Tatort: Acht Jahre später

Episode der Fernsehserie Tatort

Acht Jahre später ist ein Fernsehfilm aus der Fernseh-Kriminalreihe Tatort der ARD und des ORF. Der Film wurde vom WDR produziert und am 28. April 1974 zum ersten Mal gesendet. Er ist die 39. Folge der Tatort-Reihe, der erste mit Kommissar Haferkamp.

Episode der Reihe Tatort
OriginaltitelAcht Jahre später
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Produktions-
unternehmen
WDR
Länge89 Minuten
EinordnungEpisode 39 (Liste)
Erstausstrahlung28. April 1974 auf ARD
Stab
RegieWolfgang Becker
DrehbuchKarl Heinz Willschrei
ProduktionWerner Kließ
KameraJoseph Vilsmaier
SchnittHannes Nikel
Besetzung

HandlungBearbeiten

Aufgrund des Hinweises der Geschäftsinhaberin Pallenburg kann Kommissar Haferkamp den Serieneinbrecher Brossberg festnehmen. Beim vorausgehenden Feuergefecht wird dessen Bruder von Haferkamp getötet. Am Ende der Gerichtsverhandlung schwört Brossberg dem Kommissar und Frau Pallenburg, seiner Geliebten, Rache. Haferkamp kümmert das nicht sonderlich, da er glaubt, dass nach einer langen Haftstrafe kein Mensch mehr an Vergeltung denken werde.

Als Brossberg acht Jahre später freikommt, steht Frau Pallenburg vor Haferkamps Tür und behauptet, Angst vor Brossberg zu haben, da dieser sie angeblich in ihrer Wohnung habe aufsuchen wollen. Frau Pallenburg kündigt an, vorerst bei Haferkamp bleiben zu wollen. Haferkamp ist hiervon wenig begeistert und versucht sie, mithilfe der Streifenpolizei aus seiner Wohnung zu entfernen. Als Frau Pallenburg mit Selbstmord droht, beherbergt er sie widerwillig in seiner Wohnung, obwohl er keine konkreten Maßnahmen ergreifen kann und nichts gegen Brossberg in der Hand hat. Brossberg wiederum wird von Kreutzer auf eigene Faust beschattet, scheint aber ein unauffälliges Dasein zu fristen, so dass zunächst nichts an die vor acht Jahren geäußerten Racheschwüre erinnert.

Die Geschichte bekommt eine Wendung, als ein Schuss vom gegenüberliegenden Rohbau auf die Wohnung von Haferkamp und Frau Pallenburg abgegeben wird. Verdächtigt wird Brossberg, der der Polizei zunächst entkommen kann, jedoch dann von Haferkamp in einer Zeche gestellt wird. Bei der Verfolgungsjagd auf einen Hochofen, erleiden beide eine Kohlenmonoxidvergiftung. Haferkamp wird vor Brossberg bewusstlos, der – anstatt ihn zu töten – an ihm vorbeigeht und mit der gleichen Vergiftung ins Krankenhaus eingeliefert wird. Nun kommen Haferkamp – auch durch Hinweise seiner Exfrau Ingrid – Zweifel an der Rolle von Frau Pallenburg. Es stellt sich heraus, dass sie seine Wohnung mit Hilfe einer Wanze abhören lässt, den Mordversuch selbst inszeniert hat und Haferkamp gemeinsam mit Brossberg, der inzwischen aus der Untersuchungshaft entlassen wurde, beseitigen will. Haferkamp lässt sich zum Schein in seiner Wohnung mit einem Schlafmittel betäuben und begibt sich in Lebensgefahr, als Frau Pallenburg die alte Koksheizung manipuliert und Gas in das Wohnzimmer mit dem schlafenden Haferkamp strömt. Da Haferkamp das Schlafmittel jedoch nur scheinbar getrunken hatte, entkommt er den giftigen Rauchgasen rechtzeitig. Er stellt Frau Pallenburg, die versucht, aus der Wohnung zu fliehen. Brossberg wird auf dem gegenüberliegenden Rohbau von Kreutzer und der Polizei, die die ganze Zeit über zugegen war, verhaftet.

KritikBearbeiten

Die TV Spielfilm vergab für den Film die bestmögliche Wertung (Daumen nach oben) und schrieb: „Packender Einstand des Sympathieträgers“[1]

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Hansjörg Felmys erster TV-Krimi als Heinz Haferkamp Kurzkritik bei tvspielfilm.de, abgerufen am 14. Dezember 2014.