi.de zur Verfügung gestellte Kartenlesegerät in Anspruch nehmen, ermöglicht dieses die Bezahlung mit EC-Karte, Visa-Karte und MasterCard.[69]

taxi.de ist für Apple iOS (iPhone und iPad) und Android verfügbar. Die Bestellung auf Laptops, PCs und Mobil-Plattformen wie BlackBerry ist auch ohne App über eine gleich aussehende Webseite mit herkömmlichen Browsern möglich.

Taxi DeutschlandBearbeiten

Die App wird von einer gemeinsamen Servicegesellschaft der Taxizentralen angeboten.[70] Nach eigenen Angaben funktioniert die App in allen Städten mit mehr als 5000 Einwohnern. Das sind grob zweieinhalbtausend Städte. Vor der ersten Bestellung müssen Name und Telefonnummer eingegeben werden, eine Registrierung ist nicht notwendig.[71] Die App ermittelt den Standort des Benutzers, zeigt die umliegenden Fahrer und den Fortschritt der Bestellung an mit voraussichtlicher Ankunftszeit.[72] Diese Bestellung über die App geht in 79 der Städte. In den restlichen Städten wird stattdessen ein Anruf an die örtliche Taxizentrale ausgelöst.[73] Die Taxi Deutschland-App ist an das bundesweite Buchungsnetzwerk des Deutschen Taxi- und Mietwagenverbands angeschlossen und Mitglied im internationalen IRU-Netzwerk.[74][75] In einigen Städten können Fahrten per Kreditkarte direkt über die App bezahlt werden.[76]

Die App existiert derzeit für die Betriebssysteme Android und iOS.[77]

Vereinigtes KönigreichBearbeiten

KabbeeBearbeiten

In London hat Kabbee 4000 Minicab-Fahrer unter Vertrag.[78]

