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Martin U. Müller (* 1981 in Berlin[1]) ist ein deutscher Journalist.

LebenBearbeiten

Müller studierte Medizin sowie Neuropsychologie und Geschichte der Medizin. Danach besuchte er die Henri-Nannen-Schule. Seit 2009 arbeitet er beim Hamburger Nachrichten-Magazin Der Spiegel.

Er beschäftigt sich dort unter anderem mit der Wirtschafts- und Medienberichterstattung und ist Jurymitglied des Preises „Journalist des Jahres“, welcher vom Medium Magazin ausgelobt wird.

Mehrmals bearbeitete Müller investigative Stoffe, etwa in der Affäre um Bundespräsident Christian Wulff und den Berliner Filmfinanzier David Groenewold,[2] im Justizfall Jörg Kachelmann,[3] im Skandal um das First-Class-Upgrade in die indischen Slums des Bischofs von Limburg, Franz-Peter Tebartz-van Elst[4], den wahren Hintergründen zur Insolvenz der Fluglinie Air Berlin[5] oder zu den Methoden des Krankenhaus-Konzerns Asklepios.[6] Müller schrieb zuvor Texte unter anderem für die Süddeutsche Zeitung, die Frankfurter Allgemeine Zeitung und den Tagesspiegel.

Er ist Jurymitglied des Spiegel-Schülerzeitungspreises und verlieh den „Spiegel-Sonderpreis für die beste journalistische Leistung“ beim Schülerzeitungswettbewerb der Länder im Bundesrat.[7][8]

AuszeichnungenBearbeiten

Zusammen mit Thomas Tuma erhielt Müller den 3. Preis[9] beim Helmut-Schmidt-Journalistenpreis 2011 für den Spiegel-Artikel Weltreligion Shoppen.[10][11][12] Er ist gemeinsam mit einem Team um Thomas Tuma Preisträger des Hauptpreises Print des Friedrich-und-Isabel-Vogel-Preises für Wirtschaftsjournalismus[13][14] für eine vierteilige Serie Deutschland, deine Reichen.[15] Weiterhin war er 2012 für den Deutschen Journalistenpreis in der Kategorie Mobilität und Logistik für einen Report über Vielflieger und den Lufthansa HON Circle[16] nominiert,[17] 2013 in der Kategorie Innovation und Nachhaltigkeit mit einem Titel zum Thema Big Data.[18] 2017 gewann er gemeinsam mit einem Team den 1. Platz beim Otto-Brenner-Preis für die Recherche Ein krankes Haus.[19][20] Ebenfalls 2017 wurde er mit dem Deutschen Sozialpreis ausgezeichnet.[21] Ein Report von ihm über die Zukunft der Medizin in Zeiten der Digitalisierung schaffte es auf die Shortlist für den Ernst-Schneider-Preis 2018.[22] Müller wurde mit dem 1. Preis beim Medienpreis Luft- und Raumfahrt 2018 ausgezeichnet.[23]

BuchbeiträgeBearbeiten

  • Endlich Zeit (Beitrag). Penguin Verlag, München 2018, ISBN 978-3-328-10271-7.
  • Deutschland, Deine Reichen: Wer sind sie – und warum so viele? (Beitrag). Spiegel Verlag, Hamburg 2013.
  • Demenz: Was wir darüber wissen, wie wir damit leben (Beitrag). Deutsche Verlags-Anstalt, München 2010, ISBN 978-3-421-04487-7.
  • Schwarz, Rot, Grau. Altern in Deutschland (Beitrag). Süddeutsche Zeitung; 1. edition, München 2008, ISBN 978-3-86615-616-6.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Was der Helmut-Schmidt-Journalistenpreis auszeichnet (PDF)@1@2Vorlage:Toter Link/www.helmutschmidtjournalistenpreis.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  2. Martin U. Müller: Vorwurf der Vorteilsnahme: Wulff muss vor Gericht. In: Spiegel Online. 27. August 2013, abgerufen am 14. Dezember 2014.
  3. Martin U. Müller, Barbara Schmid: Unappetitliche Details. In: Der Spiegel. Nr. 34, 2010 (online).
  4. Martin U. Müller, Peter Wensierski: First Class in die Slums. In: Der Spiegel. Nr. 34, 2012 (online).
  5. SPIEGEL ONLINE: Air Berlin: Warum die Rettung der Fluglinie misslang. Abgerufen am 24. Oktober 2018.
  6. Asklepios-Kliniken: Der kranke Konzern. In: Spiegel Online. 21. Dezember 2016, abgerufen am 3. November 2017.
  7. SPIEGEL-Schülerzeitungspreis 2015 - Die besten jungen Blattmacher des Jahres: Ausschreibung. In: Spiegel Online. 17. November 2014, abgerufen am 14. Dezember 2014.
  8. Martin U. Müller: SPIEGEL-Sonderpreis 2017 „Beste journalistische Leistung“. 14. Juni 2017, abgerufen am 3. November 2017.
  9. helmutschmidtjournalistenpreis.de (Memento des Originals vom 24. April 2012 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.helmutschmidtjournalistenpreis.de
  10. Martin U. Müller: Helmut-Schmidt-Journalisten-Preis für Thomas Tuma und Martin U. Müller. 11. Januar 2015, abgerufen am 3. November 2017.
  11. Martin U. Müller, Thomas Tuma: Weltreligion Shoppen. In: Der Spiegel. Nr. 50, 2010 (online).
  12. www.ing-diba.de (PDF)@1@2Vorlage:Toter Link/www.ing-diba.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  13. Ehrung. In: Der Spiegel. Nr. 45, 2012 (online).
  14. www.stifterservice.de
  15. Im Reich der Reichen. In: Der Spiegel. Nr. 9, 2012 (online).
  16. Martin U. Müller: Der Weg ist das Ziel. In: Der Spiegel. Nr. 2, 2012 (online).
  17. media08.djp.info
  18. Martin U. Müller, Marcel Rosenbach, Thomas Schulz: Die gesteuerte Zukunft. In: Der Spiegel. Nr. 20, 2013 (online).
  19. 1. Preis: Otto Brenner Preis 2017. Abgerufen am 3. November 2017.
  20. Zitate / Ehrungen. In: Der Spiegel. Nr. 43, 2017 (online).
  21. Preisträger Sparte Print. (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 6. November 2017; abgerufen am 3. November 2017.   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bagfw.de
  22. Shortlist Ernst-Schneider-Preis 2018 - Ernst-Schneider-Preis. In: Ernst-Schneider-Preis. 26. Juni 2018 (ernst-schneider-preis.de [abgerufen am 5. November 2018]).
  23. Medienpreis Luft- und Raumfahrt 2018 geht an vier Journalistenteams für ihre Beiträge in DER SPIEGEL, WDR und ZEIT ONLINE – Sonderpreis für Hamburger Abendblatt. In: BDLI. Verein zur Förderung des technisch-wissenschaftlichen Journalismus e. V., abgerufen am 24. Oktober 2018.