Hauptmenü öffnen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Stiefenhofen
Stiefenhofen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Stiefenhofen hervorgehoben
Koordinaten: 47° 36′ N, 10° 0′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Lindau (Bodensee)
Verwaltungs­gemeinschaft: Stiefenhofen
Höhe: 805 m ü. NHN
Fläche: 28,98 km2
Einwohner: 1830 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 63 Einwohner je km2
Postleitzahl: 88167
Vorwahl: 08383
Kfz-Kennzeichen: LI
Gemeindeschlüssel: 09 7 76 127
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstr. 8
88167 Stiefenhofen
Website: www.stiefenhofen.de
Bürgermeister: Anton Wolf (CSU / FW)
Lage der Gemeinde Stiefenhofen im Landkreis Lindau (Bodensee)
Baden-WürttembergÖsterreichSchweizLandkreis OberallgäuBodolzGestratzGrünenbachHeimenkirchHergatzHergensweilerLindau (Bodensee)Lindenberg im AllgäuMaierhöfenNonnenhornOberreuteOpfenbachRöthenbach (Allgäu)ScheideggSigmarszellStiefenhofenWasserburg (Bodensee)Weiler-SimmerbergWeißensbergBodenseeKarte
Über dieses Bild

Stiefenhofen (westallgäuerisch Schtiefehofe) ist eine Gemeinde im bayerisch-schwäbischen Landkreis Lindau (Bodensee) und der Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Stiefenhofen.

Stiefenhofen mit dem Berg Grünten im Hintergrund

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

Lage und GemarkungenBearbeiten

Stiefenhofen liegt in der Region Allgäu, genauer im Westallgäu, unweit des Bodensees. Es existieren die Gemarkungen Harbatshofen (47° 36′ N, 10° 0′ O) und Stiefenhofen. Der tiefste Punkt der Gemarkung liegt auf 750 m, der höchste auf 1067 m.[2]

NachbargemeindenBearbeiten

Grünenbach Weitnau
Weiler-Simmerberg   Missen-Wilhams
Oberreute Oberstaufen

GeschichteBearbeiten

Bis zur GemeindegründungBearbeiten

In einer Sankt Galler Urkunde aus dem Jahr 868 wird der Ort Stoufun erwähnt. 883 nennt eine andere Sankt Galler Urkunde STIVUNHOVARO MARCHA (=Stiefenhofen).

Im Alten Reich war die heutige Gemeinde Stiefenhofen auf verschiedene Territorien verteilt:[3]

Anfang des 19. Jahrhunderts kamen die Orte zum Königreich Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinde Stiefenhofen.

GebietsreformBearbeiten

In Folge der Gebietsreform in Bayern wurde am 1. Juli 1970 die ehemals selbständige Gemeinde Harbatshofen eingemeindet. Gleichzeitig wurden Gebietsteile an den Markt Oberstaufen abgetreten.[4]

Am 1. Juli 1972 wurde die Gemeinde aus dem damaligen Landkreis Sonthofen ausgegliedert und in den Landkreis Lindau (Bodensee) integriert.[5]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden folgende Einwohner gezählt:

1961 1589
1970 1557
1987 1498
1991 1628
1995 1612
2000 1665
2005 1719
2010 1788
2015 1842

PolitikBearbeiten

BürgermeisterBearbeiten

Bürgermeister ist seit 1990 Anton Wolf (CSU/Freie Wähler), er wurde 1996, 2002, 2008 und 2014 wiedergewählt.[6]

GemeinderatBearbeiten

Nach der Wahl 2014 hat der Gemeinderat 12 Mitglieder.[7]

WappenBearbeiten

Das 1973 zugeteilte Wappen der Gemeinde Stiefenhofen ist schräg geteilt von Silber und Blau. Es zeigt oben einen schrägen schwarzen Stufenbalken, unten einen goldenen Vogel (Kreuzschnabel).

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Wirtschaft einschließlich Land- und ForstwirtschaftBearbeiten

Der amtlichen Statistik zufolge gab es 1998 am Arbeitsort 89 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte im produzierenden Gewerbe, aber keine im Bereich Handel und Verkehr. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 80 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. insgesamt gab es am Wohnort 562 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Im verarbeitenden Gewerbe zählte man fünf und im Bauhauptgewerbe acht Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 110 landwirtschaftliche Betriebe mit 1966 ha landwirtschaftlich genutzter Grünfläche. Im Jahr 2017 vermeldete die Gemeinde noch 105 landwirtschaftliche Betriebe.

BildungBearbeiten

Einrichtungen (Stand: 1999):

  • Kindergarten: 50 Kindergartenplätze mit 49 Kindern
  • Volksschule: eine mit vier Lehrern und 87 Schülern

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

Stephanskapelle in GenhofenBearbeiten

 
Spätgotischer Innenraum der Stephanskapelle in Genhofen

Der Ortsteil Genhofen liegt an einer wichtigen historischen Durchgangsstraße, die vermutlich schon um das Jahr 250 von den Römern angelegt wurde. Im Mittelalter wurde hier Salz, das damalige „weiße Gold“, von Immenstadt nach Simmerberg transportiert. Genhofen lag vor dem gefürchteten Anstieg auf den Hahnschenkel. In diesem Zusammenhang entstand die Stephanskapelle mit ihren weitgehend im Original erhaltenen Fresken aus dem späten 15. Jahrhundert. Ihr Bauherr war Magister Conrad Schilling. Von bemerkenswerter Qualität sind die drei spätgotischen Schreinaltäre im Innern. Die Bilder des Choraltars stammen von Adam Schlan(t)z, dem Hofmaler des Fürstabts von Kempten. Die Plastiken werden Michael Zeynsler († nach 1559) zugeschrieben; sie zeigen den Augsburger Bischof St. Ulrich, Maria mit Kind und den Apostel Jakobus den Älteren. Neben Jakobus ist ein zweiter Patron der Reisenden, St. Christophorus, vorhanden. Die Tür zur Sakristei schmücken einige Dutzend Hufeisen.

BaudenkmälerBearbeiten

TourismusBearbeiten

  • Stiefenhofen hat sich dem Thema „Kräuter“ verschrieben: Kräuterlandhof, Kräuterführungen, Kräuterküche. Im Ortsteil Hopfen liegt der Naturgarten „Artemisia“, ein riesigem Kräutergarten, Kräutergärtnerei mit Manufaktur, Cafe, Laden und Seminarangeboten.[8]
  • Ski-Langlauf-Loipen
  • Durch Genhofen führt der Bayerisch-Schwäbische Jakobusweg
  • Urlaub auf dem Bauernhof

SportBearbeiten

Nach der Gründung des Fußballvereins TSV Stiefenhofen im Jahr 1981 spielt die Mannschaft erstmals in ihrer Vereinsgeschichte in der Kreisliga A im Württembergischen Fußballverband.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Stiefenhofen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 13. September 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 17. April 2017 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.stiefenhofen.de
  3. http://www.leo-bw.de/media/kgl_atlas/current/delivered/bilder/HABW_06_13.jpg; http://geschichte.digitale-sammlungen.de/hab/band/bsb00008060
  4. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 513.
  5. Chronik Landkreis Lindau
  6. http://www.wahlen.bayern.de/kommunalwahlen/
  7. http://www.stiefenhofen.de/index.shtml?Gemeinderat@1@2Vorlage:Toter Link/www.stiefenhofen.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  8. Artemisia- Kräutergarten