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Tatort: Lockruf

Episode der Fernsehserie Tatort

Lockruf ist ein Fernsehfilm aus der Fernseh-Kriminalreihe Tatort der ARD und des ORF. Der Film wurde vom WDR produziert und am 2. Juli 1978 zum ersten Mal gesendet. Es ist die 89. Folge der Tatort-Reihe, der 14. Fall für Kommissar Haferkamp (Hansjörg Felmy) und seinen Assistenten Kreutzer (Willy Semmelrogge).

Folge der Reihe Tatort
OriginaltitelLockruf
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Produktions-
unternehmen
WDR
Länge90 Minuten
AltersfreigabeFSK 12[1]
EinordnungFolge 89 (Liste)
Erstausstrahlung2. Juli 1978 auf ARD
Stab
RegieWolfgang Becker
DrehbuchHerbert Lichtenfeld
ProduktionWerner Kließ
KameraJosef Vilsmeier
SchnittFelicitas Lainer (als Lici Lainer)
Besetzung

Inhaltsverzeichnis

HandlungBearbeiten

Peter Huck trifft sich mit seiner Geliebten Simone Karelus in seinem Wochenendhaus, das an einem See im Wald liegt. Seiner Frau sagt Huck, dass er geschäftlich nach Frankfurt am Main reisen müsse und dort im Hotel Schweizer Hof absteige. Mit dem Hotelportier Hartung hat er ausgemacht, dass dieser ihn im Wochenendhaus anruft, falls Frau Huck nach ihrem Mann frage.

Helga Huck pflanzt in ihrem Garten ein paar Bäumchen. Sie bekommt einen Brief, in dem mitgeteilt wird, dass ihr Mann einen Architektur-Wettbewerb gewonnen hat. Sie ruft im Hotel an und der Portier sagt, Huck sei eben erst fortgegangen. Der Portier verständigt Huck im Wochenendhaus und dieser ruft seine Frau an. Während des Gesprächs hört Frau Huck im Hintergrund eine Amsel singen. Später will sie die restlichen Bäumchen in der Nähe des Wochenendhauses pflanzen und fährt in den Wald. Dort hört sie die Amseln singen und wird misstrauisch. Sie geht ein paar hundert Meter zu Fuß bis zum Wochenendhaus und sieht ihren Mann mit seiner Geliebten.

Heiko, der Sohn der Hucks, hat vor Kurzem Sabine Knoop in einer Kneipe kennengelernt. Sabine ist aus dem Fürsorgeheim ausgerissen und haust in einer leerstehenden, kalten Hütte am Bahndamm. Er bietet ihr an, sie im Wochenendhaus seiner Eltern einzuquartieren und dort ein paar schöne Tage mit ihr zu verbringen. Heiko lässt Sabine im Wochenendhaus zurück und geht im nahegelegenen Dorf einkaufen.

Am selben Tag reist Peter Huck erneut geschäftlich nach Frankfurt. Seine Frau glaubt, dass er sich wieder mit der Geliebten im Wochenendhaus trifft. Sie fährt in den Wald hinaus und sieht Sabine von Weitem. Frau Huck glaubt, es handele sich um die Geliebte ihres Mannes und erschießt Sabine mit einem Jagdgewehr. Als Heiko zurückkommt, sieht er das Gewehr vor dem Haus liegen, aber von Sabine gibt es vorerst keine Spur. Er stellt das Gewehr nichtsahnend zurück in den Waffenschrank und geht dann auf die Suche nach Sabine. Er findet sie tot im Wald. Daraufhin gerät er in Panik und versucht alle Spuren von sich und Sabine im Wochenendhaus zu beseitigen.

Die Leiche wird am nächsten Tag gefunden und Kommissar Haferkamp ermittelt. Nach kurzer Zeit findet er heraus, dass Sabine mit Heiko im Wochenendhaus war und nimmt ihn fest, obwohl Heiko seine Unschuld beteuert. Daraufhin gesteht Peter Huck den Mord. Heiko wird freigelassen und sein Vater wird festgenommen. Frau Huck ist das ganz recht. Sie hat zwar die Falsche erschossen, aber ihr Mann ist so wenigstens von seiner Geliebten getrennt worden.

Kommissar Haferkamp kommt durch Zufall dem Umstand auf die Spur, dass sich auch Peter Huck mit seiner Geliebten im Wochenendhaus getroffen hatte und dass sich Simone und Sabine sehr ähnlich sehen. Er glaubte nicht so recht an Peter Hucks Geständnis, da dieser kein glaubhaftes Motiv hatte. Er vermutet nun richtig, dass Frau Huck in ihrer Eifersucht aus Versehen die Falsche erschossen hat, kann es aber nicht beweisen.

Heiko Huck findet im Kofferraum des Autos seiner Mutter Reste der Bäumchen und kommt darauf, dass sie diese wohl in der Nähe des Wochenendhauses pflanzen wollte. Er nimmt an, dass sie im Wald war und ihrem Mann auf die Schliche gekommen ist und verdächtigt sie des Mordes. Frau Huck erhält einen anonymen Erpresserbrief. Der Erpresser sagt, dass er sie beim Mord beobachtet habe und dass sie 2000 DM Schweigegeld am Grab von Sabine Knoop ablegen solle. Sie fährt zum Friedhof und legt das Geld ab. Haferkamp, der Frau Huck von den Polizisten Grabbe und Schult beschatten lässt, ist auch dort und sieht Heiko Huck den Umschlag mit dem Geld abholen. Heiko erklärt, dass er nicht das Geld wolle, sondern nur Gewissheit. Da seine Mutter auf die Erpressung eingegangen ist, muss sie schuldig sein. Frau Huck wird festgenommen und der Fall ist gelöst.

SonstigesBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Freigabebescheinigung für Tatort: Lockruf. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, Juni 2009 (PDF; Prüf­nummer: 118 389 DVD).