Vereinigte StaatenBearbeiten

LyftBearbeiten

Lyft wurde 2012 in San Francisco in Kalifornien gegründet. Das Angebot war 2015 schon in 200 amerikanischen Städten verfügbar, das Unternehmen erreichte einen Umsatz von 800 Millionen US-Dollar. Seit 2016 besteht eine Kooperation mit General Motors.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Florian Treiß: Interview: Konrad Hübner von Skycoders über Wege und Fallstricke der App-Entwicklung. mobilbranche.de, 26. Januar 2012, abgerufen am 14. Oktober 2014.
  2. Jörg Wirtgen: Mehr Smartphones als PCs, Tablets und Notebooks zusammen verkauft. heise online, 5. Februar 2012, abgerufen am 14. Oktober 2014.
  3. Jeder sechste EU-Bürger macht mit In: ahgz.de, 21. Dezember 2017, abgerufen am 26. Dezember 2017
  4. Durch die Rufnummernübertragung eines Festnetzanschlusses wird dabei an die entsprechende Adresse ein Taxi bestellt. Die Adresse und Festnetz-Rufnummer müssen dafür bei der Funkzentrale gespeichert sein.
  5. David Ohrndorf: Taxi: App für Smartphones. In: wdr markt. WDR, 30. Januar 2012, archiviert vom Original am 2. Februar 2012; abgerufen am 19. März 2012 (Text und Video, 5:21 Min.).
  6. a b c MyTaxi, Taxi.eu & Co.: Nützliche Taxi-Apps fürs Smartphone. Focus, 2. März 2012, abgerufen am 14. Oktober 2014.
  7. a b Uwe Reimann: Neue Taxi-App sorgt für Ärger. RP online, 14. Februar 2012, abgerufen am 14. Oktober 2014.
  8. He Leaves School by Uber. Venture Cap Dad Just Wishes He'd Invested auf bloomberg.com
  9. C. Müßgens und J. Ritter: Die Taxi-Zentralen schlagen zurück. FAZ, 25. Februar 2011, abgerufen am 14. Oktober 2014: „Für eine Tour sind das 66 Cent, bei My Taxi zahlt der Fahrer 79 Cent. Damit sind wir 17 Prozent günstiger.“
  10. a b c Jürgen Vielmeier: MyTaxi-Investition: Taxiverband “schäumt vor Enttäuschung und Wut”. Basic Thinking, 30. Januar 2012, abgerufen am 14. Oktober 2014.
  11. a b Die Partner von BetterTaxi. Abgerufen am 14. Oktober 2014.
  12. a b eCab Alliance. e-cab.com, abgerufen am 6. Dezember 2016
  13. eCab App. e-cab.com, abgerufen am 6. Dezember 2016
  14. Jonathan Moules: Phone app steers customers to UK’s black cabs. Financial Times, 30. Oktober 2011, abgerufen am 14. Oktober 2014 (englisch).
  15. a b c MyTaxi und das britische Startup Hailo fusionieren. Marco Weimer, auf gruenderszene.de, 26. Juli 2016, abgerufen am 6. Dezember 2016
  16. Hailo tried to take on Uber — but now its brand is being killed off. James Cook auf businessinsider.de, 26. Juli 2016, abgerufen am 6. Dezember 2016
  17. a b c heise online: Mytaxi fusioniert mit Hailo zu Europas größtem Taxi-Netzwerk. In: heise online. Abgerufen am 26. Juli 2016.
  18. a b Mytaxi & Hailo FAQ. In: mytaxi. Abgerufen am 26. Juli 2016. (Link nicht mehr verfügbar)
  19. Markus Franz: Das Handy im Taxi: Die besten Apps für Suche, Kosten und Karten. netzwelt.de, 22. Februar 2011, abgerufen am 14. Oktober 2014.
  20. Bitte einsteigen: Ein Besuch bei den Gründern von myTaxi, t3n, abgerufen am 14. Oktober 2014.
  21. Daimler-Tochter Moovel übernimmt MyTaxi-App - www.sueddeutsche.de 03.09.2014
  22. Über mytaxi. In: myTaxi. Abgerufen am 1. November 2014.
  23. myTaxi Pressemappe. In: myTaxi. Abgerufen am 14. Oktober 2014.
  24. myTaxi macht mit bei Miles & More. In: carIT automotiveIT. Abgerufen am 14. Oktober 2014.
  25. Wie smart ist das denn! Abgerufen am 14. Oktober 2014.
  26. http://www.focus.de/finanzen/news/wirtschaftsticker/unternehmen-mytaxi-geht-mit-zukauf-nach-griechenland_id_6655509.html
  27. de.mytaxi.com
  28. myTaxi bringt eine neue Version ihrer Taxi-App auf den Markt: Ab sofort können Fahrgäste ein Taxi vorbestellen. Archiviert vom Original am 25. Mai 2013; abgerufen am 17. August 2012.
  29. myTaxi startet Mobile Payment für Taxifahrten. Abgerufen am 14. Oktober 2014.
