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Tatort: Drei Schlingen

Episode der Fernsehserie Tatort

Drei Schlingen (Arbeitstitel: Der Bulle) ist ein Fernsehfilm aus der Fernseh-Kriminalreihe Tatort der ARD und des ORF. Der Film wurde vom WDR produziert und am 28. August 1977 zum ersten Mal gesendet. Er ist die 78. Folge der Tatort-Reihe, die 11. mit Kommissar Haferkamp.

Folge der Reihe Tatort
OriginaltitelDrei Schlingen
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Produktions-
unternehmen
WDR
Länge82 Minuten
AltersfreigabeFSK 12[1]
EinordnungFolge 78 (Liste)
Erstausstrahlung28. August 1977 auf ARD
Stab
RegieWolfgang Becker
DrehbuchKarl Heinz Willschrei
ProduktionWerner Kliess
KameraJoseph Vilsmaier
SchnittJean-Claude Piroué
Besetzung

HandlungBearbeiten

Auf einer Routinefahrt im Geldtransporter beobachtet der Wachmann Fink einen Unfall, bei dem eine junge Frau von einem Auto angefahren und auf die Straße geschleudert wird. Obwohl er den Wagen nicht verlassen darf, schreitet Fink ein, um dem Opfer zu helfen und wird plötzlich mit einem Karateschlag angegriffen. Während sein Kollege Schießer gerade Gelder in einer Bankfiliale abliefert, wird Fink von einem der Räuber erschossen. Der Mörder und die vermeintliche angefahrene Frau verschwinden mit dem Geldtransporter. Schießer findet den sterbenden Fink und wirkt später auf den ermittelnden Kommissar Haferkamp seltsam verstört.

Wenig später wird ein Mann erhängt aufgefunden, bei dem ein Drittel der Beute aufgefunden wird. Der Tote war Mitglied in einem Judo-Club und Haferkamp stellt fest, dass Schießer dort auch Mitglied ist. Schießer, der vor Jahren wegen überharten Vorgehens von der Hamburger Polizei entlassen wurde, leugnet die Tat. Haferkamp fragt bei einem Künstler an, ob es einen Stuntman gibt, der einen Unfall wie bei der Tat simulieren kann. Es stellt sich heraus, dass die Frau auf der Straße ein verkleideter Mann war, der junge Karl Werting, der auch im Judo-Club Mitglied ist.

Werting wird schließlich von Schießer aufgespürt und beinahe auch ermordet. Haferkamp kommt rechtzeitig dazwischen und rettet Werting, indem er Schießer erschießt. Die beiden anderen Räuber wurden zuvor von Schießer erhängt, weil er aus Rache für seinen Kollegen Selbstjustiz üben wollte.

HintergrundBearbeiten

Drei Schlingen befand sich über 25 Jahre im so genannten Giftschrank und wurde nicht wiederholt, nachdem sich zahlreiche Zuschauer wegen der übermäßigen Brutalität der Folge beschwert hatten. Erst 2002 wurde die Folge nach erneuter Sichtung durch den Jugendschutzbeauftragten wieder freigegeben und im Mai 2003 zum ersten Mal wiederholt.[2]

Die Szene, in der Fink auf der Straße erschossen wird, entstand in der Steile Straße im Essener Stadtteil Margarethenhöhe.

Musikalisch untermalt wird diese Tatort-Folge unter anderem durch das Lied Oxygène (Part I) aus dem Album Oxygène von Jean Michel Jarre.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Freigabebescheinigung für Tatort: Drei Schlingen. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, Juni 2009 (PDF; Prüf­nummer: 118 590 DVD).
  2. tatort-fundus.de: Der Fall Drei Schlingen, abgerufen am 31. Juli 2012.