  30. Falk Hedemann: myTaxi gewinnt CODE_n12 Award. t3n, 9. März 2012, abgerufen am 14. Oktober 2014.
  31. plus.google.com
  32. taxi.vergleich.org (o.n.A,); wie viele getestet wurden, gibt vergleich.org nicht an.
  33. Taxi-Apps - Alle Produkte und Testberichte. In: netzwelt. (netzwelt.de [abgerufen am 26. Oktober 2017]).
  34. myTaxi im Test: So gut schlägt sich der Branchenprimus in der Praxis. In: netzwelt.
  35. Martin U. Müller: Neue Taxi-App: Auf die billige Tour. In: Spiegel Online. 3. Dezember 2017 (spiegel.de [abgerufen am 3. Dezember 2017]).
  36. itunes.apple.com
  37. mytaxi für BlackBerry OS 10 veröffentlicht auf TechStage.de
  38. Taxi-App mit neuer Funktion: Mit MyTaxi Miles & More-Meilen sammeln. 7. August 2012, abgerufen am 14. Oktober 2014.
  39. de.mytaxi.com
  40. AGB Taxifahrer. In: myTaxi. 15. Mai 2013, abgerufen am 14. Oktober 2014.
  41. myTaxi – Fahrgast Taxi App. In: Google. Abgerufen am 4. November 2014.
  42. Stephanie Siebert: Taxizentrale droht „myTaxi“-Nutzern mit Funksperre. In: nordbayern.de. Nürnberger Zeitung, 30. Januar 2012, abgerufen am 14. Oktober 2014.
  43. abendzeitung-muenchen.de
  44. stern.de
  45. Ben Schwan: MyTaxi baut Geschäftsmodell für Fahrer erneut um. heise.de, 20. Mai 2015, abgerufen am 29. Mai 2015.
  46. Peter Berger: App-Anbieter „MyTaxi“ übernimmt Taxi-Plätze am Kölner Hauptbahnhof. In: Kölner Stadt-Anzeiger. M. DuMont Schauberg, 2. Dezember 2015, abgerufen am 25. Dezember 2015.
  47. Don Dahlmann: Stadt Köln erklärt exklusiven MyTaxi-Vertrag für ungültig. In: Gründerszene(.de). Vertical Media, 16. Februar 2016, abgerufen am 22. März 2016.
  48. taxi.eu. Abgerufen am 11. März 2012.
  49. Über Uns. austrosoft.net, abgerufen am 5. Dezember 2016
  50. IRU Launches Global Network for Taxi Apps. International Road Transport Union, 11. November 2014, abgerufen am 14. November 2014.
  51. Start des „Deutschen Taxi-Service-Netzwerkes (DTN)“. Deutscher Taxi- und Mietwagenverband e.V. (BZP), 3. November 2014, abgerufen am 14. November 2014.
  52. http://www.taxi.eu/taxi-app-fuer-60-staedte-in-europa/
  53. heise online: taxi.eu: Allianz für Europas größtes Taxi-Netzwerk. In: heise online. Abgerufen am 19. April 2016.
  54. Eine App revolutioniert die Taxibranche. In: Deutschlandradio. DRadio Wissen, 23. Februar 2012, abgerufen am 14. Oktober 2014 (Text und Audio, 6:02 Min.(Hinweis: startet sofort)).
  55. Mehr als 40.000 Taxen per Knopfdruck bestellbar. business-on.de, 14. Dezember 2011, abgerufen am 25. Oktober 2014.
  56. gem. eigenen Angaben
  57. Dietmar Fund: Hansa-Taxi, IsarFunk und Taxi-Ruf Köln akzeptieren Bezahlen per App. In: taxi-heute.de. Huss Verlag, 18. April 2016, abgerufen am 19. April 2016.
  58. windowsphone.com
  59. Jürgen Hartmann: In Berlin appt das bessere Taxi. Taxi Heute, 16. Oktober 2012, abgerufen am 25. Oktober 2014.
  60. itunes.apple.com
  61. bettertaxi.de
  62. Über uns - CleverShuttleCleverShuttle. Abgerufen am 16. Februar 2018 (deutsch).
  63. Neuer Taxi-Anbieter drängt mit E-Cars auf Berliner Markt. Abgerufen am 16. Februar 2018.
  64. mdr.de: CleverShuttle lässt Taxiunternehmen grübeln | MDR.DE. (mdr.de [abgerufen am 7. Februar 2018]).
  65. Jürgen Stüber: Berliner greifen Taxi-Riesen Uber an. (morgenpost.de [abgerufen am 7. Februar 2018]).
  66. Pressemitteilung von CleverShuttle vom 11. Juli 2017: „RideSharing für alle: CleverShuttle und Daimler Buses machen ab jetzt gemeinsame Sache“
  67. CleverShuttle FAQ. Abgerufen am 7. Februar 2018.
  68. taxi.de
  69. taxi.de (PDF)
  70. wiwo.de
  71. abendzeitung-muenchen.de
  72. focus.de
  73. taxi-heute.de
  74. golem.de
  75. taxi-zeitschrift.de
  76. cnet.de
  77. taxi-heute.de
  78. Frank Dahlmann: Wie smart ist das denn! brand eins, Februar 2012, abgerufen am 14. Oktober 2014.